Ellenbogengesellschaft?

Ich habe hier schon sehr viel gelesen. Was mir dabei immer wieder auffällt
- Gelder innerhalb der KernFamilie werden getrennt. Es gibt meist getrennte Konten und ein Haushaltskonto
- man soll nicht erwarten bzw. Sich garnicht erst wünschen dürfen, dass Familienangehörige überhaupt Auch nur ein wenig Rücksicht auf Kinder nehmen - denn schließlich hat man die ja selbst in die Welt gesetzt
- Omas, Opas, Tanten, Onkel was auch immer sollten eigentlich nie in die Kinderbetreuung miteinbeziehen werden höchstens ab und an mal freiwillig - denn schließlich hat man die Kinder ja selbst in die Welt gesetzt und alle haben ihr eigenes Leben
- ...erstmal jetzt überspitzt gesagt und es gibt hier bestimmt noch eine Milliarde andere Beispiele.

Bei uns läuft es anders:
- wir haben ein gemeinsames Konto, egal wer wieviel arbeitet und wieviel verdient
- wir helfen uns gegenseitig aus bei finanziellen Notlagen
- meine Eltern sind immer zur Stelle, wenn ich einfach mal eine Stunde Auszeit brauche, weil mir wieder alles zu viel ist mit meinen 2 Kindern
- genauso hilft mein Mann Ihnen so gut es geht, wenn mal wieder die Spülmaschine kaputt gegangen ist oder sie sich ein neues Bad machen wollen
- hier wiegt keiner gegeneinander auf man unterstützt sich und wir schaffen uns gegenseitig Freiräume anstatt sie einfordern zu müssen.
Wem geht es ähnlich?
Wer wurde in so einer „Ellenbogengesellschaft“ groß und ist damit unzufrieden?
Wer von euch denkt so: wenn jeder sich um sich kümmert, ist für alle gesorgt oder Das ist meins und das ist deins.....
Hat jemand hier überhaupt ähnliche Gedanken oder ist das für euch alle normal worüber sich die Leute hier aufregen/streiten/was auch immer

Hallo, bei uns ist es so wie bei dir kenne das garnicht anders. Finde das auch oft befremdlich was ich hier manchmal lese🙈
Bei uns gibt es kein mein und seins, wir führen ein gemeinsames Leben und alles ist unseres. Er hilft mir wenn ich z. B. Tot müde bin und kümmert sich um den kleinen, meine Mutter würde alles stehen und liegen lassen, wenn ich sie brauche und andersrum und sie sie hat wirklich viel Stress. Finanzielle hilft die Familie immer, wen was sein sollte usw.
Ja in unser heutigen Gesellschaft, denkt jeder nur noch an sich.... Ist ja dann auch an alle gedacht 😖
Lg

Hallo,

bis auf die Konten(jeder sein Eigenes) ist es eher wie bei euch. Wir helfen uns wo es geht und nötig ist.
Allerdings hätten wir nie erwartet das die Großeltern bei der Betreuung unseres Sohnes immer parat stehen.
Sie tun es freiwillig und gern, aber natürlich nur mit vernünftigen Absprachen. Inzwischen ist unser Sohn 13 J. und muss nicht mehr ständig betüddelt werden. Dafür brauchen, in den nächsten Jahren, meine Eltern und gerade meine Schwiegermutter vermehrt Hilfe.
Da können wir dann etwas zurück geben.

Und das mit dem gemeinsamen Konto kann auch richtig schiefgehen. Beispiel einer Freundin:
Immer gemeinsames Konto, alles heititei. Tja dann hat ihr Mann sich ne Andere gesucht und mal eben das Konto abgeräumt und sich aus dem Staub gemacht....
Und nein, rechtliches Vorgehen gegen ihn war nicht erfolgreich, das Geld war weg.
Sicher ein krasses Beispiel (und auch andersherum möglich), aber das hat man mit einem eigenen Konto nicht.
Darum liebe ich meinen Mann nicht weniger, oder vertraue ihm nicht. Das hat nur etwas mit Selbstständigkeit zu tun.

LG
Tanja

das mit deiner Freundin ist aber eher ein gutes Beispiel schlechter kontenkonfiguration. bei uns kann niemand das Konto "leerräumen" wir haben ein Limit, mehr darf man als einzelner nicht abheben. das ist aber kein Schutz vor dem evtl. mal ausartenden Ehepartner, sondern vor trickbetrügern, die karten, PINs etc. entwenden. größere Beträge müssen wir beide gemeinsam genehmigen. Selbständig sind wir mit gemeinsamen Konten trotzdem.

hallo

bei uns ist das genau so

mich ärgert auch meine oma, weil sie freiwillig NIE meine kinder nimmt. weder damals die große, noch jetzt den kleinen.
wenn dann musss man schon fragen.
sie erzählt aber immer wie geeeerne sie den kleinen nimmt und das sie ihn oft hat .... 🙄

mein vati nimmt jede woche den kleinen und der freut sich jedes mal total.

bei kernfamilie sollte es nicht " meine und deine" geben und man sollte ein Team sein.

ich denke, das ist leider etwas abhanden gekommen.

Bei uns herrscht auch die "wir helfen alle zusammen"-Mentalität. In der eigenen Familie (Papa, Mama, Kinder) sowieso. Aber auch in der "erweiterten" Familie (Oma, Opa, Tanten...).

Jedoch wäre es für mich ok, wenn es anderes wäre. Wenn Oma und Opa nicht ständig parat stehen würden, sondern auch ihr eigenes Leben leben wollen würden, wäre das für mich auch ok. Sie hatten ihre Zeit der Kindererziehung und nun wäre es ihnen auch gegönnt, wenn sie "keinen Nerv" mehr auf Kleinkinder hätten, sondern nun reisen würden etc.

Hallo,
mein Mann und ich sind ein super Team in einer liebevollen Beziehung zueinander und haben trotzdem drei Konten.
Meine und seine Eltern lieben unsere Kinder sehr und trotzdem sehe ich es nicht als selbstverständlich an, dass sie auf unsere Kinder aufpassen, wenn ich es möchte oder brauche.
Wenn ich mich in Ärger und Not bringe, freue ich mich über jede Hilfe und Zuspruch, sehe es aber trotzdem als logische Konsequenz und meine Verantwortung, mich erstmal selbst aus dem Mist zu befreien, den ich verzapft habe.
Ich versuche zu sparen, um finanzielle Engpässe auffangen zu können und sehe meine Eltern nicht als mein finanzielles Polster, auch wenn ihnen das möglich wäre.

Wir lieben uns alle und haben alle miteinander ein gutes Verhältnis. Wir helfen uns und sind füreinander da.
Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Man muss nicht alles wie selbstverständlich machen und erwarten können oder plötzlich nichts Eigenes mehr haben, nur weil man eine Familie ist. Genauso wenig sollte man in meinen Augen so tun, als wäre die Familie ein Haufen fremder Personen oder Dienstleister.
Ich fühle mich mit beiden "Extremen" nicht wohl.

Wir haben gute und intensive familiäre Kontakte, auch zu Onkeln, Tanten,...

Ich helfe Ihnen gerne, Sie helfen mir gerne. Aber ich bin nicht (dauerhaft) der gratis Handy- und PC-Hilfsservice oder Babysitter. Diese Dienste können gegen Bezahlung von Dienstleistern übernommen werden. Umgekehrt ist es genauso. Wir arbeiten alle viel und leben nun mal unser eigenes Leben, die Zeit ist begrenzter als das Geld.

Es ist mir völlig schleierhaft, wie man erwarten(!) kann, die Großeltern müssten sich um die Betreuung ihrer Enkel kümmern. Ab und zu auf freiwilliger Basis gerne. Wenn es für alle Beteiligten regelmäßig ok ist, passt's auch. Das ist aber ein (großes) Geschenk, keine Pflicht.

Wenn die Kacke richtig am Dämpfen ist, können wir uns aufeinander verlassen. Darüber bin ich froh. Ansonsten hab ich den Anspruch an mich selbst, mein Leben selber auf die Reihe zu kriegen und keine ungesunden Abhängigkeiten entstehen zu lassen.

Hi,
wir leben das ähnlich wie ihr.
Konsequent gedacht, ist ein Ansprüche an die Großeltern bzgl. der Enkelbetreuung zu stellen genauso „Ellenbogenmentalität“. Das ist der bequemere und kostengünstigere Weg, ergo eine recht einseitige Win-Situation. Spaß können Großeltern auch anders mit ihren Enkeln haben.
Was die Kontoführung betrifft, kann ich da auch keine „Ellbogenmentalität“ erkennen, sofern alle Beteiligten sich entsprechend einbringen.
Ich weiß nicht, ich sehe die Welt nicht so schwarz wie du - vielleicht lebe ich aber auch in einer Blase der Sozialen. In meinem Umfeld hilft man sich nach allen Seiten hin gegenseitig und nimmt Rücksicht.
Hier liest man zwar ab und an, dass es anders läuft, das ist aber doch nicht repräsentativ.

vlg tina

Für mich haben die Beispiele wenig mit einer "Ellenbogengesellschaft" zu tun, sondern eher mit den unterschiedlichsten Facetten von Leben und Lebensentwürfen, die an unterschiedlichen Stellen aufeinander prallen und in Einklang gebracht werden müssen oder eben nicht.
Das Problem ist, aus meiner Sicht, meist eher, dass man seine eigene Erwartungshaltung bzw. seinen eigenen Lebensentwurf mit anderen abgleicht und die Unterschiede als schlecht bewertet, weil sie nicht zum eigene Entwurf passen. Man kennt aber weder die Hintergründe, warum andere etwas anders sehen oder machen, noch weiß man, ob derjenige vielleicht so viel glücklicher ist.
Ich habe zu einigen der Themen die du genannt hast eine andere Einstellung, das heißt für mich aber nicht, dass ich deine Sicht der Dinge falsch finde. Wenn sie für dich und euch so passt, dann ist doch alles prima.

„Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.

Ich mag dieses Sprichwort und finde, dass es zutrifft.
Es trifft wahrscheinlich ziemlich genau das was du meinst.

Leider ist es heutzutage immer üblicher, dass sich jeder vermehrt nur um seinen eigenen Kram kümmert.

Aber die wenigsten werden es selbst merken oder sich eingestehen, geschweige denn hier Posten.

Der Spruch trifft den Nagel auf den Kopf. Um Hilfe bitten wird ja schon fast negativ aufgefasst. Ich wünsche mir so oft, dass wir die Strukturen der früheren Großfamilie bzw auch gern die Großfamilie an sich wieder in unsere Gegenwart integrieren würden. Genauso wie richtige Nachbarschaften und Vereine wieder zurück ins Leben rufen. Gemeinsam statt einsam bzw Alle für einen statt Jeder gegen jeden. Das wünsche ich mir wenigstens für meine Kinder. Dann wäre es bestimmt auch für viele Menschen wieder einfacher, sich für ein Kind oder auch mehr Kinder zu entscheiden.

Ellenbogengesellschaft, ja, meines Erachtens definitiv. Ich, ich, ich, meins, meins, meins.

Nervt mich schon lange, lange...

Musste mich einfach aufregen grade. Entschuldigung.🙈🙈🙈

LG🌼

Ich, ich, ich, meins, meins, meins ist vielleicht Zeichen einer immer egoistischeren Gesellschaft. Zur Ellenbogengesellschaft fehlt mir da der Versuch, auf Kosten und zum Schaden anderer vorwärts zu kommen.

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Wie man das finanzielle innerhalb der Familie regelt, muss jeder selbst wissen. Wir werfen alles zusammen, wenn das jemand anders regelt finde ich das auch in Ordnung.

Was die Sache mit den Kindern an geht, sehe ich es nicht ganz so wie du.
Im Forum wird sich wirklich häufig drüber beschwert, die Großeltern würden nicht genug einspringen etc.
Wenn man dann aber mal schaut, sind das häufig die Userinnen, welche sich vorher ständig beschweren ihnen würden unerwünschte Ratschläge erteilt, jemand würde sich einmischen obwohl man alles besser weiß, die Großeltern wäre übergriffig (mein Lieblingswort) usw. Ein paar Jahre Später kommen dann die Beschwerden vonwegen sie würden nicht häufig genug aufpassen/einspringen.
Warum wohl? Man hat ja schließlich lange genug versucht sie zu verprellen! Auf Knopfdruck würde ich auch nicht springen, nur weil es dann genehm ist.

Zurück zu mir. Wir haben eine sehr große Familie und helfen uns untereinander viel. Sei es beim Hausbau/Umbau, wenn jemand krank oder alt ist. Da wird auch nicht aufgerechnet, sondern es ist selbstverständlich.
Falls ich Hilfe bei der Kinderbetreuung bräuchte, würde ich mit Sicherheit auch jemanden finden. Jedoch frage ich wirklich nur im Notfall. Denn es sind unsere Kinder, wir wollten sie und haben beschlossen sie in die Welt zu setzen, niemand anders.
Ich finde nicht, dass Großeltern sich automatisch nichts schöneres im Leben vorstellen können, als Enkel zu bespaßen.
Meine eigenen Jungs sind aus dem gröbsten raus. Die Vorstellung man würde jetzt von mir erwarten, regelmäßig auf ein Kleinkind aufzupassen, fände ich alles andere als gut. Ich bin froh das hinter mir zu haben. Im Notfall gerne, aber bestimmt nicht, dass die Mutter entspannt auf dem Sofa ein Buch lesen kann.

Hallo,

ich denke die Gesellschaft hat sich an sich verändert und hat nichts mit Ellenbogengesellschaft zu tun, sondern eher damit, dass einfach alles anders funktioniert.

Waren früher die Frauen meistens nur Hausfrau, war es klar, dass Oma Zeit hat um die Kinder zu betreuen. Meine Mutter war jedoch voll beruftstätig. Als unsere Tochter zur Welt kam, war sie auch schon 52. Und da war sie nach der Arbeit und ihrem Haushalt und was man sonst halt noch so tun muss auch oft fertig mit der Welt. Am Wochenende hat sie natürlich mal unsere Tochter genommen, sodaß wir mal essen gehen konnten aber mehr war einfach nicht drin. Wie auch, wenn sie selbst erst halb sechs zu Hause war und ein kleines Kind gegen 19 Uhr ins Bett soll, wann hätte sie sich noch kümmern können?

Bezüglich Geld haben wir auch mehere Konten. Das hat aber nichts mit mein und dein zu tun. Wir haben einfach so einen besseren Überblick. Jeder hat sein eigenes Konto und dann gibts noch extra Konten. Eins für das Haus und einmal für die Haushaltsführung. Jeder überweist ein Teil seines Geld auf jedes der anderen Konten. So müssen wir nicht mehr planen, dass dies oder jenes irgendwann mitten im Monat abgebucht wird. Jedes Konto ist somit jeden Monat ausreichend gefüllt.

Ich für mich würde niemals mein eigenes Konto aufgeben. Wieso auch? Wenn wir einen Ausflug machen, zahle mal ich, mal mein Mann. Aber wenn ich z.B. ein Geburtstagsgeschenk für meinen Mann kaufe, wieso sollte er sehen was ich gekauft habe? Wo ist da die Überraschung? Das hat doch alles nichts mit Ellenbogengesellschaft zu tun.

LG
Tiffy

Hat das wirklich was mit Ellenbogengesellschaft zu tun? Ich sehe hier eher Menschen, die (noch) nicht gelernt haben, ihre eigenen Erwartungen zu kommunizieren, zu reflektieren, dass der eigene Lebensentwurf nicht das Maß der Dinge ist und die Stellvertreterkonflikte auf machen, weil sie den Kern des eigentlichen Problems nicht erkennen oder nicht lösen können.

Mein Mann und ich haben zum Beispiel auch drei Konten. Einfach, weil es sich so ergeben hat und nicht, weil wir uns gegenseitig nichts gönnen. Im Alltag merkt man die Trennung nicht.

Familienangehörige werden bei uns auch nicht in die Kinderbetreuung eingebunden. Sie arbeiten, wohnen zu weit weg oder sollen - im Fall der Großeltern- Spaß an den Kindern haben und nicht erziehen müssen. Und trotzdem ist jeder füreinander da, das Verhältnis ist gut, man sieht sich regelmäßig und bei Problemen unterstützt man sich. Das passiert aber alles auf einer natürlichen Ebene, weil das Grundverhältnis gut ist und Erwartungen untereinander klar sind.

Ich glaube, wenn angefangen wird aufzurechnen oder vermeintlicher Kleinkram zum Problem gemacht wird, steckt oft was ganz anderes dahinter. Das kann man in einem Forum nur nicht jedes mal erkennen, weil man nur einen Miniausschnitt aus dem Leben der Person kennt.

Und eine weitere Sache fällt mir vermehrt auf: oft sind die Fragestellerinnen sehr jung, gerade Anfang 20. Da habe ich mir ehrlich gesagt auch noch über viel mehr Dinge den Kopf zerbrochen oder mich über Sachen aufgeregt, die mir heute nicht mal auffallen würden. Ich hatte nur keine Kinder und keine Schwiegereltern und daher viel weniger Konfliktpotential.

Daher lese ich hier zwar auch oft Dinge, die mich im ersten Moment schwer verwundern, aber ich bewerte sie anders.

Hi,

meine 100%ige Zustimmung!!

VG
Gael

Bei uns ist es genau so wie bei dir.

In unserer gesamten Familie und Schwiegerfamilie hilft jeder jedem, sei es finanziell oder im Alltag.
Ich finde diese Aussage " Jeder hat sein eigenes Leben und darauf nimmt man Rücksicht" im Kontext der Kinderbetreuung extrem befremdlich. Meine Eltern und Schwiegereltern gehören zu und in unser Leben und anders rum.
Unser Sohn geht 1x die Woche jeweils zu seinen beiden Großeltern. Das ist für niemanden Stress oder Verpflichtung sondern absolute quality time.

Natürlich hat jeder von uns ein eigenes Leben, darin ist aber furchtbar viel Platz für die ganze Familie egal ob wir den Garten umgraben gehen oder Kaffee trinken.

Bis aufs Konto ist es wie bei euch.

Würden ein gemeinsames machen, aber bei uns ist die Bankomatkarte frei und eine zweite müsste man bezahlen. Dabei würde sich die Bank eine Kontoführung sparen. Und das sehen wir nicht ein.


lg lene

Vorneweg - urbia ist nicht repräsentativ für die gesamte Gesellschaft. Ich kenne genug Familien, wo man sich gegenseitig hilft und sogar mehrere Generationen friedlich miteinander leben, auf dem Land wie in der Stadt.
Auch bei uns war gegenseitige Hilfe nie eine Frage. Mein Mann hat von seiner wie meiner Familie ganze Häuser renoviert, Malerarbeiten wie Elektrotechnik - und das neben der Arbeit. Ich war auch bis zur Rente Vollzeit arbeiten und half trotzdem, wo ich konnte, familiär wie ehrenamtlich - bis ich zusammenklappte.
Von der Hilfe bis zum ausgenutzt werden ist nur ein kleiner Schritt, das musste ich begreifen und ich lernte auch Nein sagen.
Und ja, das wurde mir dann irgendwann von meiner Schwiegertochter als egoistisch ausgelegt... als ich nicht verstand, warum ich ihr Haus putzen sollte, als sie mit Baby von der Klinik heimkam. Mein Sohn hatte Urlaub - und ich war berufstätig mit sehr krankem Mann zuhause. Trotzdem bot ich öfter an, das Schreibaby nach ein paar Monaten auch mal zu nehmen, damit sie schlafen kann und auch sonst Babysitting. Aber das wollten beide nicht, auch gut. Sie schaffen alles alleine.
Bei Krankheit und ähnlichem war es nie eine Frage, Hilfe anzubieten.
Aber man muss halt auch offen reden und ich finde, daran haperts in vielen Familien. Man setzt voraus, dass der andere ahnt/riecht, was erwartet wird.
LG Moni

Hallo,

was haben getrennte Konten, nicht-betreuende Großeltern, finanzielle Notlagen mit einer Ellenbogengesellschaft zu tun?

Auf all die genannten Dinge hat man keinen Anspruch!

Getrennte Konten muss nicht bedeuten das man sich nicht vertraut. Meine Frau (in Elternzeit) und Ich behalten so den Überblick besser. Aber mein Einkommen ist unser Einkommen. Sie hat eine Vollmacht für mein Konto und darf meine Kreditkarte verwenden die immer zuhause ist.

Ich habe hier selten Beiträge gelesen, wo Frau oder Mann mit 0 € zuhause sitzen.

Wenn Eltern uns nicht in der Betreuung unterstützen ist das Schade. Aber das kann auch gute Gründe haben. Z.B voll berufstätig, wohnt weiter weg oder Krank.

Es muss nicht immer Desinteresse vorliegen.

Und es freut mich auch für dich,dass es so toll in deiner Familie abläuft. Aber das muss nicht heißen, dass andere Abläufe in anderen Familien schlechter sind oder gar einer Ellenbogengesellschaft gleichen.

Einfach mal über den Tellerrand hinweg sehen

Kennzeichnend für derlei Beiträge ist unbedingt hervorheben zu müssen, dass man selbst ein Leben ohne familiäre oder partnerschaftliche Schwierigkeiten führt. Das hilft den hier Ratsuchenden sicherlich immens weiter, nicht wahr?

Danke. Für dich ebenso 👍

Danke, so sehe ich das auch.

Weißt du, was ich denke, wenn ich so einen Post lese ? Und dann auch noch in schwarz?

Es ist sooo schön, dass es Leute gibt, die keine/kaum schlechte Erfahrung in und mit der Familie gemacht haben. Die keine Problematiken wie Süchte/Krankheiten/Vernachlässigung/ Mißbrauch ( und wenn es nur Vertrauensmißbrauch ist), Desinteresse/ usw usf. innerhalb der Familie kennen.

Und ich muß mich gar nicht aufregen, weil diese Menschen all das nicht kennen, können sie es halt auch nicht nachvollziehen, dass es auch Familien gibt, wo nicht ständig eitel Sonnenschein herrscht.

Das ist schön, für all die Menschen, denen im Leben immer nur Gutes wiederfahren ist. Die können halt keine Empathie aufbringen für Menschen, die ihr Leben lang schon mit Dämonen kämpfen, wie auch immer diese aussehen oder aussahen.

Nur, warum muß man dass den Menschen, die weniger vom Glück verwöhnt waren und nicht in einer heilen Familie leben IMMER wieder unter die Nase reiben, wie verdammt glücklich und happy man mit seiner super-duper-tollen Family ist???

Was hat man davon? Fühlt man sich dann irgendwie besser?

Ich erzähle oft, dass ich sehr wenig Kontakt zu meinen Eltern habe und ernte dafür oft ungläubige und erstaunte Blicke. Dass es mir ohne Kontakt zu meinen Eltern einfach besser geht können die wenigsten verstehen, geschweige denn nachvollziehen. Eigentlich nur die, die auch schwierigen Kontakt zu den Eltern haben. Iss so.... in meinen Augen hat das nix mit Ellenbogengesellschft zu tun, sondern mit Schicksal. Weil dafür habe ich viel Kontakt zu meiner Wahl-Familie, weil die tut mir gut un dda gibt es auch Unterstützung, Liebe, Wärme...

#pro

Meine Intention des Beitrages war es nicht, anderen mein Glück unter die Nase zu reiben, soweit habe ich diesmal ehrlich gesagt nicht gedacht. Dabei hasse ich derlei Beiträge von Müttern, die einfach nur schreiben was für ein tolles Anfängerbaby sie doch haben und wie einfach alles ist. Da muss ich mir wohl an die Nase packen.
Was den Rest angeht. Ja auch ich habe meine Päckchen zu tragen, habe den Kontakt zu meinem Alkoholikervater aufgrund vieler Vorkomnisse abbrechen müssen, wurde in der Pubertät komplett alleine gelassen und musste mit Depressionen kämpfen.
Genau aus dem Grund, ist mir vieles derzeit ein Dorn im Auge. Ich würde mir wünschen, dass meine Kinder so aufwachsen, dass sie lernen, dass man sich erst um die anderen kümmert, dann um sich. Aber natürlich in einem gesunden Maße und sie füreinander da sind. Dass man nicht alles gegeneinander aufwiegen wer hat was bezahlt, wer macht mehr im Haushalt, ich stand zuerst an der Kasse also lasse ich die Frau mit zwei schreienden Kindern hinter mir nicht vor obwohl sie nur 2 Teile hat. Ich möchte auch für meine Enkel da sein, so wie meine Kinder es später brauchen. Denn ich möchte nur das beste für meine Kinder. Genauso wäre es eine vielleicht Idealvorstellung, wenn meine Kinder dann auch nur das beste für mich wollen - so dass es einfach ein Geben und Nehmen ist ohne einander aufwiegen zu müssen.

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Wir haben 3 Kinder und ich bin aktuell noch voll Zuhause. Mein Mann ist mir dankbar, dass ich mich um den Hauptteil UNSERES Haushalts kümmere und UNSERE Kinder versorge und betreue. Uns würde nicht im Traum einfallen, dass er sein eigenes Konto hat mit seinem Geld. Es gehört uns beiden, so wie es auch unseren Kindern gehört.

Ab und zu diskutieren wir schon mal wer welche Aufgabe übernehmen soll. Dabei geht es dann auch insgeheim mal, wer die anstrengendsten Teil unserer Aufgaben hat. Aber es geht schon.

Unsere Eltern sind uns auch ein Segen. Wenn wir krank sind, dann stehen sie auf der Matte. Das ist mir immer mega unangenehm, weil sie sich eigentlich jedesmal anstecken. Ich verspreche ihnen immer, dass ich das wieder gute mache, wenn sie alt sind. ;-) Finanzielle Hilfe nehme ich von ihnen jedoch nicht an. Vor kurzem war unser Auto kaputt. Es sah nach einem Totalschaden aus und wir hätte uns kein neues kaufen können. Unsere Eltern wollten uns einen zinslosen Kredit geben. Gott sei dank war das Auto doch nicht so kaputt und wir konnten es selbst bezahlen.

Was ich damit sagen will ist, dass wir schon darauf bedacht sind ausgeglichene Verhältnisse zu schaffen, aber ein bisschen Schräglage braucht jede gute Familie

Das eine schließt das andere doch nicht aus? Wir haben auch getrennte Konten, dennoch werden kosten fair geteilt bzw übernommen. Ich erwarte von niemanden, dass er meine Kinder betreut, dennoch übernehmen es die Großeltern sehr gerne und überhaupt hilft man sich in meiner Familie immer gegenseitig aus. Mit Ellenbogengesellschaft hat das nichts zu tun, da verstehst du was gehörig falsch!

Wir sind ein Team. Auch mit den Eltern meines Mannes und seinen Geschwistern.

Getrennte Konten haben wir als Ehepartner trotzdem. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen die zusammen zu legen. Das ist mir wichtig. Mein Freiraum.

Hallo, mir ist das auch schon seit Jahren aufgefallen und ich finde es sehr schrecklich und schade. Dieser ganze Individualismus ist ganz schön nach hinten losgegangen... Ich bin glücklich, dass meine Familie nicht so ist, hier hilft jeder wo er kann. Auch wenn jeder seine Macken hat, aber im Ernstfall ist jeder zur Stelle. Ich versuche meinen Kindern (3+1) das so früh wie möglich begreiflich zu machen, dass das definitiv falsch ist. Sie sollen lernen freundlich zu sein, sich aber gleichzeitig nicht alles gefallen lassen, da man heutzutage sonst leider sehr auf die Nase fällt. Also ein gutes Mischmasch. Dazu kommt es bei mir nicht in den Kram jemals ohne zu Helfen wegzugucken, auch wenn mal "nur ein Besoffener" am Boden liegt. Natürlich spreche ich den nicht an, da mir das als Frau, schwanger mit Kindern zu gefährlich ist, aber natürlich rufe ich wenigstens die Polizei oder einen Krankenwagen... Da wurde einer ständig im Aufzug hoch und runter gefahren, die Leute gucken zu, machen nichts, war an einem Hauptbahnhof und die Stadtwerke guckte nur zu... Die Polizei am Telefon machte mir doch eiskalt Vorwürfe, warum ICH den nicht angesprochen habe... nur weil sie nun scheinbar raus müssen "wegen sowas"... Hallo?! Weiß ich denn, ob der in seinem Rausch nicht aggressiv ist... Es fängt ja schon alleine im Bus an... Alle stehen in der Mitte, ein Kinderwagen muss rein und keiner bewegt sich, egal ob man redet oder nicht, da gucken die nur dumm. Denen muss man erst auf die Füße fahren, damit die Platz machen, obwohl der ganze Bus leer ist... Früher stand man sofort auf oder ging auf Seite, zumindest in meiner Kindheit (bin 26), lange her ist es nicht... Naja, was soll man da machen außer seinen Liebsten anderes mit auf den Weg zu geben. Vielleicht merken manche ja, dass es anders schöner ist... lg

Hallo!

Bei uns läuft es ähnlich wie bei dir. Allerdings bestanden wir beide auf getrennte Konten und das würde ich immer so machen. Ansonsten machen und teilen wir alles. Meine Eltern springen nur in Notfällen ein. Finde ich auch richtig.

Gabi

Ellenbogengesellschaft, teilweise ja, aber habe ich gelernt mit zu leben. In der Familie unterstützten die Omas uns mit ab und an mal Betreuung unseres großen Sohnes. Die waren unseren Kindern immer sehr zugewandt (auch mit unserem behinderten Sohn, auf dem sie allerdings nicht mehr aufpassen konnten, weil er eben mit seinem Autismus nicht immer einfach zu händeln war). Das gaben wir gerne zurück in dem wir sie dann unterstützten als sie so nach und nach körperlich abbauten mit Einkaufen, ab und an mal zum Arzt fahren. Der Rest bis auf meine Schwägerin (Schwester von meinem Mann) und
deren Mann (der hat selber eine mehrfachbehinderte Tochter) konnten mit unserem Jüngsten (Autist) auch nicht viel anfangen. Da holten wir uns grundsätzlich immer nicht familiäre Betreuungspersonen, damit wir mal weggehen konnten. Ich erwarte nicht ,dass sich die Familie um meinen Jüngsten kümmerten. Da müssen wir uns selber drum kümmern. Das ist nun mal so im Leben. Das einzigste, was mich allerdings doch etwas traurig machte oder sogar noch macht, dass es bei uns welche gibt die unser Jüngster in der Familie nicht so akzeptieren wird wie er ist. Das wird indirekt kommuniziert, man nehme sich nicht genügend Zeit für die Familie, man taucht so selten auf. Oder man kümmere sich zu selten um den kranken oder gebrechlichen Angehörigen. Und wenn sich kümmert, dann bitte ohne das Kind. Und wenn man dann fragt, kannst du dann auch aufpassen damit man sich kümmern kann. Antwort, nein keine Zeit für so etwas. Gegenseitig in dem Punkt helfen, Pustekuchen, was hat man denn mit diesem Kind zu tun. Das ist dann mein eigenes Problem. Das nenne ich mal Ellenbogengesellschaft. Mich zu unterstützen, damit ich anderen Angehörigen helfen kann Fehlanzeige, soll zusehen wie ich das auf die Reihe bekomme. Natürlich mache ich das dann nicht, weil es nicht funktioniert, aus zeitlichen Gründen oder mangels Betreuung. Und dann darf man sich bittere Vorwürfe anhören und als Egomane betitelt wird. So etwas nennt man Schikane. Mit solchen Leuten habe ich kein Kontakt mehr. Ich bitte nicht um Unterstützung, aber brauche auch dreisten Menschen um mich herum. Man soll mich dann einfach in Ruhe lassen, aktzeptieren wie es in meinem Leben halt ist.

LG nachdenkliches Hinzwife

<<< Ich bitte nicht um Unterstützung, aber brauche auch dreisten Menschen um mich herum.<<<Achtung Fehlerteufel

Soll heißen "Ich bitte nicht um Unterstützung, aber brauche auch keine dreisten Menschen um mich herum."