Ich bin so gereizt

Hallo!

Ich muss leider jammern!

Ich habe 2 Kinder - 13 und 5. Das große Kind ist voll in der Pubertät und das kleine Kind hat eine Behinderung. Ich arbeite Teilzeit, der Papa Vollzeit.
Das kleine Kind hat 3x /Woche Therapien, das große Kind Nachmittagsunterricht /Hobbies. Ich bin somit jeden Nachmittag Mama - Taxi.
Das ist nicht zu ändern, da es keine Öffentlichen gibt und der Weg zu weit ist, um zu radeln.

Die Kinder sind sooo anstrengen! Vor allem das kleine. Ich bin nur am Schimpfen. Das will ich aber nicht!

Aber das Kind hört nicht, macht nur Quatsch, kann sich nicht alleine beschäftigen, will ständig Bespaßung. Schreit und weint dauernd, schlägt sein Geschwister und mich. Macht viel kaputt, läuft weg, kennt keine Gefahren. Redet die ganze Zeit ohne Punkt und Komma. Ich werde sogar durch die Klotüre bequatscht. 😣
Seit 6 Jahren habe ich keine Nacht mehr durchgeschlafen.
Normale Erziehung funktioniert nicht. Das Kind versteht es einfach nicht. 😥

Ich WEISS, daß es nichts dafür kann - aber ich geh auf dem Zahnfleisch. 😓

Wir haben für 2 Std. einen Babysitter. In der Zeit putze ich. Unter der Woche schaffe ich nur das Nötigste.
Mein Mann geht um 6.00 und kommt um 17.00 geschafft nach Hause (Pendler).
Er braucht dann erstmal Ruhe.
Oma ist leider nicht mehr so fit, nimmt das Kind aber auch mal, wenn ich einen wichtigen Termin habe.

Ich bin genervt, werde laut und ungerecht. Ich habe schon gedroht, daß ich das Kind nicht mehr vom Kindergarten abhole. 😥
Das tut mir später auch schrecklich leid - aber in dem Moment könnte ich platzen!

Wenn ich mir was wünschen dürfte: 1 Woche ein nettes Zimmer und einfach meine Ruhe!! Ich würde nur Fernsehen, lesen, essen und schlafen!

Sport macht mir keinen Spaß - das wäre nur zusätzlicher Stress für mich.
Eine Mutter - Kind Kur wäre mein Alptraum!
Weggehen ist mir zu anstrengend - außerdem muss ich ja morgens wieder fit sein.

Habt ihr Tipps was ich machen könnte, um ruhiger zu werden?
Gibt es vielleicht empfehlenswerte Bücher?

P. S: Ich bin normalerweise die Ruhe in Person. Und ich bin eigentlich eine sehr liebevolle Mama. Daß ich die Kinder nur mit "das Kind" betitle, mache ich nur hier zum schreiben.

Liebe Grüße,
kaputte Mama

"Mein Mann geht um 6.00 und kommt um 17.00 geschafft nach Hause (Pendler).
Er braucht dann erstmal Ruhe."

Und du? Du brauchst keine Ruhe?

Ich finde es sollte drin sein, dass du 1x die Woche um 17.00 das Haus verlässt und ne Runde Wellness oä. machst ;-) Massage, Yoga, Meditation, ein VHS-Kurs, Kneipe mit ner Freundin... irgendwas wo du kein Kindergeschrei im Ohr hast.

Und wenn nicht eine Woche geht, dann vielleicht mal ein Wochenende weg? Das sollte doch machbar sein.

Auch würde ich mich fragen, ob nicht eine Reinigungskraft drin wäre, wäre mir persönlich lieber als 2h Babysitter muss ich sagen.

Alles GUte

Hallo!

Wir wohnen im Eigenheim.
Ich arbeite Teilzeit (vormittags), das ist mein Tapetenwechsel...

LG

Ich verstehe deine Antwort auf meine Antwort ehrlich gesagt nicht...

Das hat Null mit dem zu tun, was ich dir vorgeschlagen habe ;-)

Und offensichtlich reicht dir dein Tapetenwechsel ja nicht aus.

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Kurz gesagt, euer Wohnort ist nicht kompatibel mit eurer Familiensituation.
Die 13 jährige MUSS selbstständig mobil sein können, sie ist weit übers Alter für permanentes Elterntaxi.

Was die Kleine betrifft, sie wird vermutlich eine Pflegestufe haben, oder? Das Geld würde ich in zusätzliche Betreuung investieren.
Was ich nicht ganz verstehe, du schreibst du hättest für 2h die Woche einen Babysitter, damit du putzen kannst. Was ist in der Zeit in der die Kinder in der Schule und Kita sind?
Arbeitest du?

Ja,sie schrieb dass sie teilzeit arbeitet

Ja schrieb sie, aber erst später.

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Du brauchst ganz klar Unterstützung von deinem Mann! Meiner arbeitet etwa die gleichen Zeiten. Wenn er nach Hause kommt beschäftigt er sich sofort mit dem Kind. Und jeden zweiten Abend ist er dran mit ins Bett bringen und neben ihm schlafen. Das haben wir auch noch nicht lange. Er meinte immer er arbeite ja und ich sagte ihm jedesmal: Ja, ich auch. Hausfrau und Mutter ist genauso Arbeit. Es wird nur nicht so angesehen weil es unglaublicherweise eine unbezahlte Arbeit ist. Aber auch ich habe das Recht auf Feierabend und das sieht mein Mann inzwoschen zum Glück ein. Setze dich durch! Auch er wollte die Kinder, wieso braucht er Ruhe von ihnen? Wieso beschäftigt er sich nicht mit ihnen wenn er sowieso schon so wenig Zeit mit ihnen hat?

Hallo!

Ich arbeite nur Teilzeit. Mein Mann muss pendeln (150 km pro Tag) und ist danach k. O. Er hat einen anstrengenden Job und muss ausgeschlafen sein, auch wegen der vielen Zeit auf der Straße.

Wir machen das im Urlaub, daß er nachts aufsteht. Das bringt mir aber fast nichts, da ich meist schon vor ihm aufwache und dann natürlich auch hellwach bin.

LG

Geht er um 17 Uhr schlafen? Das ist doch kein Grund sich nach Feierabend nicht mit den Kindern zu beschäftigen.

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Hallo.

Gibt es die möglichkeit,dass dein großer evtl mitgenommen wird zu den hobbies? Oder ist er der einzige in euerm ort? Vielleicht könnten die freunde ihn ja mitnehmen? So machen wir das auch oft.Dann im wechsel. Oder eine woche fährt einer dann die nächste der andere. So hättest du wenigstens 2 wochen im monat weniger fahrten.

Könnt ihr euch ne reinigungskraft leisten? Die 2 stunden wo der babysitter kommt solltest du versuchen für dich zu nutzen und nicht zum putzen.

Lg

Hi!

Nein, das nächste Kind aus der Klasse wohnt 11 km weiter.. Und das Hobby ist Einzel - Musikunterricht.

Die Putzhilfe will mein Mann nicht. Ist ihm unangenehm /peinlich...

Liebe Grüße

Ok. Das geht dann natürlich nicht mit dem fahrdienst.

Was die putzhilfe angeht. Er will nicht,dann soll er putzen. Ansonsten drauf bestehen. Oder will er,dass du bald mit einem nervenzusammenbruch im kh landest?
Ich hab 5 gesunde kinder und finde es schon so sehr anstrengend. Respekt was du alles schaffst. Aber das sieht dein mann anscheinend nicht. Ich hab gearbeitet aber momentan bin ich zu hause. Mein kleiner ist erst 1 jahr und bald 2 monate alt. Ich bleibe auf jeden fall 3 jahre zu hause. Müssen zwar mehr aufs geld gucken, aber wir nagen jetzt nicht am hungertuch. Er sagte ich soll erst wieder gehen, wenn ich will. Und wenn ich gar nicht will wäre es auch ok für ihn. Aber wenn er mit 3 in den kiga kommt will ich wieder arbeiten. Wäre es möglich erstmal zu hause zu bleiben?
Was bringt den kindern eine mama die ständig am limit ist und nicht mehr kann?

Lg

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-Putzfrau kommt nicht in Frage, Mann ist nicht greifbar, anderweitige Unterstützung von Familie und Freunden gibt es nicht -...

Es kommt regelmäßig ein Babysitter für 2std,und da würde ich anfangen, lass den für längerer Zeit kommen.

Mir fällt noch eine Option ein, deine Arbeitsstunden zu kürzen oder zu schieben d. H sodass du einen Vormittag frei hast.

Meine Vorschläge an dich. Achte auf dich, und vergess dich in dem ganzen nicht. Deine Freizeit ist genauso wichtig, wie die deines Mannes und Kinder. Nur wenn du glücklich und zufrieden bist, können es deine liebsten sein!

Text weg. 🙄

Ich werde versuchen, die Arbeitszeiten zu reduzieren. Kann sein, daß ich dann gekündigt werde...

Ich muss jetz erstmal ruhiger werden und weniger schimpfen. Das andere muss sich langfristig ändern.

Liebe Grüße

Du sagst deine Arbeit ist dein Ausgleich? Dann wäre es komplett falsch diese zu reduzieren.

Schraube lieber an der Kinderbetreuung fürs jüngere Kind, an der Beteiligung deines Mannes und engagiere eine Putzhilfe!

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Hallo!
Es tut mir leid, dass Dein Alltag für Dich so ist. Es ist ja nicht nur der Terminstress, sondern in erster Linie eine psychische Belastung.
Es gibt auch reine Mutter-Kuren, also ohne Kind. Ist halt die Frage, ob Du Dich 3-4 Wochen herausziehen kannst. Eigentlich muss es gehen, denn Du musst ja mal zur Ruhe kommen und auftanken können. In der Zeit hast Du ja Anspruch auf eine Haushaltshilfe und eine Betreuungsperson. Eine Bekannte mit ähnlich Bedingungen wie bei Dir hat es vor einiger Zeit gemacht und sich nun auch zunehmend Inseln im Alltag schaffen können. Auch sie arbeitet Teilzeit und ich habe das anfangs auch nicht verstanden, dass sie sich damit noch zusätzlichen Stress aufbrummt, aber sie sieht es als Ausgleich und würde nur zu Hausr verrückt werden. Trotzdem ist es vielleicht auch eine Möglichkeit, ein paar Stunden zu reduzieren und sich damit einen freien Vormittag zu schaffen.
Es ist keine Schande, in deiner Situation gereizt zu sein - das steht schon mal fest!

Alles Gute Dir!
Jujo

Hi!

Ich werde es mit reduzieren der Std. versuchen.

Nächstes Jahr gehe ich auf Reha. Ohne Kinder!

Liebe Grüße

Ihr müsst an den Stellschrauben drehen, die ihr habt:

- deine Arbeitszeit
- die Arbeitszeit deines Mannes
- der Arbeitsweg deines Mannes
- Betreuungszeit im KiGa aufstocken
- Freizeitaktivitäten des großen Kindes (reduzieren, Fahrgemeinschaften bilden)
- Putzfee
- Betreuung des kleinen Kindes durch Pflegepersonal möglich?
- Unterstützung im Haushalt durch das große Kind
- Ruhepausen des Mannes reduzieren
- Wohnortwechsel

Es geht nunmal einfach nicht mehr, das musst du deinem Mann klar machen. Er kann nicht einschätzen, wie belastend ein immer lautes und schreiendes Kind ist, dass einem den ganzen Tag jahrelang auf die Nerven fällt. Man liebt seine Kinder, aber es ist nunmal ein unabänderlicher Tatbestand, dass sie einen auch nerven können. Bei euch ist die Situation zudem eine Besondere.

Bei euch scheinst du aber nach deinen Schilderungen recht alleine da zu stehen. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass dein Mann ab 17 Uhr Ruhe braucht und dein großes Kind mit seinen 13 Jahren nicht in der Lage ist, etwas zu unterstützen. Dass dein mann keine Putzfee akzeptiert, zeugt meiner Ansicht nach von purem Egoismus. Dann soll er putzen, leider fällt dann seine Ruhepause weg.

Irgend etwas muss passieren. Es nutzt dir auch nichts, wenn du mal ne Woche weg bist, deine Akkus auflädst und diese nach einem halben Jahr wieder leer sind (wenn es überhaupt so lange dauert). Ihr müsst an eurem Alltag dauerhaft etwas ändern.

Vorschläge hast du ja erhalten, du musst sie deinem Mann unterbreiten und dann müsst ihr bestimmen, welche Stellschrauben ihr bedient. Ich würde mich an deiner Stelle auch nicht vom Mann abwimmeln lassen, sondern wirklich auf Veränderungen bestehen - auch wenn diese zuerst einmal unbequem erscheinen.

Hi!

Ich werde mit Stunden reduzieren anfangen. Kann zwar auch nach hinten losgehen, aber einen Versuch ist es wert.

Mein Mann hilft schon, das große Kind ist mit Schule und Lernen beschäftigt, passt aber auch gern auf unser Terror - Küken auf.

Liebe Grüße

Da ich schon mal selber vollkommen an meiner Belastungsgrenze angekommen war, gibt es nur folgendes:
1. Die Große für Hausarbeiten einteilen, es gibt genug, was eine 13jährige helfen kann, macht meine Enkelin in dem Alter auch. Nett mit ihr reden, hilft mehr als anordnen ;-) Immerhin profitiert sie auch vom Mamataxi. Kann man sich die Fahrten nicht mit anderen Müttern teilen? Wenn ihr soweit abseits wohnt, würde ich mir wohl mal über ein anderes Domizil Gedanken machen.
2. Egal was Dein Mann meckert, schaff Dir eine Haushaltshilfe an. Wenn ihm das nicht passt, muss eben er mehr übernehmen, fertig. Mein Mann arbeitete auch sehr viel, aber nach einer Stunde auftanken nach Arbeitsschluss war er wieder fit und Deiner kommt ja noch recht früh heim. 17.00 Uhr ist gerade mal Spätnachmittag.
3. Müssen wirklich drei Termine in der Woche für die Kleine sein? In unserer Familie gibt es reichlich Erfahrung mit kranken Kindern und manchmal kann man wirklich mal was streichen.
4. Ist die Kleine in einem "normalen" Kindergarten? Bei einem Kindergarten für behinderte Kinder haben die Kinder doch einen Fahrdienst? Nähme auch Stress raus.
5. Was würde passieren, wenn Du Dir heute das Bein brichst und Du im Krankenhaus landest? Dann musst Du auch ersetzt werden! Überleg mal.
LG Moni

Warum will er keine Putzfrau?

Wenn du einen Babysitter bezahlst, damit du putzen kannst: bekommt der Babysitter Geld, du hast die Arbeit, keine Pause.

a) Babysitter nutzen für DEINE Ruhepausen. Ggf. aufteilen 1 Stunde putzen, 1 Stunde Auszeit und Pause für dich.

b) was brauchst du?

"Wenn ich mir was wünschen dürfte: 1 Woche ein nettes Zimmer und einfach meine Ruhe!! Ich würde nur Fernsehen, lesen, essen und schlafen! "

In einem anderen Beitrag hast du geschrieben, dass du zwar weg warst, aber ständig angerufen wurdest.

Das würde ich mir gründlich verbitten!

Vorher in der Vorbereitungsphase dürfen Fragen gestellt werden. Was ist wo, was ist wichtig usw. WÄHREND der Zeit außerhalb sind Anrufe tabu.
Ggf. vereinbarte zum gute Nacht sagen. Dazwischen gibt es eine Notfallliste: Gitfnotruf, Kinderarzt, sonstiges. Aber nicht Maaaaaaaaaaaamaaaaaaa(not)ruf ich will was von dir....


Wenn Mutter-Kind-Kur für dich Horrer wäre: wäre Mütter-Kur eine Möglichkeit?
Ohne Kinder? Für die Zeit zu Hause gibt es Möglichkeiten z.B. Betreuung über die Krankenkasse. Natürlich nur für die Zeit, die dein Mann außer Haus ist.


Kann sich an eurem Ablauf etwas ändern?

Was MUSS sich ändern, damit es dir besser gehen kann?
Was könnte sich ändern?

Wie sehen die Wochenenden bei euch aus?
Könnt ihr euch diese aufteilen?

Wie sind deine Arbeitszeiten? Sind sie so, dass du die Kinder schon auf dem nach Hause Weg abholst?
Hast du dazwischen eine Stunde Puffer?
Könntest du deine Arbeitszeiten etwas reduzieren, so dass du einen Puffer herausholen könntest?
Diesen dann wirklich zum Ausruhen nutzen und nicht für was noch alles zu tun ist.

Wie sind die Zeiten beim Mama-Taxi?
Kannst du in der Zeit, in der die Kinder beim Hobby/bei der Therapie sind, die Zeit für DICH nutzen? Kissen mitnehmen und wo zurücklehnen? Dösen? vor dich hin träumen? Spazieren gehen?

Oder nutzt du diese Zeit für einen Wechsel zwischen beiden Kindern
oder zum Einkaufen?
für das innerliche Erstellen neuer To Do Listen?



Brauchst du eher Zeit
Entspannung
los lassen vom Perfektionismus?

Wenn du könntest: welche Angebote würdest du annehmen?
Mal angenommen, jemand würde dir Angebote machen: welche würdest du wirklich annehmen ... dann, wenn im Hintergrund alles geregelt wäre...
oder würdest du Gründe finden, warum es nicht geht.

Dieses Gedankenspiel hilft mir selbst, um herauszufinden, was ich BRAUCHE
und was ich BEREIT bin anzunehmen.
Ist es wirklich äußerlich: dann würde ich ein entsprechendes Angebot mit Handkuss nehmen und sofort starten.

Ist es aber etwas innerliches: dann könnte ein Angebot noch so perfekt sein, noch so super geregelt, ich würde trotzdem etwas finden, warum ich es nicht tun würde....
Dann suche ich innerlich, wo die Blockade ist oder was ich trotzdem ändern kann.

Wenn ich nicht bereit dazu bin, kann ich noch so viel lesen, es würde sich nichts ändern, weil ich es nicht könnte.
Da ich mich gerne hinter ANDEREN Problemen verstecke, um eigentlichen Problemen/Unzufriedenheiten aus dem Weg zu gehen, muss ich mich manchmal mir selbst, meiner Einstellung stellen, um wirklich was zu ändern.

"Wenn ich mir was wünschen dürfte: 1 Woche ein nettes Zimmer und einfach meine Ruhe!! Ich würde nur Fernsehen, lesen, essen und schlafen!"

Dann mach das doch!

Buch dir ein schönes Hotel und ab mit dir!

Lass deinen Mann mal eine Woche zu Hause den Laden schmeissen, mal sehen, ob er dann immer noch der Meinung ist ihr braucht keine Putzhilfe.
Sorry, aber kann ja nicht sein, dass er um 17 Uhr Feierabend hat, während du weiter 24std/7Tage die Woche im Dienst bist und dich kaputtmachst.
Andere super Tips hast du ja schon bekommen. Nimm sie dir zu Herzen.

Mannomann!
Ein Teufelskreis, wenn Du nicht schnellstens was änderst.
Schön, dass Du ach soviel Verständnis für Deinen Mann aufbringst. Aber warum forderst Du selbst nicht auch Verständnis für Deine Situation ein?
Besorge Dir eine Putzhilfe. Und zwar OBWOHL es Deinem Mann peinlich ist. Fordere einen Abend pro Woche nur für Dich ein und zwar OHNE nervige Anrufe.

Dass Du aufgrund der Infrastruktur nunmal Taxi bist, lässt sich nicht ändern. Aber dann musst Du an anderen "Schrauben" drehen.
Auch Dein Mann kann nachts aufstehen.
Auch er könnte Euch abends mal bekochen.
Friss nicht alles in Dich rein. Das wird Dich auf Dauer krankmachen.

Alles Gute!

Hallo kaputte Mama,

schon beim Lesen habe ich das Gefühl, dass mir deine Beschreibung eures Alltags förmlich "Energie raubt", so stressig klingt es.

Einige haben dir schon Vorschläge gemacht, ich könnte dir auch noch welche nennen, bei denen ich meine, dass du wieder zu Kräften kommen könntest.
Die Frage ist jedoch, was brauchst DU, damit du regelmäßige (!) Auszeiten hast von mind. 2 Stunden.
Was für Ideen hast du? Was brauchst du, um es im Alltag umzusetzen? Wer könnte dich dabei unterstützen?
Ich sag mal so platt, dass dir Bücher nichts bringen. Was Du brauchst ist Unterstützung und Entlastung, um wieder entspannter sein zu können und folglich auch ruhiger im Umgang mit deinen Kindern sein kannst.
Ich kenne das von mir selbst auch und dann nehme ich mir ganz bewusst regelmäßig, wenn auch kurze, Auszeiten. Dann bleibt die Kleine mal 1 Stunde länger im Kindergarten und ich esse in Ruhe, surfe und hau mich kurz aufs Bett.
Du solltest unbedingt daran arbeiten, dich zu stärken, davon profitieren auch die Kinder. Ich hoffe du findest eine Lösung für dich und trau dich, dein Umfeld mit "einzuspannen", du musst nicht alles alleine wuppen.
Alles Liebe

Hallo 👋🏻

Welche Art der Behinderung hat denn dein jüngstes Kind ? Hat er einen Pflegegrad oder Behindertenausweis ?

LG

I.

Liebe TE,

du hast schon viele Tipps bekommen. Zu den Therapien deines Jüngsten, könnten die nicht im Kindergarten stattfinden? Würde zumindestens vielleicht bei ein oder zwei Therapien die Fahrerei am Nachmittag sparen. Mein jüngster Sohn ist frühkindlicher Autist und hatte während seiner Kitazeit bis auf Logopädie seine ganzen Therapien in der Kita.

Kuck mal hier rein: https://www.g-ba.de/downloads/40-268-6033/2019-09-19_HeilM-RL_Ueberarbeitung-HeilM-RL-HMK_TrG.pdf
<<2.1.11 § 11 Ort der Leistungserbringung Zu Absatz 1 In § 11 Absatz 1 wird der Ort der Leistungserbringung weiter konkretisiert. Zur Klarstellung werden daher aus Absatz 2 die Sätze 1 und 2 in Absatz 1 überführt. Satz 2 regelt, dass die ärztliche Verordnung eines Hausbesuches zur Durchführung der Heilmittelbehandlung in der häuslichen Umgebung der oder des Versicherten nur dann zulässig ist, wenn die Gründe hierfür ausschließlich in ihrer oder seiner Person liegen und medizinisch bedingt sind. Der Begriff „häusliche Umgebung“ umfasst dabei sowohl die Wohnung der Patientin oder des Patienten, als auch z. B. das Senioren- oder Pflegeheim oder die vollstationäre Einrichtung der Behindertenhilfe, sofern die Patientin oder der Patient dort im Sinne einer Wohnung lebt und dort ihren oder seinen Lebensmittelpunkt hat. Medizinische Gründe einer Heilmitteltherapie in der häuslichen Umgebung liegen insbesondere bei einer Immobilität der Patientin oder des Patienten vor. Dies ist dann der Fall, wenn sie oder er (noch) nicht in der Lage ist, die Praxis der Therapeutin oder des Therapeuten aufzusuchen. Die Unterbringung der Patientin oder des Patienten in einer Einrichtung (z.B. tagesstrukturierende Fördereinrichtung) ist für sich genommen nicht bereits eine ausreichende medizinische Begründung für die Verordnung eines Hausbesuches. Zu Absatz 2 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aller Schweregrade besuchen heute nicht nur Fördereinrichtungen, sondern zunehmend Regelschulen und Kindergärten/Kindertagesstätten, in denen sie ganztägig betreut sind und speziell gefördert werden. Die Organisation der Förderung wird je nach Behinderungsbild, Schulform und Landesrecht unterschiedlich gestaltet. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen weisen häufig einen besonderen Bedarf an Heilmitteln auf, dem nach dem Schul- oder Kindergartenbesuch/Kindertagesstättenbesuch am späten Nachmittag oder Abend, insbesondere bei Ganztagsschulen, nicht mehr Rechnung getragen werden kann. Deshalb kann die Erbringung von Heilmitteln bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderung mit und ohne einem behördlich festgestellten Förderstatus, der je nach Landesrecht bestimmt wird, auch innerhalb der oben genannten Einrichtungen stattfinden, sofern die Voraussetzungen, z.B. ein geeigneter Raum für die Therapie, dort gegeben sind. Das Vorliegen eines Förderstatus allein begründet nicht die Verordnung von Heilmitteln und deren Erbringung in der Tageseinrichtung. Stets muss ein Behandlungsbedarf im Sinne der Richtlinie vorliegen und die Behandlung wegen des Vorliegens einer Behinderung dort notwendig sein. Die in § 6 Absatz 2 genannten Verordnungsausschlüsse sind zu berücksichtigen.<<<

Wenn dein Jüngster Pflegegrad (scheint wohl bei euch vorhanden zu sein oder?) vielleicht gibt es bei euch z.B Lebenshilfe, Caritas oder ähnliche Institutionen, die einen sogenannten "Familienentlastenden Dienst (FED) " haben. Die bieten für Kinder und Jugendliche Programm an in der Woche oder auch am Wochenende. Da würde ich mal kucken, ob es etwas passendes für dein Kind gibt. Und wenn es nur für ein paar Stunden ist. Oder kuck nach einer zusätzlichen privaten Betreuung zum Babysitter, der etwas mit eurem Kind unternimmt. Um mal Zeit für dich zu haben.Das kannst du über die Verhinderungspflege abrechnen und den FED zusätzlich mit dem 125 Euro Entlastungsbetrag abrechnen oder abrechnen lassen.

<<Wenn ich mir was wünschen dürfte: 1 Woche ein nettes Zimmer und einfach meine Ruhe!! Ich würde nur Fernsehen, lesen, essen und schlafen!

Sport macht mir keinen Spaß - das wäre nur zusätzlicher Stress für mich.
Eine Mutter - Kind Kur wäre mein Alptraum!
Weggehen ist mir zu anstrengend - außerdem muss ich ja morgens wieder fit sein. <<<

Kann dich teilweise verstehen. Es gab bei mir auch Zeiten, wo ich echt nur meine Ruhe haben wollte. Aber für so etwas keine Zeit hatte, weil mein Mann Schichtarbeiten war inkl. Wochenenden und Feiertage. Aber überlege mal, dein Sohn ist 5 Jahre alt, ist motorisch unruhig und verhaltensoriginell. Ist er Autist? Du und dein Mann haben noch sehr viele Jahre vor euch mit der Erziehung des Kindes. Und dann kommt noch die Pubertät. Da müsst ihr euch eine Netzwerk aufbauen, um eine permanente Überlastung zu vermeiden. Sucht euch Entlastungsangebote, finde ich sehr wichtig. Und daran solltet ihr arbeiten. Ich finde Paarzeit für euch auch sehr wichtig und das der Große auch mal wieder im Vordergrund steht. Denkt bitte auch daran, dass die Omal vielleicht auch irgendwann nicht mehr euren Jüngsten betreuen kann. Das war bei uns genauso.

Ich gehe auf deutsch gesagt auch auf dem Zahnfleisch. Mein Jüngster wird jetzt 16 Jahre alt, ist verhaltensoriginell und auch sehr laut. Aber wir nehmen alle gängigen
Entlastungsangebote in Anspruch wie Ferienbetreuung, Samstagsbetreuung, Kurzzeitpflege und unsern Privatbetreuer. Und ab und an hilft mein Großer und meine Schwägerin bei der Betreuung. Deswegen ist es nicht ganz so krass wie bei dir. Liegt vielleicht auch an meinem Alter, bin fast 55. Da kann man auch nicht mehr so. Ich gehe mit meinem Jüngsten (ist ein liebes Kind inzwischen und läuft auch nicht mehr weg) auf Muki-Kur. Dort wird er mir auch für ungefähr 8 Stunden abgenommen.

Ich finde es gut, dass du eine Reha für dich machts ohne die Kinder.

Zu deinem Teenager: Vielleicht wäre der Mofa-Führerschein mit 15 Jahren etwas für ihn. Das wäre aber die einzigste Möglichkeit, dass er sich unabhängig von euch bewegen kann. Wäre vielleicht eine Erleichterung für euch, wenn man so weit ab vom Schuss vom ÖPNV wohnt.

Und das sich dein Mann gegen eine Haushaltshilfe stellt, finde ich unter aller Kanone.
Darüber solltet ihr euch beide vernünftig unterhalten. Was fällt mir noch ein, wo man zeitlich etwa sparen kann: Lebensmittel, Getränke etc. anliefern lassen, Saug- und Mähroboter. Und was noch wichtig wäre, den Großen im Haushalt einspannen: Geschirrspüler ein- und ausräumen, ausfegen u. durchwischen, Wäsche zusammenlegen.

Kleine OASE für euch als Familie : https://haendefuerkinder.de/?gclid=EAIaIQobChMI47_4zqX55gIV1_ZRCh3eoQoPEAAYASAAEgK7yfD_BwE

Da kannst du mit deiner Familie oder du mit den Kindern eine Auszeit nehmen. Eurer jüngster Sohn schläft separat dort auf der Jugend und Kinderstation. Der wird euch quasi komplett abgenommen. Das machte ich vor ganz vielen Jahren mit meinen beiden Kindern. Ich hatte Zeit für meinen Großen. Wir unternahmen beide zusammen etwas bzw. jeder ging auch seinen eigenen Weg. Und ganz wichtig, wir konnten ausschlafen. Dort gab es Vollpension. Man brauchte nicht kochen. Und meinen Jüngsten sah ich kaum.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und das du selber wieder in Schritt kommst, damit du mal wieder Kraft und Zeit für Hobbies hast.

LG Hinzwife

Toller Beitrag #pro

Liebe kaputte Mama,

das klingt wirklich nicht gut - für keinen irgendwie...und ich kann dich sehr gut verstehen. Es hört sich immer so einfach an "geh mal zum Sport", "geh ein Wochenende ins Hotel", "geh einmal wöchentlich mit Freundinnen aus" etc. Dafür brauchts aber eine gewisse innere Ruhe, finde ich zumindest, ich kann das sonst nicht entspannt angehen und schon gar nicht geniessen. Da stapeln sich dann die unerledigten Dinge zuhause im Geiste ins Unermessliche.

Wie schon einige geschrieben haben, müssen dein Mann und Du, evtl. auch der Teenager über die aktuelle Situation beraten.

Es ist einfach gesagt, dass der Mann heimkommen und dich dann entlasten soll. Ein x-Stunden-Job, dann noch mit 150km Fahrtstrecke pro Tag ist irre anstrengend.

Wäre es möglich, dass dein Mann zB einen Tag Home office machen kann oder auf 80% reduziert? Oftmals scheint es zu Beginn total unmöglich - sehr oft ergibt sich dann doch eine Möglichkeit. Ein Stellenwechsel wäre gegebenenfalls auch zu überdenken - bei so viel Pendelzeit geht extrem viel Lebenszeit und - qualität verloren, und kosten tut es auch - das ist in die Überlegungen miteinzubeziehen. Für mich klingt es auch so, als würdest du deinen Job mögen und ihn auch als willkommene Abwechslung sehen. Somit würde ich diesen eher nicht aufgeben oder reduzieren.

Ist es absehbar, dass die Situation mit deinem kleinen Kind "entspannter" wird, die Therapien weniger? Wäre ein e-bike ggf. für den Teenager eine Möglichkeit?
Sieht dein Mann deine Erschöpfung? Könnt ihr darüber neutral sprechen? Würdest du denn eine Putzhilfe akzeptieren können? Wie lebt ihr eure Partnerschaft - wahrscheinlich in der aktuellen Situation mehr neben- als miteinander? Könnt ihr euch einmal pro Monat einen gemeinsamen Abend schaffen - Babysitter oder ggf. Teenagergeschwister gegen ein Taschengeld einspannen.

Für mich klingst du wie eine sehr gute Mama, die momentan aber absolut an ihrer Belastungsgrenze angelangt oder sogar darüber ist. Wenn du komplett ausfällst, ist keinem geholfen, somit besteht dringender Handlungsbedarf. Ich wünsche Dir, dass ihr eine Lösung findet!

Hi,
ich weiß nicht, ob eine MuKi-Kur ein Alptraum wäre. Dein Sohn hört sich sehr nach dem Sohn einer Freundin an. Sie waren in Kur - sie und ihre beiden Söhne - sie hat sehr positiv berichtet und viele Tipps bekommen. Der Große ist ein bisschen das Schattenkind und fordert dementsprechend auch ein, darum ging es dort wohl auch.

vlg tina

Hallo.

Du hast ja schon viele Tipps bekommen. Kann mich nur anschließen.

Sag deinem Mann klipp und klar, dass es SO (zumindest derzeitig) nicht weiter gehen kann.

Entweder er stimmt einer Putzhilfe zu, oder ER muss dich in irgendeiner Form unterstützen. Sei es im Haushalt, oder in der Kinderbetreuung.

Könnten vielleicht einige der Therapietermine bereits vormittags im Kiga stattfinden? Sprich doch mal mit den Therapeuten. Bei uns kamen regelmäßig Frühförderung, Ergotherapeuten, Logopäden in den Kiga und therapierten dort Kinder.

Zu den Mama-Taxi-Terminen:
- Kannst du dich da vielleicht mit anderen beteiligten Eltern abwechseln?
- Könnte die Oma evtl. den Fahrdienst übernehmen?
- Kannst du die Therapietermine mit dem Kleinen evtl. in die Zeit legen, während die Große beim Hobby ist? Du könntest sie dort absetzen und später (nach der Therapie vom Kleinen) wieder einsammeln?

Hey,

also erstmal, an einer Putzfee ist nichts schlimmes dran. Ich arbeite auch in Teilzeit und hatte einige Zeit eine Putzhilfe. Es war so toll, 1x die Woche in eine blitzeblanke Wohnung zu kommen und auch mal was liegen zu lassen mit dem Hintergedanken, dass ja jemand zum Aufräumen kommt (und bezahlt wird!) Leider hat sie wegen eines festen Jobs gekündigt.

Du hast 2 Kids, wovon eins intensive Betreuung braucht, und gehst arbeiten, da darf man sich sehr wohl eine Putzhilfe leisten. Das ist überhaupt nicht schlimm oder peinlich. Du hast so viele verschiedene Tätigkeiten auf einmal, das schafft nunmal nicht jeder einfach so.
Ich würde meinem Mann wirklich noch mal sagen, dass es eine enorme Entlastung für dich wäre und er ansonsten mehr mit anpacken muss, weil du es nicht mehr schaffst. Drück ihm die Müllbeutel oder Wäschekörbe in die Hand, sag ihm klipp und klar, was er zu tun hat (Spülmaschine ausräumen, staubsaugen, etc)

Andere Option wäre die Stunden vom Babysitter zu erhöhen und dir eine Auszeit zu gönnen. Ja Sport ist anstrengend und raubt anfangs erstmal die Kräfte, aber ab einem bestimmten Punkt bekommt man die Energie zurück und Bewegung macht auch Spaß! Oder mach einfach das, wonach dir ist.

Oder, wenn ihr es finanziell erlauben könnt, kürze deine Stunden.

Auf jeden Fall muss du aus deinem Tief herauskommen.

Alles Gute
K4ssio

Ach übrigens, mein Mann fährt zwar nur 10 Minuten zur Arbeit, verlässt aber morgens um 7 die Wohnung und kommt oft erst um 19 Uhr oder später wieder und trotzdem muss er ein wenig mit anpacken (wie schon erwähnt, mal einen Wäschekorb mitnehmen, Müll, Spülmaschine...)

Dein Mann braucht erst Mal Ruhe. Fein, aber wo bleibt die Ruhe für dich? Deine Situation hört sich absolut nicht schön an. Kein Wunder, dass du laut wirst, ungerecht. Irgendwann ist das Maß voll.

Nun du schreibst nichts über die Behinderung, aber wäre eine Tageseinrichtung für ihn/sie 2mal die Woche oder so eine Option? Man muss auch an sich selber denken. Es bringt keinem was, wenn du irgendwann umkippst

Hallo kaputte Mama,
ich verstehe dich sehr gut.
Mein Mann arbeitet voll, ich Teilzeit wir haben ein großes Haus mit Garten.
Unsere Kinder sind 4 und 2 Jahre, der Große hat ebenfalls eine Behinderung und einen Pflegegrad. Ich nutze die Verhinderungspflege für eine Putzfrau, die Entlastungsleistungen für eine sehr liebe Babysitterin. Mein Mann wollte beides auch nicht, sieht aber mittlerweile dass es ohne nicht mehr geht.
Termine für die Putzfrau lege ich so, dass wir unterwegs sind, so ist das viel weniger Eingriff in unsere Privatsphäre.
Leute reden hier auch gerne was ich alles für Hilfen benötige, das ist mir mittlerweile egal.
Die Sachbearbeiterin der Pflegekasse hat mich sogar ermutigt diese Leistungen in Anspruch zu nehmen.
Großeltern gibt es hier auch keine, muss meine Kleine, oft auch den Großen überall mithinnehmen. Meistens ernten wir dann sogar noch schräge Blicke, wenn sich mein Sohn recht aufführt. Nicht schön, aber ich lasse mir nicht mehr alles gefallen.
Frühfördertermine haben wir viele zu Hause.
Vielleicht wäre das bei euch möglich und dir eine Hilfe.
Müde bin ich eigentlich immer, oft will man mich überreden Wunder was zu unternehmen, ich bevorzuge den Schlaf und nehme ihn mir auch, wenn es geht.
Trotz allem liebe ich meine Familie sehr und würde sie nicht mehr hergeben wollen.
Fühle dich gedrückt, alles Gute!

Es tut mir Leid das zu sagen, aber wenn eure 13 jährige Tochter nicht in der Lage ist die meisten ihrer Termine selbstständig mit Fahrrad/ÖV zu erreichen und dich das Fahren stresst - dann habt ihr das falsche Eigenheim.

Wie kann man sich wegen dämlichem Besitz so in den eigenen psychischen Ruin treiben? Verkauft das Haus und zieht an einen Ort der logistisch besser liegt!!
Ich würde 5x lieber in einer kleinen Mietwohnung leben in der meine Kinder selbstständig sein können als mir nur wegen einem Eigenheim so viel Stress aufzuhalsen. Was bringt dir dein eigenes Haus wenn du innerlich kaputt bist???

Bei allem Verständnis, drohe niemals deinem Kind es irgendwo nicht abzuholen - das geht gar nicht!!!!

Das du erschöpft bist ist vollkommen verständlich neben der Belastung die dein besonders Kind mit sich bringt liegt das Hauptproblem in meinen Augen darin das du in deinem Alltag keinerlei Leerfenster und Pausen hast +die permanente Fremdbestimmung , du funktionierst eigentlich ständig nur noch .
Morgens arbeitest du , wenn der Babysitter kommt putzt du die andere Zeit fährst du deine Kinder durch die Gegend ,die Zeit während dein besonderes Kind Therapien hat kannst du außer mit warten bis das Kind fertig ist oder maximal kurz einkaufen gehen auch nicht nutzen . Unter dieser Belastung bist du ,unabhängig davon welcher Entspannungstyp du bist , im Kopf auch überhaupt nicht frei um dich z. B. während dein Kind Therapie hat mit einem Buch oder sonstigem zu entspannen , die in Ruhe ins nächste Cafe zu setzen oder wie auch immer die Zeit unproduktiv verstreichen zu lassen . Sehr viel wahrscheinlicher nutzt du diese Zeit lieber fürs notwendige z. B. um schnell alleine eine Runde in den Supermarkt zu springen was ansonsten in Begleitung deines besonderen Kindes , so wie du es schilderst, sehr viel erschwerender ist . Du bist permanent im Hamsterrad und das muss du irgendwie unterbrechen . Das Arbeiten für dich wie eine Art Entspannung ist glaube ich dir gerne das solltest du deswegen auch nicht aufgeben überlege dir aber ob sich deine Stunden nicht trotzdem reduzieren lassen und einen Leerlauf einzubauen . Das dein Mann gegen eine Putzhilfe ist und seine Begründung warum ist Schwachsinn, wenn du der Meinung bist das dich eine Putzhilfe entlastet dann setze das durch . Er ist nach der Arbeit auch erschöpft und will das putzen nicht übernehmen aber du die genauso erschöpft ist sollst es . Eventuelles Gerede von irgendwelchen Leuten ist sowieso komplett egal , es haben noch ganz andere Leute deren Belastung um einiges weniger eine Putzhilfe . Ich kann mir ehrlich gesagt auch wenig vorstellen ob in eurer Situation überhaupt jemand blöd daher reden wird und falls doch sollte es reichlich egal sein diese Leute stecken nicht in euren Schuhen !
Den Babysitter behalte aber trotzdem unbedingt + sicher war es auch gar nicht so einfach einen passenden Babysitter zu finden .
Da ihr ländlich wohnt ist es wahrscheinlich schwierig lässt sich nicht eventuell ein Kindergarten finden wo die Therapien oder ein Teil davon im Kindergarten statt finden könnten ? Gibt es für das große Kind die Möglichkeit das ein privaten Musiklehrer zu euch nach Hause kommen kann und ihm dort den Einzelunterricht geben kann ? Oder ein anderer Vorschlag wäre das ihr jemanden einstellt der die Taxifahrten der Kinder übernimmt bzw. vielleicht lässt sich sogar der Babysitter dazu umgestallten ( ich denke mal das ihr wahrscheinlich auf Grund dessen das dein 5 jähriges Kind ein besonderes Kind ist einen schon etwas älteren Babysitter und entsprechend erfahrenen Babysitter habt ) .
Versuch alles zu nutzen was geht um dir Entlastung zu verschaffen du leistest enorm viel trotzdem solltest du nicht vergessen dich selber im Auge zu behalten .

Ich kenne das auch. Eins meiner beiden Kinder hat auch mehr Arzttermine und Förderbedarf. Mir ging es irgendwann so schlecht dass ich in die Psychiatrie musste. Ich war nämlich so doof und hab ne Mitter Kind Kur gemacht, die das Fass zum Überlaufen brachte.
Mein Stress und die Überforderung übertrug sich als Aggression auf die Kinder und meinen Mann darum blieb mir irgendwann nur noch diese Wahl. Ich hatte mir davor schon immer heimlich gewünscht, einen Unfall zu haben, so dass ich mich "leider" ein paar Wochen im KH kurieren muss.
Es war sooo herrlich in der Psychiatrie.
Ein Zimmer mit Bett, wo ich 75% des Tages einfach nur rumliegen konnte und mich ausruhen und ausschlafen durfte. Die Anforderungen dort waren verglichen mit meinem Alltag gleich 0. Noch heute denke ich manchmal wehmütig an diese Zeit zurück.
Mir haben Medikamente (u.a. Antidepressiva) geholfen, da wieder raus zu kommen. Dadurch hatte ich einen klareren Blick, mehr Hoffnung, Motivation und Kraft den Alltag durchzustehen. Objektiv gesehen war meine Lage schon sehr schwierig, anstrengend und fordernd, aber mit den Medikamenten hat es sich wenigstens nicht mehr aussichtslos und so erschöpfend angefühlt.
Hilfen hatte ich mir zuvor schon gesucht, aber da war es eigentlich schon zu spät.
Ich rate dir dringend: Wende dich an deinen Arzt, und suche Entlastung: Weniger Arbeiten, Putzfrau ect....
Die seelische Gesundheit sollte einem auch was wert sein!
Mein Mann wollte auch erst keine Putzfrau. Naja, der Alltag mit 2Kindern während ich in der Klinik war, hat ihn dann schnell überzeugt. Ich wünsch dir alles Gute!

<<< Ich war nämlich so doof und hab ne Mitter Kind Kur gemacht, die das Fass zum Überlaufen brachte.
Mein Stress und die Überforderung übertrug sich als Aggression auf die Kinder und meinen Mann darum blieb mir irgendwann nur noch diese Wahl. Ich hatte mir davor schon immer heimlich gewünscht, einen Unfall zu haben, so dass ich mich "leider" ein paar Wochen im KH kurieren muss.
Es war sooo herrlich in der Psychiatrie.
Ein Zimmer mit Bett, wo ich 75% des Tages einfach nur rumliegen konnte und mich ausruhen und ausschlafen durfte. Die Anforderungen dort waren verglichen mit meinem Alltag gleich 0. Noch heute denke ich manchmal wehmütig an diese Zeit zurück. <<<

Oha, dass ist aber ganz heftiger Tobak. Waran lag dass eigentlich, dass eine Muki-Kur
das Fass bei dir zum Überlaufen brachte?

Ich fahre mit meinem Autisten nach St.Ingbert zum Elstersteinpark. Der richtige Ort hoffe ich mit solche einem Kind eine Muki-Kur zu machen. Wir beide fahren dort als therapiebedürftige hin. Dort bekommt mein Kind Soziales Kompetenztraining, bevor die Autismustherapie startet.
https://www.autismus-mfr.de/autismus/erfahrungsberichte/fahr-doch-mal-auf-eine-kur/
www.haus-elstersteinpark.de/

Ich nehme seit vielen Jahren regelmäßig Auszeiten mit meinem Mann vom Kind. Kurzzeitpflege, Schulferienbetreuung, alle Tage Samtstagsbetreuung und haben zusätzlich einen privaten Betreuer seit vielen Jahren. Aber trotzdem bin ich kurz davor meine Belastungsgrenze zu übertreten. Warum? Es hatte sich vieles zusammengebraut: meine Mutter, die Pflegeheim lebte und inzwischen gestorben ist. Um die musste sich trotzdem regelmäßig gekümmert werden. Dann die ständigen Oveloads bzw. Meldowns (Wutanfälle) des Kindes, zeitweise der wenige Schlaf den das Kind benötigte (manchmal Mitaufstehen um 4 Uhr morgens). Dann auch noch Familienmitglieder, die der Meinung sind, so ein Kind stört nur. Was auch kommuniziert wurde. Zwar stellte ich da auf Durchzug, aber wurde dann auch dauernd angemacht, sollte mich lieber mehr um die eigene Mutter kümmern. Ok, ist zum Glück kein Kontakt mehr. Und unterm Strich blieb trotzdem immer zu wenig Zeit für mich und meinem Mann. Therapien habe ich von 3 in der Woche auf eine reduziert, weil Kind (in der Pubertät) keine Lust bzw. der Unterricht nachmittags mit den Therapien kollidierte bzw. die Luft beim Kind raus war. Habe zwar jetzt zusätzlich Autismustherapie beantragt. Dafür wird Logopädie entweder komplett eingestampft oder auf Eis gelegt. Mein Sohn wird 16 Jahre alt und kommt in zwei Jahren in eine Werkstatt für behinderte Menschen und da muss noch weiter an Sozialverhalten gearbeitet werden. Er hatte von 2012 bis 2016 Autismustherapie gehabt, die sehr viel brachte, aber sie muss doch wieder fortgeführt werden.

LG Hinzwife