Überfordert - aber wie komme ich da raus...

Hallo zusammen. Ich bin Mutter von zwei Kindern (1 und 4 1/2 Jahre). Beide Male habe ich von Anfang an von zu Hause aus wieder ein wenig gearbeitet, bei meinem ersten Kind dann nach einem guten Jahr auch wieder in einer Firma, 1,5 Tage in der Woche mit Unterstützung meiner Mutter. Diesmal arbeite ich bisher nur von zu Hause. Mein Mann ist selbständig und eingespannt. Er hat hohe Ansprüche an sich selbst und auch an andere. In Sachen Haushalt genüge ich eigentlich nie seinen Ansprüchen, ich bin eher unordentlich und hab ein schlechtes Zeitmanagement. Gut mit Geld umgehen kann ich auch nicht und seiner Meinung nach bringe ich durch meine Arbeit auch immer zu wenig Geld mit nach Hause. Insgesamt denkt er oft dass ich nicht wirklich viel mach und so streiten wir eben auch oft. Ich versuche immer besser organisiert zu sein aber es ist schwierig sich zu ändern. Und irgendwie wird es immer schlimmer und ich fühle mich oft extrem überfordert. Ich weiß nicht ob ich einfach unstrukturiert bin oder ob ich kurz vor einem burn out steh aber ich fühle mich so oft in meiner eigenen „glücklichkeit“ gehemmt weil ich durch dieses ganze hinterher gerötle wenig Zeit hab was schönes mit meinen Kindern zu machen geschweigeden für mich und auch oft ungeduldig bin.
Habt ihr mir Tipps wie ich mich bessern kann und aus dem Strudel rauskomme? Hat jemand Erfahrung mit burnout? Komme ich mit der Arbeit nicht hinterher weil ich faul bin, oder überfordert oder unstrukturiert oder Ist es eine Nebenwirkung oder oder oder?

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Sorry,aber das Problem bist nicht Du sondern dieser Mann an Deiner Seite.
Ich würde es mir nicht antun!

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Hallo,
sind es nur deine Kinder? Dein Haushalt? Er muss als Mann die Familie erste Stelle durchführen. Die als Frau hilfst ihm.
Rede in Ruhe mit deinem Mann.
Gottes Segen

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Wie bitte?
Sind wir noch im selben Jahrhundert??#zitter

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Ja, aber der Mann ist an erste Stelle.

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Hi!

Also ich ziehe den Hut vor dir, denn ich finde es toll das du trotz zwei kleinen Kindern arbeitest und den Haushalt führst und das nur mit wenig bis gar keiner Hilfe. Ich hab nur ein Kind (6 Jahre) und Schwanger mit Beschäftigungsverbot und bei mir sieht es immer aus wie Bombe ( zumindest meinen Erwartungen nach).

Ich kann mir vorstellen dass das auch nicht einfach ist und das du ausgelaugt bist. Welche Mama träumt nicht heimlich davon einfach nur Mama sein zu dürfen aber ich glaube das Problem liegt bei deinen Mann und seinen Hang zum Perfektionismus und den ständigen Rumgenörgel, das würde jeden fertig machen.

Vielleicht solltet ihr euch Hilfe holen! Aber ich weiß dass das sehr schwierig ist. Deine Beschwerden können schon Anzeichen eines Burnout sein und damit ist wirklich nicht zu Spaßen. Am besten geh zu einer Familienberatungsstelle oder so was ähnliches. Ich weiß das ist nicht einfach aber für die Familie und besonders für dich und die Kinder das Beste.

Ich wünsche dir alles gute und das du für dich und deine Familie die Beste Lösung findest.

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Hallo,

das kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich habe nur ein Kind. Bis mein Sohn zwei war, war ich ganz zu Hause. Dann habe ich 20 Stunden gearbeitet. Seit zwei Jahren arbeite ich 30 Stunden. Das ist aber nicht das Problem. Als ich nur zu Hause war, habe ich auch nicht mehr geschafft. Wir haben eine Putzfrau. Gebügelt wird eigentlich gar nicht. Seit einigen Monaten weiss ich, dass ich Ads habe und deswegen einfach langsamer bin als andere. Damit will ich nicht sagen, dass Du das auch hast. Mein Mann ist ein schwieriger Mensch. Ich vermute, Deiner auch. Lass Dich nicht runterziehen. Mit Kindern ist es einfach nicht so ordentlich wie ohne. Bestimmt bist Du nicht faul. Mit Burnout habe ich keine Erfahrung. Aber es hört sich für mich normal an, dass man mit zwei Kindern und Arbeit nicht hinter her kommt.

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Hey, darf ich fragen, wie du herausgefunden hast, dass du ADS hast?
Ich habe den Verdacht selbst betroffen zu sein, weiß aber nicht, wie ich weiter vorgehen soll um das abzuklären.

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Hallo nobya,

ich habe mich testen lassen, bei der Psychiatrieambulanz an der Uniklinik. Es hat aber einige Zeit gedauert, bis ich die richtige Stelle gefunden habe. Es gibt auch Psychiater, die die Diagnose machen, aber nicht alle.

Ich musste meine Schulzeugnisse mitbringen. Es wurde mir Blut abgenommen um organische Ursachen auszuschließen. Dann wurden umfangreiche psychologische Tests gemacht. Die Tests dauerten vier Stunden. Beim nächsten Termin bekam ich das Ergebnis. Das war im August.

Seit November bekomme ich Medikinet Adult. Außerdem mache ich einmal wöchentlich Verhaltenstherapie. Das tut gut. Bei der Medizin habe ich aber die optimale Dosis noch nicht gefunden.

Ich habe gedacht, wenn ich die Diagnose habe, würde mein Mann mehr Verständnis für mich haben, aber Fehlanzeige. Er sagt, dass ist alles kein Problem. Da muss man halt fleißiger sein.

Trotzdem bin ich froh, dass ich es weiss und was machen kann.

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Ui, das problem bist wirklich nicht Du, sondern Dein Mann- und da muss man auch abwägen..
Vielleicht bist Du wirklich unordentlich und dein Mann ein totaler Pedant. Leider klingt es aber so, als wäre Dein Mann ein Meckerpott der gerne einen top gepflegten Haushalt, eine glückliche Frau mit topverdienst, brave Kinder und am besten noch einen Drink direkt an der Haustür von seinem Weibchen bekommt, vor dem liebevoll gekochtem Drei-Gänge-Menü und anschließender Fußmassage. Wie es sich für einen Pascha im Jahre 1955 gehört.

Den Zahn würde ich ihm ziehen. Auch Du arbeitest. Es ist nicht nur Dein Haushalt,Deine Kinder. Er hat den 50:50 Joker.Wenn ihm was nicht passt, kann er es ja selbst wegputzen, alternativ eine Putzhilfe beschäftigen. Dann kannst Du auch mehr Geld nach Hause bringen, dass dann hoffentlich ordentlich versteuert wird, oder lässt Du da auch wieder Federn;-)

Allerdings würde ich wirklich auch bei mir selbst gucken ob der Vorwurf mit der Unordnung nicht doch gerechtfertigt ist.
Dann müsste man halt ausmisten- ist ja im Moment ein großer Trend.

Fakt: Ihr müsst reden- Du ohne Dich klein zu machen- und er ohne den SuperMacho rauszuhängen:-)

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Liebe TE,

kommt ihr mit eurem Geld im Monat aus? ggf. Haushaltsbuch führen. Mach dir eine Liste was wichtig und was weniger wichtig ist. Die arbeitest du nach und nach ab. Holt euch eine Haushaltshilfe für 1x die Woche, die das Nötigste macht, damit es fürs Auge gut aussieht.
Und deinen Mann würde ich auf den Pott setzen, wenn der zu Hause nicht hilft, zumindestens am Wochenende.

Und vielleicht für die Familie einen Terminplaner anschaffen, damit man auch die Übersicht über die ganzen Termine hat.

LG Hinzwife

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Hallo.

Ob dein Mann recht hat oder nicht können wir hier nicht beurteilen.

Warum setzt ihr beide euch nicht einfach mal zusammen und versucht gemeinsam Lösungsvorschläge zu finden.

Vielleicht könnte zumindest 1 Tag in der Woche die Omi das Kleinkind für ein paar Stunden übernehmen, damit du in dieser Zeit effektiv was schaffst. Sei es den Einkauf, den Großputz, die Wäsche usw. usw.

Das größere Kind wird ja wahrscheinlich eh schon in den Kiga gehen, oder?

Dein Mann wird auch nicht 24/7 am Arbeiten sein. Während er z.B. sich um die Kinder kümmert, hast du Zeit mal was für dich zu tun.

Nimm ihn mit in die Pflicht. Wer meckert muss auch Alternativen aufzeigen können.

Vielleicht wäre auch eine Haushaltshilfe machbar, die zumindest 1 x wöchentlich das Gröbste macht.

Ansonsten kann ich dir echt nur anraten, dass du das mit dem Organisieren und Timen hinkriegst. Was machst du, wenn die Kinder mal zur Schule gehen?#zitter Da brauchst du ein passables Zeitmanagement.

Und zum Thema Geld: Was machst du denn beruflich?
Stehen die Arbeitsstunden in einem passablen Verhältnis zum Verdienst?
Wieso kannst du angeblich nicht mit Geld umgehen? Führ ein Haushaltsbuch, in das du wirklich jeden Cent einträgst, den den ausgibst. Vielleicht hat dein Mann auch nur eine etwas verschobene Ansicht...

LG#winke

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Zum Thema Geld hast du glaube ich schon Recht! Ich mache Werbung - in meiner Selbständigkeit in der ich von zu Hause arbeite habe ich aber hauptsächlich Bekannte als Kunden und bin eigentlich fast zu günstig ... Da bleibt nach Abzug dann agr nicht sooo viel übrig :-( Haushaltsbuch werde ich jetzt in Angriff nehmen! Ich weiß nämlich oft nicht wo das Geld eigentlich hingeht ... aber auch für ein Haushaltsbuch ist Disziplin gefragt ;-)
Ihr motiviert mich hier ein bisschen ... Danke dafür! Mir gehrt es schon etwas besser :-)

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Dann hat dein Mann aber echt recht.
Wenn finanziell kaum was übrig bleibt von deiner Arbeitskraft, dann solltest du diese Zeit effektiver nutzen.#zitter
Es ist ja keinem damit geholfen - nur Zeit "verplempert".

Wenn du in dieser Zeit die Bude auf Vordermann bringst, dann ist zumindest dieses Problem vom Tisch.

Wenn zusätzliches Geld ins Haus flattern soll, dann nutz - wie schon gesagt - vielleicht die Zeit, in der die Großeltern oder dein Mann das Kleinste hüten und such dir nen vernünftigen Job, bei dem zumindest der Mindestlohn hängen bleibt.
Alles andere ist Pillepalle.#gruebel

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Ich bin über die Reaktionen zu meinem Mann gerade echt etwas geschockt und habe ihn wohl auch zu krass dargestellt...:-(
Vielleicht nochmal kurz dazu: Mein Mann ist ein Perfektionist, ja. Er arbeitet viel und hat mit seiner Selbständigkeit viel Verantwortung, Druck und viele Stunden. Grundsätzlich sehen wir beide es als meine Aufgabe ihm für seinen Beruf den Rücken frei zu halten - mich um die Kinder und den Haushalt zu kümmern. Er ist da leider tatsächlich etwas kritisch und hat durchaus ein anderes Verständnis eines perfekten Haushaltes als ich ... aber, da muss ich ihn auch in Schutz nehmen, ich bin da wirklich auch unstrukturiert und zu langsam und auch selbst oft nicht mit dem Haushalt zufrieden - bin aber auch nicht gewillt bis nachts in der Küche zu stehen damit diese perfekt ist ... Daher rasseln wir öfter zusammen - kann man aber nicht nur ihm die Schuld dafür geben!
Grundsätzlich ist er zur Stärke erzogen: viel arbeiten, gut mit Stress umgehen, sehr strukturiert und fleissig mit vielen Aufgaben haushalten ... das kann er gut (im Gegensatz zu mir). Wenn wir streiten ziehe ich den Kürzeren, weil ich nicht so gut reden und verkaufen kann wie er ;-) Aber (und so bin ich wiederum erzogen ;-)) eine Ehe gibt man nicht so einfach auf! Ich habe ihn so kennen und lieben gelernt und ich möchte auch mit ihm zusammen bleiben. Natürlich sollte ich mit ihm darüber reden! Aber es fällt mir tatsächlich sehr schwer. Ich fühle mich so schwach und klein wenn ich ihm sagen muss, dass ich mit dem "bisschen" Stress nicht klarkomme und ich Hilfe brauche wo er doch so viel Arbeitet und uns ein schönes Leben bietet :-(. Und ich weiß oft einfach nicht, ob ich selbst durch mehr Struktur und Disziplin tatsächlich alles schaffen kann und es "nur" an mir liegt dass ich dem nicht gewachsen bin oder ob es tatsächlich zu viele Aufgaben sind die man nicht wirklich alle "perfekt" meistern kann :-(
Vielleicht liegt es auch am Schlafmangel, mein Sohn schläft bei Weitem nicht durch ...

Ich freue mich auf jeden Fall über Tipps und ggf. Erfahrungen von Menschen, die auch in solch einem Strudel gefangen waren. Tipps wie "schieß den Mann ab" helfen mir hier allerdings nicht weiter!

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Weißt du, warum du dir so klein und schwach vorkommst? Weil dein Mann dir offensichtlich das Gefühl gibt, dass die Arbeit, die du erledigst nichts wert ist. Du sollst dich allein um Haushalt und Kinder kommen und möglichst viel verdienen. Alles bitte ganz perfekt, damit sich der werte Herr auch immer schön wohlfühlt.

Du fühlst dich nicht klein, weil du klein bist. Er macht dich klein und das ist ein Problem! Obwohl er das Problem ist, suchst du bei dir nach Schwächen und Möglichkeiten diese auszugleichen. Finde den Fehler!

An diesem Problem kannst du allein nicht arbeiten, daran müsst ihr beide arbeiten, dein Mann ganz besonders. Vielleicht solltet ihr eine Paartherapie machen, bei der euch jemand Außenstehendes hilft.

Sehr hilftreich wäre sicher ein Rollentausch, aber darauf würde sich dein Mann sicher nicht einlassen, oder?

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Ich mache den Haushalt und die Kinder zu 95% allein. Mein Mann arbeitet sehr viel und bringt natürlich auch mehr Geld nach Hause als ich.

Meine Kinder sind 7 Jahre und 17 Monate alt. Der große geht in die Schule, die kleine ist noch zu Hause (morgen startet die Eingewöhnung). Ich arbeite seit mein Mutterschutz beendet ist 15 Stunden die Woche (home office).

Mein Mann ist ein übertrieben ordentlicher Mensch, ich bin lebendes Chaos 😂

Unsere Wohnung ist immer sauber, aber fast nie ordentlich, schon allein wegen dem Spielzeug, was hier überall rumliegt 🤷‍♀️ da muss mein Mann schon manchmal schlucken und manchmal (wenn er frei hat), kann er es nicht ignorieren und räumt gefühlt 100 mal am Tag auf 😂

Jetzt kommt das große aber. Er wertschätzt mich, sagt mir regelmäßig wie stolz er auf mich ist, dass ich hier alles manage. Er gibt zu, dass er maßlos überfordert wäre, wenn wir tauschen würden und ist dankbar dafür, dass ich den Löwenanteil übernehme.

Es spielt daher keine Rolle, was ich an Geld mit nach Hause bringe, denn ich arbeite nicht nur bei meinem Arbeitgeber, so wie mein Mann, sondern habe hier zu Hause noch einem Vollzeitjob.

Wenn das Wetter schön ist, dann unternehme ich was mit den Kindern. Dann bleibt der Haushalt liegen, na und? Der rennt nicht weg und so krass sieht es hier nicht aus, dass das jetzt dramatisch ist, wenn ich mal einen Tag nichts mache.

Solange mein Mann saubere Klamotten, seine Hygiene artikel im Bad und was warmes zu essen hat, kann er damit leben, wenn die Wohnung nicht wie geleckt aussieht. Das musste er auch erstmal lernen. Dafür freut er sich, dass die Kinder einen tollen Tag hatten und mit einem Lächeln eingeschlafen sind.

Rede mit deinem Mann, mach dich nicht kleiner als du bist. Und nein es ist nicht deine Schuld und du bist nicht schlecht. Soll er doch mal ein Wochenende mit dir tauschen und alles machen was du machst. Kriegt er es besser hin, dann könnt ihr einen Plan erstellen, wie es für dich vielleicht auch besser geht. Und wenn nicht, dann sollte er den Mund halten oder mit anpacken. Aber den Pascha raushängen lassen geht gar nicht.

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Ganz ehrlich, mach das was wichtig ist und der Rest bleibt einfach liegen! Meine Kids sind 9 Monat und 2,5 Jahre. Es hat lange gedauert bis ich an diesen Punkt gekommen bin, aber es ist unausweichlich.

Ich werde die halbe Nacht von meinem jüngsten wach gehalten und die einzige Entlassung die ich habe ist vormittags, wenn die Große bis 13h in der Kita ist.

Den Haushalt mache ich nur wenn die Kids schlafen und nur wenn ich nicht selber total fertig bin was öfter mal vorkommt.

Ansonsten genieße ich die Zeit mit meinen Kids und wenn der kleine mal nur am rumnörgeln ist und mich braucht, dann lasse ich alles stehen und liegen und beschäftige mich mit ihm.

Abends wenn die Kids im Bett sind räume ich Küche und Wohnzimmer auf. Schreibe Einkaufszettel und mache eine Ladung Wäsche. Ich koche auch nur simple Sachen. Bei uns ist Rührei mit Rohkost ein Mittagessen.

Wenn ich fit bin ist es hier trotz 2 kleiner Kinder ordentlich und sauber und wenn ich fertig bin eben nicht. Aber damit fahre ich besser, als mit den Stress zu machen alles perfekt zu halten. Das ist in unserer Situation auch eine Mammut Aufgabe! Und du arbeitest ja noch nebenher.

Ich habe aber das Glück, dass mein Mann da voll hinter mir steht. Und da ist das eigentliche Problem bei euch. Ich würde deinen Mann vielleicht mal ein Wochenende mit den Kids alleine Zuhause lassen. Einfach mal damit er sieht was du alles leisten musst!

Er hat die Ansprüche, dann soll er auch abends die Bude sauber machen wenn es ihn stört.