Gebrochenes Mama Herz

Hallo Zusammen,

Ich schreibe hier, weil ich auf Ratschläge hoffe.
Mein Mama Herz ist heute gebrochen.

Ich habe 3 Kinder (Mädchen 6, Junge 5, Baby 8 Wochen). Die beiden großen kommen im September in die Schule.

Beide Kinder hatten sich auf das Baby gefreut. Aber jetzt ist alles anders. Ich habe mir für die beiden schon immer viel Zeit genommen, haben viel zusammen unternommen wie Schwimmbad, Zoo, Freizeit Parks usw.

Das Baby wird voll gestillt, hängt gefühlt dauernd an der Brust. Die Temperaturen in den letzten Wochen waren abartig, sodass wir mit Baby auch nicht groß raus konnten. Selbst Schwimmbad war nicht möglich....mit Wochenfluss ins Wasser geht nicht.

Eigentlich hab ich mir für die kids so schöne Ferien gewünscht...und heute als das Baby geweint hat hat meine Tochter parallel auch angefangen zu weinen und sagt: Mama, ich wünschte wir könnten das Baby weg geben.

Mein Herz ist seitdem gebrochen. Ich merke wie die 2 großen darunter leiden dass ich durch das Baby weniger Zeit habe. Ich merke auch wie sie sich ein bisschen von mir distanzieren. Ich vermisse meine Tochter, meinen Sohn, die Zeit wie es vor dem Baby war. Es zerreißt mich, ich kann kaum noch atmen vor lauter Herzschmerz.

Ich liebe die 2 großen so sehr dass ich sogar überlege das Baby zur Adoption frei zu geben. Ich liebe das Baby auch, aber die Bindung zu den 2 großen ist einfach schon viel tiefer.

Ich will meine Kinder wieder glücklich sehen, die Unbeschwertheit zurück und weiß einfach keinen Rat. Am liebsten würde ich mich mit ihnen ohne das Baby in ein Flugzeug setzen und ans Meer fliegen.

In mir ist eine unbändige Angst, dass das Band zwischen mir und meinen Kindern zerstört wird, dass sie mich nicht mehr lieben und unglücklich werden.

Ich bin unendlich traurig und ratlos. Hat jemand Tips für mich oder war schonmal in einer ähnlichen Situation?

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>>>Ich liebe die 2 großen so sehr dass ich sogar überlege das Baby zur Adoption frei zu geben.<<<

Nicht dein ernst, oder?

Deine Große hat begriffen, dass es momentan anders läuft als vor dem Baby, das gefällt ihr nicht und das hat sie zum Ausdruck gebracht, frei raus, wie Kinder nunmal sind.
Das kann übermorgen schon ganz anders aussehen.

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Das sehe ich auch so.
Ich habe eine Tochter von 4 und eine von 7 Monaten.
Es gab Gott sei Dank keinen Moment wo die Grosse eifersüchtig war und die Kleine ist extrem anstrengend!!!!!
Ich habe sie immer mit eingebunden, oder mir mit meinem Mann alles geteilt wie z.B. vorlesen, Spiele spielen etc.
Ich saß auch mit Baby auf dem Boden und habe Gesellschaftsspiele mit der Grossen gespielt.

Wie hast du es dir denn mit Baby vorgestellt?
Sei mir nicht böse, aber deinen Gedanken das Baby wegzugeben finde ich heftig.
Ihr habt schon zwei Kinder und wisst worauf ihr Euch eingelassen habt.
Ich hoffe ihr findet einen anderen Weg als Adoption.

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Hol Dir bitte Hilfe! Hast Fu eine Hebamme? Was ist mit dem Vater?

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Rede mit deiner Hebamme. Falls du keine hast, such die nächste familienhebamme mit offenen sprechzeiten (z.b. im mutter-kind-zentrum, Caritas,o.ä.).
Deine Gefühlswelt fährt Achterbahn, sicherlich nicht zuletzt wegen der Hormone.
Du hast da wirklich extreme Gedanken, die reflektiert gehören. Zu Weihnachten sieht die Welt schon wieder anders aus und auch die großen Kids gewöhnen sich an den zwerg.

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Meine Kleine ist jetzt 4 Jahre alt und meine Kleinste 8 Monate. Es ist oft nicht so einfach, weil die Kleinste natürlich viel Aufmerksamkeit braucht und die Kleine deshalb zurück stecken muss. Aber weder die Kleine noch ich haben uns je gewünscht, dass die Kleinste nicht mehr da wäre. Ich liebe beide so unendlich, bei dir ist das anscheinend etwas schwierig. Vielleicht wirklich mal schauen wegen einer postnatalen Depression und hol den Vater ins Boot. Dann muss er sich mal ums Baby kümmern und du dich um die anderen beiden.

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Hast du jemanden, der dir das Baby abnehmen kann, so dass du mit deinen Großen alleine was unternehmen kannst? Nimmt das Baby die Flasche (wäre natürlich prima, dann bist du nicht so angebunden)?
Oder kannst du das Baby in die Trage packen, es ggf darin stillen? So bist du beweglicher 😅. Ausflüge machen und so 👍.

Wo ist denn dein Mann? Ist er genügend „eingespannt“?

Und natürlich hast du noch eine tiefere Bindung zu den beiden Großen, die sind ja schon länger da 😅. Keine Sorge, das kommt beim Baby auch noch.
Und ja, rede mit deiner Hebamme oder deinem FA über deine Empfindungen/Gedanken. Experten-Rat ist nie verkehrt.

Uns bevor alle Stricke reißen und du total unglücklich bist, würde ICH abstillen und die Flasche geben. Deine Kinder brauchen eine glückliche Mutter!

Alles Gute für euch 😘

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Hallo

Ich kann verstehen, dass du Angst um die Beziehung zu den Grossen hast. Das hab ich hin und wieder auch: keine Zeit, weniger Geduld durch Schlafmangel etc...
Mit Papa kann man mehr machen als mit mir etc...

Mein kleiner ist jetzt 7 Wochen alt, mein Grosser 2j 10m.
Es ist stressig und anders. Aber das wird auch wieder besser. Auch für die Grossen.
Mir käme nie in Sinn den Kleinen deswegen weggeben zu wollen.
Vermisse ich die exklusive Zeit vor der Geburt, die ich mit dem Grossen hatte? Ja. Bin ich traurig, dass er nicht mehr mein Baby ist? Ja.

Deine Gedanken scheinen mir aber sehr extrem. Lass dich bitte unbedingt bzgl. Wochenbettdepression beraten!
Das ist keine Schande. Damit hilfst du deinen Kindern am besten. Sie brauchen dich - alle drei!

Liebe Grüsse!

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Man gibt doch kein Kind frei, weil man mit den anderen nicht ins Schwimmbad gehen kann.
Das Baby ist acht Wochen alt, das bedeutet, dass du selbst gerade in diesen Tagen erst das Wochenbett beendet hast. Ihr müsst euch alle einspielen und erst mal sortieren. Du als Mama von dreien, deine Tochter als große Schwester von zweien und dein Sohn als erstmalig älterer Bruder. Dein baby muss erst mal auf der Welt ankommen. Sowas dauert deutlich länger als acht Wochen.
Sprich mit deiner Hebamme, deinem Mann (falls vorhanden), einer Freundin, deinem Arzt/Ärztin.
Mit solchen Gedanken solltest du nicht alleine bleiben.
Aber der Spruch deiner Tochter ist für mich wirklich dieses "Kind redet frei aus dem Bauch heraus". Ohne das Baby wärt ihr vielleicht jeden Tag im Freibad und es wäre zuhause deutlich leiser. Die Mama hätte mehr Zeit, weil das Stillen wegfällt. Abgesehen davon, dass Babys ganz niedlich sind, hat ein sechs Jahre altes Kind halt wirklich null von einem Baby. Aber ganz bald wird das Kleine glucksen, wenn die Geschwister Quatsch machen und sie werden sich voll drauf freuen, wenn es endlich vom Mittagsschlaf erwacht. Klar, blöde bzw anstrengende Phasen kommen immer. Aber diese gehen auch vorbei. Vielleicht hilft es dir und deinen Kids auch, euch allen bewusst zu machen, dass du für sie die gleichen Einschränkungen in Kauf genommen hast, dass sie auch ewig an der Brust hingen- nur waren da keine deutlich älteren Geschwister vorhanden, die meckern konnten.
Trotzdem bleibe ich dabei, dass du diese Gedanken mit professioneller Hilfe sortieren solltest.

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Aller Anfang ist schwer und ich kann dich sehr verstehen. Gebt euch noch ein wenig Zeit. Stille ab, dann kann der Papa füttern und du mit den großen was unternehmen. Wenn die Schule los geht, findet ihr euren Rytmus ganz sicher. Ist jetzt einfach blödes Timing mit den Ferien gewesen!

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Beruhige dich erstmal dein Baby ist grade erst 8 Wochen alt das muss sich alles noch ein spielen + deine Hormone tuen ihr übriges . Gib dem Ganzen Zeit und versuche dich nicht so sehr unter Druck zu setzen indem du dich mit einem Programm für die großen stresst guck was geht mach es dir einfacher statt Freizeitpark oder Schwimmbad geht es halt erstmal auf den Spielplatz oder in den Park . Natürlich fordern dich die großen anders aber es muss nicht immer etwas besonders sein . 6 bzw. 5 Jahre Abstand ist schon einiges auf einmal wieder ein kleines Baby zu haben ist für dich auch wieder eine neue Situation gib dir Zeit . Es wird sich alles einspielen aber auch in Zukunft wird es noch oft vorkommen das du zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen hin und her zwitschen musst das Baby wird sich automatisch anpassen müssen . Nächstes Jahr hast du zwei Schulanfänger die sehr wahrscheinlich besonders anfangs deine Unterstützung brauchen + ein Baby das schon etwas mobil ist evt. auch nicht immer passend seinen Mittagsschlaf hält das Gefühl der Zerissenheit wird dich also durchaus noch einige Zeit begleiten. Der geringe Abstand zwischen den ersten beiden ist diesbezüglich deutlich einfacher . Ich habe mehrere Kinder zwar alle fix hintereinander aber zwischen den Kindern ergeben sich automatisch auch größere Abstände daher kenne ich das gut .