Bin gerade traurig mit Familiensitiation

Hi,

ich bin gerade traurig und weiß gerade keinen Ausweg. Mein Mann und ich haben uns sehr ein Kind gewünscht. Ich bin 42, leitende Funktion im Job, mein Mann etwas jünger und Job mit weniger Verantwortung aber auch gefordert. Wir arbeiten beide 30h und haben keine unterstützende Familie in der Nähe.

Wir haben ein wunderbares Kind bekommen das jetzt 21 Monate alt ist. Mein Mann war 7 Monate zuhause (ich 11) und übernimmt im
Alltag sehr viel Care-Arbeit, mehr als ich. Ich bin aber eher soft und kreativ/chaotischer, er eher geregelt und “angepasster”. Ich liebe ihn.

Leider streiten wir uns seit der Geburt öfters, davor wirklich nie. Er ist ein “Kümmerer” aber mit einem kurzen Geduldsfaden. Er hat hohe Erwartungen an sich und an unser wirklich kooperatives Kind, die es selbstverständlich nicht immer erfüllen kann. Ich habe das Gefühl ich muss unser Kind dauernd verteidigen. Er aber auch hat eine sehr gute Beziehung zum Kind, bringt es ins Bett, liest endlos Bücher, albert rum etc.

Ein Dauerthema ist das Stillen. Ich stille noch und unser Kind ist sehr sensibel. Es hat noch keine Nacht ohne uns verbracht. Ich gehe kaum aus, weil es mich ab 23 Uhr vehement einfordert. Das belastet uns sehr.

Mein Mann möchte endlich wieder mehr Zeit zu zweit. Das möchte ich auch, aber ich bin nicht bereit, unser Kind bei der Babysitterin zu lassen, weil es mir einfach leid tut. (Haben es schon mal versucht)

Mein Mann wirft mir vor wenn ich endlich abstillen würde würde alles besser werden. Ich habe auch meine Tage noch nicht und habe wenig Lust. Ich kann ihn verstehen. Gleichzeitig kann ich nicht aus meiner Haut.

Ich bin beruflich sehr gefordert und habe das Gefühl ich funktioniere nur noch und kann niemand genügen. Mein Mann hat extra Kinder-Schichten übernommen damit ich an Wochenenden arbeiten kann. Natürlich schlaucht das. Seit 3 Wochen sind das Kind und ich abwechselnd krank, mein Mann muss sich viel kümmern. Er ist deswegen ziemlich frustriert und wir haben gestritten was wir sonst wie gesagt eigentlich selten machen.

Ich mache was geht aber ich schaffe es nie, meine Batterien aufzuladen. Und es macht mich traurig, dass mein Mann so unzufrieden ist. Ich habe vor allem Angst dass unser Kind das merkt und auf sich bezieht. Vielleicht übertreibe ich?

Kennt das jemand? Habt ihr Tips?

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Hallo,

Ich kenne das sogar ziemlich gut, bin auch beruflich sehr stark eingespannt und auch ehrgeizig, ich habe bis etwa 19 Monate gestillt und mich dem komplett hingegeben, bei beiden Kindern, ich habe sie bis weit nach dem 1.Geburtstag allein ins Bett gebracht, jeden Abend und war auch danach maximal 1-2 Mal im Monat unterwegs und auch maximal bis 23 Uhr wenn ich mich das überhaupt getraut habe, weil die Kinder da mal wieder trinken mussten. Auch wenig Lust gehabt, auch meine Periode nicht bekommen. Jede Nacht mit Stillunterbrechungen.

Bei beiden Kindern hatte ich irgendwann den Moment, ab dem ich und wir als Familie das nicht mehr wollten und konnten. Ich habe es gern gemacht, aber es war irgendwie irgendwann gut. Ich habe auch die Hinweise meines Mannes ernst genommen.
Also hab ich beide Kinder dann abgestillt, zuerst das Nachtstillen eingestellt. Es gab etwa 3 Nächte lang empörte Proteste, ich habe die Kinder dabei begleitet, es ihnen erklärt und Wasser angeboten. In der 4. Nacht haben beide dann durchgeschlafen und machen es seitdem immer noch nur mit wenigen Ausnahmen.
Das hat mir gezeigt, dass auch sie soweit waren. Ich bilde mir auch ein, dass sie ruhiger schlafen seitdem, weil sie natürlich nachts nicht mehr verdauen und in dem Alter schaffen sie das locker ohne Nahrung.

Es war eine Wiedergeburt für mich persönlich und auch für uns als Paar als ich wieder richtige Nächte und Abende hatte.

Mir ist schon klar, dass jedes Kind anders ist, aber ich würde dich nur inspirieren wollen, in diese Richtung zu denken und zu schauen, welche Schritte die richtigen für euch sind.

Liebe Grüße

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Mein Tipp : abstillen !

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Hallo katatinka, fühl dich erst einmal gedrückt.

Ihr beiden erlebt gerade eine starke Veränderung in euerm Leben. Das, was bislang planbar lief, läuft nun anders. Das was man sich vorgestellt hat, wird verworfen. Das rüttelt am eigenen Weltbild, am eigenen Selbstvertrauen, an den eigenen Zielen. Ich glaube, das geht nicht nur euch so, sondern vielen.

Ihr beiden leistet auch trotz Teilzeit ein enormes Pensum, denn einen Ausschaltknopf für's Kind gibt es nicht.

Was die Paarzeit betrifft... geht euer Kind (bald) in die Kita, zur Tagesmutter/-vater o.ä? Könntet ihr euch vorstellen statt abends einfach morgens Paarzeit zu haben? Einen halben Tag frei nehmen, ein ausgeruhtes Kind betreuen zu lassen und ihr als Paar geht zusammen zum Brunch, Museumsbesuch, Spaziergang oder erlebt ungestörte Intimität, nur eben Vormittags?

Könnt ihr mit oder ohne Kind Alltagsfluchten einbauen? Einfach "out of the box" und ab und zu Dinge tun, die nicht alltäglich sind? Frühstück im Bett, Picknick am Fluss, Wochenende im Hotel (auch mit Kind).

Zum Stillen... ich war auch langzeitstillend, noch über eure Zeit hinaus und habe auch den Unmut des Vaters erlebt. Nur verstehen konnte ich diesen Unmut nicht und habe da auch keine Lösung.

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Danke für deine liebe Antwort. Unser Kind geht seit 4 Monaten in die Krippe und es gefällt ihm dort gut. Die Idee mit dem freien Vormittag finde ich genial. Leider haben wir beide seit Beginn des Jahres echt viele Arbeitstage wegen Krankheit versäumt aber vielleicht geht sich noch ein Urlaubstag aus.

Das mit dem Stillen ist schwer. Ich liege ja schon wieder seit halb 9 im Bett mit dem Kind auf mir. Es wacht bei jeder Bewegung auf. Leider bin ich nicht gut darin, hier konsequenter zu sein :/

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Ich würde dir empfehlen, dich mal damit auseinanderzusetzen, was das nächtliche Stillen mit deinem Kind macht.

Muttermilch ist ja nicht nur Flüssigkeit, sondern schlicht Nahrung. Man sagt, dass spätestens ab dem 1.Geburtstag die Kinder es nicht mehr brauchen, sie können nachts ohne Nahrungsaufnahme klarkommen (so wie wir übrigens auch, keiner steht ja nachts alle paar Stunden auf um zu essen).

Das klingt jetzt hart, so ist es nicht gemeint, aber streng genommen kann dein Kind durch das nächtliche Stillen gar nicht wirklich ruhig schlafen. Wie auch? Sein Insulinspiegel springt ja ständig hoch und runter, sein Verdauungstrakt kommt niemals wirklich zur Ruhe. Für eine gesunde Ruhe muss seine Verdauung auch mal ruhen über Stunden, der Insulinspiegel sich natürlich stabilisieren.
Du nimmst ja nachts auch nicht einen Power-Smoothie zu dir.

Du musst ja nicht gleich ganz abstillen, es kann ja am Tag trotzdem eine schöne Sache sein, aber nachts würde ich es dir herzlich empfehlen. Dein Kind ist aktuell in gewisser Weise davon abhängig, weil es daran gewöhnt ist, aber es ist nachts nur bedingt gut für das Kind. Es sind nur wenige Tage bis die Umstellung durch ist und es wird euch beiden gut tun. Oder zumindest über einen bestimmten Zeitblock, sagen wir von 21 Uhr bis 4 Uhr, die still frei sind. Tu dir nur selbst einen Gefallen und ersetze das Stillen nicht durch Herumschaukeln ;-)
Wie gesagt, ich rede nicht über komplettes Abstillen!

Und keine Sorge, das Kuscheln geht trotzdem weiter und es wird auch immer mal Nächte geben, in denen er auf dir schläft. Nur eben nicht mehr so auf Krampf jede Nacht und man kann es dann auch wieder richtig genießen.

Bearbeitet von ruhiger Schlaf
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Wie sind die Kindheitsmuster deines Mannes? Musste er als Kind viel leisten oder wurde ihm zu wenig zugetraut und er musste sich immer wieder beweisen? Kommt ein solches Muster ("Versagensangst") unbewusst bei ihm durch, so dass er so hohe Anforderungen an euer Kind stellt?

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ja du hast es gut erfasst. er wurde sehr frueh halbwaise und musste auf eigenen beinen stehen bzw sich um andere kümmern. seine mutter, die oma unseres kindes meinte sie war “vielleicht zu hart” zu ihm. unempathisch - “durch dinge muss man durch”

sie kritisiert ihn wie er als kind/jugendlicher war immer wieder. wieso er damals ein nichtsnutz war - jetzt aber ist sie stolz auf ihn, dass doch noch was aus ihm geworden ist.

zu unserem kind ist sie nicht so. auch weil ich ein paar mal sehr direkt eingegriffen habe und ich glaube sie hat nachgedacht. sie sagt es hat sie verändert und sie liebt ihr enkelkind abgöttisch.

absurderweise behandelt mein mann mich überhaupt nicht so! das macht er nur bei unserem kind. für mich hat er immer verständnis.

er ist prinzipiell sehr selbstreflektiert. geht ab märz auf mein drängen hin zu elterntreffs um sich auszutauschen und frust abzulassen. er will ein “super papa” sein und ist mit sich selbst unzufrieden. dabei müsste er gar nicht so viel machen… sondern nur mal entspannen…

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Ich schau ganz Kküchentischpsychologisch weiter (ich bin kein Profi, ich kann auch falsch liegen).

Oh, das ist heftig, was die Mutter da von sich gab. Eigene Überforderung in der Witwenrolle, die sie am Kind ausließ?

Durch dich findet dein Mann Halt. Er hält aber auf tragische Weise in der Kindheit erlebt, wie fragil eine Beziehung zwischen Erwachsenen sein kann, wie schnell alles vorbei sein kann. Ist ihm deswegen die Paarebene so wichtig? Hat er Angst, dich zu verlieren?

Er hat kein oder nur wenig väterliches Rollenvorbild. Er kann sich weder daran orientieren, wie sein Vater zu sein, noch genau das Gegenteil sein zu wollen. Er muss sich seine Vaterrolle komplett selbst erarbeiten. Das ist mit Sicherheit nicht leicht. An seiner Rolle als Vater aber wird er gemessen und bewertet, von seiner Mutter, von der Gesellschaft, von dir(?). Das baut Druck auf, alles soll klappen, denn sonst kommt die Erinnerung an "Nichtsnutz" wieder aus der Erinnerung hervor.

Wie gesagt, ich mutmaße nur.

Ich wünsche euch, dass ihr viel Zeit zum Reden findet. Vllt. findet ihr noch mehr unbewusste Muster, die euch gerade im Wege stehen.

Kleiner Buchtipp noch am Rande, der auf ähnliches eingeht: "Das Buch von dem du wünschtest, deine Eltern hätten es gelesen" von Philippa Perry.

Ich wünsch euch alles Liebe und sage für heute gute Nacht.

Bearbeitet von kkjj
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Ich schreibe das oft bei den Beiträgen, wo das Familienleben eigentlich gut war vor dem Kind, aber die Streitereien nicht aufhören seitdem das Kind da ist:

Nimmt euch Zeit für eine Paar- bzw. Familienberatung.

Die Probleme in den ersten Kinderjahren sind bei Paaren oft dieselben: Beide sind überstrapaziert. Wenig Zeit zu zweit. Verschiedene Vorstellungen im Umgang mit Kind. Viele Streitereien, die dazu noch kräftezehrend sind.

Ich möchte behaupten, wir sind nicht gemacht für solche Extremsituationen und auf der anderen Seite gibt es professionelle Hilfsangebote, die sich tagein und tagaus mit genau diesen Probleme beschäftigen.

Aus der Ferne kann ich zu euren Problemen sagen, für mich klingt es als seid ihr bei vielen Dingen, was euer Familienleben und dem Kind betrifft noch nicht auf einen Nenner. Diese Dinge müsste man durchsprechen. Wenn es aufgrund der hohen Belastung nicht geht ohne Eskalation, nimmt euch externe Hilfe in Anspruch bevor diese Streitereien eure Beziehung nachhaltig schadet.

Bearbeitet von Cassie88
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Gemacht sind wir nicht für kleine Kinder UND arbeiten gehen. So einfach ist das.
Wenn der Staat das Geld sinnvoll einsetzen würde, könnte jede Mama viel länger bezahlt zu Hause bleiben. Und heute muss man ja schreiben, Mutter oder Vater, km politisch korrekt zu bleiben.

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Ich denke, das kommt auf die beteiligten Personen an.

Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit, ich in einer Führungsposition und unser Kind ist 1,5 Jahre alt. Rein vom zeitlichen und organisatorischen Aufwand empfinde ich die Belastung als machbar. Jedoch sind mein Mann und ich ein eingepieltes Team, da gibt es keine kräftezehrende Streitigkeiten (nur sehr selten).

Aber auch im ersten Jahr nach der Geburt unseres Kindes, obwohl wir schon fast 15 Jahre zusammen waren und sehr gut aufeinander eingestellt waren, sind wir uns ganz schön in die Haare gekommen. Mit der Belastung vom Kind dazu, waren wir oft nicht in der Lage konstruktiv zu streiten, wie wir es alle Jahre davor konnten. Zum Glück hatten wir die Kurve relativ zügig bekommen, aber ich finde, das muss man nicht alleine als Paar. Viele Probleme sind auf der Metaebene, mit Kind werden auch tiefgehende eigene Probleme getriggert und das ist nicht immer leicht alles auseinander zu halten und konstruktiv zu bleiben. Da hilft jemand, der einen Blick von außen hat. Der diese Abzweigungen im Streit direkt erkennt und anspricht.

TE schreibt von den Problemen von ihrem Partner als Kind. Das konnte ich mir gut vorstellen als ich den Anfangspost gelesen habe. Der ottonormalsterbliche Mutter / Vater ist Laie und kann nur bedingt mit solche Probleme beim Partner konstruktiv umgehen - es mag sein, dass es geht, wenn wir ausgeschlafen und voller Kraft sind - aber nicht, wenn wir selbst völlig fertig und am Ende sind und evtl noch eigene emotionale Probleme mitschleppen.

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Ich habe nicht gestillt. Ich habe 3 Kinder und bin da eiskalt. Männer können kommen und gehen. Kinder bleiben ein Leben lang. Ich würde niemals meinen Mann über die Kinder stellen. Heißt: Ich würde niemals meinen Kindern etwas wegnehmen, das ihnen gut tut, nur, weil mein Mann das will. Und die Konsequenzen wären mir egal.

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Ohmann das ist doch wiedermal völliger Quatsch. Der Mann verlangt ja nicht das 3 Monate alte Baby abzustillen sondern ein Kind das 1 3/4 ist und die Milch rein medizinisch gesehen auch nicht mehr brauchen würde, sie ist ein guter Snack hat aber medizinisch ab jetzt keine Vorteile mehr. Da muss man doch das Gesamtbild betrachten. Eine Partnerschaft ist nunmal auch wichtig. Ich kann schon verstehen dass es blöd ist wenn Mama ab halb 9 mit Kind im Bett liegt das ständig nuckeln möchte und man nicht mal abends Paarzeit hat. Gut im Babyjahr hält man das natürlich aus, fürs Baby, irgendwann muss man aber ja auch mal einen Schlussstrich ziehen und mit fast 2 Jahren wärs doch mal ein guter Zeitpunkt. Wenns für alle passt kann man das natürlich länger ziehen, hier stört es aber das Familienleben

Bearbeitet von Inaktiv
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Gestern war eigentlich eine Ausnahme, weil mein Mann nicht zuhause war. Wenn er zuhause ist kümmert er sich bis ca 23 Uhr um unser Kind, da er es schneller beruhigen kann. Er bringt es auch seit Monaten zu Bett, weil es bei mir einfach viel länger dauert. Ab 23 Uhr bin dann erst ich zuständig. Ab da kann nur ich ohne viel Schreierei beruhigen… aber natürlichbist es trotzdem nicht ideal.

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Hallo,
Ich habe nicht alle Kommentare gelesen, möchte dir aber eine ganz wichtige Sache sagen.

Du genügst!

Und immer wenn in dir der Gedanke aufploppt: ich genüge nicht, ich werde nicht allem gerecht, ich schaffe nicht alles, dann sage dir selbst ganz deutlich:

Ich genüge.

Das finde ich ganz wichtig. Momentan, mit einem so kleinen Kind, ist es ein absoluter Ausnahmezustand. Mit Job, Krankheit, großer Bedürftigkeit des Kindes. All das wird sich mehr oder weniger schnell ändern und auf ein neues Normal einspielen. So lange müsst ihr alle geduldig sein. Und auch dein Mann mit dir. Sage ihm auch: ich genüge. Ich tue, was ich kann.
Wenn du nicht abstillen willst, tu es nicht. Tue nichts, womit du dich unwohl fühlst. Das alles kommt von alleine (wieder).

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Vielen Dank für eure lieben, ehrlichen Antworten. Ich habe einiges mitgenommen. Wir werden auf jeden Fall versuchen, Paarzeit nochmal bewusster zu planen.

Das Abstillen ist ja schon halb im Gange, aber weil mein Kind jetzt so lange krank war gab es hier wieder einen Rückfall.

Das Gute ist, mein Mann und ich sind nie lange böse und wollen beide, dass es uns allen gut geht. Wir wollen beide an der Situation arbeiten und sind einfach nur wirklich stark erschöpft.

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Keinesfalls böse gemeint, aber dies ist der Beginn von „ Helikoptern“.
Dein Kind ist alt genug, um geregelte Mahlzeiten angewöhnt zu bekommen.
Alle Bedürfnisse dem Kind anzupassen & sich selbst nur noch zum funktionieren zu zwingen, geht eine Zeit lang gut, danach folgen die Konsequenzen.
Du verlierst dich gerade in viel Emotionalität, dein Partner betrachtet die Gesamtsituation rational.
Kindern reicht es, geliebt zu werden, sie brauchen sicheren, klaren Halt & keine Mütter, die sich durch Socialmedia genährten „ Standards“ zur Erschöpfung bringen.
Nähre deine Bedürfnisse, übergehe nicht die deines Partners nach Paarzeit und finde das Vertrauen in dir selbst, das deinem Kind gutgemeinte Überhütung mehr schadet in der Zukunft…im Erwachsenwerden,..als du dir jetzt vorstellen kannst.

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Einen Teil dieses Kommentars unterstütze ich, nämlich dass es um die Bedürfnisse aller geht.

Einen anderen Teil unterstütze ich nicht. Ich sehe die Fragestellerin als empathisch, nicht als helikopternd gegenüber ihrem Kind und gegenüber allen in ihrer kleinen Familie.

Und gerade die Kinder, die in den ersten Jahren empathisch begleitet wurden, haben später genug Selbstwertgefühl, um selbstständig und einfühlsam gegenüber anderen zu agieren.