Unterhalt -Kind bei Vater- Mangelfall

Hallo,

Vielleicht erhalte ich hier eine Antwort, die mir weiterhilft.

Das Kind meines Mannes wohnt seit längerem bei uns.

Nun forderte er von der Mutter des Kindes Unterhalt (wollte das erstmal privat ohne Anwalt, Jugenamt ausmachen) Sie ist verheiratet, arbeitet Teilzeit (Ca 30h/Woche) und hat noch ein weiteres minderjähriges Kind (4). Bisher war das Verhältnis zu ihr auch recht gut.
Sie antwortete, sie könne maximal 100€ zahlen. Da war ihm zu wenig und er lies das Jugendamt den Unterhalt ausrechnen. Er bekam nun den Bescheid, sie müsse monatlich 180€ zahlen.

Nun zu meiner Frage, da beim zuständigen Jugendamt derzeit keiner erreichbar ist:

Wird die Mutter aufgefordert, mehr zu arbeiten um mehr zu verdienen (um mehr zahlen zu können)? Ist der Unterhalt jetzt so fest, bis das Kind volljährig ist? Solche Informationen standen in dem Brief vom Jugendamt nicht drinnen und hätten uns nun schon interessiert (ob die Chance besteht, irgendwann mehr Unterhalt zu bekommen).
Wir kommen mit dem Geld schon irgendwie hin, aber das Kind wird immer teurer (Auslandsklassenfahrt, Hobbies,...)

Natürlich wird mein Mann auch weiterhin versuchen, den Zuständigen zu erreichen.

Ich hoffe, auf eine hilfreiche Antwort.

Ciao!

Hallo,
Ich würde an eurer Stelle nach Düsseldorfer Tabelle googlen. Es gibt Altersklassen. Ein älteres Kind bekommt mehr Geld. Neben der Errechnung des Zahlbetrages würde ich über das Jugendamt bei der Mutter einen Unterhaltitel einfordern. Somit ist mehr Sicherheit gegeben.

Ich weiß nicht, ob die Frau zur Mehrarbeit aufgefordert werden kann. Ich vermute, dass es schwer wird.

Bekommt dein Mann bereits das Kindergeld für den Sohn?

Grüße

Hallo,

Danke für deine Antwort.

Ja, mein Mann hat gleich nach dem Umzug des Kindes das Kindergeld bekommen. Mit der Unterhaltsforderung hat er sich etwas Zeit gelassen.
Laut DDT stünden dem Kind 355€ monatlich zu...

Was dem Kind zusteht ist immer so eine Sache. Kaum ein Elternteil, der Unterhalt zahlen muss, kann diesen Betrag aufbringen.

Mein Ex kann für 2 Kinder nur 150 Euro zahlen. Das wäre laut Düsseldorfer Tabelle nicht mal die Hälfte für ein Kind.

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Bei uns war das ähnlich. Beide Kinder meines Mannes aus erster Ehe leben bei uns. Die Mutter wurde von ihm mehrmals gebeten, einen Vorschlag zu machen, was sie an Unterhalt zahlen könnte. Sie hat monatelang nichts von sich gegeben. Dann hat mein Mann den Unterhalt über das Gericht regeln lassen. Sie zahlt ca. 240 Euro für beide zusammen.

Unterhalt erhöht sich ja mit dem Lebensjahr des Kindes. Ich denke, ihr müsst den dann immer wieder neu anpassen lassen.

Ist das vom Jugendamt auch ein Unterhaltstitel?

Es kann durchaus sein, dass sie in Abständen aufgefordert wird, mehr zu verdienen.

Hallo Stiefmutti,

ich kann mich nur den Vorbeiträgen anschließen. Es gibt beim Jugendamt entsprechende Berechnungsgrundlagen und die Kindesmutter muss ihren Verdienst offenlegen.
Ich möchte nur einen weiteren Aspekt hineinbringen: Wenn die Kindesmutter wenig verdient und noch ein weiteres kleines Kind hat, dann ist die Frage, ob entsprechende Zahlungen nicht auch zu persönlichen Differenzen und einer Anspannungssituation führen könnten, die einem friedlichen Miteinander abträglich sind.
Es handelt sich um eine Differenz von 80 Euro. Vielleicht kann man sich auf 140 Euro statt 180 einigen, guten Willen zeigen und damit langfristig die vorab gute Beziehung wieder aufnehmen?

Viele Grüße und alles Gute,
Melanie Matzies-Köhler