Einmal Sterngucker = immer Sterngucker?

    • (1) 22.03.17 - 21:15

      Hallo liebes Hebammen-Team #herzlich

      eine Frage, die mich seit der Geburt meiner Tochter beschäftigt, kommt jetzt verstärkt wieder hoch. Ich habe bisher zwei Kinder geboren, beide kamen in der hinteren Hinterhauptslage zur Welt. Nach der Geburt meiner Tochter meinte meine Nachsorgehebamme, dass mir das u. U. mit jedem weiteren Kind blühen könne und dass mein Beckenschiefstand eine Rolle spielen könnte. Viel drauf gegeben hab ich eigentlich nicht, ganz im Sinne von "Jede Schwangerschaft ist anders". In ca. 5 Wochen (+/- 2) erwarte ich unser drittes Kind und bei der letzten VU hab ich mal meine Frauenärztin dazu befragt, was sie von der Aussage meiner Hebamme hält und sie meinte, dass das auch ihre Erfahrung sei. Da wurde mir schon etwas flau.. Gestern hab ich es dann endlich mal zur Geburtsanmeldung in das Krankenhaus geschafft, in dem ich entbinden möchte und bei der Anamnese mit der Hebamme dort kamen auch die beiden bisherigen Geburten zur Sprache und als ich sie fragte, ob das denn so stimmt, was meine Hebamme und meine Frauenärztin da sagten, hatte sie dem ebenfalls zugestimmt und wenn ich ehrlich bin, bekomm ich es jetzt doch etwas mit der Angst zu tun #zitter
      Das ist eine machbare Lage, das weiß ich auch. Doch bei beiden Geburten kam es auch zu teils erheblichen Verletzungen und bei beiden Kindern dauerte die Austreibungsphase auch recht lang, beim Sohn wohl etwa eine dreiviertel Stunde lt. meinem Ex, bei der Tochter ca. eine halbe Stunde. Bei der Geburt meines Sohnes bin ich knapp daran vorbei gekommen, dass er mit der Saugglocke geholt wird, es wurde aber auch ordendlich von oben mit nachgeholfen. Er war die ersten Minuten nach der Geburt auch noch sehr blass und schlapp weil die Herztöne auf die letzten Meter ziemlich in den Keller gingen. Als meine Tochter geboren wurde, war der Arzt schon sehr nervös und stellte mir einen Kaiserschnitt in Aussicht, weil ich am pressen war wie ein Tier und die Kleine einfach nicht richtig herunter rutschte. Irgendwie klappte es zum Glück dann doch noch, quasi in letzter Sekunde bevor er das OP-Team zusammengetrommelt hätte. Obwohl die Herztöne meiner Tochter fast durchgängig absolut in Ordnung waren. Sie war direkt nach der Geburt auch deutlich fitter und rosiger als der große Bruder Ich hatte in den Presswehen aber unheimlich große Angst, dass ich es nicht schaffe und nur dank meiner Hebamme, die alles dafür getan hat, dass die Kleine doch noch normal kommt, hab ich es auch geschafft. Nun droht also nach Erfahrung von drei Fachfrauen eine dritte Sternguckergeburt und ich würde gern mal wissen, wie Sie das so als Team sehen? Stimmt das wirklich, dass mit jedem weiteren Sternguckerkind die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, dass auch das nächste eines wird? Gibt es irgendwas, womit ich das nicht doch noch verhindern kann? Meine Frauenärztin meinte zwar, dass man das im Vorfeld nicht wirkich vorhersagen kann, in welche Richtung sich das Kind unter der in das Becken einstellt aber ich habe ncoh ein letztes Fünkchen Hoffnung, dass es sich irgendwie vermeiden lässt.. #gruebel Haben Sie vielleicht ein paar Tipps? Und wie sehen Ihre Erfahrungswerte aus? Stimmen Sie den Aussagen Ihrer Kolleginnen und der Frauenärztin zu?

      Herzliche Grüße, Cat mit Zwerg und Herz und Käferchen im Bauch

      • Hallo catwoman,

        ich stimme meinen Kolleginnen zu. Es liegt wahrscheinlich daran, das im Becken etwas vorsteht, was die Kinder in die Lage bringt.
        Zu deiner Beruhigung, jetzt haben es schon zwei Kinder geschaffft und haben den Weg so zusagen vorbereitet und das Team weiß von den Sternguckern.
        Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht zum Problem wird.

        Alles Gute
        Hebamme Sarah

        • Hallo Sarah, vielen lieben Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben um mir zu antworten, auch wenn ich auf eine andere Antwort gehofft hab ;-) Aber wozu anschwindeln, wenns denn so ist..

          Tatsächlich ist es insofern beruhigend zu wissen, dass das Geburtsteam zum Zeitpunkt der Entbindung dann wohl von der Besonderheit weiß, das stimmt allerdings. Steht zu hoffen, dass dieses dann auch entsprechend reagiert, bei der Geburt meiner Tochter fühlte ich mich schon ein wenig vom Arzt unter Druck gesetzt, wenn ich ehrlich bin :-(

          Ich hoffe nach wie vor, dass die kleine Dickmadame (heute bei der VU wurde sie bereits auf 2800 g geschätzt #gruebel) sich dazu entschliesst, den bequemeren Weg zu wählen. Ich bin froh, dass dann die Familienplanung abgeschlossen ist und ich mir danach keine Gedanken mehr darüber machen muss, in welche Richtung sich mein Kind unter der Geburt einstellen wird.

          Herzliche Grüße, Cat :-)

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