Risiko von Nabelschnurvorfall bei Blasensprung wegen Querlage (38.SSW.)

    • (1) 26.03.17 - 15:11

      Hallo,
      ich bin 46 Jahre alt und heute bei SSW. 37+2. (ET 14.04.2017) Habe vor 23 und 18 Jahren ohne Probleme spontan entbunden, in der 38. bzw. 39.SSW. Zudem 3 FG, davon ein Spätabort in der 16.SSW. welcher mit vorzeitigem Blasensprung begann.

      Bis zur 32. SSW lag mein Baby konstant in der Querlage. Seit der 33.SSW wechselte er häufig von der Schädellage in die Querlage, Kopf mal links mal rechts.

      Wegen verdacht auf Makrosomie, war ich zur Kontrolle in der Uni-Klinik Frankfurt.

      (Messungen: 35.SSW = 2863g, 36.SSW = 3550g, 38.SSW = 3332g)

      Die Fruchtwassermenge ist laut FA "grenzwertig", laut Klinik "leicht über der Norm". Darum soll am Dienstag ein großer Zuckertest durchgeführt werden. Ich hatte bereits in der 27. SSW und der 33.SSW kleine Zuckertests, beide unauffällig. (109 und 130)
      (Seit der 35.SSW. meide ich Zucker und Weißmehl.)
      Aufgrund der häufigen Lagewechsel hält die Klinik eine äußere Wendung für unnötig, da er sich vermutlich wieder zurück drehen würde. Er ist halt sehr aktiv. Ursachen dafür, dass er nicht ins Becken rutschen möchte, wurden nicht gefunden, vermutet wird die höhere Fruchtwassermenge.

      Ich soll nun entscheiden, ob ich in kürze einen Kaiserschnitt möchte, oder auf das Einsetzen der Wehen warte, in der Hoffnung, das er dann richtig liegt, dabei aber das Risiko von einem vorzeitigem Blasensprung mit möglichem Nabelschnurvorfall eingehe.

      Natürlich würde ich gerne wieder spontan entbinden, möchte aber auch nicht, das mein Kleiner bei einem möglichem Blasensprung mit Nabelschnurvorfall erstickt. Wie groß ist das Risiko, oder die Warscheinlichkeit dafür?
      Ich weiß, das ich mich beim Blasensprung sofort an Ort und Stelle hinlegen soll, mit hochgelagertem Becken und den Rettungswagen rufen soll. Mache mir aber Sorgen, ob das dann auch so machbar ist. Ob ich was greifbares zum Becken hochlagern zur Hand haben werde und wie ich dann die Rettungssanitäter rein lasse, wenn ich gerade allein Zuhause bin, oder es auch unterwegs passieren würde...

      Wäre es leichtsinnig keinen Kaiserschnitt zu machen?

      Falls ende der kommenden Woche doch schon ein Kaiserschnitt anstehen würde, macht der große Zuckertest am Dienstag, so kurz vor der Geburt überhaupt noch Sinn, wo ich bereits auf Zucker und Weißmehl verzichte und die kleinen Tests unauffällig waren? Schade ich meinem Kind mit dem plötzlichem Zuckerschock nicht mehr, als das es nützt? Sollte er auffällig sein, würden die wenigen Tage mit Insulin doch den Stoffwechsel sicher nicht so verändern, das mein Kind nach der Geburt dann nicht unterzuckern würde, oder?

      Vielen Dank schon jetzt für ihre Antwort!
      Liebe Grüße
      Renie (38.SSW.)

      • Hallo Renie,

        der Zuckertest macht auf jeden Fall Sinn, denn falls du SS-Diabetes, muss dein Kind besonders beobachtet und auch getestet werden.

        Du solltest dein Handy in der Tasche haben für den Fall, dass du einen Blasensprung hast. Falls du einen Blasensprung bekommst, ist es wahrscheinlich das er abends, nachts oder frühmorgens passiert, es ist ehr selten, dass es am Tag, an der Kasse usw passiert.
        Du solltest auf jeden Fall liegen bleiben, allerdings kann ich dich etwas beruhigen, bei einem geschlossenen Muttermund ist die Gefahr für das Kind geringer.
        Die Geburt kann auch ohne BS beginnen und je nach dem wie das Kind liegt, könnte man in der Klinik die Blase kontrolliert eröffnet.

        Alles Gute
        Hebamme Sarah

        • Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort!
          Vorallem der Hinweis auf den noch geschlossenen Muttermund, macht das ganze etwas entspannter. Morgen wird dann der große Zuckertest gemacht.

          Heute bin ich nochmal in die Klinik, weil noch Fragen offen waren. Dabei wurde dann gleich noch ein Ultraschall gemacht und siehe da, .... er lag nun in Beckenendlage und die Nabelschnur war nicht mehr vor dem Muttermund. Natürlich kann sich die Lage auch schnell wieder ändern. Er turnt halt noch immer fleißig rum. Darum soll ich mich auch weiterhin bei einem Blasesprung hinlegen, Becken hochlagern und den Krankenwagen rufen. Vom Kaiserschnitt wurde nun erst mal abgesehen. So kann ich nun doch auf das einsetzen der Wehen warten. Vor der Geburt wird noch mal nach der aktuellen Lage geschallt und entschieden.

          Der kleine Mann macht es auch wirklich spannend bis zum Schluß :-D

          Viele liebe Grüße
          Renie

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