Progesteron und Gebärmutterhalskrebs

    • (1) 14.03.17 - 22:17

      Da mir leider beide Eileiter entnommen werden mussten, bin ich jetzt auf eine IVF angewiesen!
      Die erste IVF und die erste Kryo waren leider negativ! Bei der ersten IVF habe ich das Progesteron - morgens und abends je eine vaginal - gut vertragen! Bei der darauffolgenden Kryo hatte arge Probleme damit! Vielleicht auch vom Kopf gesteuert, hat es mir teils starke abstoßende Schmerzen bereitet! Nach absetzen und der darauffolgenden Periode hatte ich auch beim benutzen des Tampons leichte empfindsame Schmerzen.
      Natürlich habe ich auch Angst, wieder an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken! Diagnose PAP 4a - daraufhin Konisation mit der Diagnose carzinom in sito!

      Ist die Einnahme von Progesteron Krebs fördernd oder mache ich mir unnötig sorgen?

      • Liebe Yessman,

        es tut mir sehr leid, dass Du auf dem Weg zu Wunschkind so viele negative Erfahrungen machen mußtest!

        Progesteron ist ein Hormon, was zum Aufbau und zum Erhalt der Gebärmutterschleimhaut gegeben wird. Es wirkt also IM Gebärmutterkörper.
        Natürlich verändern die Progesteron-Zäpfchen auch das Scheidenmilieu. Viele Frauen berichten, dass sie empfindlicher sind und das Einführen (von Zäpfchen, Tampons, dem Ultraschallkopf) zunehmend unangenehmer wird. Leider ist das eine bekannte Nebenwirkung.

        Der Gebärmutterhalskrebs unterscheidet sich biologisch grundlegend vom Gebärmutterkörperkrebs. Er geht von einem anderen Gewebetyp am Gebärmutterhals aus und wächst NICHT hormonabhängig. Darum spielt die Anwendung von Hormonen, in Deinem Fall Progesteron, für den Gebärmutterhals keine Rolle.

        Wichtigster Risikofaktor für das sog. Zervixkarzinom ist die Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV), aber auch Rauchen, Adipositas, wechselnde Geschlechtspartner und viele Schwangerschaften spielen eine wichtige Rolle.

        Ich wünsche Dir, dass Du schnell und komplikationslos schwanger wirst. Alles Gute!
        Julia aus dem Team Dr. Kolsch

        • Vielen lieben Dank für diese ausführliche Antwort! Jetzt bin ich zukünftig nicht mehr ganz so ängstlich bei der Verwendung von Progesteron und werde die Nebenwirkungen einfach auf mich nehmen im dem Wissen, das sie mir nicht schaden

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