Vanishing-Twin-Syndrom: 13+6 schwanger, 1 Zwilling starb 6-7 SSW.

    • (1) 18.03.17 - 10:47

      Sehr geehrte Frau Doktor,

      ich hatte gestern die Nackenfaltmessung und habe dort erfahren das mein Baby ein Zwilling gewesen wäre. War natürlich traurig um den zweiten aber froh das es dem anderen gut geht! Die Ärztin im KH meinte es würde dem anderen Zwilling nicht schaden (Embryonale "Reste", Dottersack und Fruchthöhle waren noch sichtbar- gestorben ca 6-7 SSW, hatte Blutungen in der 6 SSW). Die Nackenfaltmessung hat ohne Blutbefund (da anscheinend in dem Fall nicht möglich) ein sehr gutes und geringes Down- Symptom Risiko ergeben. Auch der Rest sah unauffällig aus. Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung ist erhöht und aus dem Grund hat sie mir Thrombo Ass 150 mg täglich verschrieben.

      Habe nun aber im Internet in mehreren Berichten gelesen das das Risiko für den zweiten Zwilling das er auch krank ist und mit Fehlbildungen geboren wird erhöht ist.

      (zehnfach höheren Risiko für Gehirn-Lähmungen, Herzfehler und andere Geburtsdefekte)

      Mach mir nun Sorgen um mein gesundes Baby. Habe nächste Woche einen Termin bei meinem Frauenarzt den ich darauf nochmal absprechen möchte.

      Was meinen Sie und wie ist Ihre Erfahrungen bei Vanishing-Twins? Ist das zweite meist gesund?

      Vielen Dank und mfg Melanie

      • PS. Bin direkt nach einer FG in der 8 SSW schwanger. Weiß nicht ob das irgendwas zu bedeuten hat das nun wieder eins der beiden Babys gestorben ist. (Bin 22 Jahre jung)

        Hallo Melanie,
        zunächst einmal mein Mitgefühl über den Verlust des einen Zwilling.Aber auch herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und des guten Test-Ergebnisses
        Ich verstehe, dass die Untersuchung ein gemischtes Gefühle hinterlassen hat.

        Verstirbt ein Zwilling so früh, muss man sicher nicht mit Komplikationen rechnen. Da die meisten Zwillingsschwangerschaften dichorial sind (zwei getrennte Plazenten) sind die Kreisläufe beider Embryos getrennt und auch das Erbgut ist so unterschiedlich wie bei normalen Geschwistern, d.h. kein erhöhtes Aneuploidie-Risiko für den verbleibenden Zwilling.
        .
        Verstirbt ein Zwilling (monochorial und dichorial) jedoch später im 2. oder 3. Trimenon, kann es zu einer sog. Enzephlomalazie und anderen Komplikationen wie Frühgeburtlichkeit kommen.
        Bei den selteneren monochorialen Zwillingen gibt es ein ca. 4-fach erhöhtes Risiko für Herzfehler und andere Fehlbildungen.

        Vielleicht kann Ihnen Ihre Frauenärztin anhand des Ultraschallbildes sagen, ob es monochoriale- oder dichoriale Zwillinge waren.

        Alles Gute!

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