Nach Geburt will ich das Baby wieder im Bauch haben

    • (1) 05.08.18 - 21:17

      Hallo zusammen.
      Ich habe ein komisches Anliegen. Ich habe letzten Donnerstag ein quicklebendiges kleines Mädchen entbunden. Meine Schwangerschaft verlief so weit ganz ok. Ich habe genau 7 Tage übertragen. Und zu dem Zeitpunkt konnte ich es kaum erwarten, meine Maus in den Armen halten zu dürfen.

      Von Beginn: ich hatte einen Kontrolltermin im Spital, da der errechnete Termin überschritten war und meine FA in die Ferien ist. Es wurde ein CTG geschrieben aber es war keine Wehentätigkeit ersichtlich. Die Herztöne vom Baby waren aber alle super. Also wurden wir drei Tag später wieder einbestellt. Am nächsten Tag - es war ein Dienstag- hatte ich mittags einfach einen Blasensprung. Wir sind direkt ins Spital gefahren. CTG - keine Wehentätigkeit. Also wurden wir auf den nächsten morgen zur Einleitung einbestellt. Am nächsten morgen um 11 Uhr wurde wieder ein CTG ohne Wehentätigkeiten geschrieben. Und ich bekam eine Tablette. Zwei Stunden später noch mal zwei und 1,5 h später noch mal zwei. Es tat sich einfach nichts. Ich wurde direkt am Morgen stationär aufgenommen. Abends wurde wieder ein CTG geschrieben jedoch wieder mit einer geradezu „Nulllinie“...

      Mein Freund ist dann nach Hause gefahren. Gegen 23 Uhr habe ich wahnsinnige Krämpfe bekommen. Es wurde ein CTG Geschrieben -Keine Geossartigen Wehen. Ich habe Zäpfchen bekommen, die das alles hemmen sollten. Auf Station konnte ich nicht schlafen (war zu diesem Zeitpunkt über 48h wach). Habe dann eine leichte Schlaftablette bekommen. Gegen drei Uhr nachts hat ich Krämpfe, sodass ich nur geheult habe. Wurde dann von Station in den Gebärsaal gefahren. CTG geschrieben. Endlich Wehen. Habe meinen Freund angerufen. Er ist dann ins Krankenhaus gekommen. Zu diesem Zeitpunkt hat die Schlaftablette gewirkt. Ich habe intravenös ein Schmerzmittel verabreicht bekommen. Die Hebamme tastete um vier Uhr zwei Fingerbreit am MUMU. Meinte noch das wird etwas dauern. Ich bin immer wieder weggesackt. Ihrem Vorschlag in die Wanne zu gehen, nahm ich dankend an. Kurz vor sieben fragte ich nach noch mehr Schmerzmitteln Bzw. EinE PDA. Sie meinte nach Schichtwechsel bekomm ich noch was. Die neue Hebamme wollte mich dann untersuchen und meinte um 7 Uhr dass es zu spät sei ich jetzt pressen müsste. Benommen durch die Schlaftabletten habe ich mein bestes getan. Konnte einfach aber nicht mehr. Für die letzte wehe wurde mir ein Dammschnitt (nach Absprache) geschenkt. Meine Kleine schlüpfte raus und wurde mir auf die Brust gelegt. Sie hat nur kurz aufgeschrieen mir dann aber tief in die Augen geschaut und gelächelt. Danach lag sie ruhig auf mir drauf. Es stellte sich heraus dass ich Geburtsverletzungen davon getragen wurde und es wurde etwas hektisch. Mein Freund ist raus weil er sich das alles nicht anschauen könnte. In dem Moment habe ich nur gedacht was mit meiner Tochter passiert. Ich wollte festlegen (alleiniges Sorgerecht) dass wenn mir was passiert, meine Mutter sich um das Kind kümmern soll. Die Familie von meinem Freund scheint nicht ganz normal zu sein.
      Etwa zwei Tage später lag ich auf Station und habe meinem Baby beim schlafen zugeschaut. Ich habe vor Glück geweint. Nun bin ich zu Hause. Und ich habe eine innere Leere in mir. Ich wünschte die kleine wäre wieder in meinem
      Bauch. Wo ich sie treten spüren kann. Wo ihr Popo einfach ausgestreckt wird und komische Beulen bildet. Ich zweifle nicht an mir und weiß, dass ich mich gut um meine Prinzessin kümmere. Aber das Gefühl die Hand auf dem Bauch zu haben und es ist nichts drin, lässt mich einfach heulen. Ich habe eine Woche nach der Geburt Nahe zu mein Startgewicht (vor SS) wieder. Und es erinnert wenig an ein Babybauch. Ich versuche do oft es geht die kleine auf meine Brust zu legen. Sie schläft auch sofort ein und wir können so 3-4 h liegen. Aber ich weiß dass ich dadurch mein Kind verziehe so dass sie so nie in ihrem Bett schlafen wird. Ich habe das Gefühl mein Kind verloren zu haben obwohl sie vor mir liegt. Auch habe ich das Gefühl sie wenn sie in meinem Bauch ist, dass ich sie vor der Komischen Familie meines Freundes schützen kann. So sind mir irgendwo die Hände gebunden. Auch wenn ich zu gewissen Personen den Umgang verwehre. Ich weiß einfach nicht weiter. Ich könnte jedesmal wenn ich eine ruhige Minute habe heulen. Auch jetzt. Habt ihr ähnliche Erfahrungen?
      -

      • (2) 05.08.18 - 22:51

        Hallo, du hast deine Frage hier an die Frauenärztin gestellt. Ich denke, es wäre gut, wenn du sie nochmal im Bereich „Forum“ stellst. Dort werden dir andere Mädels bestimmt auch gern antworten und ihre Ansichten teilen. Es gibt bestimmt einige die das selbe fühlen wie du. Ich gratuliere dir zur Geburt deiner Tochter und wünsche euch alles alles Liebe 🍀☺️

        • (3) 06.08.18 - 22:30

          hallo a.,

          Glückwunsch zur Geburt! Aber ich denke sie sollten dringend ihre Probleme jetzt nach der Geburt mit ihrer Hebamme oder einer vertrauten Person besprechen. Auch Familienberatungszentren wie pro Familie sind für solche Probleme /Gefühlslagen da. Sollte es ihnen immer schlechter gehen wenden sie sich auch an ihrem Arzt. So etwas kann mal in eine Wochenbettdepression abrutschen und Hilfe erfordern! Meinungen oder Erfahrungen mit andern Müttern besprechen sie bitte nicht im Expertenforum. Alles gute!
          fw

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