6ssw und um Eisprung Ansteckung Ringelröteln

    • (1) 24.05.17 - 16:37

      Ich bin ganz frisch, nach stimulation mit Puregon, schwanger.
      Heute bin ich bei 5+4. Die fruchthöhle konnte man am Montag mit 7,8 mm sehr gut sehen. Leider ist meine Freude sehr getrübt...

      Im Kindergarten meiner jüngsten gab es Ringelröteln und ich muss sie kurz vor bzw.um den Eisprung eingefangen haben. ES+ 2 fing es an, dass es mir sehr schlecht ging: Kopfschmerzen, nächtliches Schwitzen, Schwindel und Übelkeit. An ES+8 hatte ich kurz Ausschlag, der wie eine Allergie aussah. Ab da ging es mir wieder besser.
      Erst im Nachhinein sah ich den Aushang im Kindergarten. Jetzt hat es tatsächlich geklappt und seid ES+13 testete ich positiv.
      Montag bestätigte meine FÄ die Schwangerschaft, nahm Blut zur Vorsorge ab und rief mich heute an...

      Die Igg und igm Werte für Ringelröteln sind positiv, was auf eine kürzliche oder akute infektion hindeutet. Meine FÄ macht mir keine Hoffnung und geht von einer Fehlgeburt aus. Ich habe wahnsinnig Angst, dass wäre die 3 für diese Jahr. Muss ich damit rechnen, oder war die Ansteckung vor Einnistung früh genug, dass es gar nicht zum Baby kommt.?

      • Hallo talla80,
        ich kann Ihre Sorgen sehr gut verstehen und leider werde ich Ihnen nicht konkret weiterhelfen können. Tatsächlich ist eine Infektion zu diesem frühen Zeitpunkt ungünstig. Leider finde ich so gut wie keine Literatur, wie hoch das Risiko für eine Fehlgeburt perikonzeptionell tatsächlich ist. Es wird nur "gehäuft" von Aborten gesprochen. Die Gesamt-Infektionsrate des Feten wird mit 30% angegeben, die Rate an Anämien/Hydrops mit 11% im II. Trimenon
        In 80% der Fälle zeigen sich 2-4 Wochen nach Infektion Komplikationen beim Feten und in 15% nach 5-8 Wochen.

        Das bedeutet schon, dass, wenn das Kind lange unauffällig ist, das Risiko für Komplikationen sinkt.

        Beobachtet man jedoch im I./frühen II. Trimenon Komplikationen, gibt es keine Therapie, da eine Nabelschnurpunktion mit Bluttransfusion noch nicht möglich ist.
        Das ungünstige ist zudem, dass das Virus theoretisch während der gesamten Restschwangerschaft nach Infektion über die Plazenta zum Kind übertreten kann und deswegen sehr lange Kontrollen im wöchentlichen Abstand empfohlen werden.

        Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Ihr Kind zu den 70% gehört, welche nicht infiziert werden.

        Alles Gute!

        MK

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