Singuläre Nabelschnur

    • (1) 24.03.18 - 08:03

      Sehr geehrte Pränataldiagnostikerin,
      bei mir wurde Freitag vor einer Woche im Endokrinolgikum HH von ihrem Kollegen Herrn Kreiselmeier eine singuläre Nabelschnur diagnostiziert. Dies war der einzige auffällige Befund. SSW war 21+5, Kindsgewicht lag bei 368g und
      bei einer Länge von 24 cm.
      Gibt es irgendetwas, was ich tun kann, damit das Kind auch mit dieser etwas suboptimalen Versorgungslage gut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird?
      Zur Information:
      Ich bin 42 Jahre alt und habe 3 völlig gesunde Kinder 2001, 2003 und 2010 spontan entbunden. Alle drei haben 10/10 Abgarpunkten bekommen und waren mit 3360, 3500 und 4170 auch normal bis eher schwer. Ich selbst bin eher schmal und lang gebaut.
      Kann mein Alter eine Rolle für diese Fehlbildung spielen, und müssen wir mit weiteren Überraschungen/Fehlbildungen rechnen, die erst postpartal erkannt werden.
      Was kann ich selber tun?
      Ich mach mir doch manchmal sehr viele Sorgen, da ich auch 2 Fehlgeburten 2009 (Trisomie 21)und 2017(unklar) hatte.
      Vielen Dank für ihre Mühe im voraus
      Anika Lorentzen

      • Hallo Anika,
        die singuläre Nabelschnurarterie ist, wenn Sie isoliert vorliegt, eine Normvariante und garnicht so selten. Sie hat dann keinen Krankheitswert. Übrigens fehlt in diesem Fall das zweite Gefäß, welches das verbrauchte Blut abtransportiert- der Blutzufluss zum Kind geschieht über die Nabelschnurvene.
        Bei einer SNA sollte im Rahmen der Feindiagnostik andere Fehlbildungen ausgeschlossen werden, vor allem von Herz und Nieren. Dies ist aber, soweit ich Sie verstanden habe, bereits geschehen.
        Vorsichtshalber empfiehlt man rund um die 30. SSW eine Dopplerkontrolle, dies wäre aber aufgrund Ihres Alters sowieso zu empfehlen.

        Also kein besorgniserregender Befund!

        Alles Gute!

        MK

        • Sehr geehrte Frau MK,

          vielen Dank für ihre ausführliche und zugleich beruhigende Antwort. In der Tat wurden Fehlbildungen an Herz und Nieren vom Praenataldiagnostiker (Degum 2) im Rahmen des Möglichen ausgeschlossen.
          Für die 30 SSW ist eine weitere Kontrolle, v.a. des kindlichen Wachstums bzw. der zeitgerechten Entwicklung bereits terminiert.

          Mit Dank und Osterwünschen,
          AL

Top Diskussionen anzeigen