Kaiserschnitt mit Vollnarkose?

    • (1) 12.07.06 - 07:24

      Hallo liebe Mitschwangeren,

      ich bin mit Zwillingen schwanger und meine Frauenärztin meinte, dass es ein Kaiserschnitt wird.
      Zwei Freundinnen von mir hatten einen Kaiserschnitt mit Rückenmarksnarkose. Während der OP ging es ihnen jedoch nicht gut. Eigentlich wollte ich auch bewusst miterleben, wenn dir Kleinen kommen, aber nun habe ich Angst, dass es mir dabei auch schlecht gehen könnte.
      Hat jemand Erfahrung mit Vollnarkose oder Teilnarkose? Wie schnell wart ihr danach wieder fir?

      Danke schon mal im Voraus für eure Antworten!

      Liebe Grüße
      Nadja

      • (2) 12.07.06 - 08:41

        Also ich hatte bei meinem damaligen Kaiserschnitt PDA und fand es ziemlich nervig.
        Danach hatte ich jetzt diverse OP`s mit Vollnarkose und kann nur sagen, dass sie im Vergleich zu früher heute echt super sind! Ich konnte bei meiner letzten OP (Eilieterschwangerschaft) schon nach 4 Std. nach Hause gehen und war fit.
        Viel Glück mit deinen Zwillingen!
        Gruss
        Nikola

        (3) 12.07.06 - 09:07

        Hallo Nadja!

        Abgesehen von den Phschischen Problemen die kommen können. (den ersten Schrei nicht gehört, kein Geburtserlebniss)

        Ich war nach dem KS mit Vollnarkose so fertig, dass ich nicht mal meine Augen offen halten konnte.
        Am ersten Tag konnte ich weder Laura sehen, geschweige den Anfassen weil ich so schwach war.
        Die Schmerzen waren auch heftig. Habe "nur" Paracetamol bekommen.

        Am nächsten Tag brachte man mir dann ein Baby.
        "So das ist ihr Baby es hat hunger" mit den Worten hat man mich dann alleine gelassen.
        Ich sah mein Kind das erste mal. Ganz alleine war ich dann mit dem Winzling.
        Gut... sie hatte hunger... also Stillen. Die klappte aber nicht so wie es sollte. (Zu kurzes Zungenbändchen). Leider hatte ich dann auch keinen Milcheinschuss, weil ich wegen dem KS schwere Depressionen hatte.
        Es hätte mir sehr geholfen, den ersten Schrei zu hören und sie nackt mit Käseschmiere zu sehen. Dann hätte ich gesehen, dass es mein Kind ist.

        Man muss keine Phsychischen Probleme bekommen, aber aus meiner Erfahrungen würde ich Dir zu einem KS mit PDA raten.

        Alles Gute!

        Viele liebe Grüße,

        Daniela

        • (4) 12.07.06 - 22:44

          Du irrst dich.

          Ich hatte dreimal Pda beim Ks und lasse diesmal bewusst vollnarkose machen.
          Warum?

          Nicht jeder ist dafür gemacht das er diese Umstände miterleben muss.
          das reisen und zerren von fremden am eigenen Körper usw.........

          Ich möchte es nicht mehr und kann aus Erfahrung sprechen das es so oder so probleme geben kann.

          es sollte jeder selbst entscheiden.
          Lg Bianca

          • (5) 13.07.06 - 21:59

            Jeder sieht das anders.

            Wenn es für Dich das beste ist mit Vollnarkose zu entbinden, dann solltest Du das auch tun.

            Aber es gibt genügend Frauen denen das Geburtserlebniss fehlt.

            Nicht jede Mutter macht eine schlechte Erfahrung mit einer PDA!

            Tut mir leid, dass Du so eine schlechte Erfahrung machen musstest!

            Allerdings würde ich persönlich es vorher mit PDA probieren.
            Bei vielen klappt es ja, leider nicht bei allen!

            Lg Daniela

      (6) 12.07.06 - 11:15

      Hallo nadja,

      ich hatte letztes Jahr einen geplanten KS mit Vollnarkose und bekomme im August mein nächstes Baby wieder mit KS und VN.

      ich habe Angst vor der PDA und auch während der OP ratscht und drückt es (hat mir meine Freundin erzählt)

      Aber nun zu meiner Vollnarkose letztes jahr. Am selben Tag war ich total groggy und meine Schwester hat das Kind betreut bis ca 4 Uhr nachmittags. Dann bin ich allmählich wieder zurückgekehrt. ;-) So ein bis zwei Stunden später hatte ich bereits Hunger und auch mein Sohn verlangte langsam zu essen. Ab dann war alles kein Problem. Baby angelegt , getrunken und wieder zufrieden eingeschlafen. nach dem Abendessen ging es mir wieder richtig gut. Aufgestanden bin ich erst am nächsten Tag, wo ich mich auch noch ein bisschen schlapp gefühlt habe. Beim Wickeln habe ich mir helfen lassen. Es hat sich sowieso die ganze Familie darum gerissen (Oma, Schwester, mein Mann, meine gr. Tochter usw.)2 Tage später war ich wieder o.k.

      Manche meinen ein Geburtserlebnis zu vermissen, aber das Gefühl hatte ich nicht. Ich hatte bei meinen ersten Kind eine Spontangeburt und als das Kind dann da war, war ich nur froh. Man hat das Kleine ja 9 Monate im Bauch und baut ein Verhältnis auf und dann hat man sie auch immer. dieser kurze augenblick des Rausdrückens und Sofort sehen war f. mich nicht wichtig und absolut verzichtbar.

      Ich liebe meine beiden Kinder gleich viel und da ich wieder mit KS entbinde wirds wieder eine Vollnarkose.

      lass Dir im KH soviel wie möglich helfen, erhol Dich gut. Mit 2 Kleinen ist es dann zu Hause genug anstrengend und Du musst nicht im KH das Gefühl haben, dass Du Deine Kinder gleich selbst versorgen musst. Das kannst Du noch genug...;-)

      Alles Gute für Dich und Deine Familie
      Janti

    • Hi Nadja,

      ich habe eine Vollnarkose gewählt. Aus dem einfachen Grund, ich hätte es nicht verkraftet, wenn ich mitbekomme, dass ich bei "vollem Bewusstsein" den Bauch aufgeschnitten bekomme und Ärzte in meinem Bauch rumzerren.

      Ich hatte überhaupt kein Problem damit, dass ich unser Kind erst ein paar Stunden später zu Gesicht bekommen habe - bei mir gabs beim Aufwachen ein paar Schwierigkeiten und so musste ich nocheinmal in Narkose gesetzt werden.

      Der KS war um 14 Uhr und richtig wach geworden bin ich erst gegen 17 Uhr auf meinem Zimmer. Konnte danach auch gleich stillen ohne Probleme. Am nächsten Morgen musste ich aufstehen und ab da musste ich mich 24 Stunden um unseren Schatz kümmern (es gab keine Kinderstation...). Einen weiteren Tag später stand ich schon wieder unter der Dusche.

      Der KS ist wirklich halb so wild, wenn man sich nicht allzuviele Gedanken darüber macht. Es ist meiner Meinung nach eine reine Kopfsache. Es gibt überhaupt keinen Grund sich als Versagerin nach einem KS zu fühlen - warum auch? Dann funktioniert das alles wirklich problemlos.

      Geschont habe ich mich danach auch nicht wirklich. Mein Mann hatte keinen Urlaub mehr und so musste ich nach 1ner Woche alles selbst machen. Haushalt, Kind, Katzen, Einkaufen usw.. Ach ja, und hilfe hatte ich weder von meiner Mutter noch von meiner Schwiemu. Ich habe wirklich keine Hilfe gebraucht. Bei Zwillingen ist das natürlich wieder ein wenig anders. Nehme die Hilfe unbedingt an, wenn Du sie brauchst!

      Liebe Grüße
      Caro mit Max 23 Monate

      (8) 12.07.06 - 14:27

      Hallo Nadja!

      Also ich hatte beides, KS mit Vollnarkose und vor kurzem erst KS mit PDA!
      Ich würde immer wieder die PDA nehmen! Zwar war mir auch mulmig bei dem wissen das die mich bei vollem Bewußtsein aufschneiden, aber als es soweit war ging es so schnell das ich gar nicht darüber mehr nachdenken konnt. Und dann überwiegt sowieso die Freude sein Kleines schreien zu hören und es zu sehen!! Für das zusammennähen (was ja etwas länger dauert ca 20-30min.) habe ich vorher schon abgeklährt das ich etwas zur beruhigung bekomme!
      Danach lag ich noch 4Std. im Kreißsaal zur beobachtung, mit Kind und mit Mann! Bei der VN dagegen war ich mehrere Std.(wie lang weiß ich nicht mehr genau) alleine im Aufwachraum, wurde halbdösend dann auf´s zimmer geschoben, zwar mit kind aber ich konnte irgendwie nichts mit meiner Kleinen anfangen! War restlos überfordert!
      Auch hatte ich nach der Vollnarkose lange das Gefühl etwas verpasst zu haben und habe auch ziehmlich lange gebraucht bis ich wieder fit war!

      Das waren meine Erlebnisse und es mag bei manch einem anders sein. Ich denke wichtig ist es zu wissen gut versorgt zu sein und ich denke wichtig ist es auch dem Personal (Hebammen, OP-Team, Krankenschwesern...) gegenüber offen zu sein, welche Ängste und befürchtungen man hat!!

      Wünsch dir ales gute für deine Zwei!!

      LG Klex76

      Hallo Nadja,
      ich selber hatte noch keinen Kaiserschnitt, stehe aber häfig auf der "anderen" Seite als Narkoseärztin.
      Bei einer Teilnarkose ist der Vorteil, dass du anschliessend nicht sofort Schmerzen hast- denn in der ersten Zeit, wenn der Wundschmerz am grössten ist, wirkt ja noch die Betäubung. Ich finde ausserdem wichtig, dass du dein Kind sofort sehen kannst.
      In den meisten Krankenhäusern ist es üblich, dass der werdende Papa- oder eine andere Vertauensperson- mit bei dir am Kopfende sitzt und mit dir zusammen sein kann, also auch reden, Mut machen, Händchen halten.
      Und dann muss man Bedenken, dass die Kinder von der Teilnarkose nichts abbekommen von der Vollnarkose aber doch. Deshalb werden auch alle Vorbereitungen, wie Bauch desinfizieren, Tücher aufkleben,... gemacht, während du noch nicht in Narkose bist, damit die Narkose für die Zwerge eben so kurz wie möglich ist. Die Kinder sind nach einem Kaiserschnitt in Vollnarkose häufig schlapper.
      Ich selber würde freiwillig nie einen Kaiserschnitt in Vollnarkose wählen. Alleine schon wegen der Tatsache, dass ich meinem Zwerg keine unnötige Narkose zumuten möchte.
      Übrigens ist es je nach Lage der Kinder auch möglich Zwillinge spontan zu entbinden. Musst du dich mal informieren, ich weiss nicht, ob das jede Klinik macht oder ob das überhaupt für dich in Frage kommt.
      Alles Gute und eine schöne Restschwangerschaft,
      Cornelia und Muckelchen ET + 4

      • (10) 13.07.06 - 14:22

        Hallo Cornelia,

        dann kann ich Dir als Narkoseärztin vielleicht meine Frage stellen, falls Du jetzt noch nicht selbst im Kreissaal liegst und gerade entbindest.

        Was ist denn der Unterschied zw. einer PDA und einer Spinalanästhesie? Wann wird welche Methode angewendet?

        LG
        Elke 36. SSW

        • (11) 13.07.06 - 17:25

          Hallo Elke,
          nein, leider fühlt sich mein faules Kind in meinem Bauch immer noch wohler, als anderswo. #schmoll
          Eine PDA ist ein winziger Katheder/ Schlauch, der zwischen den Wirbeln in die Nähe der Rückenmarksnerven gelegt wird. Dabei werden die Hirnhäute bzw Rückenmarkshäute nicht durchstochen. Über den Katheder kann man dann so viel von dem Betäubungsmittel geben, wie nötig ist.Wenn die Betäubung aufhört zu wirken, meist nach ca 1,5- 2 h, kann man über den Katheder wieder neue Medikamente spritzen. In manchen Kliniken wird auch eine Dauerinfusion angeschlossen. Bis die volle Wirkung erreicht ist, dauert es aber eine Weile, meist etwa 20 Minuten.
          Diese Methode, wird vor allem zur Geburtserleichterung genutzt.
          Bei der Spinalanästhesie, wird auch mit einer Nadel in die Nähe der Rückenmarksnerven gegangen, aber hierbei werden die Rückenmarkshäute durchstochen und das Medikament direkt in den Liquor, also die Flüssigkeit, in der sich das Rückenmark befindet, gespritzt. Dabei benötigt man viel weniger Medikamente und die Wirkung setzt sehr schnell ein. Sehr schnell heisst ca 1-2 Minuten.
          Deshalb ist diese Methode vor allem für einen Kaiserschnitt geeignet, vor allem dann, wenn nicht mehr so viel Zeit ist.
          Bei der PDA kann man so dosieren, dass man die Beine noch bewegen kann oder auch höher, z. B. wenn dann doch ein Kaiserschnitt erforderlich wird, dass man gar nix mehr spürt und machen kann. Die Spinalanästhesie wirkt immer auch so, dass man die Beine nicht mehr bewegen kann.
          Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Wenn du noch weitere Fragen hast, versuche ich sie gerne zu beantworten. Ich muss aber zugeben, dass ich hoffe in den nächsten Tagen anders beschäftigt zu sein ;-)
          Alles Gute und eine problemlose Geburt, du hast ja auch nicht mehr lange,
          Cornelia und ihr faules Muckelchen ET + 5

    (12) 12.07.06 - 16:06

    Hallo Nadja,

    da bei mir ein Notkaiserschnitt gemacht werden musste bekam ich Vollnarkose.

    Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich eine Teilnarkose gewählt, da ich hinterher lange dran zu knabbern hatte, dass die Geburt so endete und ich meine Kleine nicht auf die Welt hab sehen oder hören können. Das Geburtserlebnis sozusagen hat total gefehlt, war irgendwie ganz komisch.

    LG Sandy

    (13) 13.07.06 - 14:20

    Hallo Nadja,

    ich schließe mich hier der Meinung der Narkoseärztin an. Ich selbst würde im Notfall (falls ein KS gemacht werden müsste) sogar, wenn meist aufgrund der notwenigen Eile, eine Vollnarkose gemacht würde, mit den Ärzten besprechen, ob nicht doch noch eine Teilnarkose möglich wäre. Mit einer Vollnarkose geht man selbst auch ein höheres Risiko ein, falls ein Narkosefehler passiert. Bei einer Teilnarkose gibt es zwar auch Risiken, aber die sind doch geringer.

    LG und alles Gute

    Elke 36. SSW

    (14) 20.07.06 - 22:13

    Hey Ihr,

    zuerst einmal kann ich es mir nicht verkneifen, die Kollegin zu grüßen :-) Also jemand, der auf der anderen Seite der Blut-Hirn-Schranke steht :-)

    Wie die Kollegin sagt, eine Vollnarkose birgt bei Schwangeren sehr hohe Risiken für Mutter und Kind. Die Risiken für das Kind sind erwähnt worden (Medikamente die das Kind abbekommt !!), aber auch die Mutter ist stark gefährdet (Stichwort: Mageninhalt - Erbrechen, weil der Druck im Bauch durch das Kind erhöht ist - Mageninhalt gelangt in die Lunge, schwere Komplikation)
    Vor diesen Risiken hat der Anästhesist solchen Respekt, das eine Vollnarkose nur im Notfall gemacht wird.
    Ich als Anästhesist würde den reinen Wunsch nach einer Vollnarkose strikt ablehnen !!! So handhaben es auch viele meiner Kollegen inkl. Oberärzte.
    Eine Teilnarkose (Spinalanästhesie) geht eigentlich auch dann, wenn es mal etwas schneller gehen soll.
    Nur, wenn die Zeit rennt, ist die Vollnarkose schneller.

    Hoffe geholfen zu haben ...
    Bei Rückfragen...

    Ciao

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