Ambulant im KH oder Geburtshaus? Zwiespalt

    • (1) 20.09.19 - 05:52

      Guten morgen

      wir haben zwar noch Zeit für diese Überlegungen aber ich will diesmal alles schon erledigt bzw organisiert wissen ..
      Die Geburt vom kleinen war der Horror - die Hebamme war so beleidigend und ich hatte danach ganz schön mit der Verarbeitung zu knabbern. Allgemein hat die Geburtsstation einen miesen Ruf und ich kann das nur bestätigen. Dieses KH könnte ich diesmal zu Fuß in 5min erreichen...will ich aber nicht.
      Das andere KH ist 25min Autofahrt entfernt und dort sieht es schon um einiges besser aus...da könnte ich mir vorstellen ambulant zu entbinden. Die haben aber keine Kinderstation.
      Alternativ haben wir in 30-35min Entfernung ein Geburtshaus..aber irgendwie mache ich mir Sorgen was wohl ist wenn bei der Geburt was nicht so nach Plan verläuft..es ist kein Arzt da, das macht mir ein mulmiges Gefühl..aber Geburtshäuser sind eben auch ein toller Ort.
      Aber wenn ich wieder so lange übertrage muss ich auch wieder ins KH zur Einleitung..
      Für wss würdet ihr euch entscheiden und warum?

      • (2) 20.09.19 - 05:57

        Morgen, ich habe mich immer für relativ kleine Krankenhäuser entschieden. Die sind zwar ohne kinderstation, aber dort fand ich es immer nicht so stressig wie in den grossen Kliniken. Fühlte mich dort immer gut aufgehoben 😊
        Der Arzt, der bei der Entbindung meiner Tochter dabei war, hat einen ziemlich blöden Spruch abgelassen. Hab ihn am Arm gepackt und ihm auch was nettes gesagt, danach war Ruhe, das war das einzige was doof war.
        Alles gute für dich ❤️

        (3) 20.09.19 - 06:19

        Ich habe mich für das Geburtshaus entschieden. Ich habe zwar keine negativen Erfahrungen mit Klinikgeburt, da es mein erstes Kind ist, aber ich würde es auch gern vermeiden, überhaupt solche Erfahrungen mit überarbeiteten Hebammen zu machen.

        Beim Infoabend im Krankenhaus hat die Hebamme nur losgelacht, als jemand gefragt hat, ob eine Hebamme nur eine Geburt zur Zeit betreut ...

        Im Geburtshaus habe ich 1-zu-1 Betreuung durch eine mir vertraute Hebamme und eine entspannte, gewohnte Atmosphäre. Am Ende der Geburt sogar 2-zu-1 Betreuung, weil noch eine zweite mit ebenfalls vertraute Hebamme dazukommt.

        Und weil die Hebammen mich und das Baby kennen und die Geburt ohne Unterbrechungen durch Besuche in benachbarten Kreissälen betreuen werden, werden sie auch in der Lage sein, eventuelle Komplikationen im Geburtsverlauf zu erkennen, bevor es zu spät ist, einen geordneten "Umzug" ins Krankenhaus durchzuführen. Die Statistiken sprechen dafür, sodass sogar mein anfangs besorgter Ehemann keine Einwände gegen ein Geburtshaus mehr hatte 😉

        Falls du schon schwanger bist, würde ich das mit dem "wir haben noch Zeit" übrigens nochmal hinterfragen. Als ich im 3. Monat das Geburtshaus angerufen habe, war ich schon viel zu spät dran und bin erst einmal auf der Warteliste gelandet!

        • (4) 20.09.19 - 07:16

          Ganz genau meine Meinung #pro
          Auf jeden Fall Geburtshaus :-)

          Ich hab schon eine klinikgeburt und eine im Geburtshaus hinter mir und dieses Mal will ich auf jeden Fall wieder ins Geburtshaus.

          An die Threadstellerin: Warum meinst du, dass du eingeleitet werden musst über Et?
          Lg

      • (8) 20.09.19 - 08:56

        Sehe ich ebenfalls so #pro

        Immer unter der Voraussetzung natürlich, dass es keine medinzinischen Einwände gibt.
        Ich habe mich zwar für die Klinik entschieden, allerdings mit einer Beleghebamme. Das ist für mich ein guter Mittelweg, da ich in der Klinik entbinden muss ( hat gesundheitliche Gründe auf meiner Seite, die mit der Schwangerschaft selbst eigentlich nicht viel zu tun haben). Wenn alles gut ist, werde ich ambulant entbinden - wie beim ersten Kind auch. Vielleicht kommt diese Variante für dich auch noch in Frage? Ich finde eine ambulante Entbindung mit Beleghebamme ist, außer dass ein Kreißsaal vielleicht nicht so schön und familiär ist wie das Geburtshaus, von den Bedingungen her dem Geburtshaus noch am nächsten.

        Alles Gute :-)

    (9) 20.09.19 - 08:52

    Tja ich musste dieses Mal die Erfahrung machen, dass ich mir vieles wünschen kann nur was dann passierte hat alles planen über den Haufen geworfen.

    Zuerst wollte ich ins Geburtshaus, hab es dann aber aus den gleichen Gründen wie du doch wieder verworfen (später ergab sich dann eh das ich nicht gedurft hätte)

    Dann war ich mir schon nach der ersten Geburt sicher das ich auf jeden Fall danach heim will. Okay, also war der Plan ambulante Geburt.

    Dann kam die Diagnose Ss-Diabetes. Erstmal kein Problem für eine Ambulante Geburt.

    Dann 2 Wochen später insulinpflichtiger ss-Diabetes. Das heißt, dass ich nun nur in einem KH mit Kinderintensiv entbinden darf und bleiben muss weil das Baby und ich kontrolliert werden müssen. Und ich werde spätestens ab ET eingeleitet.

    Somit alle Pläne dahin.

    (10) 20.09.19 - 09:17

    Ich habe beide Kinder ambulant im KH entbunden und würde es immer wieder so machen. Ich brauchte für mich einfach die Sicherheit, dass jederzeit ein Arzt verfügbar ist, der eingreifen KÖNNTE, wenn ich es wollte, die Möglichkeit von Schmerzmitteln und PDA war auch ein entscheidendes Kriterium. Es wäre für mich eine absolute Horrorvorstellung gewesen, während der Geburt in den Rettungswagen gepackt und in den nächsten Kreißsaal transportiert werden zu müssen.
    Schon bei der Anmeldung sagte ich alles, was mir wichtig ist und auch, dass ich auf jeden Fall ambulant entbinden möchte. Ich bin auch nicht ins nächste KH gegangen (in dem ich schon diverse Male war und immer mies behandelt wurde), sondern in das, wo ich das beste Gefühls hatte, wofür ich dann auch die 25-minütige Autofahrt in Kauf nahm.
    Das war die beste Entscheidung! Letztendlich verliefen beide Geburten von der Aufnahme bis zur Entlassung nach meinen Wünschen und ich wäre in keinem Geburtshaus besser betreut worden.

    (11) 20.09.19 - 10:07

    Ich musste etwas schmunzeln bei deinem Text, dass Kh was etwas weiter weg ist würde prinzipiell passen, es war ok und eine ambulante Entbindung kannst du dir dort vorstellen aber sie haben keine Kinderstation. Alternativ erwähnst du das Geburtshaus, da gibt's doch von Kinderärzten über Kinderstation nichts dergleichen :P ist dann Geburtshaus wirklich eine Alternative? Liest sich für mich nicht so :)

    Ich habe mich für ein Geburtshaus entschieden.
    Die Kaiserschnittrate liegt nur bei 3% dort und die Abbruchrate bei 7%. (Also Geburten die dann doch im Krankenhaus zu Ende gebracht werden).
    Laut Hebammen sind so gut wie nie Notfälle zu verbuchen, da bei einer Geburtshausgeburt auch einige Kriterien erfüllt sein müssen.
    Meist gehts ins Krankenhaus weil man Wehentropf braucht, weil eben nix weiter geht. Oder die Mutter doch gerne Schmerzmittel hätte.

    Und ich liebe meine Hebamme dort, generell alle sind sehr herzlich, auch mein Mann ist begeistert.

(14) 20.09.19 - 11:51

Ich hatte zwar keine Geburtshausgeburt, aber 4 Hausgeburten von denen eine wegen Komplikationen verlegt werden musste. Danach hab ich trotzdem noch zwei Kinder zu Hause geboren.
Der große Vorteil am Geburtshaus ist der, dass kein Arzt da ist. Die Hebammen werden sich daher hüten irgendwas zu machen was auch nur die geringste Gefahr bietet zu Komplikationen zu führen. In der Klinik kann man viel im Geburtsverlauf rumpfuschen, denn Arzt und OP zum retten sind ja gleich nebenan.
Außerdem hast du eine oder Hebamme, die nichts besseres zu tun hatals auf dich und dein Baby zu achten. Und wenn etwas in eine ungute Richtung läuft kann man es erkennen bevor es ein handfester Notfall ist und dann in aller Ruhe in die Klinik verlegen . Ich bewundere echt jede Frau, die sich heute noch in eine Klinik traut.

  • (15) 21.09.19 - 13:20

    Der Empfehlung kann ich mich anschließen.
    Meine Rufbereitschaft für die Hausgeburt hat gerade begonnen, seitdem fühle ich mich auf der sichereren Seite.

    Als ich vor knapp 2 Wochen als Notfall ins KH musste, war die Aufnahme gesperrt und es hätten andere KH abtelefoniert werden müssen, in welches ich mit dem RTW verlegt werden kann. Ich wurde dann, aus welchen Gründen auch immer, einige Minuten später doch noch behandelt.
    Meine Recherche anschließend ergab, dass gesperrte Kreißsäle überhaupt nichts Ungewöhnliches mehr sind, was mein Sicherheitsempfinden in KH doch beeinträchtigt hat #schwitz

    LG, Nele

(16) 22.09.19 - 10:14

Ich würde mich einfach möglichst bald im Geburtshaus melden. Du hast jederzeit die Möglichkeit dich doch noch für die Klinik zu entscheiden. Nur die Anmeldegebühr ist dann weg...

Mein 2. Kind kam im GH zur Welt. Im Gegensatz zum KH ist im GH immer jemand an deiner Seite. Im KH läuft prinzipiell alles Marke Glück oder Unglück haben ab. Bist du gefühlt allein auf der Station ist alles top, gibts parallel Geburten, geh eher mal von Hektik aus und lange allein rumliegen aus. Auch ist es im KH Glück ob man eine Hebamme mit Herz erwischt oder ein Rauhaardackel im Fuchsbau gleicht.

Ärzte sind im Kreißsaal nur auf Abruf da und vielleicht 5 Minuten anwesend. Sprich ist die Hebamme nicht da um den Arzt zu verständigen, bekommt der auch nix mit ob du Hilfe brauchst.

Ne Hebamme im GH ist 1 zu 1 für dich da und hilft dir ohne dich zu bevormunden und du lernst sie vorab kennen! Sie bekommt in der Regel viel schneller mit wenn Komplikationen entstehen und verlegt eher einmal zu viel als zu wenig! Die gehen da keine Risiken ein! Der hauptverlegungsgrund ist ein geburtsstillstand. Und das ist keine Komplikation! Richtige Notfälle sind irre selten! Und auch hier gibt es wehenhemmer, Inkubatoren, die Hebamme kann erste Hilfe. Und GH sind nie weit weg vom nächsten KH! Bei mir wäre sie verlegungszeit bei einem richtigen Notfall 5 Minuten. Das mag lange klingen. Aber im KH liegst du vermutlich eher genau dann allein da und keiner checkt das du zum Notfall wirst außer zufällig kommt jemand mal kurz hallo sagen wenn viel los ist.

Mein großer kam im KH ohne Kinderstation zur Welt. Mit Saugglocke. Hätte ich nicht nach der Hebamme verlangt wären die Komplikationen wohl nicht aufgefallen. Denn als er in den geburtskanal rutschte bekam er ne sauerstoffunterversorgen, vermutlich durch einen Schlaganfall. Das wissen wir durch ein MRT von diesen Jahr!

Mein kleiner kam 2 zu 1 betreut im GH und war nicht eine Sekunde irgendwas kritisch! Meine Hebamme hatte in ihrer 12 jährigen Karriere durchaus Situationen in denen sie zb Neugeborene reanimieren musste, waren 3 Stück und eine Hand voll starke Blutungen seitens der Frau nach oder unter der Geburt. Aber noch nie einen Fall in dem sie Mutter oder Kind verloren hätte oder bleibende Schäden geblieben sind. Wie viele KH können das sagen binnen 12 Jahren, wenn man nur vollausgetragene unkomplizierte Schwangerschaften berücksichtigt um eine faire Gegenüberstellung anzubringen?????

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