KS ja oder nein?

Hallo zusammen,
ich bin ja eher immer eine stille Mitleserin, aber heute brauche ich mal eure Meinung bzw. euren Rat. Wir haben sehr lange gebraucht, bis es endlich zur SS kam (6. Icsis). Zwischendurch gab es ein paar Komplikationen, am Anfang Blutungen, dann sah die Plazenta aus, als würde sie sich ablösen, sie saß zu tief usw. Am Ende (jetzt 31SW) ist jetzt aber alles top und ich könnte normal gebären. Unser Arzt im KH hat mich ziemlich engmaschig überwacht und uns jetzt zur Wahl gestellt, ob wir normal gebären oder per Kaiserschnitt. Laut seiner Aussage haben ICSI Kandidaten bei ihm eine Sonderstellung, um möglichst kein Risiko einzugehen.
Jetzt bin ich hin und hergerissen. Einerseits denke ich, wir sollten es normal versuchen andererseits ging bei meinen Geschwistern so viel schief (Plazenta Accreta, Not-KS etc.), dass ich Angst habe, es könnte uns auch treffen.
Wie geht ihr mit dem Thema um? Ich würde mich wirklich sehr über eure Meinungen freuen!
LG

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Hallo Else,

hm, schwierige Entscheidung. Ich denke selbst genau darüber nach, obwohl ich erst in der 16. SSW bin. Freundinnen hatten teilweise Spontangeburtversuch und dann Not-KS, sowas will ich auch gern vermeiden.
Bei mir kommt noch dazu, dass ich Osteoporose habe und daher BEdenken wegen der starken Kräfte beim Pressen.

Wir konnten auch nur durch ICSI schwanger werden und hätten danach gern weitere Kinder. Ich habe mal gehört, dass die Kaiserschnittnarbe die Einnistungsmöglichkeiten nochmal mindert, daher würde ich es gern spontan versuchen. Bin aber wie du hin und hergerissen.

Das hilft dir jetzt nicht weiter, sind bloß meine Gedanken dazu...

Alles Gute für dich,
LG, Malou

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HI Malou,
danke für deine Antwort. Da sitzen wir ja im selben Boot ;) Die Narbe hat mich auch schon beschäftigt, zumal bei mir auch schon ein Myom entfernt wurde. Das wird dann ja alles nicht besser. Ein NOT-KS fänd ich nämlich auch nicht so schön...Ich kann dich mit deiner Diagnose aber auch mega gut verstehen. Das würde mir auch Sorgen machen.
Wahrscheinlich kann einem die Entscheidung auch keiner abnehmen, aber vielleicht bekommen wir ja hier noch ein paar Meinungen?? :)
Dir auch alles Gute!!
LG

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Also... Bei mir war es ein KS.
Grundsätzlich war er von verschiedenen Ärzten aus mehreren Gründen angeraten, aber ein Arzt fragte dann doch kurz vor KS, ob ich es nicht versuchen will.
Ich bin durch die Risiken beim KS geblieben, und ganz ehrlich: ich würde es immer wieder so machen. Ich finde schade, dass viele so komplett gegen KS sind.
Ich habe aber auch eine gute Wundheilung und bin allgemein eher wenig wehleidig. Selbst die Ärzte und Schwestern waren erstaunt, wie schnell ich auf den Beinen war.
Hör auf dein Gefühl und mach, womit du dich besser fühlst.
Das, was sich richtig anfühlt, lässt sich auch besser verheilen.

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Hi danke für deine Antwort, das beruight mich etwas. Die Schmerzen machen mir auch eher weniger Angst. Ich glaube davon hatten wir alle hier eh schon genug, ob physisch oder psychisch ;) ich hoffe dass ich eines morgens einfach denke, so machen wird es jetzt und gut ist. Momentan bin ich noch hin und hergerissen

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Hallo! Es gibt da glaub ich kein richtig oder falsch. Wir hatten einen sekundären ks, weil unser kleiner ein bungeebaby war. Ich bin, obwohl der ks ganz entspannt verlief, trotzdem dabei fast gestorben und werde das nächste mal wieder eine natürliche Geburt versuchen.
Alles Gute!

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Huhu,
dieses Thema treibt mich auch um, seit ich weiß, dass ich schwanger bin. 🙄
Da bei mir letztes Jahr auch per Bauchschnitt Myome entfernt worden sind, habe ich leider gar keine Alternative, der KS ist für mich gesetzt.
Mir fällt es relativ schwer, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ich niemals in den "Genuss" einer natürlichen Geburt kommen werde. Zum einen, weil die Regenerationszeit deutlich länger ist (und es war schon in "unausgeleiert" wirklich unschön mit dem Bauchschnitt, obwohl es keinerlei Wundheilungsstörungen gab) und zum anderen, weil es eben schon eine Erfahrung ist, die ich trotz aller Widrigkeiten, Schmerzen und Unplanbarkeiten gerne auf mich genommen hätte.
Eine Geburt ist auch in der heutigen Medizin nach wie vor etwas, das sich nicht kalkulieren lässt, deshalb verstehe ich, wenn man Angst davor hat und vielleicht lieber eine "sichere" Lösung möchte. Das lässt sich aber bestimmt mit einem entsprechenden Kreißsaal-Team lösen... Ich bin dankbar, dass es möglich ist, Mutter und Kind auf diese Weise zu helfen, wenn es erforderlich ist. Ich persönlich hätte mich jedoch für eine natürliche Geburt entschieden, wenn ich die Wahl gehabt hätte...
Am Ende zählt aber nur, dass ich mein Kind auf dem Arm halten kann. Wie es zu mir kam, wird mir dann wahrscheinlich egal sein🤗

Und wer weiß, es können auch im Laufe der SS noch Befunde auftreten, die einen KS bei dir auch medizinisch notwendig machen (Wobei ich das mit der ICSI nicht ganz verstehe, wir sind doch genauso schwanger wie andere auch🤔)
Viel Glück für deine Entscheidungsfindung!

Anna (🍀 12+2)

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Hi Anna, das sind auch meine Gedanken. Die Regenerationszeit aber bestimmt auch die Bindung zum Kind wird eine andere sein. Ich war fest davon ausgegangen, dass ich mir das nicht aussuchen kann. Das verunsichert mich einfach total. Habe mir auch schon überlegt, dass es besser wäre es einfach auf mich zukommen zu lassen und bei Komplikationen die Möglichkeit zu haben umzuschwenken...

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Hi,
Ich stand auch letzte Woche vor der Entscheidung Kaiserschnitt oder Einleitung. Also ich hab mich für eine Einleitung entschieden, obwohl natürlich die Gefahr eines Notkaiserschnitts besteht bei Einleitungen vor Termin, da diese sich ja doch über Tage hinziehen können und einem dann evtl. Die Kraft fehlt oder die Herztöne einbrechen nach soviel Aufregung.

Ich muss dazu sagen, ich hab schon einen Sohn, den ich 2015 spontan geboren habe. Mir gefällt einfach an einem Kaiserschnitt nicht, dass man danach länger im Krankenhaus ist. Ich hatte beim letzten mal im Krankenhaus nur Probleme mit dem Stillen und wollte dann mit meinem Baby nur nach Hause und in Ruhe gelassen werden von allen Schwestern, Visiten, Stillberaterinnen etc. Klar wenn es sein muss , werde ich es machen lassen. Aber erstmal gibt es mir ein besseres Gefühl es ohne zu probieren.
Aber da hat natürlich jeder seine eigene Meinung...

Liebe Grüße und alles Gute
Sabrina mit Prinz (4) an der Hand und Prinzessin (37SSW) im Bauch

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Hi , danke für deine Nachricht. Steckst du denn jetzt noch mitten in der Einleitung? Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute !!!!

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Hallo Else!
Mir wurde die Entscheidung abgenommen.
Hatte schon 4 OPs mit Myomentfernungen und Narben. Presswehen sind da nix, da die OPs recht umfangreich waren. Jetzt sind schon wieder Myome da, 2 davon am Mumu, da kommt das kleine Mäuschen nicht durch. Denn die dehnen sich nicht...
und noch dazu ne Plazenta praevia... 🤷🏼‍♀️🙈

Also klarer KS!

Bin eigentlich ganz froh um die Entscheidung rum gekommen zu sein. Ist jetzt so und ich habe noch 15-16 Wochen mich an den Gedanken zu gewöhnen.

Glg und viel Erfolgbei der Entscheidungsfindung! 🍀😘

Lg, June mit Babygirl 23+1 🥰❤️

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Danke liebe June, ich hätte auch lieber eine klare Entscheidung. Ich hoffe ich bekomme noch eine Eingebung :) Ich hoffe dir geht es gut und die Myome ärgern dich nicht so sehr in der Schwangerschaft....

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Ich bin nach der 4. Icsi endlich schwanger geworden. Die ersten Hälfte SS hatten wir viel Diagnostik, Kummer und Sorgen. Fest stand aber das meine Emma mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auf die Welt kommen wird. Ab dem Moment hatte ich so einen Respekt vor der spontan Geburt, dass ich mich für einen geplanten KS entschieden habt. Die Angst das da auch wieder was außerplanmäßiges passiert war zu groß. Die Ärzte meinten nur das „solche“ Kinder keinen KS benötigen worauf ich immer antwortete: „ die Mama benötigt das aber, weil sie sonst nur unentspanmt und verkrampft sein wird den Rest der SS“. Da war dann immer Ruhe. Ich glaube du musst dein Bauchgefühl entscheiden lassen, womit du dich wohler fühlst! Für mich und meine Situation war es bis heute die richtige Entscheidung.
Ich drück dir die Daumen das du für dich den richtigen Weg finden wirst😘

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Hi danke für deine Antwort. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Die ganze Schwangerschaft konnte ich bis jetzt nicht wirklich genießen weil es immer Komplikationen gab und der Weg dahin ist auch nicht zu unterschätzen. Man hat doch schon viel mitgemacht und ist psychisch total angespannt. Ich hoffe sehr, dass ich mich auch bald so kalt entscheiden kann. Ich wünsche dir und der kleinen auf jeden Fall alles Gute!!!!

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Danke! Hör einfach auf dein Gefühl, du wirst die richtige Entscheidung treffen und egal wie... es wird der schönste Moment in deinem Leben!! 😘😘

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Hallo Else,

ich bin ebenfalls durch ICSI schwanger geworden und habe meinen Sohn durch Kaiserschnitt bekommen.

Der KS war ungeplant, da es zu früh los ging und das Baby "falsch" lag. Ich fand es damals ganz furchtbar und bedauere auch noch heute, meinen Sohn nicht aus eigener Kraft geboren haben zu können. Ich habe mir nach dem steinigen Weg der künstlichen Befruchtung so sehr eine natürliche Geburt gewünscht, aber "nicht mal das" konnte "einfach so" klappen! Darüber hinaus hatte ich lange starke Schmerzen, eine zum Teil offene Narbe und dadurch lange Einschränkungen. Ich finde die Narbe auch nicht schön - sie stört mich auch nicht direkt, aber auf diese "Wulst" könnte ich gut verzichten.

Ich bin nun mit dem 2. Kind schwanger und wegen des vorangegangenen Kaiserschnitts traurig, dass die Chancen auf eine natürliche Geburt allein wegen des gemachten Kaiserschnitts geringer sind. Den Babys geht es nach einer normalen Geburt normalerweise besser als nach KS - vor allem geplante Kaiserschnitte finde ich schwierig. Erstens mag ich die Vorstellung nicht, den Tag mitzubestimmen und ich bin überzeugt, dass Babys, die Wehen mitkriegen, besser auf das Geboren sein vorbereitet sind. Auch vor den langen Einschränkungen und Schmerzen durch einen erneuten Kaiserschnitt graut es mir...

Ich hoffe immer noch auf eine natürliche Geburt. Vor der hab ich grundsätzlich erstmal keine Angst... Natürlich müssen die Faktoren stimmen und alles soll sicher für Mutter und Kind sein. In ein Geburtshaus würde ich nach unserer Vorgeschichte auch nicht gehen wollen... Aber die wenigsten Geburten enden in echten Notkaiserschnitten - der Ausdruck wird viel zu oft nicht korrekt verwendet. Ein "echter" Notkaiserschnitt findet immer unter Vollnarkose statt. Unser Kaiserschnitt war auch eilig aber es gibt noch genug Zeit für eine Spinalanästhesie, sodass ich alles mitbekommen konnte. Solltest du dich für einen Kaiserschnitt entscheiden, würde ich auf jeden Fall einen Krankenhaus wählen, bei dem du das Baby direkt nach dem Schnitt während du noch versorgt wirst auf die Brust gelegt bekommst. Viele Krankenhäuser machen das nicht, weil der OP Saal zu kalt ist! Ich fand das ganz schrecklich! Man ist so ausgeliefert, darf sein Baby nur kurz sehen und wird dann erstmal eine halbe Stunde "ausgeweidet" während das Baby weg ist. Das Gefühl im Bauch während der OP fand ich übrigens auch ziemlich unangenehm. Wäre der Preis dafür nicht so hoch, würde ich einen Kaiserschnitt lieber unter Narkose machen...

Am Ende muss aber jede Frau für sich entscheiden und auf ihr Gefühl hören. Es gibt auch viele, die weniger Probleme nach einem Kaiserschnitt hatten und damit mehr in Frieden sind...

Bei mir klappte übrigens der erste TF fürs Geschwisterchen, 17 Monate nach der Geburt des 1. Kindes. Hatte auch das Thema "Chancen und Probleme nach KS" angesprochen, die Ärzte konnten mich aber beruhigen. War kein Problem.

Ich wünsche dir alles Gute und eine gute Entscheidungsfindung!

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Hi lach.gummi, danke für deine Meinung. Viele Dinge wusste ich noch gar nicht. Ich denke ich sollte nochmal einen Termin machen und noch ausführlich beraten lassen...hoffentlich kommt mir dann eine Eingebung. Es ist aber sehr schön zu hören, dass die Schwangerschaft danach gut geklappt hat!!! Die alles Gute !!!

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Hast du einen Termin zur Geburtsanmeldung im Krankenhaus? Da kann man auch Infos einholen und Fragen stellen. Mir hilft auch das Gespräch mit meiner Hebamme. Allerdings sagte sie auch, beim zweiten Kind weiß man nun einfach besser, was man will und was man nicht will und kann das viel gezielter ansprechen. Ich bin auf jeden fall überzeugt, dass die Frau von Natur aus zur Geburt geschaffen ist - künstliche Befruchtung hin oder her.
Ein KS ist auch nicht ohne Risiko. Es gibt ja sogar Babys, die Schnittverletzungen vom KS davon tragen... Ist sicher sehr selten, aber generell sollte man die Risiken in Relation zur Häufigkeit der Geburtsart setzen. Grundsätzlich geht aber bei beiden Geburtsarten meistens alles gut, das darf man auch nicht vergessen! Man hört ja meist nur von den extremeren Einzelfällen.

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Hallo! 😊
Grundsätzlich gibt es hier kein richtig oder falsch. Und ich kann deine Gedanken verstehen!
Wenn du vor einer natürlichen Geburt Angst hast, dann ist für dich der ks vermutlich der bessere Weg.
Wenn du dir eine natürliche Geburt vorstellen kannst, dann würde ich sagen- probiere es!! Sollte es aus irgend einem Grund nicht klappen, muss es ja deshalb nicht gleich ein Not-Ks sein! 😉

Ich habe bereits beides hinter mir, sowohl zwei Spontangeburten, als auch einen KS.

Im Nachhinein waren für mich die Spontangeburten auf jeden Fall entspannter und schöner als der ks. Ich hatte tolle Hebammen an meiner Seite und mein Mann konnte mich ganz anders unterstützen.
Das Gefühl, wenn einem sein Kind dann nach den Strapazen das erste Mal auf die Brust gelegt wird, ist halt nach einem Ks anders. Auch schön, aber eben anders.
Auch danach habe ich nach dem ks weitaus länger zum Regenerieren gebraucht (obwohl es mir wirklich gut ging und alles komplikationslos verlief)

Also, horche in dich und mache es so, wie du dich am wohlsten fühlst!
Im Endeffekt zählt am Ende nur, sein Kind gesund im Arm zu haben! 😍🍀

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Da hast du wahrscheinlich recht! Danke für deine Nachricht und Geschichte!!