Wie weit darf ich wegziehen im Falle einer Trennung/ Scheidung?

    • (1) 09.08.11 - 07:44
      geschlagene80und4

      Guten Morgen,

      ich bin seit fast 12 Jahren mit meinem Ehemann verheiratet. Allerdings gestaltet ich das Zusammenleben immer schwieriger. Er ist gwalttätig und in mir keimt immer mehr der Wunsch, auch unseren Kindern zuliebe, ihn zu verlassen.
      Momentan bin ich Hausfrau. Würde aber, so ich die Kinder gut unterbringen kann, gerne wieder arbeiten.
      Diesen Rückhalt würde ich von meiner Familie (Eltern, Geschwister) bekommen, welche allerdings 350 km von meinem derzeitigen Wohnort enternt wohnen.
      Meine Frage: Darf ich im Falle einer Trennung so weit wegziehen? Habe da was mit 50 km im Kopf, ist das so richtig? Darf er mir das verwehren?

      Vielen Dank!

      anonyme Geschlagene

      • Guten Morgen,

        auch Du genießt das Grundrecht aus Art 11 Abs. I des Grundgesetzes, welcher da lautet:

        (1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.

        Mit anderen Worten, gehe wohin Du willst, selbstredend unter Einhaltung der Meldegesetze.

        Gutes Gelingen!

        Rhenus

          • Ja, die Frage ist, was ist die Alternative.

            Mutter zieht mit Kindern weg, Vater kann sich ohnehin theoretisch und praktisch nicht um die Kinder kümmern. Was passiert dann?
            Der Vater der Kinder sagt, ihr dürft nicht wegziehen, ich klage. Sie tut es dennoch.
            Und was passiert dann?
            Da würde mich die rechtliche Sachlage, die gängige Praxis etc. echt interessieren.

            Gibt es ein Bußgeld? Können der Mutter die Kinder genommen werden? Wohin sollen die kinder dann? Zum Vater, der die Kinder nicht betreuen kann/will/darf (aus welchem Grund auch immer)?

            Mal schauen, ob Experten da sind.

    (11) 09.08.11 - 08:45

    völlig korrekt. nur dumm das sie die Kinder nicht mitnehmen darf. Stichwort-Entziehung Minderjähriger

    • Hi Jogi,

      hast du da einen Link, eine Rechtsgrundlage? Und mich interessiert, was denn passieren kann, wenn sie dennoch wegzieht.

      Konstruierter Fall: Sie (getrennt) will wegziehen, der Arbeit nach, der Vater der Kinder arbeitet 60 Stunden die Woche, hat keine Zeit und keinen Platz für seine Kinder (2 ZKB). Er will, dass sie bleibt, sie will gehen. Sie geht auch, nimmt die Kinder mit.
      Er besteht auf seinem Recht, dass die Kinder in erreichbarer Nähe zu bleiben haben.
      Und nun?
      Sie kann ihm anbieten, die Kinder zu übernehmen, wenn diese es denn wollen. Wenn sie jedoch mitgehen wollen, diese xx Kilometer weiter weg? Geschätztes Alter der Kinder: 8 und 10 (oder so). Er wil ldie Kinder aber nicht als Alleinerziehender behalten, er will sie weiterhin 14tägig sehen und er will vor allen Dingen, dass sie bleiben. In seiner Nähe.

      Ich verstehe seine Sichtweise, ihre jedoch genausogut, aber ich kenne die Rechtsgrundlage nicht. Meistens sind getrennte Väter ja benachteiligt, ständig und überall, wenn es um solche Dinge geht.

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Nachtrag: Und würde eine Scheidung da etwas ändern?

Hallo,
<<<Momentan bin ich Hausfrau. Würde aber, so ich die Kinder gut unterbringen kann, gerne wieder arbeiten. <<<
Mit dieser Begründung und einem versierten RA müsstest du das durchziehen können.
Mir war es vor 10 Jahren nicht erlaubt wegzuziehen mit den Kindern.Wir hatten zu diesem Zeitpunkt das gemeinsame Sorge-recht.Natürlich gab es Klage wegen Entführung etc.
Letztendlich wurde aber meine (ähnlich der deinen ) Begründung gerichtlich akzeptiert.
Allerdings wurden es dann letztendlich nur 70 km-dies fand man zumutbar für einen normalen Umgang.
Du brauchst einen guten Anwalt.

L.G.

Ich kann Dir juristisch nicht helfen, finde allerdings aufgrund der hier gegebenen Antworten interessant, daß einer Mutter mit deren Kindern scheinbar ein Wohnsitzwechsel erschwert wird (wir reden hier natürlich von Wechseln innerhalb des Landes), während ein sich trennender Vater scheinbar unbegrenzt wählen darf, wo er sich hinvermacht.

Eine Freundin von mir trennte sich und verblieb vor Ort, während er sich ins schöne Schwabenland absetzte (zu seiner neuen Partnerin). Natürlich suchte er sich dort einen neuen Job. All dies natürlich, ohne zu fragen, ob den Kindern dies genehm wäre. Bei den 14 tägigen Vaterwochenenden werden die Jungs nun zu dessen hier ansässigen Eltern verbracht und wenn es dem Herren genehm ist, erscheint dieser auch - oder eben nicht. Desweiteren soll sich die Kindesmutter (wenn es nach dem Vater ginge) an den Transferkosten der Kinder beteiligen, so diese ihn dann besuchen kommen wollen (oder er zieht es vom Kindesunterhalt ab).

Tja... - Sachen gibt es.

#augen....

GzG
Irmi

Meinem Gerechtigkeitssinn wird dies nicht gerecht.

  • (19) 09.08.11 - 10:19

    >>daß einer Mutter mit deren Kindern scheinbar ein Wohnsitzwechsel erschwert wird<<

    Richtig, MIT Kindern!

    >>während ein sich trennender Vater scheinbar unbegrenzt wählen darf, wo er sich hinvermacht.<<

    Und zwar OHNE Kinder!

    Sobald die Kinder beim Vater leben, darf er auch nicht mehr lustig umziehen, wie es ihm gefällt - dafür aber die Mutter.

    Wenn es also eine Mutter mit Kinder stört, daß sie nicht in der Weltgeschichte rumziehen kann, dann muß sie nur die Kinder dem Vater überlassen und schon kann die Reise losgehen. Dafür muß dann eben der Vater dort bleiben, wo er ist!

    • (20) 09.08.11 - 13:08

      Und ich Stollentroll habe immer gedacht, man suche nach Regelungen zugunsten der Kinder #rofl.... -

      die sind nämlich durch die o.g. Situation die Gebeutelten. Da der verziehende kinderlose Teil (unabhängig ob Männchen o. Weibchen) die Distanz schaffen darf, derjenige, der die Kinder betreut aber scheinbar eingeschränkt ist.

      Wie bekloppt ist das denn? Fakt ist nämlich: die Kinder haben in jedem Fall nicht uneingeschränkten Zugriff auf beide Elternteile.

      Da ist es für mich unerheblich, welcher Teil sich vom Acker macht.


(21) 09.08.11 - 10:45

Vater UND Mutter dürfen jeder hinziehen wo sie lustig sind, nur eben dann wenn sie die Kinder beim zurückbleibenden Elterteil lassen. Wo ist da eine Ungerechtigkeit?

(25) 09.08.11 - 13:09

sieh meine Antwort auf die Trollin oben....

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