Begegnungen mit Ex-Geliebter/wie damit umgehen?

    • (1) 10.11.11 - 21:31
      xegaly

      Mein Mann hatte 11 Monate eine Geliebte. Es kam heraus und die Sache war beendet. Das ist nun schon 8 Monate her.

      Leider handelte sich um eine Frau, die in unserer sehr kleinen Stadt nur eine Straße weiter wohnt. Da mein Mann selbständig ist, kommt ein Umzug also nicht in Frage. Unsere Tochter hat hier eine Reitbeteiligung und es würde ihr das herz brechen, wenn wir hier wegziehen. Wie sollte man das auch erklären?

      Meinen Mann stört es nicht, dass man sich zwangsläufig mal über den Weg läuft (logisch, da er ja nur positive Erinnerungen damit verbindet)

      Somit bin ich irgendwie die dumme, die damit leben muss. Jedes Mal, wenn ich diese "Dame" sehe, überschlägt sich mein blutdruck, die hände fangen an zu zittern und mir wird regelrecht übel. Es dauert immer eine Stunde bis ich mich wieder auf Normalzustand heruntergefahren habe.

      Mir hilft es auch nicht, wenn mir Freunde sagen, ich könne doch lächelnd darüber hinwegsehen, da ich ja praktisch gewonnen habe. Mein Mann ist noch bei mir und sie ist die Ex. Leider verschafft mir das keine Genugtuung.

      Hat jemand Erfahrungen, wann man gelassener wird und ob dieser psychische und physische Stresszustand irgendwann aufhört? Kann ich meinem Mann tatsächlich glauben, dass es ihm völlig egal ist, wenn er sie wieder sieht? Ich kann das gar nicht nachvollziehen. Empfindet man da nicht sowas wie ein leises Bedauern o. ä.?

      • (2) 10.11.11 - 21:47

        "Kann ich meinem Mann tatsächlich glauben, dass es ihm völlig egal ist, wenn er sie wieder sieht? Ich kann das gar nicht nachvollziehen. Empfindet man da nicht sowas wie ein leises Bedauern o. ä.?"

        Ich weiß natürlich nicht, ob du deinem Mann glauben kannst...offensichtlich fällt es dir ja schwer, was unter diesen Umständen auch nachvollziehbar ist.

        Hab ich das richtig verstanden: Die Affaire flog auf und wurde aus dem Grund beendet? Wahrscheinlich von deinem Mann, und zwar deshalb, weil er dich nicht verlieren wollte?

        • (3) 10.11.11 - 21:53

          Das stimmt! Er hatte die Wahl und hat sich dann für mich entschieden (frag' nicht warum - mir ist es auch gelegentlich, wenn die Gedanken wieder hochkommen, unbegreiflich - obwohl er beteuert, dass ich nicht die 2. Wahl sei).

      (4) 10.11.11 - 21:55

      Warum hatte er die Affäre denn? (Ja, die Frage klingt ein wenig einfältig.)

      • (5) 10.11.11 - 22:01

        <<Warum hatte er die Affäre denn? (Ja, die Frage klingt ein wenig einfältig.) >>

        Tja.....weil es bei uns eine Weile nicht so gut lief, schlechte kommunikation, viel alltag, viel Job..... es hatte sich ein wenig totgelaufen

        • (6) 10.11.11 - 22:07

          Irgendwie klingt/liest sich alles, was Du schreibst so unsicher. Als würdest Du selbst nichts davon glauben. Bzw. auch umgekehrt, ist die Geliebte für Dich weiterhin eine potentielle Gefahr, wenn Du Dich nicht (das ist jetzt geraten) Deinem Mann gegenüber "wohlfeil" verhältst. So als ob er jederzeit wieder zu ihr gehen könnte.

          Das würde auch die Beschreibung des Stresses erklären, wenn Du sie siehst. Du stehst unter einem enormen Leistungsdruck. Ja?

          • (7) 10.11.11 - 22:28

            ...... ist die Geliebte für Dich weiterhin eine potentielle Gefahr, wenn Du Dich nicht (das ist jetzt geraten) Deinem Mann gegenüber "wohlfeil" verhältst. So als ob er jederzeit wieder zu ihr gehen könnte....

            Ich glaube nicht, dass mein Mann doch noch mit ihr durchbrennen möchte oder sich mit ihr trifft o. ä.

            Ich wei0 nicht genau, was es ist - vielleicht das Kopfkino, das dann anfängt, wenn sie mir über den Weg läuft (zwangsläufig müsste es doch dann bei meinem Mann genauso sein, oder?) Andererseits weiß ich natürlich nicht, was in den nächsten jahren passiert (genauso wenig wie vorher auch). Wenn die beiden sich in 5 Jahren mal allein irgendwo über den Weg liefen und unterhalten - wird man dann wehmütig? Bei uns ist dann der normale Alltag und die beiden schwelgen vielleicht in tollen, spannenden Erinnerungen. ..... ist müßig, sich darüber jetzt schon den Kopf zu zerbrechen.

            • (8) 10.11.11 - 22:30

              Hm also wenn ich einen Ex von mir treffe, auch wenn es eine heisse Sexbeziehung war, dann denke ich nicht zwangsläufig sofort nur an die heissen Sexerlebnisse mit demjenigen..

              • (9) 10.11.11 - 22:35

                Das beruhigt mich aber (nicht dass ich dir das nicht gönnen würde.....:-p) Bei mir sind die Exmänner schon so weit entfernt, dass ich mich praktisch gar nicht mehr an die Jahre danach erinnern kann... und heute sind sie mir absolut egal.... null Emotionen

    (10) 10.11.11 - 22:13

    Eine Freundin nennt es immer Narbenschmerzen. So etwas hinterlässt spuren auf der Seele und auch eine Narbe, die sich auf unterschiedliche Weise immer mal bemerkbar macht. So wie bei Regenwetter, dass man plötzlich wieder Beschwerden hat, die gar nicht mehr da sein dürften.

    Bei dir ist diese "Dame" der Auslöser und verursacht bei dir auch körperliche Beschwerden. Das wird sicher schwächer mit der Zeit, die narbe bleibt aber oder man lernt, besser damit zu leben. Irgendwann kannst du über diese Frau sicher auch lächelnd hinwegsehen.

    Ob es deinem Mann tatsächlich nichts ausmacht...... keine Ahnung. Ich denke nur an die "regulären" Expartner. Ich habe nie irgendwie wehmütig zurückgeblickt, auch wenn mit mir jemand Schluss gemacht hatte. Nach Jahren sind sie sogar völlig unbedeutend geworden, weil ich ja in einer neuen, glücklichen Partnerschaft war. Wenn dein Mann sich mit dir wohlfühlt und ihr glücklich zusammen seid, kann es durchaus sein, dass er keinen Gedanken an sie verschwendet - vielleicht bereut er ja sein Handeln so sehr, dass er es sich auch gar nicht zugestehen würde.

    (11) 10.11.11 - 22:18

    Warum hast du dieses Gefühl nicht, wenn du deinen Mann siehst? Warum ist sie die Böse? Wenn du ihm verzeihen konntest, sollte sie dir zumindest gleichgültig werden...

    LG H.#klee

    • (12) 10.11.11 - 22:31

      Du hast sicher recht - aber auf irgendwen muss ich meine Wut konzentreiren. Wäre es mein mann, könnte ich mit ihm nicht mehr zusammenleben.

      Dazu kommt, dass die Zeit danach recht extrem war. Sie ist meinem Mann regelrecht hinterhergelaufen/telefoniert/gesimst - fast wie so eine Stalkerin und hat uns das Leben schwer gemacht

(13) 10.11.11 - 23:02

Das sind m. E. einige ungeordneten Gedanken dabei oder sagen wir einige recht einseitige. Alles in allem waren drei Personen beteiligt, du, dein Mann und sie. Du leidest, sie leidet bzw. hat gelitten und deinem Mann soll das alles egal sein. Inkl. der Zeit, in der sie ihm hinterher gelaufen ist? Glaube ich nicht. Ich denke, dass taxiert nach wie vor alle drei Parteien.

Womit genau mußt du leben? Die Frage mag sich banal anhören, ist es aber nicht. Was stellt sie für dich dar?

Freunde sagen, du könntest lächelnd darüber hinweg sehen, weil du gewonnen hast? Was sind das für Freunde? Solche Menschen könnten für mich niemals Freunde sein. In einer solchen Situation gibt es keine Gewinner... Und ich denke, das weißt du, ich glaube, sie ist für dich das personifizierte Zeichen einer Niederlage und ich glaube, du weißt, dass es wieder passieren könnte, weil sich die Vorzeichen eurer Beziehung (dein Mann und du) nicht wirklich geändert haben.

Ob man das Ende einer Affaire bedauert ist ja wohl so ziemlich davon abhängig, was man für die Affaire empfunden hat. Ich denke, dass dein Mann lügt und m. E. tut er das, weil er weiß, dass du mit der Situation nicht umgehen kannst.

(14) 10.11.11 - 23:29

Hast du das Gefühl, dass dein Mann sich wirklich für dich oder nur für die vordergründig einfachere Lösung entschieden hat?
Sich gegen die Geliebte zu entscheiden ist erst mal einfacher, als eine Ehe mit Kindern aufzulösen.

>>>Kann ich meinem Mann tatsächlich glauben, dass es ihm völlig egal ist, wenn er sie wieder sieht?<<< Das kann dir niemand beantworten.

Vielleicht würde es dir helfen, wenn ihr eine Paarberatung macht.

(15) 11.11.11 - 01:07

Ich kann dich verstehen.
Ich habe mich nach genau so einer Nummer von meinem Gatten getrennt, aber ich gönne mir noch heute einen bösen Blick oder wünsche ihr einen platten Reifen am Fahrrad, einen abgebrochenen Absatz des Pumps oder eine furchtbare Haarfarbe.

Ich bin mit dem Mann nicht mehr zusammen, sie auch nicht, aber mögen kann, will und werde ich sie nicht.
Und kleine Geschichten der Rache muntern mich auf.

Die Welt wird sich weiterdrehen, auch wenn du sie nicht magst. Nehme dir die Freiheit, sie einfach nicht leiden zu können.
Therapiert auch.

(16) 11.11.11 - 06:37

11 monate???....viele stunden der zärtlichkeit, liebe worte, versprechungen, gesten, tollen sex usw....und viele stunden wo du dich seiner sicher warst und er dich belogen hat...es kommt raus und er entscheidet sich für dich...ich würde mich fragen ob er mich wirklich liebt oder bin ich einfach nur der momentane vermeintlich einfachere weg, denn nimmt er die andere, hat er einige hürden zu bewältigen und weiß nicht was auf ihn zukommt...

es waren 11 monate und er wird viel liebes zu ihr gesagt haben, sie wird ihre gründe haben warum sie ihm "nachgelaufen" ist.

außerdem halte ich es für verkehrt wenn man sich schuldmäßig auf die (ex) geliebte konzentriert....denn dann arbeitet man nicht wirklich am problem und das ende ist dann eh irgendwann trennung, es dauert nur länger und man leidet mehr.ich würde, wenn, zu einer paarberatung raten.

und sorry...aber ich würde sagen, du bist die 2. wahl ...

(17) 11.11.11 - 07:02

Sorry, aber ich kann nicht verstehen, wie man bei der Geliebten austickt und mit dem Ehemann nach einer fast einjährigen Affäre die tolle Familie von nebenan spielen kann. Kind, Haus, Geld hin oder her. Das ist einfach nur krank.

Wenn es deinem Mann nur um Sex ging, wird sie ihm egal sein. Ein sexuelles Gefühl im Schritt wird er vielleicht immer noch haben. Das ist aber ein normales männliches Ding. Wenn er jedoch Gefühle für sie gehabt hat, dann ist sie ihm vielleicht nicht egal.

Reden reden reden.
Mit dem Mann. Über deine Gefühle.

Und wenn er es nicht mehr hören kann, erzähl es jemand anderem. Gut, hier will immer niemand von Therapeuten hören. Aber mit professioneller Hilfe kann der Mensch leichter Strategien entwickeln, wie er für ihn problematische Dinge überwindet. Oder einfach besser bewältigt.

Alles Liebe dir

White.

(19) 11.11.11 - 10:58

hattest du nicht auch ein problem mit eifersucht?

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