kann die liebe wiederkommen?

    • (1) 19.11.11 - 14:58
      traurig11

      hallo,

      ich bin 11 jahre mit meinem mann zusammen und seit 6 jahren verheiratet, wir haben zwei kinder. Seit etwa einem jahr fällt es mir immer schwerer meinen mann in den arm zu nehmen, ihn zu küssen oder einfach abends zu kuscheln. Mir fehlt einfach das Bedürfnis danach. Ich habe immer gedacht, dass wir so weiterleben können und meine gefühle für ihn irgendwann schon wieder stärker werden. Seit 5 wochen gehen wir zur eheberatung und nun wird mir klar, wenn sich im nächsten jahr nichts ändert (an meinen gefühlen für ihn) wäre es besser sich zu trennen. Ich möchte keine trennung, ich wünsche mir sehr, dass die bedürfnisse wieder kommen, meinen mann zu küssen mit ihm zu kuscheln, so wie es mal war.
      Es ist viel passiert seit unserer hochzeit, mein mann ist chronisch erkrankt und hat depressionen bekommen, ich habe mich hauptsächlich allein um unsere kinder gekümmert, hatte keine freiräume, nie zeit für mich. Seine erkrankug steht seit ca. 4 jahren immer im vordergrund, er hat sich auch sehr gehen lassen. Meine liebe zu ihm ist nach und nach verloren gegangen, ich habe ihn noch lieb, mag aber all die sachen die zum liebesleben gehören nicht mehr machen. Mein mann möchte vieles ändern, mich mehr unterstützen, mir auch mal einen freien nachmittag in der woche gönnen. Ich bin mir nur so unsicher, ob sich an meinen gefühlen für ihn wieder etwas ändert.
      Glaubt ihr, die liebe kann wiederkommen?

      Danke fürs lesen.

      LG

      • (2) 19.11.11 - 15:38
        mehr zeit für dich

        das problem ist du brauchst für dich zeit ..kannste net für paar tage weg bleiben?
        dann wirst du auch langsam merken wie du ihn vermmisst ...glaub mir das wird dir helfen !!
        er wird es auch bestimmt verstehen.. du warst immer für ihn da trotz seine krankheit.

        wünsch dir viel glück^^

        lg

        Hat Dein Mann seine Depressionen nun im Griff ? Hat eine Behandlung angeschlagen ? Ist die chronische Krankheit einigermaßen behandelt und kann man damit leben ?
        Das ist wichtig für meine Antwort. Ich sehe aber ein gutes Zeichen darin, dass er Dir Freiräume geben will, er sieht wohl, dass er Dich sehr in Beschlag genommen hat und einiges auf der Strecke blieb.
        Nimm das mal wahr - ein Tag mal ganz weg zu sein zum Überlegen wäre auch nicht schlecht. Wenn man nämlich NUR Krankenpflegerin ist, wandelt sich Liebe in eine Art Muttergefühle - das ist garnicht gut für eine Beziehung.
        Wenn es ihm aber besser geht, sehe ich noch gute Chancen für einen Neuanfang. Wenn beide dazutun - warum denn nicht ? Aber Krankheit darf kein Dauerthema sein, das killt vieles.
        Eingeschlafen ist die Liebe bestimmt schon oft in Ehen - aber doch auch immer mal wieder aufgewacht, wenn es beide wollen. Es wäre schön, auch wegen eurer Kinder.
        LG Moni

        (4) 19.11.11 - 17:35

        Hallo,

        ja ich glaube daran, denn Liebe ist auch immer eine Frage der Entscheidung.

        "Wenn uns die Liebe nicht mehr trägt, trägt uns der Verstand, bis uns die Liebe wieder trägt."

        Ich wünsche Euch und auch uns (wir hatten so eine Phase schon hinter uns, momentan sind wir aber wieder so halb drinnen....#schmoll), dass wir es schaffen werden#pro.

        liebe Grüße#blume

      • Hallo Traurig 11,

        ich bin mir sogar sehr sicher das die Liebe nicht weg, sonder gerade gut versteckt, oder man könnte auch "auf Eis gelegt" sagen, ist.

        Was glaubst Du wie viele wirklich alte Paare ihre vielen Ehejahre geschafft haben? Bestimmt war nicht immer alles eitel Sonnenschein!

        Die Höhen und Tiefen sind es die diese "Rentnerehepaare" noch heute Hand in Hand mit einander gehen lassen.

        Sicher ist es auch die ältere Generation, die sich nicht so schnell hat scheiden lassen.

        Dennoch kenn ich einige Rentnerehepaare die sehr liebevoll mit einander sind und glücklich!

        Ich glaube das ihr eine sehr lange, sehr schwere Phase hattet, die für euch BEIDE anstrengend, traurig, kräftezehrend und teilweise einsam war.

        Ihr wärd nicht in einer Eheberatung wenn nicht ein Gefühl von "zu einander gehören" da wäre, oder?

        Du hast oben ja schon sehr gute Antworten bekommen. Ich würde einfach nur ergänzen in dem mein Rat wäre das ihr BEIDE Zeit für euch Alleine (jeder für sich) braucht, aber auch schöne GEMEINSAME Erlebnisse euch gut tun werden!

        Von den schönen Zeiten zehrt man in der Schlechten Zeit. Mit den schönen Zeiten balsamiert man die Wunden der schweren Zeiten...

        Ich wünsche euch BEIDEN von Herzen das ihr euch wieder findet #herzlich

        • Ich glaube, Du hast entweder überhaupt keine Ahnung, was Depression und psychische Erkrankung bedeutet, oder Du hast nicht mehr alle Tassen im Schrank oder Du schreibst hier mal nur so, oder Du hast keine Empathie oder alles zusammen.

          Wenn die Frau hier von keinen Freiräumen seit seit vier Jahren schreibt mit zwei Kindern und einem depressiven Mann und nie Zeit für sich selbst, dann labere nicht von den guten und den schlechten Zeiten.

          Die Frau hat seit Jahren nur schlechte Zeiten.

          Und mit einem depressiven, psychisch kranken Partner hat man nur schlechte Zeiten.

          Ignorante Penner!

          • Nette Ausdrucksweise legst Du da an den Tag. Das kannst Du aber gern noch mal üben ... ;-)

            Und es gibt durchaus Chasen mit einem psychisch kranken Menschen wieder glücklich zu werden.
            Ich kenne einige Paare die GENAU das hinter sich gebracht haben.

            Keiner sagt das es ein leichter weg ist. Oder ein kurzer. Aber psychisch kranke Menschen bestehen nicht nur aus "psychisch krank".
            Und man kann heut zu Tage sehr viel tun...

            LG

            • Tut mir leid für meine Ausdrucksweise und die beleidigende Art.

              Ich kann einigermaßen nachvollziehen, was die TE für eine harte Zeit hinter sich hat und evtl. noch vor sich hat.

              Dein Verweis auf Kriegserlebnisse zeigt m.E., dass Du Dich mit psychischen Erkrankungen nicht gut auskennst. In meiner Großelterngeneration gab es sehr harte Kriegserlebnisse mit Tod und Vertreibung und allem drum und dran.
              Man hat das kompensiert mit "Party" - wie man heute sagen würde.
              Man hat einen drauf gemacht, ist tanzen gegangen und es sind auch Kinder entstanden.

              Ein psychisch kranker Mensch mit Depression kann das nicht. Der lebt in einer anderen Welt. Da gibt es keinen Höhen und Tiefen, wie bei den Kriegsleuten, sondern nur Tiefen und mal weniger tiefe Tiefen und dann wieder ganz tiefe Tiefen.
              Der zweite Weltkrieg dauerte 6 Jahre, danach war es vorbei.

              Die TE hat 4 Jahre hinter sich. M.E. reicht das.

        "....Von den schönen Zeiten zehrt man in der Schlechten Zeit. Mit den schönen Zeiten balsamiert man die Wunden der schweren Zeiten..."

        Das ist "großes Kino" - aber leider vollkommen weltfremd.
        Die Krankheit eines Partners kann einen fertigmachen - besonders wenn es Jahre geht.
        Irgendwann kann man nicht mehr - und wenn man ihn noch so mag.
        Dann ist Schluß - reiner Selbsterhaltungstrieb, sonst springt man selber von der Brücke !
        Dann ist garnix mehr mit balsamieren. Es ist nicht jeder Mensch zum Märtyrer geboren.
        Gruß Moni

        • Hallo Moni,

          was Du schreibst ist durchaus auch oft traurige Wahrheit.

          Dennoch habe ich schon andere Paare erlebt die auch aus so langwierigen, schwierigen Phasen wieder zu einander gefunden haben.
          Ein psychisch kranker Mensch besteht nicht nur aus "psychisch krank".

          Wenn solche Patienten tatsächlich WOLLEN das es ihnen wieder gut geht (und die traurige Wahrheit ist das viele das gar nicht mehr wollen können) und sich helfen lassen können auch solche Menschen durchaus wieder voll und ganz ins Leben finden.

          Der Weg dort hin ist nicht leicht und meist auch sehr lang. Aber die Frage war ob das Gefühl der Liebe wiederkehren kann.

          Und aus meinen Erfahrungen weiss ich: Ja sie kann.

          Denk mal an die vielen Paare die Schrecklichstes in den Kriegsjahren mit gemacht haben...
          Nur wenige haben sich irgendwann Hilfe geholt. Leider.

          Nicht alle sind unglücklich alt geworden mit einander... :-)

          Wie groß oder klein die Chace ist für diese Beiden kann hier keiner beurteilen.

          Aber ich würde nie sagen das sie gar keine Chance mehr haben.

          Ich denke gerne positiv, das ist richtig.

          Ein Märtyrer bin ich nicht...

          LG

          • Ich finde, Kriegsehen kann man nicht damit vergleichen. Da haben BEIDE das GLEICHE erlebt und das hat zusammengeschweißt ohne Ende. Haben mir schon viele Paare so erzählt. Allerdings gingen viele Ehen kaputt, wo der Mann aus der Kriegsgefangenschaft heimkam. Sie hatte jahrelang alles managen müssen und heim kam ein ganz anderer, kaputter Mann. Meinen Eltern ging es nicht viel anders, meinen Vater hatte der Krieg auch zerstört. Ich bin 20 Jahre älter als Du und etwas näher am Thema, deswegen kann ich das auch so behaupten.
            Aaaaber - vor 50 Jahren war Scheidung und Trennung garkein Thema - überleg mal, da hatte der Mann noch alle Rechte über die Frau. Erst ab 1957 bekam eine Frau etwas Gleichberechtigung/Selbständigkeit zugestanden. War aber mehr auf dem Papier als in der Realität.....
            Ich will nicht alles schlechtreden, kenne aber leider viele Ehepaare meiner Elterngeneration, die kreuzunglücklich waren und der Tod eines Partners erst Ruhe schaffte.

            In der heutigen Zeit ist es einfach eine Riesenbelastung, wenn ein Partner dauerkrank ist - und - wie Du schon schreibst, er muss gesund werden WOLLEN und wenigstens ein bißchen Grundoptimismus mitbringen - sonst geht die Familie kaputt !!!
            Mein Mann ist seit fast 10 Jahren auch chronisch krank, mit manchmal depressiven Schüben, die er aber nicht als solche einsieht und auch keinen Arzt deswegen aufsucht.
            Ich weiß schon auch, wovon ich schreibe. Gottseidank bin ich noch berufstätig und habe Ablenkung - zuhause würde ich wohl auch durchdrehen.

            Ich liebe ihn wirklich auch noch - aber schon lange nicht mehr wie Mann und Frau - er ist eher eine Art vertraute Vaterfigur mit zahlreichen Macken und Mucken, gegen die ich mich immer mal massiv wehre, dann gehts wieder eine Weile.
            Trennung ist kein Thema, er ist zu alt, er ist 18 Jahre älter als ich....... im Stich lassen werde ich ihn nie - aber es ist kein Zuckerschlecken.

            LG Moni

            • Ja der Erkrankte muss sehen das er therapieeinsichtig sein und das auch wollen sonst ist es in der Tat so das die Beziehung nicht viele Chancen hat.

              In diesem Threat sind die beiden in einer Paartherapie die, so der Ehemann sich darauf einlässt weiter Therapiene mit sicherheit für den Mann der Userin anbieten wird.

              Erste Einsichten (z.B. Thema Freiheiten) sind ja schon gekommen und werden umgesetzt.
              Es besteht also eine reelle Möglichkeit diesem Paar zu helfen.
              Wie es letzten Endes aus geht kann keiner sagen.

              Aber alle Hoffnungen zu Nichte zu machen in dem man von vorn herein selbige zerstört finde ich nicht gut.

              Das mit Dir und deinem Mann tut mir sehr leid für Dich Moni.
              Du scheinst wirklich viel zu opfern für eure Ehe.

              Dein Mann kann sich glücklich schätzen so eine starke Frau an seiner Seite zu haben.

              Alles erdenklich Liebe, ich ziehe wirklich den Hut vor Dir!

              LG#winke

    Du stellst die falsche Frage! Die Frage muss lauten: "Kann der Mann wieder gesund werden ?".

    Kurz zu mir: ich bin seit 12 Jahren mit meiner Frau zusammen und seit zwei Jahren verheiratet und wir haben ein Kind, das bald 8 Jahre alt wird.
    Vor 5 Jahren ist meine Frau psychisch schwer erkrankt und seitdem depressiv.

    Ich habe mich auch hauptsächlich allein um unser Kind gekümmert und gehe vollzeit arbeiten und meine Frau liegt depressiv herum und lässt sich völlig gehen.

    Bei uns steht auch seit 5 Jahren die psychische Erkrankung der Frau im Vordergrund. Das Kind leidet darunter und ich leide darunter.

    Ich habe das jetzt beendet. Ich mache das nicht mehr mit. Meine Frau muss ausziehen.

    Ich werde selbst depressiv bzw. deprimiert von der Situation. Ich will nicht den Rest meines Lebens so leben.

    Ihr seit bei der Eheberatung gewesen und es hat nichts gebracht! Wie auch, Euer Problem ist die Erkrankung des Mannes.

    Ich empfehle einen letzten Versuch: die Krankheit des Mannes muss besser behandelt werden. Wenn das nicht möglich ist, dann sie zu, dass Du weg kommst von der Krankheit und von dem Mann..

    Du hast ihn noch lieb aber Du liebst ihn nicht mehr und er ist schon seit 4 Jahren nicht mehr in der Lage, Dich zu lieben. Psychisch kranke Menschen haben nur mit sich selbst zu tun, die haben gar nicht die Möglichkeit, sich um andere Menschen - Kinder oder Partner - zu kümmern.
    Psychisch kranke Menschen beanspruchen jede Menge Zuwendung und Hilfe und Pflege.

    Musst Du selbst wissen, ob Du das für den Rest Deines Lebens so weitermachst.

    Ich mache es nicht.

    Jack

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