Alleinerziehend und neuen Job suchen/ Umschulung?

    • (1) 30.11.11 - 16:17
      fragehabe

      Hallo,

      für mich stellt sich derzeit die Frage, ob ich mir einen neuen Job suchen soll, da dies wohl von meinem derzeitigen Arbeitgeber sehr begrüßt würde, er mich allerdings nicht kündigt, aber wenn ich will, kann ich gehen und krieg noch nen Bonus dazu.

      Ansonsten wäre mein Arbeitsplatz sehr sicher, aber eben auch nicht mehr die Erfüllung.

      Nun stellt sich mir die Frage, mit fast Mitte 30, ob ich einen Neuanfang wage oder den Rest meines Lebens, auf meinem Hintern hockend im Büro versauer.

      Ich tendiere zum Neuanfang. Vielleicht wäre ein Pflegeberuf was. ich weiß halt nicht, was für Chancen ich da hätte, zumal ich als Alleinerziehende ja nun nicht unbedingt die flexibelste bin..

      Mein Kind ist auch noch klein, kommt erst bald in die Schule, ich sorge auch weitestgehend ganz allein für mein Kind.

      War oder ist jemand in einer solchen Situation und kann aus Erfahrung berichten?

      Ich befinde mich gerade am Anfang des Denk-Prozesses und benötige viel "input"

      Dankesehr

      LG

      • Huhu #winke

        welche Ausbildung hast du gemacht?

        Also ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen das der Job als PTA perfekt ist für Mütter und ja, man kann auch mit 30 die Ausbildung absolvieren. Hatte damals eine 32 jährige, mit 2 kleinen Kindern in meiner Klasse.

        Nun ist aber die Frage, nur weil es passt, willst du sowas denn überhaupt machen? Pflege ist auch ein sehr schönes Berufsfeld wo ja auch immer Händeringend gesucht wird.

        Mein Mann ist auch gerade an einer Stelle wo er seinen gewohnten Beruf abbrechen und einen neuen ergreifen will.

        Ich würd dir raten, mache dir mal eine Liste was alles genau für dich in Frage kommt und informiere dich dann übers Internet über die Berufe, dann kannst du ja immer noch schauen ob das tatsächlich das ist was du willst oder du doch ganz zufrieden im jetzigen Beruf bist.

        Wünsch dir alles gute für deine Zukunftsumgestaltung #klee

        • (3) 30.11.11 - 18:17

          Hallo,

          danke für Deine Antwort.

          Ich weiß, dass ich im jetzigen Job nicht bleiben mag. Die Frage ist nur, ob ich "Relativ sicher" bei meinem Job bleibe, in dem ich unzufrieden bin, oder mich versuche selbst zu verwirklichen und aber damit ein Risiko eingehe.

          Ich tätige eben einen Bürojob, bin gelernte Kauffrau. Aber ich möchte etwas machen, wo ich körperlich aktiver bin und mit mehr Leuten in Kontakt komme, deshalb denke ich in die Richtung Kranken-/ oder Altenpflege.

          Die Frage ist, wie gut sich das verbinden lässt mit meinem Kind, das ja noch klein ist.

          Aber momentan bin ich ja noch dabei, Infos zu sammeln :-)

          Danke Dir

          • (4) 30.11.11 - 23:20

            Hallo,
            mh - kannst du denn nicht innerhalb deines Bereiches was verändern - weiterbilden - Auszubildende betreuen - Übungsleiterschein machen und Sportkurse anbieten - Stelle reduzieren und Ehrenamt antreten - Schulen suchen auch immer Leute, die was anbieten - ich weiß von Schulen, die sogenannte Experten suchen, die von ihrem Beruf berichten und Jugendliche beraten.... das fällt mir so ganz spontan ein

            Ich würde versuchen eine Zeitlang zweigleisig zu fahren, wenn es möglich ist....

            gruß
            erna

      Wenn die neue Ausbildung beendet ist, bist Du also irgendwo Mitte 30 und musst dann als beruflicher Neueinsteiger einen gut bezahlten und sicheren Job finden. Leichter gesagt, als getan.

      Ganz ehrlich, das wäre mir zu unsicher. Einen sicheren Job hinwerfen und eventuell nach der Ausbildung keinen Job finden?

      Pflegedienst ist ein Knochenjob, bei dem Du körperlich stark beansprucht wirst. Zwei Bekannte und auch jemand aus meinem Verwandtenkreis sind im Pflegedienst tätig. Kein Wochenende, keine Feiertage, nie pünktlich Feierabend. Ein dickes Fell brauchst Du obendrein, frag' mich lieber nicht, warum, denn da stößt man nicht selten an seine Grenzen.

      Überleg' Dir das wirklich gut, dennoch viel Glück und ein gutes Händchen für die richtige Entscheidung...

      • (6) 30.11.11 - 18:22

        Hallo,

        vor körperlicher Anstrengung habe ich keine Angst.

        Ich bin derzeit körperlich so dermaßen unausgelastet, dass ich den Rest des Tages so unausgeglichen und hibbelig bin, weil ich mich immer bewegen muss, dass es supernervig ist.

        Mir stellt sich am allermeisten die Frage, wie gut sich das mit meinem Kind vereinbaren lässt. Denn Nachschicht etc. kann ich dann nicht.

        Danke für Deine Antwort

        • Es mag sein, dass Du Dich JETZT körperlich in der Lage fühlst, aber warte noch 10 oder 20 Jahre, dann sieht das ganz anders aus dann hast Du allerdings noch lange nicht das Renteneintrittsalter erreicht. Vergiss bitte nicht, dass Du dieser körperlichen Anstrengung bis zur Rente dann täglich ausgesetzt bist. Einen hilfebedürftigen Menschen einfach mal eben aus dem Bett zu wuchten, geht nämlich ganz schön auf die Knochen. Mit 50 bist Du längst nicht mehr so "knackig" wie vielleicht jetzt noch, glaub' mir. Und das ist nur eines der Dinge, die Dich bis zur Rente täglich mehrmals erwarten. Gerade bei der häuslichen Pflege bist Du oft auf Dich allein gestellt.

          Unterschätze diese Arbeit nicht. Wie gesagt, jetzt bist Du fit und nicht ausgelastet, aber in 10-15 Jahren sieht das anders aus, dann ist Deine Belastungsgrenze wesentlich niedriger.

    Warum wohl werden im Pflegebereich händeringend Mitarbeiter/innen gesucht? Sicher nicht, weil es ein gut bezahlter Traumberuf ist.

    Mehrere Bekannte arbeiten in diesem Bereich (einige sind auch schon ausgestiegen und haben sich anders orientiert). Es kommt sicher darauf an, wen du betreust. Da gibt es schon Unterschiede. Gemeinsam haben aber fast alle, dass man recht flexibel sein muss, da Pflege i. d. R. 24 Std. , 7 Tage die Woche stattfindet (z. b. in Behindertenheimen, Altenheimen usw.), man selten pünktlich Feierabend hat und körperlich stark gefordert wird (je nach Arbeitsstelle geht es auch an die Psyche, was man auch aushalten lernen muss), bei personellen Engpässen wird jeder herangezogen, der noch geradeaus laufen kann, weil die Dienste um jeden Preis aufrecht erhalten werden müssen

    Vielleicht solltest du versuchen, ein Praktikum zu absolviern, um dir ein genaueres Bild zu machen. (am WE wird hier auch gearbeitet und du könntest dieses neben deinem regulären Job einbauen).

    • (10) 30.11.11 - 19:45

      Hallo,

      ich werde sicher nicht ins kalte Wasser springen, sondern mich vorher ausreichend informieren.

      Ich danke Dir für Deine Antwort.

      Da mein Kind ab nachmittags und jedes WE bei mir ist, ist wohl hier wenig flexibilität zu erwarten, aber wenn ich kann, dann gibts auch den vollen Einsatz, wo auch immer :-)

      LG

Top Diskussionen anzeigen