Hochzeit trotz "Fremdverliebtheit"

    • (1) 06.02.12 - 10:08
      heuteliebermalanonym

      Hallo,

      ich habe ein Problem: Ich bin seit vielen Jahren mit meiner Jugendliebe zusammen und heirate in wenigen Wochen. Ich liebe sie! Wir verstehen uns gut, sie lässt mir viele Freiheiten, ist warmherzig und fürsorglich und hat mir im Laufe der Jahre schon einiges verziehen - eine echte Traumfrau! Trotzdem habe ich vor 10 Monaten eine andere Frau kennengelernt und mich in sie verliebt. Anfangs hielt ich es für einen kleinen Flirt, vielleicht auch sowas wie kalte Füße, jetzt wo es nach all den Jahren mit meiner Verlobten ernst wird. Irgend wann ergab sich eine Gelegenheit und wir haben uns geküsst - das hat mich umgeworfen und ich konnte wochenlang an nichts anderes mehr denken. Mit ihr, das passt einfach - wir haben dieselben Leidenschaften, sie ist witzig, geistreich, warmherzig, klug, überraschend, vielseitig und wunderschön. Ich könnte sie stundenlang ansehen und wir verstehen uns ohne Worte - ihr geht es genauso. Ich habe sowas noch nie erlebt. Die Hochzeit rückt immer näher, ich hatte und habe ein furchtbar schlechtes Gewissen meiner Verlobten gegenüber (es ist zwar bei dieser einen Knutscherei geblieben, weil ich meiner Verlobten treu sein will - aber wenn ich könnte würde ich die andere jedesmal küssen, wenn ich sie sehe), bin fest entschlossen zu heiraten und stehe zu meiner Verlobten. Trotzdem quält mich die Situation sehr, zumal ich die andere mehrmals die Woche sehe und das auch nicht verhindern kann. Ich habe vor einem halben Jahr beschlossen, die Situation einfach auszubaden - die Hormone kommen ja irgend wann von alleine wieder runter und der Verstand setzt wieder ein, gerade bei so einer kleinen Schwärmerei. Aber bisher hat sich nichts geändert. Ich leide mal mehr mal weniger an dieser anderen Frau und an den Schuldgefühlen meiner Verlobten gegenüber, aber... am Grundgefühl ändert sich nichts.

      Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten? Mir Tipps geben, wie ich meine Gefühle abstellen und aus dieser Situation herauskommen kann?

      Gruß
      Heuteliebermalanonym

      Also wenn es scho lange anhält sei ehrlich zu dir und vor allem der Frau die du heiraten willst.

      (9) 06.02.12 - 10:45

      Hallo,

      lass es bleiben. Sag die Hochzeit ab und sei ehrlich zu Deiner Partnerin. Wenn Ihr es schafft und Eure Beziehung weiterführen könnt, dann holt die Hochzeit in ein oder zwei Jahren nach.

      Wenn Du jetzt heiratest kann es im schlimmsten Fall passieren, daß Du in einer Ehe gefangen und nicht glücklich bist. Irgendwann kommt es dann zur Trennung. Damit tust Du auch Deiner Frau keinen Gefallen.

      Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, daß so eine Fremdverliebtheit über Jahre andauern kann. Noch hast Du die Chance, Dein Leben und Deine Liebe in den Griff zu bekommen, ohne unnötig viel Porzellan zu zerschlagen.

      Punkt 1, ich denke, du bist kein Mann

      Punkt 2, wärest du ein Mann, musst du ein Volltrottel sein, denn einer "Traumfrau" tut man nicht so viele Dinge an, die sie einem verzeihen muss.

      Punkt 3, du lernst nicht aus den Dingen, die sie dir verziehen hat, weil du weiter Mist baust.

      Punkt 4, eine Traumfrau hat es nicht verdient, aus reinem Vorsatz geheiratet zu werden. Da sollte man als Kerl genügend Arsch in der Hose haben um reinen Tisch zu machen.

      • (11) 06.02.12 - 11:16

        Ich schließe mich dir an. :-) Und ich geh sogar noch einen Schritt weiter: Ich denke, dass der Post erfunden ist.

        ich glaube, dass so Zweifel vor der Ehe gar nicht mal so unnormal sind - egal ob Mann oder Frau.

        Würden manche mehr auf die Zweifel hören, wäre die SCheidungsrate vielleicht nicht so hoch. Andererseits gbt es sicher auch viel zu viele, die blauäugig heiraten und sich dann trennen.

        Seis drumm, ich würde vermuten TE ist die andere - die, die er nicht heiraten will. Und jetzt will sie ihm sagen: hier die urbianer sagen auch alle: besser nicht heiraten

Ich erzähl dir jetzt mal eine Geschichte aus meinem Bekanntenkreis. Ein guter Kumpel von mir war auch schon 10 Jahre mit seiner Freundin zusammen. Sie kauften ein Haus zusammen. Standen gemeinsam im Grundbuch, gemeinsam im Kreditvertrag. Es war klar, sie wollten irgendwann heiraten, Kinder etc.
Das Haus könnte/kann einer alleine nicht heiraten.
Dann lernte er auf der Arbeit eine andere Frau kennen und verliebte sich. Es lief nicht viel, wie bei dir mal küssen etc.
Mein Kumpel kam aus einer Familie, wo man, wenn man (a) sagt auch (b) sagt. Er ist sehr pflichtbewußt und "auf dem Papier" war seine Freundin auch eine wirklich gute Frau. Liebenswert, freundlich... ich mag sie auch. Aber "mögen" ist keine Liebe und manchmal hilft alles wünschen und wollen nicht weiter.
Mein Kumpel hat genau das durchgezogen, was du vorhast. Seine Freundin wurde schwanger (ungeplant, vielleicht witterte sie aber auch die Gefahr), er heiratet sie noch in der Schwangerschaft. Sagte immer zu mir, wenn ich ihn fragte, ob das das Richtige für ihn sein, was er denn machen sollte. Seine und ihre Familie würden das erwarten, sie wären gemeinsam mit dem Haus verschuldet, dann noch das Kind etc.pp.

Inzwischen ist das Kind geboren, die beiden seit circa anderthalb Jahren verheiratet. Die Kollegin, in die er sich verliebt hatte, hat inzwischen gekündigt und den Kontakt zu ihm eingestellt.

Ja, vielleicht wirst du nicht unglücklich, wenn du heiratest, aber wirst du auch glücklich?

Denn nicht glücklich zu sein ist nicht dasselbe wie unglücklich zu sein, aber für mich wäre beides nichts.
Noch kannst du aus der Nummer aussteigen. Willst du für den Rest deines Lebens mit deiner Verlobten zusammen sein? Ist sie wirklich die Frau deines Lebens????

Überlege dir das sehr sorgfältig. Du hast nur dieses eine Leben.

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