Computerspiele und die Partnerschaft....

    • (1) 07.02.12 - 06:49
      *amende*

      Hallo Ihr Lieben,

      ich habe folgendes Problem. Ich bin mit meinem Freund seit ca. 3 Jahren zusammen.
      Es gibt Phasen, da ist er der Meinung, er könne nix und er wäre nix. Er verfällt dann in eine depressive Stimmung. Um diese Stimmung zu kompensieren, meint er, er müsse sich am PC mit spielen ablenken (u.a. Onlinespielen, sowas in der Art wie Herr der Ringe o.ä.).
      Denn nur dadurch würde er seinen Kopf frei bekommen und runterfahren. Wenn Ihr versteht was ich meine...
      Leider ist nun wieder eine dieser Phasen. Und sorry, es reicht langsam. Diese Spiel"sucht" dehnt sich auf unsere ganze Partnerschaft aus. Er sitzt nur noch davor, jedes Wochenende, nach Feierabend und Zwischendurch! Ich hätte kein Problem damit, wenn es ein gesundes Mittelmaß geben würde (z.B. 1 Tag spielen, 1-2 Tage Pause o.ä.). Aber so geht es nicht mehr... Mittlerweile verschieben sich seine Lebensprioritäten dermaßen, so dass dieses Spiel sein Lebensmittelpunkt ist. Und natürlich bin ich die Oberzicke oder Meckerziege, wenn ich etwas sage. Wieder ein Grund spielen zu gehen um sich abzulenken.

      Für ihn ist natürlich alles im Rahmen, laut seiner Aussage übertreibt er es nicht. Ist ja schließlich nur eine "Phase".

      Aber ist es nicht schon ein Problem für eine Beziehung, wenn der andere "leidet"? Gestern war es soweit, dass er total müde vom spielen am Wochenende war, dass er morgens meinte, er hätte Kopfweh - im ginge es nicht gut und er bleibt zu Hause und geht nicht arbeiten! Was hat er wohl den Tag über gemacht? Na klar. Gespielt! Die "Alte" ist ja arbeiten und ich hab meine Ruhe.
      Ist das nicht ein Zeichen, dass hier irgendwas nicht stimmt?!? Ich würde sagen:ja!
      Ich merke einfach, dass ich nicht mehr die Kraft habe, etwas zu sagen oder darauf zu warten, dass diese "Phase" aufhört.
      Eigentlich ist es traurig, wegen so etwas die Beziehung zu beenden. Denn sonst ist alles gut, wenn dann diese Spielerei nicht wäre....
      Aber was bleibt einem noch?

      vielen Dank, dass ich mich auskotzen durfte....

      Eure
      *amende*

      • (2) 07.02.12 - 07:39

        hey,

        einmal hut ab dass du dies aushälst.

        ich selbst bin spieler und lege ein änliches verhalten an den tag, wobei ich mir klar bin dass ich arbeiten muss um meine familie zu ernähren. ich liebe das spielen aber nur offline. meine spiele galerie beinhaltet mehr als 200 spiele.

        dein mann/freund ist nicht spiele süchtig, er ist einfach nur faul und hat dazu den bezug zum leben verloren

        wenn er wirklich ein problem haben sollte, wäre ein arzt besuch doch von vorteil oder? diesen wird er aber nicht aufsuchen wollen.

        tirtt ihm in der a.... oder pack deine sachen den auf dauer wird es für dich schwierig werden, spieler ändern sich nur sehr langsam und die erkenntnis dass das spiel nicht das leben ist kommt vielleicht nie

        VG
        Spieler

        • >>und hat dazu den bezug zum leben verloren<<

          genau aus diesem Grund, ist er sehr wohl spielsüchtig. So bald sich die Gewohnheiten verschieben und man das Spiel in den Vordergrund seines Lebens stellt, ist man süchtig.
          Mal ganz abgesehen davon, wie viel Stunden am Tag er davor sitzt, zeigt eindeutig eine Sucht!

          Hier gilt es wie bei jeder anderen Sucht; wohlwollend und ohne Vorwürfe miteinander reden, ihm aufzeigen, wie viel Zeit er dafür verwendet und sich eventuell einen Termin bei einer Suchtberatung geben lassen. Dieser Termin ist unverbindlich und auch kostenlos.

          LG

      > Eigentlich ist es traurig, wegen so etwas die Beziehung zu beenden. Denn sonst ist alles gut, wenn dann diese Spielerei nicht wäre....<

      Aber eigentlich ist da doch auch kein Raum mehr für Beziehung, wenn sein Leben nur noch aus spielen besteht. Ich könnte da auch nicht mit leben als Partner. Wenn einem nichts mehr bleibt, muss man eben seine eigene Haut retten und selber versuchen, wieder irgendwie glücklich und zufrieden zu werden.

      ich wünsche Dir viel Kraft.
      Lichtchen

      • (5) 07.02.12 - 09:23

        Danke für Eure Antworten...

        Tja, es ist ein heikles Thema. Wann fängt eine Sucht an...?!?!? Ich weiß es nicht....
        Nur so, wie es jetzt ist, kann es nicht mehr weiter gehen.

        Der Hammer ist ja jetzt noch, er ist heute morgen wohl zum Arzt. Eben schickt er mir eine SMS ich solle doch bitte nicht auf der Arbeit anrufen, da er bis einschließlich morgen zu Hause ist....
        Boah....

        Da bekommt man ja Lust nach Hause zu kommen nach Feierabend. Entweder sitzt er da und spielt oder er schmollt vorm Fernseher. Reden kann er nicht mit mir. Dazu ist er zu bockig. Das ich aber (wieder mal) den ersten Schritt mache dazu habe ich keine Lust mehr!!!
        Und diese Woche habe ich noch Geburstag! Eigentlich sind alle Freunde eingeladen. Habe ich da Lust zu??? Nein. Die ist mir leider vergangen. Ich kann doch nicht zu Hause gute Miene zum bösen Spiel machen?!?! Ne Ne... ich glaub ich mach mich vom Acker und treff mich mit meinen Freundinnen. Davon hab ich glaub ich mehr, als mir das da zu Hause zu geben....
        Welch Ironie!!!

    Ich wage mal zu sagen, gerade deswegen gehen Beziehungen kaputt. Internet steht in der Rangliste der Beziehungszerstörer mit ganz oben an.

    Und frage dich wirklich um was es DIR geht und ob du noch die Hoffnung hast das sich das mit ihm noch erfüllbar zeigt. Du hast geredet, hast ihm Zeit gegeben, nur ein Ultimatum hast du ihm noch nicht gestellt. Wann wird das kommen?

    "Denn sonst ist alle gut, wenn dann diese Spielerei nicht wäre..." Ist es das wirklich? Wenn soviel Zeit für das Spielen eingesetzt wird, wenn er beginnt seine Arbeit zu vernachlässigen, wo sind denn dann noch die guten Momente? Mach dir klar das er schon in der Suchtfase ist, und er nur mit einem Warnschuss oder mit Hilfe da heraus kommt. Ich frage mich was er tun wird wenn du ihm die Frage stellst, der Compi oder ich.

    Du sagst deine Kraft schwindet, warnt dich das nicht genug? Was wenn sie weg ist und Lethargie sich breit macht? Wenn du selbst die Initiative verloren hast?

    Er versteckt sich hinter dem Gedanken er bekäme den Kopf frei durch das Spielen. Fehler, er versteckt sich hinter einem möglicherweise ernsten Problem. Vielleicht ist er ja depressiv, aber dann hilft ihm ein Computerspiel nicht weiter.

    Ich denke du hast 2 Möglichkeiten. Die eine, du bietest ihm Hilfe an und er arbeitet an sich, oder du gibst ihn auf und bewertest dein Leben als das was du zu leben hast. Dann trenn dich und suche nach einem Partner der dir dabei hilft glücklich zu werden.

    Und nun liegt alles in deiner Hand. Manchmal sind Entscheidungen hart, und auch nicht leicht zu fällen. Doch denke daran so wie es jetzt ist wird es dir nicht gut tun und man kann im Leben nicht für alles und jeden verantwortlich sein. Wenn die eigenen Grenzen erreicht sind gilt es sich zu schützen.

    BlueH6

    • (7) 08.02.12 - 06:34

      Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten, Meinungen und Ratschläge...

      Gestern wurde viel diskutiert, gestritten und geredet. Hab ihm meinen Standpunkt genau erklärt und das dieses Spielen in meinen Augen die Beziehung zerstört.
      Er will nun aufhören damit bzw. es reduzieren (löschen). Habe ihm die Entscheidung überlassen, was er nun macht, dass es in seiner Hand liegt. Ich aber erstmal bei einer Freundin schlafen werde (1 Nacht)um erstmal in Ruhe nachdenken zu können und zur Ruhe zu kommen. Mir ist das im Moment alles zuviel.

      Es liegt nun bei ihm....

      Danke an Euch...

(8) 07.02.12 - 10:17

Also mein Mann spielt in seiner Freizeit auch sehr viel WoW usw, aber er hört auf wenn wir weggehen wollen oder wenn wir zusammen spielen wollen oder wenn die Kinder was brauchen ( auch ohne zu speichern ) und würde nie deshalb die Arbeit schwänzen.
Es ist für ihn, gerade bei dem Wetter, ein Ausgleich zur Arbeit und zum Stress.
Wenns aber mal soweit kommt dass er nicht zur Arbeit geht wegen den Spielen dann stimmt was nicht.
Obs schon ne Sucht ist kann ich dir nicht sagen, bei meinem sicher nicht sonst bin ich genauso Seriensüchtig weil ich mir eben diverse Serien ansehe wenn meiner spielt.
Aber ich sag: Wer das Wochenende durchzocken, durchfeiern oder sonst was kann, der kann auch arbeiten und ich hätte ihn zur Not zur Arbeit getreten.
Denn wenn das so weiter geht darfst du in durchfüttern.

Hallo,

Du schreibst etwas von "depressiver Stimmung"... hat er Depressionen, weisst Du genau was das ist oder war das nur so dahin gesagt? Google das bitte mal...

Wenn er eine Depression hat, dann solltet ihr zum Arzt gehen, am besten zu einem Neurologen. Alles weitere wird dort mit ihm besprochen.

Mein Freund hat auch, wenn er mitten in der Depression steckte, auch mit Computer spielen "abgelenkt". Die reale Welt war für ihn dann nicht mehr zu ertragen. Der ständige Kreislauf der eigenen Gedanken ohne ein Entkommen... da half für ihn nur das Computer spielen. Dort war er in einer anderen Welt, musste keinen sehen, hatte keine Verpflichtungen, konnte sich verkriechen, in eine andere Welt und vor seinen Gedanken flüchten. Dort war man wer... und es gab keinen Druck, keine Erwartungen.

Das Dein Freund es nicht mehr zur Arbeit schafft kann auch primär an seiner (vielleicht-) Depression liegen und er schiebt das Spielen als Grund vor, bzw. es ist nur ein Teil der Ursache.

Sprich ihn (wohlgesinnt/freundlich) darauf an. Frag ihn ob es sein kann das es noch einen anderen Grund für sein Spielverhalten gibt. Das Du das Gefühl hast das er eine handfeste Depression hat und Du glaubst das er zwar kämpft aber da wohl alleine nicht mehr rauskommt. Das Du darunter leidest, auch die Beziehung und Du nicht weisst wieviel Kraft Du noch hast. Er möge doch bitte mal darüber nachdenken einen Termin bei einem Neurologen zu machen... so oder ähnlich, natürlich vorausgesetzt es ist wirklich eine Depression...

alles Gute!

(10) 07.02.12 - 11:24

Da bin ich mal wieder heilfroh das mein Mann und ich genau so ticken. Wir lieben onlinegames und sitzen gern am Rechner. Aber halt WIR. Wir schauen kaum TV. Und natürlich alles im Ramen. Auch kann es vorkommen das wir mal den ganzen Tag zocken. Aber anders herum kann es auch gut möglich sein das man mehrer Tage oder Wochen gar nichts spielt.

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