Die Frage bezüglich Nachwuchs...

    • (1) 23.02.12 - 15:24
      wassagtihr?

      Hallo,

      weiß nicht, ob das jetzt so ganz das richtige Forum ist aber ich probiers einfach mal.

      Ich bin in letzter Zeit ziemlich genervt wenn die Frage nach Nachwuchs an mich gestellt wird.
      Teilweise vehemment von Freunden, die selbst nicht besonders glücklich mit Kindern wirken, vermehrt aber nun auch im Job.

      Meine Partnerschaft ist soweit stabil, wir müssen uns in dem einen Bereich noch mehr annähern bzw. auf einen Nenner kommen, natürlich wünschen wir uns Kinder, davor aber noch lieber erstmal heiraten, Haus bauen und dann...ist kein festgelegter Zeitpunkt, auch die Frage, ob es klappt, denn ich muss heftige Medikamente nehmen, bereits jetzt steht fest, dass ich dauernd (sprich wöchentlich) überwacht werden müsste, viel Glück nötig ist und ich bin sehr froh, einen Partner gefunden zu haben, der sich ein Leben mit mir auch ohne Kinder vorstellen könnte

      In meinem Beruf wird die nächsten zwei Jahre eine leitende Postion frei, die ich sehr gerne möchte, da ich sie im Grunde bereits ausübe, allerdings halt nicht so offiziell und ohne das dafür vorgesehene Gehalt.

      Wie antwortet ihr auf Nachwuchs-Fragen im Beruf?
      Und im Privaten?

      Gerade in der heutigen Zeit, da Männer (gottseidank) ebenfalls viel mehr in die Erziehung und Betreuung der Kinder involviert sind, empfinde ich es als Frau ziemlich diskreminierend immer so angeschaut und gefragt zu werden, ein Mann, der die halbe Nacht kaum geschlafen hat, ist genausowenig zu guten Entscheidungen fähig, eine Schwangerschaft und die notwendigen beruflichen Auszeiten sind planbarer als ein Unfall oder eine Krankheit eines Kollegen.
      Und wenn man 30 wird als Frau tuts keinen Gongschlag und man ist nur noch auf reproduzieren eingestellt...ganz besonders nicht als Akademikerin, wenn man sowieso viel später sein erstes eigenes Geld verdient...

      Stehe ich mit dieser Meinung so alleine da?

    (12) 23.02.12 - 16:43

    Ich finde Deine Frage gut, da sie mich auch betrifft. Ich bin 39 jahre alt, vertrieblich auf einer guten Position und wenn mich jemand fragt: auch ohne Kinder glücklich- und oder mein Leben ist zur Zeit anders geplant und eingerichtet.

    Damit hast du geantwortet und gleichzeitig nichts ganz ausgeschlossen das DU Deine Meinung in 2-3 Jahren nicht doch noch ändern kannst.

    Wir haben uns für ein Leben miteinander entschieden- und sind bereit auch auf ein Kind zu verzichten- sollte sich aber eins ankündigen- wird es eine tolle Sache.

    lg
    Näuze

    (13) 23.02.12 - 16:51

    Ich habe zwar Kinder, wüsste aber jetzt nicht, warum mich die Frage irgendwie nerven sollte. Andererseits ist mir auch nicht klar, warum ich kinderlose Paare ständig nach den Fortpflanzungsplanungen fragen sollte.
    Privat würde ich denken, ich werde gefragt, weil man einerseits Anteil an meinem Leben haben möchte und andererseits fragt, weil man dann ja mit den Kindern mal gemeinsam etwas unternehmen könnte. Beruflich würde ich vermuten, dass es reine Neugier ist oder - vom Vorgesetzten/Chef durch die Blume gefragt - auch heissen kann, man will wissen, ob ich irgendwann mal ausfalle.

    Reagieren würde ich wie folgt:
    Freundliche Nachfragen würde ich freundlich beantworten, übergriffige und dreiste Anfragen abwehren. Ansonsten vielleicht eine Art Standardspruch zurecht legen wie: "Falls ich anfange zu üben erfährst Du es als Erstes.". Meistens merken die Anderen dann sicher, dass das dauernde Nachfragen unangebracht ist - sofern ich das eben so empfinde.

    • (14) 23.02.12 - 18:47

      Ich versuchs mal zu erklären aus der Sicht des kinderlosen Paares ;-)

      Nervig ist es, weils andere einfach nichts angeht.

      Was ist, wenn ich schon Jahre übe und es einfach nichts wird?

      Was ist, wenn mein Partner Potenzprobleme hat?
      Was ist, wenn wir nur noch alle Schaltjahre Sex haben, aus welchen Gründen auch immer?
      Was ist, wenn ich gesundheitsbedingt keine Kinder haben kann?

      Wollen meine Arbeitskollegen oder Bekannten das wirklich wissen? Will ich das wirklich mit einer mir nicht sehr nahestehenden Person besprechen? Würde ich nicht von alleine davon anfangen, wenn ich darüber reden wöllte? Kinderplanung ist meiner Meinung nach einfach kein Small-Talk Thema!

      • (15) 24.02.12 - 09:15

        Genau, man kann einem Paar total auf den Schlips treten...es gibt etliche verschiedene Fälle in unserem Freundeskreis,

        bei den einen ist es biologisch natürlich nicht möglich, Kinder zu bekommen, das Prozedere einer künstlichen Befruchtung ist finanziell sehr aufwendig, stressig, es gibt keine Intimsphäre mehr,
        bei anderen ist der Kinderwunsch bei einem Part voll da, beim anderen nicht
        bei den übrigen die sind in der "Übungszeit" (blödes Wort) und es dauert halt die Zeit bis es soweit ist

        In jedem Falle ist die Frage nach Kindern absolut unangebracht! finde ich...

(16) 23.02.12 - 18:10

Du brauchst nicht glauben, dass solche privaten Fragen nur Kinderlosen vorbehalten sind:

Vor dem ersten Kind:
"Na, wann es es denn bei euch so weit!"
Nach dem ersten Kind:
"Und, wann kommt das Zweite?"
Nach dem zweiten Kind:
"Gell, ihr wollt kein Drittes?!"
In der 3. Schwangerschaft:
"WAR DAS EIN UNFALL?!?!"

Nach dem Dritten:
"Aber jetzt ist eure Familienplanung doch abgeschlossen. ODER?!?!"

...welche Fragen bei Kind Nr. 4 weitergehen, weiß ich leider noch nicht #schein.

Liebe Grüße
Luka

solche dummen menschen hatte ich nie in meinem umfeld.

  • (22) 25.02.12 - 16:57

    Ich glaube das hat nichts mit Dummheit zu tun. Ich möchte mal nicht unterstellen, dass ein großer Teil meines Kollegiums, meiner Bekannten und meiner Freunde "dumm" sind.
    Von guten Freunden oder engen Kollegen lasse ich mir solche Fragen auch gefallen, aber wenn man Wildfremden auf dem Spielplatz die Familienplanung erklären soll, geht es um reine Neugier und wird dann sogar mir zu bunt!

    Grüße
    Luka

(23) 23.02.12 - 18:29

Man muss keine Kinder kriegen um glücklich zu sein...ok ich schon ich wollte immer Mutter sein aber das muss ja nicht die Lebensplanung ALLER Menschen sein.
Wenn ihr beide euch ein Leben ohne Kinder gut vorstellen könnt, hat sicher auch seinen Reiz denn man ist weniger gebunden und kann im Grunde machen was man will, dann ist das doch toll.
Ob ich bewusst eine Risikoschwangerschaft eingehen würde käme auf das Risiko selber an.
Wäre es eine große Gefahr für mich, oder das Kind oder beide, würde ich das Risiko sicher nicht eingehen.

  • (24) 24.02.12 - 09:18

    Ich würde auch gerne Mama werden, allerdings ist es eine fifty/fifty Chance, dass alles klar geht...das Risiko für mich kann man halbwegs abschätzen, das Risiko für das Kind dann leider nicht...was für mich bedeutet, dass der Wunsch nach Kindern sich in Grenzen hält.

    Teilweise reagiert mein Partner nun so auf Nachfragen, dass er sagt, wir wollen keine Kinder und genießen unser Leben ohne...

Furchtbar diese Nachfragen, ich kenne das leider auch. #aerger Habe die 30 vor kurzem erreicht und das scheinen Arbeitskollegen, Bekannte oder auch entferntere Verwandte zum Anlass zu nehmen, immer mal anzufragen oder Kommentare abzugeben. Von meinen Freunden kommt in der Hinsicht nichts, aber die kennen mich ja auch gut ;-)

Meine Antwort ist normalerweise, dass unser Hund im Bett in der Mitte schläft und Nachwuchs dadurch mangels Gelegenheit derzeit ausgeschlossen ist. So genau wollten es die Meisten dann doch nicht wissen und das Thema ist erledigt.

Mich ärgert an diesen Nachfragen, dass das ja nun wirklich ein sehr privates Thema ist. Ich frage lang verheiratete Paare doch auch nicht, obs sexuell noch läuft.

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