Wieviel Mithilfe kann ich von meinem Mann verlagen? lang

    • (1) 29.03.12 - 14:36
      lieber anonym, weil...

      Hallo zusammen,

      ich würde gerne mal eure Meinung hören.

      Mein Partner und ich haben ein Kind (wird im Sommer 2) und erwarten Kind Nr. 2 im Herbst. Er geht Vollzeit arbeiten, ich auf 400,-€-Basis am Wochenende. Unser Kind geht nicht in den Kindergarten, ich betreue es selbst. Am Wochenende, wenn ich arbeite, dann kümmert sich mein Mann um unser Kind (nur das Kind, den Haushalt lässt er außer Acht).
      Dazu kommen viele familiäre Verpflichtungen, die eigentlich nur meine Familie (Eltern/Großeltern) betreffen und aus denen ich meine Mann total raus halte. Es geht hier vor allem um Pflege und Unterstützung bei täglichen Dingen.

      Bisher ist es so, dass ich immer alles im Haushalt alleine machen musste und mein Mann quasi denkt, dass mit seinem Job alles geleistet ist. Ich kümmere mich um die Finanzen, um Versicherungen, Steuern, das Auto, den Garten, Pflege die Familienbande und mache eigentlich auch sonst alles. Jedoch bin ich nicht Super-Mom und schaffe längst nicht , was ich so alles tun müsste. Vor allem ich bleibe auf der Strecke.

      Ich möchte nicht undankbar sein. Mein Mann arbeitet im Handwerk und hat manchmal sehr anstrengende Tage. Gerade im tiefsten Winter oder im Hochsommer ist es nicht sehr angenehm auf der Baustelle. Aber ich wünsche mir, dass er mich mal ernst nimmt und auch etwas zuhause tut. Aber egal, wie oft ich ihm das sage, er sagt nichts dazu und es ändert sich auch nichts.
      Hier mal ein paar Beispiele von Dingen, die mich täglich auf die Palme bringen: Er wirft weder seine alten Socken in den Wäschekorb, noch stellt er seine Tasse nach der Benutzung in die Küche - manchmal finde ich klebrige Kakaotassen hinter dem Computermonitor oder unter(!) dem Sofa. Er wirft das feuchte Handtuch nach dem Duschen auf den Boden und bringt noch nicht mal den Müll runter auf dem Weg zur Arbeit. Egal, wie oft ich ihn um solche Kleinigkeiten bitte. Denn gerade solche kleinen Dinge würden mir einiges an Arbeit ersparen.

      Wie läuft das bei euch? Teilt ihr euch die Arbeit anders auf? Sehe ich das zu eng und fühle mich zu unrecht falsch behandelt? Kann ich von meinem Mann verlangen, dass er ein paar Sachen im Haushalt mitmacht?

      Viele Grüße von mir, die heute lieber anonym bleiben möchte.

      • Hallo,

        ich kann dich verstehen, unsere Konstellation ist sehr ähnlich und mein Liebster ist auch ein ziemlicher Schussel.

        Ich studiere an 2-3 Tagen die Woche und gehe samstags vormittags arbeiten, Er arbeitet Vollzeit (auch Handwerker).

        Unsere Regelung: Wenn ich den ganzen Tag zu Hause bin erledige ich alles was anfällt, außer sehr schwere Dinge oder Sachen die ich einfach nicht KANN. Dafür teile ich mir meine Arbeit ja auch selber ein, kann mal ein Käffchen trinken, mit 'ner Freundin klönen, etc. Nehme das alles auch nicht mega ernst, reibe mich also am Haushalt nicht auf.
        Samstags wenn ich arbeite betreut er unsere Tochter, sowie auch an den Tagen an denen ich bis abends an der Uni bin oder abends nochmal weg muss.

        Er erledigt dann das Grobe, spült mal, macht ihr Essen, usw.

        Manche Sachen sieht er einfach nicht #kratz, er hat da einfach eine andere Wahrnehmung und ein anderes Sauberkeitsempfinden.
        Manchmal nervt das (jaaa, Tassen finde ich auch überall...und einzelne Männersocken....) aber dafür hat er andere Qualitäten.

        Wenn er es zu wild treibt schmeiss ich alles was ich von ihm finde auf einen Haufen und legs ihm irgendwo hin wo er es nicht übersehen kann (vorzugsweise auf den PC Stuhl oder auf den Schreibtisch).

        LG,
        Jenny

        Hi Du,

        Über die klebrigen Kakaotassen musste ich jetzt schon lachen #rofl

        Männer sind halt manchmal bisserl wie Kinder, oder ?

        Ich bin z.Zt. auch Zuhause wegen dem 2. Baby und ich schmeiße Daheim auch so gut wie alles.

        Nach so nem 16-stunden-Tag mit Bälgern, Haushalt und allem anderen Organisatorischem bin ich manchmal auch ziemlich ausgelaugt.

        Mann Mann weiß schon was ich leiste und erleichtert mir ab und zu die Arbeit, indem er "schnelle" Dinge miterledigt. Eben so Dinge wie Müll rausbringen, Dusche nach Benützen sauber machen (zumindest die Haare wegmachen:-p), Klamotten wegräumen, usw.Aber er braucht auch hin und wieder eine "Erinnerung" - sonst würde ich irgendwann wieder mit allem alleine dastehen.

        Daß Dein Mann das nicht macht, finde ich schon schade. Habt Ihr da eine klare Abmachung (klingt spießig - ich weiß), oder eher nicht ?
        Ich finde schon, daß er diese Dinge, die Dich auf die Palme bringen vermeiden könnte - ohne großen körperlichen und geistigen Aufwand.

        Das hat auch etwas mit Respekt Deiner Arbeit gegenüber zu tun.

        Borstie

        Hallo,

        Ich finde nicht das es von dir zu viel verlangt ist. Wenn du deinen Mann bittest dich etwas im Haushalt zu unterstützen. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind.

        Da wir beide Vollzeit arbeiten muss mein Mann mit ran. Vorallem da ich im Schichtdienst arbeite.
        Aber er macht das Mitterweile auch gerne;-)

        Es gab nämlich mal eine Zeit, da war er der Meinung er tut genug in dem er Morgens die Kids fertig macht und sie dann zum KIGA bringt.

        Oder Abends wenn ich Spätschicht hatte, Essen aufwärmt, und sie dann ins Bett bringt.

        Er hat dann immer alles stehen und liegen lassen.
        Als es mir gereicht hat und reden nichts mehr gebracht hat.
        Habe ich alles eingesammelt die Wäsche habe ich in sein Pc Zimmer geschmissen so wie ich sie gefunden habe. Also schön verstreut #schein
        Und das Geschirr die Töpfe und Pfannen auf sein Pc-Tisch gestellt .

        Ab dahin wurde ihm klar das nicht nur, ich für den Haushalt zuständig bin. ;-)#cool

        Gruß Viper

      • Hallo#winke
        Also ich muss dazu sagen dass ich es unmöglich finde. "Manchmal sind Männer wie kleine Kinder".... Naja. Das können sie bei ihrer Mami ausleben aber ich als Ehefrau habe keine Lust meinem Mann ständig hinterherzuräumen. Gott sei Dank habe ich einen Mann der erkennt dass mein Job als Mama mindestens so anstrengend wie seiner ist und mir IMMER seine Hilfe anbietet. Er nimmt den Müll selbstverständlich mit raus wenn er morgens zur Arbeit geht. Er räumt die Spülmaschine ein oder aus wenn er gerade davor steht und er würde noch viel mehr machen. So, und weil er stets so schön aufmerksam ist, fordere ich ihn abends gerne dazu auf seine Sachen einfach stehn und liegen zu lassen und mache das GERNE für ihn. #verliebt

        Lass sein dreckiges Zeug liegen, mach nur Deinen Kram und das allernötigste in der Wohnung.

        Wenn der Platz am PC ummüllt ist, und keine frische Unterbuchse mehr im Schrank liegt, die Socken an der Wand kleben und ihm aus den Tassen unterm Sofa Augen entgegen blinzeln, wird er schon merken dass da was faul ist.

        Bei der Wäsche wird nur gewaschen was im Korb liegt, in der Küche nur gespült was in die Maschine gestopft wurde, und volle Mülltüten lassen sich auch mal ein paar Tage stapeln wenn es sein muss. Feuchte Handtücher machen sich prima im Bett...natürlich auf SEINER Seite.

    hallo, also als unser erstes kind klein war, war es ähnlich, mein mann war seine "haufenordnung" gewohnt.. als ich wieder arbeiten ging, habe ich eine reinigungshilfe engagiert, weil ich nicht eingesehen habe, am wochenede auch noch zu putzen, ich wollte die zeit lieber mit meinem kind und mann verbringen.. mein mann wollte die putzfrau nicht, also habe ich gesagt, dann putz du! und seitdem macht er mehr.. er ist immernoch mann und denkt die räume sind rund und unter dem sofa kann sich kein staub bilden, aber er macht mir zumindest keine extraarbeit und kauft ein und macht auch mal die wäsche oder spülmaschine...

    keine ahnung ob das bei euch so funktionieren wird, aber ein versuch wärs wert.

    lg

    Mein Mann ist auch Handwerker. Du hast recht anstrengend allemal, mir tut er oftmals leid, wenn er völlig fertig von der Arbeit kommt - ABER er liebt seine Arbeit.

    Ich habe drei Töchter, die jüngste davon ist Diabetikerin. Ich messe 7-8 x am Tag Blutzucker und spritze 4 x täglich Insulin.

    Haushalt, sowie sämtliche Sache die du erwähnst mache ich auch MEIST allein.

    Geringfügig Beschäftigt bin ich auch - Vormittags.

    Jedoch, mein Mann packt mit an, wenn er etwas sieht und weiß aus Bequemlichkeit müsse er nicht macht er es trotzdem...
    Ich fordere ihn nicht auf.

    Jedoch denke ich schon, dass bei uns die Kinderanzahl und die chronische Erkrankung unserer Tochter dazu beiträgt mich nicht völlig allein zu lassen.
    Aber so ist er "leider" - er kann schlecht nichts tun #schwitz

    Ist auch schon vorgekommen, dass ich vom Einkauf nach Hause komm und er das Bad putzt #zitter

    Bei uns ist es ein geben und nehmen.

    Dafür mähe ich halt dann mal den Rasen :-D

    Ich glaube dein Mann ist grundsätzl. unordentlich und erkennt das gar nicht.

    Socken und Tassen oder dergleichen wegräumen, müssen meine Mädls jetzt schon.

    aber ob du da deinen Mann noch ändern kannst?!
    Bezweifel ich fast.

    Ich würds einfach stehen lassen und ihn wegräumen lassen.
    Auch wenn ich es ihm 10 x sagen müsse.

    hoert sich so an, als wenn er immer so war.....warum etwas aendern, was Du lange akzeptiert hast?

    Lass es liegen wenn es Dich stoert oder redet miteinander.

    Sicher, er arbeitet mehr als Du, also ist der Haushalt bis zum Gewissen Grad Dein Ding.
    Gib ihn den Muell in die Hand wenn er geht und fertig!
    Und wg. einer Tasse oder einem Handtuch mache ich kein Fass auf, lass Deine Kinder aelter sein, dann ist es normal hinterher zu raeumen.

    Mein Mann schafft es auch nicht immer sein Bett zu machen oder die Tasse wegzuraeumen...und ....das zaehle ich nicht als grossen Arbeitsaufwand!

    ABER meiner macht, wenn er mal zu Hause ist, auch was im Haushalt.....

    Vielleicht sollest Du nicht nur erwarten sondern ihn Arbeit geben!?

    Alles Erzeihungssache....

    Gruesse lisa

    Ich bin ehrlich gesagt über solche Beiträge wie diesen immer wieder erstaunt.
    Sobald ein Kind da ist, wird die klassische Rollenverteilung wieder bemüht und die Männer, die vielleicht vor dem ersten Kind schon mehr schlecht als Recht geholfen haben, ziehen sich auf ihre Rolle als Ernährer der Familie zurück, während die Frau darunter leidet, nicht genug Hilfe und Anerkennung zu kriegen. Und das nach 40 Jahre Emanzipation-und Gleichberechtigungsdiskussionen.
    Warum lassen sich Frauen in solche Rollen drängen und zementieren die ganze absurde Situation auch noch damit, dass sie mit solchen Männern dann noch ein Kind kriegen?
    Was hindert sie daran selber berufstätig zu sein und dem Mann mal eine zeitlang die Hausfrauenrolle zu überlassen?
    Ein Mann, dem ich Socken und schmutzige Tassen nachräumen müsste, würde nicht den Hauch einer Chance haben, mir so nahe zu kommen, dass wir noch ein Kind zusammen haben würden.
    Diese Männer verhalten sich selber wie Kinder und Frauen haben anscheinend nicht die Mittel oder das Durchsetzungsvermögen so ein unerträgliches Verhalten zu unterbinden oder den nötigen Respekt einzufordern.
    Wie will man dann die Kinder zu gleichberechtigtem Umgang und Mithilfe im Haushalt erziehen, wenn man es selber nicht vorlebt? Wenn der Vater es anscheinend nicht nötig hat und Muttern alles murrend selber machen muss?

Top Diskussionen anzeigen