Beleidigungen und sich ständig Angegriffen fühlen

    • (1) 01.04.12 - 21:37

      Hallo an Euch,
      habe gerade mal wieder Frust mit meinem Mann.
      Wir drehen uns in unserem derzeitigen Konflikt im Kreis.
      Ich bin nach der Arbeit, Kinderversorgung, Haushalt, Nachtdienst(Jüngste#schrei schläft noch nicht durch) oft müde und erschöpft (ja auch manchmal Schmallippig, und habe "Kopfschmerz")
      Ist aber ok für beide, er hat auch manchmal "Kopfschmerz")

      Er ist nach anstrengender Arbeitswoche auch müde und erschöpft, schläft Nachts dafür wie Murmeltier und legt sich sonst viel auf die Couch.
      Wenn ich dann um Unterstützung am Wochenende bitte (zB mal mit den Kindern aufstehen, damit Frau auch mal die Augenringe verringern kann, im Haushalt mit anpacken außerhalb der kleinen Alltagsdingen Mühl, mal den Spüler ein/aus räumen damit alle dann schneller etwas schönes machen können) sagt er zwar zu, gemacht wird davon aber nur selten etwas.(Sprich "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" sagt er manchmal auch so,soll dann Spaß sein #augen
      Wenn ich dies dann erneut anspreche, heißt es nur "ich würde seine Arbeit nicht wertschätzen" aus meiner zuvor formulierten Bitte wird kurzum nur noch ein "angegriffen fühlen, nicht gewürdigt sein und er ist mal wieder fett beleidigt.
      Wenn ich dann entgegne, was ich mal so nebenbei noch mache ohne gefragt zu sein,weil er sich darauf verlässt das ich es schon mache, verläßt er das Zimmer.
      Dann ist er tagelang!!! beleidigt, schläft im Wohnzimmer, isst nur noch allein, kauft nur noch für sich ein, fährt weg ohne zu sagen wann er wieder kommt (läßt die Kinder natürlich bei mir)

      Wie kommen Wir da wieder raus?

      • >>>Wie kommen Wir da wieder raus?<<<

        1. Nur, wenn ihr das BEIDE wirklich wollt.

        2. Ich fürchte, allein schafft ihr das nicht.

        In letzter Zeit häufen sich hier die Threads, die einen traurig machen können, weil die Leute sich das Leben so schwer machen.

        • "In letzter Zeit häufen sich hier die Threads, die einen traurig machen können, weil die Leute sich das Leben so schwer machen."

          aber wirklich! :-( ich kann mir immer nicht richtig vorstellen, daß das leben so kompliziert und schwer sein kann. meine güte, woran liegt das nur? erzählen die leute zu wenig miteinander? sind die leute zu egoistisch... oder was ist da los?
          ... wenn es schon nicht vor der haustür klappt, dann doch wenigstens HINTER der haustür! .. ansonsten ist doch alles ein großer misthaufen!

          • >> erzählen die leute zu wenig miteinander? sind die leute zu egoistisch... oder was ist da los? <<

            Ich denke, das ist nur ein kleiner Teil von dem was da schief läuft.

            Wie oft liest man hier auch "Er weiß gar nicht zu schätzen was ich leiste obwohl ich "nur" zu Hause bin" und umgekehrt wird es wohl auch so sein.

            Es wird mMn heute vieles als selbstverständlich betrachtet, viele bekommen nicht die gewünschte Anerkennung und dadurch entsteht Unzufriedenheit über die natürlich nicht gesprochen wird, bis es dann richtig knallt und kein vernünftiges Gespräch mehr möglich ist.

      Also das mit dem "sich aus dem Haushalt raushalten" ist bei uns oft nicht anders. Hin und wieder fetzen wir uns dann auch schon mal deswegen. Aber mein Mann und ich sind auch rechte Hitzköpfe und dann rasseln wir eben aneinander.

      Was ich allerdings nicht verstehen kann und auch nicht akzeptieren würde ist das er einfach verschindet?! Das ist ja wie bei einem beleidigten Teenager? Furchtbar kindisch! Wo kämen wir denn da hin wenn mein Mann nach jedem Streit nur noch für sich isst, schläft und einkauft! Entweder wir sind eine Familie oder nicht. Was sagen denn Eure Kinder dazu? Ich weiß ja nicht wie alt die sind!

      Lobst du ihn denn auch genug? Hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber ich merke schon das ich bei meinem Mann mit "toll jetzt hast du den Geschirrspüler immer noch nicht ausgeräumt! Ich dachte du machst das gleich! Jetzt bleibt es wieder an mir hängen!" usw usw auf Taube Ohren stoße und er die Schotten dicht macht. Gehe ich die Sache anders an und (übertrieben gesagt) rasple etwas Süßholz ist er auch nicht begeistert, fühlt sich von mir aber nicht als faule Sau hingestellt die nichts macht :-)

      Hört sich ein wenig so an als würde sich dein Mann von dir ein wenig mehr Anerkennung wünschen. Vielleicht solltet ihr Euch da mal zusammen setzen und drüber reden. Schade dass wegen solchen Kleinigkeiten soviel Unruhe ins Familienleben kommt!

      LG

      Kerstin mit Ida #verliebt an der Hand und MADITA, LEO & #stern #stern #stern im #herzlich

    • (7) 02.04.12 - 00:38
      MeineGeschichtezubekannt!

      Ich fühle mich grade ganz stark an meinen Ex-Mann erinnert.

      Er hat tatsächlich "nur" gearbeitet, zwar hat er das Geschäft seiner Eltern fast allein gemanagt, hatte aber einen geregelten Tagesablauf, zudem haben wir noch auf dem Grundstück gewohnt. Unsere Kinder hat er morgens zur Schule gebracht oder zum Bus, aber auch nur, weil er beim Bäcker eh sein Frühstück geholt hat und seine ach so geliebte BILD. Zu Hause sich selbst ein Brot machen... schmeckte ihm nicht. Der Bäcker hat doch sooo tolle Sachen "Schnitzelbrötchen" und süße Teilchen... naja, egal

      Ich habe nicht nur den Haushalt und die Kinder allein an der "Backe" gehabt, ich habe auch noch für ihn die privat Sekretärin gespielt, gelegentlich Schränke allein aufgebaut, Renovierungsarbeiten und kleinere Reparaturen sowie fast alle Fahrdienste (außer morgens) blieben an mir hängen. WENN er denn dann mal was im Haushalt gemacht hat, dann nur, wenn ich auch nach mehrfacher Aufforderung vom ihm, nicht erledigt habe. Nicht, weil ich es nicht wollte, sondern weil ich es nicht geschafft habe. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich natürlich für einen absoluten Hungerlohn in dem gleichen Geschäft angestellt gewesen bin und eigentlich rund um die Uhr zur Verfügung gestanden habe, also auch Abends, Nachts (24-Std.-Dienst) und an Sonn- und Feiertagen. Also, wenn er dann was gemacht hat, dann war er so wütend, es ging eigentlich fast immer etwas zu Bruch. Er hatte so eine übele Laune, hat uns alle angebrüllt... Eiszeit und Fegefeuer. Es war furchtbar.

      Er hat seine Zeit zu Hause nur auf der Couch verbracht. Wir sagen heute noch: Wir hätten ihn von der Couch BOMBEN müssen. Ging er mit unserer kleinen Tochter auf den Spielplatz, dachte ich noch bis vor kurzem (wir sind seit 2 Jahren getrennt), er hätte sich zumindest dort mit ihr beschäftigt. Pustekuchen!!! Er hat sich auf die Bank gesetzt und die Kleine sich selbst überlassen. Sie sagte, er habe nur mal die Seilbahn für sie geholt´, als sie noch kleiner gewesen sei.

      Kurz und gut, ein Pascha vor dem Herrn. Ich habe ihm alles vor den Hintern tragen müssen, das Essen vor dem TV sevieren, er hätte auch vom Esstisch aus fernsehn können, aber wie gesagt... SEINE Couch. Egal was zu holen war, er wollte bedient werden. Ob das eine frische Hose aus dem Schlafzimmer im 1. Stock war, oder seine Schuhe, seine Sporttasche ausgeräumt werden musste... ich habe erledigen müssen und er aht auch die Kinder immer durch die Gegend gescheucht für seine Belange. Herrschsüchtig noch dazu. Außerdem kam und ging er, wann es ihm gepasst hat. OHNE zu fragen, er gab mir nur Bescheid, wenn ich Glück hatte. Egal was ich aber gemacht habe, es war nicht genug. Nicht sauber genug, nicht schnell genug, nicht schön genug....

      Ja... aber das allein war nicht mein Grund, ihn vor die Tür zu setzen.

      Wir ihr beide nun "zusammen" kommen sollt? Reden?

      Wenn du weiter ihm alles abnehmen willst oder sollst, dann gehst du bald kaputt. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich seit vielen Jahren Rheuma habe. Erst als ich es geschafft habe, mich von ihm zu befreien, ... habe ich innerlich los gelassen. Das Resultat: Ich bin so schwer erkrankt, dass ich fast nichts mehr machen kann und eigentlich schon lange im Krankenhaus sein müsste. Meine Ärzte sagen, ich habe viel zu lange meine Gesundheit geschändet, habe keine Krankheit auskuriert (ich durfte nicht kranksein, ich musste immer funktionieren) bin mit den größten Schmerzen arbeiten gegangen. Selbst als ich mit hohem Fieber im Bett lag, schickte er mir die Kinder für die Hausaufgaben, statt sich selbst mal dazu zu setzen.

      Wenn du also nicht irgendwann an dich denkst, wird es eng. Die Kinder bekommen außerdem das Vorbild: Ein Mann muss im Haushalt nichts tun. Die Frau ist das, was man wohl Angestellte, Haushälterin, ect nennt, nur ohne Bezahlung, ohne Dank und ohne Anerkennung. Deine Kinder bekommen also dieses Bild und gehen damit in ihre eigenen Beziehungen. Ist es das was du deinen Kindern vorleben willst?

      Ich habe grade heute wieder mit meinen Kindern das Thema Haushalt gehabt und ganz klare Regeln aufgestellt, wer was wann zu tun hat. Beide sind groß genug um auch zu putzen! So putzt mein Sohn das große Bad und meine Tochter das Gästebad. Warum nicht? Natürlich bin ich dabei und helfe auch mal, wenn was nicht klappt. Auch die Tiere sind zu versorgen und die Käfige zu reinigen. Auch das ist ihr Job. Straße kehren, Treppe fegen, Müll entsorgen, beim Einkaufen helfen und auch wegräumen, Geschirrspüler...

      Ich will nie wieder erleben, dass ich einem Mann alles vor die Füße trage und dann noch einen Tritt bekomme. Wenn mein neuer Partner mit uns zusammen leben wird, habe ich das Glück, dass er trotz Ehefrau den Haushalt selbst gemacht hat und die Küche sein "Heiligtum" ist. Ich freu mich schon auf ganz normalen Alltag, in dem wir uns alle unterstützen und entlasten.

      Wenn dein Mann vor jedem Gespräch davon läuft und du nicht einmal weißt wo er ist und wann er nach Hause kommt, dann stimmt noch mehr in euer Beziehung nicht, als "nur" die Haushaltsgeschichte. Das ist demütigend und unfair. Er macht doch am Ende nur das, was er will und was für ihn wichtig ist. Das ist in einer Beziehung ein NO GO.

      Ich glaube aber kaum, dass er sich auf eine Änderung einlassen wird. Er wird dir vielleicht was versprechen, wenn du ihm mit dem Ende der Beziehung drohen solltest, aber ich glaube nicht daran.

      Tut mir leid, solche Menschen ändern sich nicht. Dafür sind sie zu egoistisch und selbstverliebt.

      Trotzdem wünsche ich dir alles Gute und dass du einen Weg für euch findet.

      LG
      Schreibe in schwarz, weil vielleicht jemand aus meinen Schilderungen heraus mich erkennen könnte. Da wir aber noch immer in großer Angst vor meinem EX leben und er gewalttätig ist möchte ich nicht unter meinem Namen schreiben

      • (8) 02.04.12 - 00:54

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        • (9) 02.04.12 - 01:04
          MeineGeschichtezubekannt!

          Das ganze geschah NICHT plötzlich, das habe ich auch nicht behauptet.

          Es ging über 8 Jahre. Wir waren über 20 Jahre zusammen.

          Es war also ganz bestimmt keine Kurzschlusshandlung. Außerdem hatte ich geschrieben, dass dies nicht der einzige oder der Hauptgrund gewesen ist.

          Wir waren über 4 Jahre zusammen, als unser erstes Kind geboren wurde. Der Entschluss, dass es so nicht weiter gehen kann, hatte ich 2 Jahre vor seinem "Rausschmiss" getroffen. Er hätte Zeit genug gehabt, sich zumindest was das angesprochene Thema an ging, zu ändern.

          Er hat sich geändert... jeden Tag wurde er schlimmer.

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