Streit wegen seinem Verhalten wenn er getrunken hat

    • (1) 12.09.12 - 09:10
      Inaktiv

      Guten Morgen,

      eigentlich möchte ich mir das nur ein Mal von der Seele schreiben, weil ich gerade niemanden habe mit dem ich reden kann. Ich weiß, dass mir hier auch keiner helfen kann.
      In letzter Zeit trinkt mein Mann regelmäßiger Bier. Nicht jeden Tag, manchmal auch 2 Wochen nur Alkoholfreies, aber es gibt auch Wochen in denen holt er jeden 2. Tag eine Kiste. Er weiß, dass ich das zu viel finde. Ich bin sehr sensibel bei dem Thema, weil mein Vater schon immer Alkoholiker war und nach 6 trockenen Jahren jetzt wieder rückfällig geworden ist. Mein Mann sagt immer er hat kein Problem damit, es schmeckt ihm einfach gut. Ich kenne die Sprüche von meinem Vater... noch ist es nicht so schlimm bei meinem Mann, aber ich weiß sehr gut wie dünn der Faden ist der einen hält. Ganz schnell sitzt man so tief in der Sucht, dass man nicht mehr raus kommt.

      Ich habe wirklich Angst, dass ich nach meinem Vater auch noch meinen Mann an den Alkohol verliere.
      Gestern war es mal wieder so weit. Er hat Bier getrunken, wie viel weiß ich nicht. Er war auf jeden Fall betrunken. Er hat gelallt, aber trotzdem abgestritten "voll zu sein".
      Irgendwie kam es dann zu einem eigentlich lächerlichen Streit. Wir saßen zusammen auf der Couch und er hat angefangen mich zu kitzeln. Ich mag das nicht und habe ihm gesagt, dass mir das unangenehm ist. Weil ich gelacht habe (ein Reflex wenn man gekitzelt wird, ob man nun will oder nicht) glaubte er mir nicht. Irgendwann habe ich ihn zurück gestossen und ihm deutlich gesagt, dass es mir nicht Recht ist, wenn er über meine Aussagen hinweggeht. Zumal ich mich kaum wehren kann wenn er mich fest hält. Da fehlt mir einfach die Kraft. Sein ganzes Verhalten war mir unangenehm. Ich wollte dann auch keine wirkliche Nähe mehr, weil ich nicht mag wie er riecht wenn er getrunken hat.

      Es ging mit vielen Kleinigkeiten weiter. Er fing plötzlich an mir Dinge vorzuwerfen die so nie passiert sind und legte mir Worte in den Mund die ich nicht gesagt habe. Als ich merkte, dass reden nichts bringt habe ich den Mund gehalten und gehofft, dass er von alleine wieder runter kommt. Er wollte dann ins Bett, wir sind ins Schlafzimmer und selbst im Bett hörte er mit den Vorwürfen nicht auf.
      Mir wurde es zu viel, ich fing an zu weinen, sagte ihm, dass er mich ungerecht behandelt und mit mir redet als wäre ich ein Stück Dreck für ihn. Er drehte das Ganze wieder geschickt so, dass ich die alleinige Schuld habe und er als armer, gestrafter Mann mit zickiger Frau da steht.

      Die Nacht habe ich auf der Couch verbracht. Heute Morgen wollte er ganz normal weiter machen als wäre nichts passiert. Mich haben seine Worte gestern sehr verletzt und ich will das nicht einfach so unter den Teppich kehren. Ich habe ihn spüren lassen, dass ich sauer bin und ihn größtenteils ignoriert.
      Irgendwann hat er unserem Sohn tschüss gesagt um zur Arbeit zu fahren. Er wollte mir einen Kuss geben den ich abgelehnt habe. Von ihm kam dann nur ein "Du hattest gestern auch schlechte Laune, stell dich nicht so an".

      Ist es so verwunderlich, dass mir das weh getan hat?
      Wenn es nach ihm geht wird das unter 0815 Streit abgelegt und beim nächsten Mal bin ich dann wieder die Dumme der die ganze Schuld zugeschoben wird.
      Ich habe Angst, dass er die Kontrolle über sich verliert bezüglich des Alkohols. Er war mir gestern wieder so fremd. Ich bin immer wieder sehr erschrocken über seine Art wenn er getrunken hat. Er ist sonst eigentlich ein tolle Mann und Vater.

      Wir streiten wie jedes Paar, auch mal heftiger. Wir können sonst über alles reden und versöhnen uns immer schnell wieder. Nur wenn er im Suff ungerecht wird streitet er alles ab. Ich höre dann von ihm immer nur "Aber du hast dies, du hast jenes, du..du..du".

      Mich macht das fertig. Mir geht es gesundheitlich im Moment sowieso sehr schlecht. Ich habe zwei verschiedene Arten von Migräne die mich total kirre machen und im Moment total häufig auftreten. Ich leide seit 5 Wochen an Symptomen die scheinbar keine Organische Ursache haben und muss jetzt zu einem Therapeuten. Mich schränkt dieses Leiden im täglichen Leben extrem ein. Er versteht das alles im Moment nicht wirklich und denkt es läuft bei mir wieter wie sonst auch.

      Ich habe echt das Gefühl als würde ich bald zusammen brechen.
      Mein Mann verändert sich immer mehr zum negativen. Das Trinken nimmt zu und ich weiß nicht was ich tun soll.
      Ich hoffe es stört euch nicht, dass es so lang geworden ist. Ich erhoffe mir auch keine Tipps. Ich weiß, welche Lösungsansätze es gibt. Von reden, reden, reden über Paartherapie bis hin zur Trennung wenn sich nichts ändert. Aber ich musste das jetzt im Moment einfach mal los werden. Ich habe das Gefühl es zersprengt mir den Schädel.

      Vielen Dank fürs "zuhören".

      Viele Grüße.

      (4) 12.09.12 - 09:36

      Hallo

      Das tut mir wirklich leid, es ist schlimm jemanden an seiner seite zu haben der "säuft", vorallem wird man schneller co-abhängig als man denkt.

      für mich ist dein mann bereits ein Alkoholiker, versuche es nicht schön zu reden sondern blicke der realität ins auge. du hast deinen papa an den alkohohl verloren und wirst auch dein mann verlieren wenn du DICH nicht verlieren willst.

      du kannst ihm aus dem alkohohlsumpf nicht raus holen, das kann nur er alleine und solange wie da keine einsicht ist bist du die jenige die am meissten darunter leiden wird, neben deinem kind.

      sei stark für dein kind, du weisst selber wie es ist einen alkoholkranken vater zu haben. das wünschst du deinem kind sicher nicht!

      was ich tun würde? (und das lässt sich als aussenstehender immer einfach sagen aber auch objektiver betrachten)

      ich würde erstmal versuchen mit ihm in ruhe zu reden, natürlich wenn er noch kein alkohol getrunken hat. dann würde ich ihm klar machen dass du nicht mit einem mann zusammen leben kannst der alkoholkrank ist und dass er sich entscheiden muss. du oder der alkohol. zuhause wird GAR kein alkohol mehr getrunken.

      Ein alkoholiker wird dir versprechungen abliefern aber im endeffekt wird ihm der alkohol wichtiger sein als seine familie.

      wichtig ist dass du konsequent bist, sprich dass du die trennung wirklich durch ziehst.
      du kannst ihm nicht helfen und du bist nicht für sein leben verantwortlich.

      wenn ihr ihm wichtig seit dann wacht er evtl auf und sucht sich hilfe....dann gibt es noch eine chance für euch (wenn du es ertragen kannst und nicht ständig angst hast dass er rückfällig wird), ist er nicht einsichtig dann würde ich diese beziehung als gescheitert betrachten :-( für dich und dein kind war es aber dann definitiv der richtige weg.

      Mein Opa war auch alkoholiker und im suff war er immer ein ganz anderer mensch - streitsüchtig und agressiv. ich habe es gehasst wenn er getrunken hat denn ich wusste das er dann wieder gemein zu oma sein wird.

      tja, dummerweise war mein erster partner auch alkoholiker, ich dachte immer "das wird schon" und er hört auf zu trinken, er hats immerhin versprochen. er war im suff auch ein anderer mensch (nicht agressiv aber einfach strunzblöd)

      ich hab es gott sei dank geschafft mich von ihm zu trennen, manchmal muss man einfach zurück in die realität auch wenn das schwer fällt.

      heute, etwa 8 jahre später hat er eine entziehungskur hinter sich, war kurzzeitig trocken und trinkt jetzt mehr als zuvor. er fängt schon früh an.
      er sagt immer dass ich die einzige war die ihm halt gegeben hat und das er jetzt keinen grund mehr hat nichts mehr zu trinken.... hätte ich ihn nicht verlassen würde er heute nichts mehr trinken.

      SCHULD sind generell bei alkoholikern immer die anderen :-(

      ich halte nichts vom alkohol und trinke keinen und mein mann trinkt ebenfalls keinen alkohol. um ehrlich zu sein könnte ich mir keinen partner mehr vorstellen der bier oder sonstiges trinkt. es widert mich an.

      alles gute!

      • (5) 12.09.12 - 10:23

        Auch dir vielen Dank für deine Antwort. #herzlich

        Ich weiß sehr gut, wie es ist einen alkoholkranken Vater zu haben. Der Unterschied im Moment ist noch, dass mein Vater von meiner Geburt an immer auch tagsüber getrunken hat. Er hat uns Kinder das immer spüren lassen.
        Mein Mann trinkt ausschließlich abends, wenn unser Kind im Bett ist.
        Trotzdem bin ich mir der Gefahr bewusst die besteht. Es wird immer schlimmer werden wenn sich nichts tut.

        Ich werde auf jeden Fall noch mal versuchen mit ihm zu reden heute.
        Ich hoffe sehr, dass es funktioniert und er einsieht, dass etwas grundlegend falsch läuft.
        Ich liebe ihn wirklich sehr. Er ist meine erste große Liebe. Es gab nie jemand anderen für mich und eigentlich passen wir so gut zusammen. Wenn er sich nicht ändert wird die Trennung sehr, sehr schmerzhaft für mich und unser Kind (er ist ein Papakind) aber dennoch notwendig. Ich will nicht so enden wie meine eigene Mutter.

        • (6) 12.09.12 - 10:29

          Vor allem wird es nicht besser für dich und dein Kind, im Gegenteil. Es wird schlimmer.
          Wenn dein Mann sich nicht ändert und einsieht, dass er ein Problem hat und weiter trinkt, wird das Leben für euch beide zur Qual.
          Ich hoffe sehr, dass er es einsieht und an seine Familie denkt und aufhört.

          LG

          • (7) 12.09.12 - 10:48

            Ja, ich weiß. Ich war so froh, als ich mit 18 zu Hause ausgezogen bin und somit der Sucht meines Vaters entkommen konnte. Ich habe nicht die Kraft das alles bis an mein bzw sein Lebensende noch ein Mal durch zu machen. Meine Mutter hatte nicht den Mut es zu beenden und zu gehen. Sie hat uns Kinder nicht geschützt, weil sie sich nicht selber schützen konnte. Ich will nicht, dass mir das auch passiert.

            • (8) 12.09.12 - 10:57

              Ich habe damals krampfhaft an meiner Ehe festgehalten. Habe ihn noch geliebt. Dann waren da noch die kleinen Kinder, denen man ja den Vater nicht nehmen kann.

              Am Anfang habe ich seinen Alkoholkonsum ignoriert, habe sogar noch zu ihm aufgeschaut.
              Dann aber, man selbst wird ja auch vernünftiger und reifer, sah ich nur noch das Negative, das Schlimme an ihm.
              Alles ging den Bach runter, alles. Das Familiäre, das Finanzielle.

              Was du beschreibst, war bei mir auch. Er machte mich schlecht, stellte mich als Buhmann hin, ich machte die Fehler, ich war für alles zu blöd und hatte von nix ne Ahnung.
              Es war der Horror.
              Das Ende vom Lied war, dass ich diejenige war, die ins Krankenhaus musste, ich konnte die Situation nicht mehr ertragen. Hinzu kam, dass er mir zusätzlich in den Rücken fiel, als es mit meinen Geschwistern Krach gab wegen einer Erbangelegenheit.
              Mich hat's damals echt böse erwischt und bin dann gegangen.
              Von der allerersten Minute an ging es mir blendend. Ich habe nie bereut, dass ich ihn verlassen habe.

              Die Kinder bestätigen es mir heute und sehen mich als Repektsperson an und freuen sich, dass ich mit ihnen damals den Absprung geschafft habe.

    Wenn ihr doch sonst über alles reden könnt.... hast Du Deinem Mann in einem ruhigen Moment und nüchternen Zustand mal genau wie hier Deine Ängste und Gefühle mitgeteilt wie es Dir geht, wenn er trinkt?

    Was sagt er dann dazu?

    Deine Migräne... da wird eins zum anderen dazukommen und sich gegenseitig potenzieren denke ich.

    > Er versteht das alles im Moment nicht wirklich und denkt es läuft bei mir wieter wie sonst auch.<

    Auch hier die Frage.. wieso denkt er es läuft weiter wie bisher? Sagst Du ihm, wie es in Dir aussieht und wie es Dir geht?

    Lichtchen

    • (10) 12.09.12 - 10:45

      Wir können eigentlich immer über alles reden. Ich bin ein Mensch der sowieso viel über Gefühle und Gedanken spricht. Wenn ich meinem Mann nicht sage was ich denke, dann kann er natürlich auch nichts ändern. Ich empfinde heimliches rumjammern auch als sehr unfair.

      Dementsprechend weiß mein Mann natürlich wie es in mir aussieht. Solange er nüchtern ist scheint er es auch zu verstehen. Nur das Thema Alkohol ist irgendwie ein schwarzes Tuch für ihn. In dem Ort aus dem er kommt wird mit den Thema auch sehr locker umgegangen. Da wird nach der Konfirmation mit dem ersten Schnaps angefangen. Bei den meisten Leuten hier ist es normal wenn die Jungs mit 15 ihren ersten Vollrausch haben. Er ist also von der Erziehung her schon eher locker aufgewachsen. Das erschwert es zusätzlich. Ein Alkoholiker ist für ihn einer, der jeden Tag knallvoll ist.

      Ich weiß es besser. Mein Vater war bzw ist ein sogenannter Quartalsäufer. Er konnte monatelang ohne Alkohol leben nur um sich zu beweisen, dass er kein Problem hat. Ich glaube mein Mann rutscht in eine ähnliche Richtung im Moment.

      Wenn er getrunken hat ist aber jedes Verständnis das er vorher für meine gesundheitliche Situation hatte wie weggeblasen.
      Und Stück für Stück überträgt sich das nun auch in den nüchternen Zustand. Er scheint wirklich eine komplette Wesensveränderung durchzumachen im Moment. Mir tut das sehr weh, was er auch weiß. Ich sage ihm das genauso wie ich hier schreibe. Er war bis jetzt immer ein unglaublich toller Mann. Man konnte sich immer auf ihn verlassen. Er ist so liebevoll, verständisvoll, zuvorkommend. Ein richtiger Traummann und Gentlemen.

      Diese sch*** Sucht macht alles kaputt. Es tut um so mehr weh, weil ich genau weiß wie es weiter geht wenn er es nicht schafft. Es ist als könnte ich in die Zukunft sehen.

      • (11) 12.09.12 - 10:52

        ". Man konnte sich immer auf ihn verlassen. Er ist so liebevoll, verständisvoll, zuvorkommend. Ein richtiger Traummann und Gentlemen.

        Diese sch*** Sucht macht alles kaputt"

        jeder braucht phasen, zeiten, räume, in denen er nicht liebevoll, verständnisvol und zuvorkommend ist

        jeden darf die wochenlang andauernde migräne der ehefrau mal ankotzen, nerven und jeder darf darauf auch mal verständnislos reagieren

        wenn dein Mann nur im suff diese freiräume findet, wird es schwierig sein für ihn, davon zu lassen.

        du wirst keinen menschen dazu bringen, etwas wichtiges einfach aufzugeben, wenn er keinen ersatz dafür findet.
        du wirst ebenso verständnisvoll und liebevoll sein müssen, wenn er sich mal wie ein arsch benimmt (ob nun mit oder ohne alk)- denn so wie es dir zusteht untr deinen gesundheitlichen probleme zu leiden, so steht es ihm ebenso zu unter der situation zu leiden

        • (12) 12.09.12 - 11:05

          Oh, ich glaube ich habe mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt.
          Diese Eigenschaften die ich aufgezählt habe beschreiben einfach sein ganzes Wesen. So ist er schon immer, auch schon vor unserer Zeit. Er muss sich nicht viel Mühe geben um so zu sein. Es ist einfach sein Charakter.

          Ich gestehe ihm natürlich auch schlechte Laune zu. Und so wie ich ihm sage was mich stört, darf er das auch bei mir. Und das tut er auch.
          Wir streiten uns auch mal, und manchmal auch wirklich heftig. Da lassen wir beide alles raus was uns stört und bedrückt und am Ende entschuldigen wir uns beide und nehmen uns in den Arm.

          Ich verlange gar nicht, dass er perfekt ist, aber jetzt wo ich nach deinem Beitrag meinen vorherigen Post noch mal durchlese merke ich, dass es genau so rüber kam. Geschriebenes wirkt leider schnell anders, als es gemeint ist.
          Was ich damit meine, dass der Alkohol alles kaputt macht, ist, dass er sich so sehr verändert. Er wird gemein und unfair mir gegenüber und blockt jedes Gespräch ab.

          Ich gebe mir wirklich viel Mühe ihm zu zeigen, dass er das Recht hat sauer oder enttäuscht oder angepisst zu sein. Ich verstehe auch sehr gut, dass ihn meine gesundheitliche Situation (es sind nicht nur die Migräne, sondern eine Sache die sich auf unser ganzes Familienleben auswirkt, die ich aber jetzt hier nicht thematisieren wil) unsicher macht und er natürlich auch Angst hat, dass es so bleibt wie es ist.
          Bisher konnten wir da aber immer sehr gut Lösungen finden. Miteinander. In letzter Zeit tut er mir leider nur noch weh und jedes auf ihn zugehen endet in neuen Vorwürfen gegen mich. Und das kann und will ich nicht akzeptieren.

      (13) 12.09.12 - 11:12

      Ok, so wie Du es jetzt beschreibst.... da glaube ich dann auch hat dein Mann ein größeres Problem als er es selber sieht. Ich trinke auch mal gerne Alkohol, ich wohne auch dörflich, hier gibts auch Junggesellenvereine etc. Aber..... wer sich zu Hause wissentlich eine halbe Kiste Bier reinknallt und dann rumpöpelt - der hat ein Problem. Ich trinke EIN bier weils mir schmeckt aber nicht 10.

      In dem Fall.... würde ich wohl auch sehen, dass ich mich und Kind irgendwie da rauskriege. Entweder er wacht auf.. oder nicht. Anders lösen wirst Du es nicht können... er sieht ja nix ein.

      #liebdrueck
      Lichtchen

(14) 12.09.12 - 12:19

ich würde gar nicht anfangen mit einem volltrunkenen zu diskutieren...abwarten bis anderen tag und dann die meinung sagen.....

alle 2 tage ne kiste macht 10 flaschen am tag wenn es ne große ist.......ich könnte nicht mehr arbeiten gehen...ich wäre wohl krank wenn ich es schaffen würde die zu trinken das muß was mit abhängigkeit zu tun haben

(15) 12.09.12 - 13:09
ichkennedas :-(

Hallo,

was du schreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Leider :-(
Als ich schwanger war, habe ich einige Nächte auf dem Sofa verbracht, weil ich es einfach nicht mehr ertragen habe!
Weil alles reden nix gebracht hat, hab ich etwas für mich seltsamens getan... Ich habe meinem Partner meine Gefühle und Gedanken in einem 4 Steiten langen Brief geschrieben!
So konnte er mir nicht dazwischen reden und konnte alles in Ruhe lesen und sich "die ganze Geschichte" anhörn...

Es hat was gebracht. Er hat verstanden, dass ich SOFORT meine Sachen packe und gehe, wenn er noch einmal so betrunken ist. (ich hatte es ihm vorher schon etliche Male gesagt...)

Es ist jetzt nicht so, dass er überhaupt kein Bier mehr trinkt. Ab und zu mal 2 bis 3 Flaschen. Das ist nicht viel, dass weiß ich selbst. Trotzdem stört mich das... (wie auch bei dir, war mein Vater Alkoholiker und ich möchte keinen Mann, der auch Alkoholiker wird!)
Aber Enthaltsamkeit kann ich auch schlecht fordern von ihm. Ich hab zwar seit weit über einem Jahr selbst gar nix mehr getrunken, aber wenn ich mal weggehe kann ich nicht garantieren, dass ich nicht auch mal das ein oder andere Alkoholische trinken werde. Er darf nur nicht soviel trinken, dass sich sein Verhalten dadurch ändert und auch nicht täglich...

Ich weiß, ich hab jetzt einiges über mich geschrieben, aber vielleicht hast du ja trotzdem Mut geschöpft...

Bevor sein Trinkverhalten, DICH zerstört, dann trenne dich.

Ich wünsch dir alles Liebe und drücke dich #herzlich

(16) 12.09.12 - 14:11
kommt_mir_bekannt_vor...

Hallo,

was du da schreibst, kommt mir irgendwie bekannt vor. Wobei mein Mann nie so betrunken ist, dass er lallt. Meiner Meinung nach liegt das aber auch nur daran, dass er einfach schon so viel verträgt... er ist recht groß und stabil, da braucht es vermutlich mehr als die 5-6 Bier, die er am Tag trinkt. Meiner fängt allerdings manchmal schon morgens an... wir hatten auch schon oft deswegen Streit, und immer bin am Ende ich die, die einlenkt und sich schuldig fühlt. Das ist echt krass. Er sagt immer, er habe kein Alkoholproblem - ihm schmeckt halt Bier am besten. Gerne auch mal ein Glas Wein, oder ein Schnäpschen. Tatsächlich ist er wirklich nie betrunken in dem Sinne, dass er rumlallt oder nicht mehr weiß was er tut. Aber ohne Alkohol kann er nicht leben - das weiß ich, und wenn mein Mann ehrlich zu sich selbst ist, weiß er das auch. Nur ist seine Definition von Alkoholiker halt die des "Penners auf der Parkbank", und das ist er ja nicht.

Direkt aggressiv wird mein Mann nicht, also nicht körperlich. Er weiß mich mit Worten - und noch besser mit Schweigen - zu verletzen... ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch, und wenn mir was nicht passt, dann schlucke ich es lieber runter und hab dafür gute Stimmung daheim, als dass ich meckere. Ich weiß, dass mich das nicht weiter bringt und dass irgendwann ich daran zerbrechen kann, immer alles zu schlucken. Aber ich kann mit seiner Art nicht umgehen, auf Kritik zu reagieren - er überträgt immer alles auf mich und dreht mir so lange das Wort im Mund herum, bis ich die Schuldige bin. Am Ende solcher Diskussionen habe dann ICH das schlechte Gewissen...

Ich muss dazu sagen, dass wir beide schon seit über zwanzig Jahren zusammen sind und sehr viel miteinander erlebt haben, auch viel Sch..., und das hat uns schon dick zusammengeschweißt - eine Trennung käme schon allein deshalb für mich nicht in Frage. Aber so kann es auch nicht ewig weitergehen.

Na ja, viel Gelaber - keine Lösung. Ich wollte dir nur sagen, dass du nicht alleine bist. Das wird dir zwar nicht helfen, aber mir hat es geholfen, ein paar Gedanken dazu aufzuschreiben... ;-)

Alles Gute!

2 Kasten Bier an 2 Tagen.....Dein Mann ist Alkoholiker.

Du brauchst kompetente Hilfe für Angehörige von Alkoholikern, damit Du beraten wirst, wie Du ihn am besten zu einer Therapie bewegen kannst und wo. Denn ohne wird es nicht gehen.

(18) 12.09.12 - 20:53

Auch wenn er mal 2 Wochen nichts trinkt, aber das er teilweise jeden zweiten Tag ne Kiste holt ist KRANK!!!!
Der Kerl säuft und ist schon Alki. wenn er dabei verletztend wird, wenn er zuviel hat bist nicht du der Depp sondern ER. Er hat sich nicht mehr unter Kontrolle. Das zeig ihm gerne mal das ich das geschrieben habe!
Ela

(19) 13.09.12 - 09:17

Hallo
Dieser Text könnte meiner sein den auch mein Mann hat "dieses" Problem. Nur das er alle 2 Tage ein Kasten trinkt und das schon Jahrelang und "keine" Pause dazwischen macht. Mittlerweile trinkt er sogar während dem Autofahren. Leider sieht man ihm nicht an wieviel er getrunken hat und das er "schwankt" habe ich erst 4-5 mal in den ganzen Jahren wo wir zusammen sind erlebt.

Wenn ich ihn in einem Streit drauf anspreche das er nen scheiss Alkoholiker ist dann sagt er ich verdiene das Geld ich darf das. Das sich hier die Bierkästen stabeln und wir zwei Kinder haben die mal nicht im Kindergarten sagen sollen bei uns stehen zig Kisten daran denkt er nicht. Aber vielleicht soll diese Situation kommen.

Wenn wir Streits haben ist das auch immer sehr heftig er geht meist sogar mit seinen Worten unter die Gürtellinie. Die Sachen die er mir an den Kopf schmeisst die würde ich meinen ärgesten Feind nicht sagen. Ausserdem bin ich immer Schuld. Ja er hat mich sogar schon mal mit zwei Kids aus dem Haus geschmissen und was er immer macht er raucht im Haus. Nur um mich zu ärgern.

Wichtig ist wirklich in solchen Situationen gehe nicht drauf ein.. Lass ihn reden und stelle auf Durchzug alles was du gegenwetterst stachelt ihn noch mehr auf. Wenn du die Möglichkeit hast dann gehe zu einer Freundin oder sonst etwas. In so einer Situation kannst du den "Streit" nicht beenden.

Dieses ignorieren macht mein Mann zu gerne das längste was wir mal geschafft haben war 1 Woche. Nur es ist nicht die Lösung. Den ja auch ich bin so ein Mensch der dann eine Nacht drüber schläft oder wenn nur nen paar Stunden ausser Haus ist und dann ist wieder GUT. Den was hilft es dir wenn du den Streit immer weiter ausweitest? Ich weiss er hat dich verletzt aber ja da ist leider auch der Alkohol Schuld auch wenn sich die Männer das nicht eingestehen.

Ich zb habe zwei Kinder und sie merken sofort wenn Mama und Papa streiten und ich lasse dem Alkohol nicht die Überhand gewinnen und versuche nach solchen Aktionen so schnell wie möglich wieder zum Alltag zu finden mit "Partner" den im Endefekt weiss ich egal was er mir an den Kopf schmeisst er liebt mich und er gibt mich nicht mehr her.

Ändern kannst du deinen Mann nicht das kann er nur selber und es bringt ihm auch nichts das du ihm das die ganze Zeit vor Augen hälst. Es ist doof aber er ist ein erwachsener Mensch er muss wissen was er mit seiner Gesundheit tut.

Wenn du mal jemanden zum reden brauchst wenn solche "Streitsituationen" sind dann kannst du dich gerne bei mir melden. Den es gibt viel mehr Frauen als du denkst die in der gleichen Situation stecken.

Hallo

mir tut das sehr leid zu lesen aber ich kann dich sehr gut verstehen, es ist sehr deprimierent zu sehen das ein Mensch den man liebt, zwei verschiedene Gesichter hat.
Ich habe genau dieses was du da geschrieben hast erst letztes Jahr durch und aufgehört hat es erst als ich mich von ihm trennte und das mitten in der Schwangerschaft.
Ich konnte einfach nicht mehr- er hat mir regelrecht verboten zu atmen ohne ihn vorher zu fragen und hat mir die furchtbarsten unterstellungen gemacht die es als werdente Mutter nur geben kann, bis hin zu Handgreiflichkeiten.
Ich war immer die böse- da er sich ständig (bei wirklich jedem) über mich ausgeheult hatte (wobei ich letztendlich nur noch das tat was und wie er es wollte- um jeden streit aus dem weg zu gehen) aber trotzdem - er der arme und ich die böse.
Alles reden hat nichts gebracht, leider.
Ich hatte mir eingeredet das ich ohne ihn nicht kann aber jetzt geht es mir einfach nur gut.
Keine an- und abmeldung bevor ich mal auf Toilette muß und ich darf für meine Kinder da sein- und das wichtigste ICH DARF ICH SEIN.
Habt ihr mal darüber nachgedacht eine neutrale Person ins Boot zu holen die zwischen euch vermittelt?
Ich wünsche Dir alles liebe und vergess nur nicht Dir selber Treu zu bleiben denn man hat nur dieses eine Leben.

;-) <3

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