Mein Partner fällt sofort in "dann bin ich wieder SChuld Leier"....

    • (1) 05.10.12 - 10:16
      wütendeFrau

      Ich werde echt wütend,mein Mann fällt bei jedem Problem in die dann bin ich alles Schuld Leier.
      Wir sind seit 20 J.zusammen, seit unser 7 jähriges Kind einen eigenen Kopf hat wird es immer schlimmer.

      Gestern z.B. der Kleine macht Hausaufgaben, ich kontrolliere. Waren falsch.
      Dage ihm das und lese die Aufgabe nochmals vor. Kind wird wütend, hat keine Lust nochmals die HA zu machen. Ich ermutige ihn noch 2x , beim dritten Mal mache ich das Heft zu und er muss so mit falschen Aufgaben in die Schule.
      Er schreit, schmeißt Sachen um sich... Daraufhin verbanne ich ihn in sein Zimmer und lasse ihn wütend sein. Mein Mann rennt in das Zimmer des Jungen, schreit ihn an , warum er sich so benimmt , gibt ihm 1 Monat Fernsehverbot....
      Danach schreit er mich zusammen, warum das Kind keinen Respekt hat, ich mit meiner ruhigen Art könnte mich nicht durchsetzten.
      Dann habe ich Ihn gefragt, was denn sein Ergebnis vom brüllen war? Nämlich keins Kind weiterhin wütend.
      Am morgen habe ich ihm gesagt, dass sein ewiges Schreien das Problem ist. Das Kind macht es nur nach. Der kleine spiegelt ihn.
      Daraufhin er : Ja du bist perfekt, ich mache alles falsch, nur ich bin Schuld...
      Davon habe ich gar nicht geredet. Er sieht einfach nicht ein, das sein Verhalten total falsch ist. Er sagt dann er redet halt so, deshalb hat sein Sohn das noch lange nicht zu tun.
      Jetzt ist er erstmal tagelang beleidigt. Wenn ich mal was sagen will kommt nur Ja ich bin SChuld, an allem... bla bla.
      Anstatt das sich um `s Kind gekümmert wird sagt er immerzu : "Such die Fehler bei Dir (also ich bei mir), du hast dann und dann das und das gemacht....
      Ich kann es nicht mehr hören.

      Sorry fürs auskotzen, aber kann man diesen Kreislauf irgendwie durchbrechen?
      Mein Mann geht jetzt zum Psychotherapeuten. Warum und was er dort macht, sagt er mir nicht. Der Therapeut hat gesagt er darf gar nicht mit mir darüber reden...

      • Oh mein Gott.

        Kommt mir bekannt vor. Mein ex hat das auch immer gesagt blabla.

        Unser Sohn hat angefangen zu spucken und mich total zu ignorieren.

        Vater: rotzte( sorry für das Wort) sich krgens immer alles raus vor dem Kind natürlich.

        Wenn ich mit meinem Sohn einen disput habe, nicht anziehen oder Toilette oder zähneputzen usw, dann kam Papa und behandelte ihn als wenn Mama nicht alle Tassen im Schrank habe. Von wegen, was die schon wieder will mußt Du(also kind) doch nicht machen, wenn Du das nicht willst.

        War jedesmal zum an die decke gehen.

        Ach, das beste!!!

        Ich war schuld ganz alleine Schuld das er fremdgegangen is!!!!

        Man bin ich böse.

        Was Du machen kannst, kann ich Dir nicht wirklich sagen.

        Vielleicht filmt ihr euch mal dabei wie ihr mit dem Kind umgeht. Nicht nur einen tag, da könnte man ja schauspielern :-)

        Ich bin jetzt alleine und bin im nachhinein stolz auf mich wie böse ich doch war, dass ich ihn in die Arme einer fremden gezwungen habe #rofl

        Grüßle

      (5) 05.10.12 - 10:45

      Diese Situationen liefen bei uns eins zu eins genau so ab. Er hat häufig mit diesem Schuldbegriff jongliert und fast alle Streitigkeiten endeten in:“Ja, dann bin ich wieder Schuld.“ Obwohl es ja in kaum einem Fall um Schuld geht.

      Auf Kritik kam dann auch immer gerne:“Ja, ich weiß. Ich bin der schlechteste Ehemann der Welt!“

      und es ging nur um Kleinigkeiten wohl bemerkt.

      Diskussionen mit normaler Streitkultur sind überhaupt nicht möglich gewesen.

      Und dann seine Brüllerei noch oben drauf.

      Heute weiß ich, er ist persönlichkeitsgestört. Wir sind natürlich getrennt. Ohne Therapie kann man da mit noch so viel Geduld nicht helfen.

      Vielleicht googelst du mal zu dem Thema?

      LG und alles Gute für dich!

      • Habe noch vergessen zu erwähnen, dass mein ex am Ende einer diskusion immer angefangen hat zu weinen. Wie schlecht er doch ist, bzw das er nicht der richtige für mich ist, ich mir doch einen anderen mann suchen solle ich hätte was besseres verdient usw blabla.

        Anfangs bin ich drauf reingefallen. Man war ich blöde.

      • (7) 05.10.12 - 10:57

        Er ist ja definitiv beim Psychologen. Also sollte dem das doch auch auffallen, oder?

        • Das hoffe ich für Dich bzw Ihn.

          Was willst Du machen wenn sich nichts ändert??

          Hast du mal über ne Kur nachgedacht???

          Hab ich gemacht kurz nach der trennung, hat wahre wunder bewirkt. Muß aber dazu sagen das mir das örtliche Frauenhaus dabei geholfen hat. war ne Kur für "unsere" Fälle.

          Also Kurse um das selbstbewußtsein zu stärken, gruppen und Einzelgespräche und viel zeit mit den Kids.

          Ich fands Super.

          (9) 05.10.12 - 15:16

          Das muss nicht zwangsläufig auffallen. Wenn du ein bisschen recherchierst, wirst du schnell feststellen, dass eine der Auffälligkeiten auch ist, dass sie sich sicher und oft sehr sympathisch in der Außenwelt bewegen.

          Meiner ist z.b. sehr humorvoll, ein gern gesehener Gast, stets hilfsbereit usw.

          Als ich das alles noch nicht wusste, habe ich ihm häufig gesagt, dass er mich grundlos schlimmer als seinen Feind behandelt und dass alle ihn als netten Menschen erfahren dürfen, nur ich nicht. Und so ist es. Es fällt also nicht unbedingt auf.

    <<<Sorry fürs auskotzen, aber kann man diesen Kreislauf irgendwie durchbrechen?>>>

    Ja sicher.....trenn Dich !

    Anders wirst Du dem Ganzen nicht beikommen, ausser Du willst auch noch zu Deinem kleinen Kind versuchen ein grosses zu erziehen, und das wäre mir persönlich zu anstrengend, besonders da die "Erfolgsaussichten" mehr als gering sind.

    "Der Therapeut hat gesagt er darf gar nicht mit mir darüber reden... "

    Das halte ich schlichtweg für erlogen, kein Therapeut verbietet einem Patienten, sich gegenüber Dritten zu äussern, zu erklären oder zu öffnen.

    Es kann aber nur gut sein, wenn er eine Psychotherapie macht, eventuell kommt dann eine Grunderkrankung zum Vorschein, die sein Verhalten erklärt und ihm ermöglicht, daran zu arbeiten.

    • (12) 05.10.12 - 11:10

      Der Psychoterapeut hat es ihm sogar schriftlich gegeben, das er mit niemanden während der Therapie reden darf. Auch nicht mit mir. (Über Inhalte,Gespräche ect.)
      Habe es auch gelesen.
      Auf dem Überweisungsscheim der Hausärztin steht :
      Erschöpfungssyndrom und Tinnitus.
      ER sieht ja nicht , dass er noch ganz andere Probleme hat. Aber als erfahrener Therapeut muß er das doch sehen.

      • Sehr seltsame Vorgehensweise, sowas habe ich wirklich noch nie gehört. Normalerweise regen Therapeuten immer zum Paargespräch an, sogar dazu, dass der Partner mal mitkommt zur Therapie. Es gibt auch Themen bzw. Therapiestationen da soll man eine Zeit lang nicht darüber sprechen, damit man sich wirklich nur alleine reflektiert. Aber ein generelles Mitteilungsverbot? #kratz

        Da kannst Du halt nur Hoffen, dass der Therapeut ihm auf sein "da bin ich wieder schuld" beibringt, dass er tatsächlich für sein Verhalten und dessen Auswirkungen selbst verantworltlich ist.

hallo,
das kenne ich sehr gut. mein mann sagt das auch ständig. ich denke das hat was damit zu tun, dass sie einfach nicht darüber reden wollen. es nicht zugeben wollen, dass sie sie manchmal mies verhalten. es ist viel leichter dem anderen die schuld zu geben und um diskussionen aus dem weg zu gehen, sagen sie:" jaja, ich weiß, ich bin schuld."
was will man darauf noch sagen? außer: "JA."
es ändert sich nur leider nichts, weil sie es nicht einsehen.

ich kann dir leider nicht sagen wie man diesen kreislauf durchbrechen kann. selbst wenn ich oft meine fehler zugebe, trotzdem gibt er seine niemals zu.

dein mann scheint aber doch einzusehen, dass er nicht immer richtig handelt, darum sucht er sich hilfe.

vielleicht kann dein mann irgendwann mit dir darüber reden was ihn belastet. es ist ja auch nicht leicht sich fehler einzugestehen und etwas an sich zu ändern, nachdem man jahrzehntelang meinte es ist gut so.

und wie man mit einem trotzigen kind umgeht, bekommt man leider auch nicht als gebrauchsanweisung mitgeliefert. das ist eine schwierige situation für beide.

das belastet einen. sowohl ihn, wie auch dich.

ich finde es einen großen schritt und sehr positiv dass er sich hilfe sucht.

er WILL etwas verändern.

hab ein bisschen geduld. thematisiere das nicht zu sehr. versuch locker zu bleiben (ich weiß das sagt sich so leicht)#liebdrueck

(15) 06.10.12 - 01:29

Hallo!

Ich habe auch so ein Exemplar “beleidigte Leberwurst“ zu Hause.
Du weißt schon: “Ja, jetzt bin ich wieder alles schuld! Was ich mache ist eh immer Sch***e! Am besten zieh ich aus!.....“
Auf solche Aussagen gehe ich nicht weiter ein und sage unmissverständlich, dass das nicht zur Problemlösung beiträgt. Dann ist er beleidigt.
Im Grunde geht es ja immer um Probleme, die andere Leute verursachen. Er macht ja immer alles richtig und weiß auch ganz genau was andere zu tun haben. Die machen aber nicht so wie er es will.
In einer Endlosschleife erkläre ich ihm immer wieder, dass er nicht nur meckern kann sondern auch mal Kompromisse machen und auf andere zugehen muss.

Ich bin da hart im nehmen. Wenn er die beleidigte Leberwurst spielt, regel ich die Dinge halt allein uns gut ist. Ich liebe ihn, aber sowas verdirbt selbst mir die Laune. Dann soll er lieber eine Zeit lang abrauchen und schnell ist es auch wieder gut.

L G

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