Kinder lieben den Vater mehr als die Mutter :(

    • (1) 18.10.12 - 16:06
      HilflosTotal

      Hallo,
      Ich bin ziemlich traurig gerade und muss ein paar Dinge loswerden und vor allem brauche ich ein paar Meinungen von anderen.
      Ich habe zwei Kinder, lebe von dem Vater seit drei Jahren getrennt, wir leben das sogenannnte wechselvollen, das heißt die Kinder sind die halbe Woche beim Papa und die halbe Woche bei mir.
      Wir wohnen fast inderselben Straße daher ist das möglich.
      Der Vater wohnt zusammen mit seinen eltern in einem Haus, und diese betreuen die Kinder auch zum größten Teil weil er vollzieht arbeitet.
      Die Kinder sind aber gern bei oma und Opa.
      Es ist nur so das ich immer mehr das Gefühl habe meine kinder werden mir entfremdet, ich muss wegen dem wechselmodell auch Vollzeit arbeiten und kann nicht wie Oma und Opa den ganzen Tag nur mit ihnen spielen oder tolle so Dinge unternehmen, allein finanziell schon nicht. Bekomme vom Vater keinen unterhält da er ja die Kids auch zur hälfte hat.
      Nun ja, es ist so das meine Kids sich irgendwie immer mehr freuen wenn sie beim Papa oder bei Oma und Opa sind, das tut ziemlich weh und ich versuche alles damit die Kids auch gern bei mir sind. Das artet schon fast in einen Konkurrenzkampf aus, vor allem weil die Oma sich auch sehr als Mutter aufspielt.

      Ich kann mich da schwer durchsetzen, das war damals auch mit ein Grund der Trennung, also seine dominante Mutter.
      Ich weis meine Kinder meinen das nicht böse und es ist ja auch toll, wenn sie gern dort sind, ich hab nur manchmal das Gefühl sie sind dort viel lieber und warten nur darauf wieder dorthin zu gehen wenn sie bei mir sind. Sie dürfen dort bei Oma im Bett schlafen usw. Also sie sind mehr bei Oma und Opa als beim Papa.
      Wenn ich sie abhole von Oma wollen sie manchmal lieber dort bleiben, ich kann sie ja schlecht mitschleifen oder zwingen. Sie sind übrigens 6 und vier. Ich habe alles getan damit sie viel von beiden Eltern haben trotz Trennung, bin zurück in seine Heimat gezogen, habe meine Arbeit so ausgelegt dass dieses Modell möglich ist und richte mein leben komplett danach aus. Da tut es natürlich weh wenn das Ergebnis ist das meine Kids lieber dort sind. Manchmal Denk ich hör auf dagegen anzukämpfen und lass die Kinder dort sein wo sie sein moechten. Andererseits möchte ich auch das meine Kinder gern bei Mama sind

      Ich weis nicht was ich tun soll. Es so akzeptieren und meine Traurigkeit darüber mit mir selbst ausmachen, die Kinder ganz dorthin geben, wenn sie doch so gern dort sind und nur am we in Erscheinung zu treten, die Kinder ganz zu mir nehmen damit sie wieder mehr Bezug zu mir haben und Oma u. Opa etwas mehr verschwinden. Sie würden meinen Kids aber Fehlen. Ich weiß nicht was ich falsch gemacht habe , das meine Kids scheinbar lieber dort sind.

      • Wie alt sind deine Kinder? Warum sind sie mal halb bei dir und halb bei ihm?

        Klar, sind Kinder so, dass sie dort am liebsten hingehen, wo sie verwöhnt werden. Aber sie müssen halt auch lernen, dass das "nur" Oma und Opa sind und nicht Mama und Papa. Ich würde zuerst schauen, dass sie nicht ständig mal da und mal dort sind, dann regelt sich das auch von allein. Wirkt momentan ein bisschen so, als wissen sie nicht, wo sie zu Hause sind.

            • (5) 18.10.12 - 16:42

              Weil meine Kinder den Papa sehr vermisst haben und er sie auch. Wirbhaben eine sehr gutes verhaeltnis zum glueck, ich wollte ihm da einfach entgegen kommen da er auch finanzielle Probleme hatte. So muss er keinen Unterhalt zählen und ich kann mehr arbeiten.

              (6) 18.10.12 - 16:56

              "Warum wurde das gewählt? "

              Tut mir leid, aber die Frage verstehe ich nicht.

              Wenn das Wechselmodell organisatorisch möglich ist und beide Elternteile sich gegenseitig für zuverlässig halten und respektvoll miteinander umgehen, ist dies doch das beste für alle beteiligten.

              Dass die TE jetzt ein "Tief" erlebt, obwohl sie ein gutes Modell leben, kann einfach passieren. Aber letztlich geht es jedem Vater, der seine Kinder nur am Wochenende sieht doch ganz genauso.
              Und auch dem KV der TE kann so eine Phase passieren.

              @TE, heb den Kopf wieder und schau der Sonne entgegen. Sei froh um das, was du hast und was ihr lebt. Auch wenn es "schwierigere" Zeiten mit sich bringt, so hat doch kaum einer das Glück (vor allem Kinder nicht) ein solches Modell wirklich leben zu können.

              Alles Gute!

              • (7) 18.10.12 - 17:02

                Vielleicht ist mein Problem nicht deutlich geworden. Ich bin sehr froh über dieses Modell, ch habe nur das Gefühl meine Kinder wären lieber ganz beim Papa. Und das verletzt mich sehr da ich alles tue damit es auch bei mir schön für sie ist, ich habe eben nur nicht soviel zeit wie Oma u. Opa. Und die Großeltern gemessen es auch das die Kids lieber bei ihnen als bei mir sind. Genießen meine ich.
                Ich will doch meine Kinder nicht zwingen bei mir sein zu müssen, oder so. Ich möchte ich das sie gern zu mir kommen .

                • Doch, doch.

                  Dein Problem ist mir durchaus bewusst und ich kann es nachvollziehen. Also, dass es dich verletzt und dir zeitweilen auch weh tut.

                  ABER, ich glaube in der Hinsicht macht, egal bei welchem Modell, jedes Elternteil so eine Phase (bei 14-Tage-WoEnd-Modell ja sogar mehr als eine Phase) durch. Das lässt sich sicher gar nicht, niemals nie nicht, vermeiden.

                  Dir fällt es jetzt als Mutter nur so auf, weil du das Wochenwechselmodell bereit bist zu leben. Im Gegensatz zu vielen anderen.

                  Ich könnte mir auch vorstellen, dass du das stärker interpretierst, als es deine Kinder ausdrücken oder sie das gar nicht so sehen.
                  Wenn die Kids tatsächlich lieber dort sind, wollen sie dich damit nicht verletzten und ich denke auch das ist nur eine Phase.

                  Alles in allem Mutmaßungen meinerseits - helfen kann ich dir weder mit Tipps noch mit Ratschlägen, denn ich hatte diese Situation noch nicht.

                  Ich für mich würde mein Kind (hab nur eins) allerdings dort lassen, wo sie lieber sind und würde mir allerdings auch versuchen einzureden, dass sie mich deswegen nicht weniger lieben (denn das tun sie sicher auch nicht, uach wenns so anmutet). Es werden auch andere Zeiten kommen.

                  Im Grunde ist es einfach schwer, gegen Vollzeit-Großeltern, die sich wirklich total gern kümmern, "anzustinken".

                  Frag dich selbst, ob es nötig ist/wäre, für dich. Und dann handeln. Aber wie? Keine Ahnung. Aber, dass du das Wohl der Kinder im Auge behältst, darüber bin ich sicher, so klarsichtig, wie du wirkst.

                  Sicher bekommst du noch gute Tipps hier!

                  Alles Gute! #klee

              (9) 18.10.12 - 17:09

              Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass dieses Modell wirklich gut ist. Wie würde es dir gehen, wenn du dauerhaft die Hälfte der Woche einmal hier und einmal dort schlafen musst? Man fühlt sich doch nirgends so recht zu Hause. Und dann klammert man sich an eben diejenigen, die einen verwöhnen. Und nein, ich will hier nicht den Vätern das Recht auf die Kinder absprechen. Man kann ja trotzdem soviel Kontakt ermöglichen, wie man will, aber ein festes zu Hause ist mMn dabei essentiell.

              Und hier in dem Fall mischen doch auch noch die Großeltern, die sehr dominant sind, mit. Momentan verwöhnen sie die Kinder scheinbar sehr. Theoretisch auch kein Problem, weil Großeltern ja das auch dürfen. Aber Großeltern spielen im Regelfall auch keine so große Rolle wie hier.

              Die Kinder selbst sind noch zu klein, um zu erkennen, dass die Mama vermutlich mehr verwöhnen würde, wenn sie mehr Zeit und Geld zur Verfügung hätte und dass sie sicher auch gerne die Sachen machen würde, die die Großeltern mit ihnen machen.

              • (10) 18.10.12 - 17:49

                Ob dieses Modell gut oder schlecht darüber gibt es sehr ersch, Meinungen. Meiner Meinungen nach ist etwas näher dran am normalen Familienbildung da die Kinder beide Eltern regelmäßige und gleichwertig um sich haben.
                Fakt ist das wir es seit zwei Jahren so leben und es ziemlich unmöglich ist das jetzt einfach so zu aendern weil ich mich zurückgesetzt fühle.
                Das wäre sehr egoistisch denn meine Kids hängen am Vater an den Großeltern und an ihrem ganzen Umfeld. Deswegen bin ich ja diesen Schritt auch gegangen.
                Ich habe einfach Angst die liebe meiner Kinder zu verlieren bzw, ihnen nicht so gerecht werden zu können wie der Vater oder eben seine Eltern.
                Es ist ein ständiger innerer Konkurrenzkampf und wenn dann wie heute meine kleine lieber bei der Oma als bei mir ist geht es mir halt sehr schlecht und ich möchte nicht mehr kämpfen.

                (11) 18.10.12 - 21:15

                Selbst wenn dieses Modell wirklich "schlecht" wäre:

                Wieso schließt Du daraus, dass bei Beendigung des Modells die Kinder bei der Mutter blieben? Weil das ein Naturgesetz ist?

                Wenn die Kinder wirklich Vaterkinder sind, dann wäre wohl die Konsequenz, dass sie beim Vater bleiben würden. Und das dann auch mit all den üblichen "Boni", die eine Mutter kleiner Kinder ggf hat: Teilzeitarbeit, Kindesunterhaltsanspruch, ggf. Anspruch auf Aufstockungsunterhalt für sich selbst..... und die Openerin ist dann eins, zwei, fix eine Umgangsmutter mit 2x2 Tagen Umgang im Monat.

                Ist die Lösung besser, wenn es umgekehrt wäre, also der Vater wie üblich zum Hobbypapa degradiert wird?

                LG

      (12) 18.10.12 - 16:40

      Wie erwähnt leben wir getrennt und betreuen die Kids im wechselmodell. Die Kinder sind die erste zeit als wir noch zusammen waren auch in seinem Elternhaus mit Oma und Opa aufgewachsen und hängen auch an den Großeltern. Da der Vater vollzieht arbeitet und oft nur morgens zeit hat, kümmern sie sich eben auch sehr stark.

      • Hallo ich kann mit gut vorstellen das du das glaubst und das Gefühl hast deine Kinder wären lieber bei oma+Opa. Aber vergiss nicht DU bist ihre Mama und IHR drei! Habt ein starkes Band das euch verbindet und euch immer verbinden wird. Es sind deine Kinder die dich sicher über alles lieben. Vielleicht ist es ja auch so das sie dich schrecklich vermissen und den Papa dazu und die Großeltern meinen deswegen sie extrem betüddeln zu müssen? Wenn du dich noch gut mit ihrem Papa verstehst, hab ich das richtig gelesen?, dann macht doch mal einen schönen Ausflug zusammen. Nur ihr 4 gemeinsam, für die Kinder unbezahlbar! Viel Glück und Kopf hoch!

(14) 18.10.12 - 21:29

Hallo,

ich finde Deine Haltung sehr aufrichtig, tapfer und unegoistisch. Dafür meinen Respekt. Du übernimmst den Schmerz, der in einer Trennung oft den Kindern überlassen wird, nämlich den des Verlusts.

Ich habe eine Bekannte, die zwei Kinder hat. Kind A hängt mehr am Vater und Kind B mehr an ihr. Die Eltern haben sich auch für das Wechselmodell entschieden. Die Alternativen hätten geheißen: Ein Kind leidet wegen des Verlusts des ihnen näher stehenden Elternteils oder die Geschwister müssten getrennt werden.

Kind A hat der Mutter auch schon gesagt, dass es sie sehr lieb hat, aber er eben ein kleines bißchen lieber beim Papa ist. Das ist hart. Aber sie hat A gesagt, das ist okay für sie und sie kann das verstehen und ist A nicht böse. Sie hat den kleinen Schultern damit ganz viel Last von den Schultern genommen und A zeigt der Mutter auch sehr deutlich, dass es sie lieb hat aber eben sehr große Sehnsucht nach Papa verspürt.

Man kann Kinder nicht durchschneiden, man trifft keine gute Entscheidung, wenn ein Kind einen Elternteil sonst extrem vermissen müsste.

Es ist hart für dich, aber du bist erwachsen und kannst Wege finden, damit umgehen zu lernen. Auf jeden Fall besser als deine Kinder! Und dafür wünsche ich dir alles Gute.

LG

(15) 21.10.12 - 12:02

Hallo,

das hört sich schon sehr traurig an und ich kann dich total verstehen...aber du hast nichts falsch gemacht und bei einem anderen Modell würden dich deine Kinder sehr vermissen...du bist die Mama und das wissen deine Kinder auch...

Bei mir ist das anders...ich bin zwar mit dem Papa zusammen aber ich wohne mit den Zwei Kleinen in Sachsen-Anhalt, er in Hessen mit der Großen...alle zwei Wochen kommt er und meine zwei Mäuse freuen sich dann riesig und Mama rückt erstmal in den Hintergrund...ich weiß das es meinen Mäusen schwer fällt das sie nicht die Familie haben wie es normal wäre...mein Sohn ist ein totales Papa Kind und ich darf dann nichts mehr machen nur noch Papa...

Du musst doch in der Zeit alles alleine machen,morgends aufstehen,Kinder für den Kindergarten fertig machen,arbeiten,Kids abholen,Haushalt,mit ihnen spielen...beim Papa übernehmmen das Oma und Opa...das sind drei Leute die sich das aufteilen können...du dagegen schaffst das alleine

LG Janine

Liebe HT,

es ist schon lange her, dass du deinen Beitrag abgegeben hast, ich bin aber in einer sehr ähnlichen Situation und habe mich sofort mit dir identifiziert. Ich bin auch etwas verzweifelt, da ich das Gefühl habe, dass meine beiden Söhne, 13 und 11, lieber Zeit bei Papa und seiner neuen Frau (mit Sohn und Hausmaid) verbringen. Ich habe Angst, sie zu verlieren.
Wie ist es bei dir gelaufen?

Liebe Grüße

El

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