Ehe aus nach Tod des Kindes

    • (1) 03.11.12 - 00:31
      verzweifeltefrau

      Hallo.Ich bin verzweifelt.In diesem Jahr starb unser einziges Kind.
      Mein Mann redet nie über seine Trauer.Ich bin seither depressiv,habe Suizidgedanken.Gehe zur Psychologin.
      Vor dem schweren Schicksal lief unsere Beziehung wunderbar.Wir waren ein Herz und eine Seele,im Bett lief es super.
      Nun haben wir seit Monaten keinen Sex mehr,keinen Kuss mehr,kaum noch Zärtlichkeit.Wir reden kaum noch miteinander,streiten viel,gehen uns aus dem Weg.
      Ich möchte mienen Mann nicht verlieren.ich sehne mich so nach "uns".Aber ich finde keinen Faden,wo ich anknüpfen kann.Hab schon paar mal versucht,mit ihm zu reden.er ist ständig genervt und müde.Nach Verführung ist mir auch nicht,hab kein Verlangen nach Sex,aber nach Zärtlichkeit und einfach in den arm genommen zu werden.
      Hat jemand Ratschläge für mich,wie ich die Situation positiv für uns beide ändern kann?
      Dankeschön.

      • Guten morgen
        Erstmal mein herzliches beileid!!!!
        Darf ich fragen wie alt eure tochter war und wodurch es passiert ist?bei mir ist es so gewesen 5 tage vor mein 18 geburstag wollte mein damaliger verlobter mit mir und freuenden weg gehen.doch ich hatte keine lust somit ist er alleine mit sein freunden gegangen.hatte sich 2 tage lang nicht gemeldet bos seine mama mich angerufen hat und mir von dem toedlich unfall erzaehlte.gut dachte mir die vereebelt mich.obwohl mann damit keine scherze machte zu mein 18 geb.bin ich auf den friedhof gefahren und musste festellen es ist war.es tat so weh!!!!!ich hatte auch ein sehr drepresive fasse.zumal dann noch raus kamm das ich schwanger war und das kleine in der 15 ssw verloren hab noch ein schlag ins genick.ich wollte nicht mehr leben nix.habe mich von freunden familie abgeschottet.nach ca 1 jahr hatte ich mich langsam wieder gefamgen. Leicht war es trotzdem nich.ich hane mit immer vor augen gefuehrt das haette timo nicht gewollt das ich mein leben wegscjmeise und zu umseren baby klar wie was gewesen waere oder bestimmte situtionen.ich kann dir nur eins sagen ich weist das uneendlich weh tut aber mit monat zu monat wird ed besser eh ich das einigermassen verdaut haette vergingen 3 jahre.ich wuensch von herzen alles gute das ihr das zusammen schafft denkt dran ihr habt das gleiche schicksal lass dich knudeln loebe gruese

        (3) 03.11.12 - 07:10
        ihr braucht beide hilfe

        http://christoph-student.homepage.t-online.de/41518/42364.html

        http://www.leben-ohne-dich.de/wir.htm

        http://www.kat-gedenkseiten.de/selbsthilfegruppen.htm

        (4) 03.11.12 - 09:04

        Hallo,

        es ist schwierig. Bei uns war es nicht der Tod des Kindes - "nur" eine sehr schwere Krankheit.

        Ich wollte Nähe, Zärtlichkeit, Umarmung - mein Mann hat so wie deiner reagiert.

        Irgendwann habe ich verstanden: Wir waren beide in einer Situation, für die wir kein "Lebensmuster" in uns tragen. Jeder musste seinen Weg alleine finden.

        Er konnte mir nicht schenken, was ich mir wünschte, weil er es nicht mehr in sich hatte.

        Wenn er es in dieser Situation noch in sich getragen hätte, hätte er mir es bestimmt auch geschenkt.
        Was wir brauchten, war Zeit.

        Ich habe mir andere Wege für diese (wie ich jetzt weiß, für mich sehr wichtige) körperliche Zuwendung gesucht. Massage, Sauna, Hammam-Behandlung, Treiben in der SPA-Grotte, umarmende Freunde (Sogar eine Apothekerin hat mich mal in die Arme genommen, als ich weinend in der Apotheke zusammengebrochen war.), ich ging tanzen und habe diese harmlosen Umarmungen genossen.

        Irgendwann haben wir uns wieder nähern können. Wir sind noch ein Ehepaar. Aber ein anderes als vorher. Solche Erlebnisse verändern einen - und damit die Beziehungen zu anderen. Unsere Wertewelt ist verändert.

        Wir grollen uns nicht, weil wir wissen, dass jeder in der damaligen Situation überfordert war und wir als Paar keine Lösung haben finden können. Hätte ich weiter versucht ihn als meinen "Wegbereiter" zu nutzen, wäre unsere Ehe heute Geschichte.

        Ich wünsche Dir/Euch viel Kraft, Geduld und Liebe miteinander.

        Liebe Grüße
        Herbstwetter

      • Hallo verzweifeltefrau.

        ich möchte euch mein Beileid aussprechen.

        Einen nahestehenden Menschen zu verlieren ist sehr hart. Wenn es noch ein Kind ist macht es es in meinen Augen noch um vieles schwerer.

        Das du depressiv bist und sogar zeitweise Suizidgefährdeten hast kann ich verstehen. Das du in psychologischer Behandlung bist ist gut.

        Ich denke euch könnte eine gemeinsame Therapie helfen. Dein Mann wird nicht wissen wie er seine Trauer bewältigen soll. Männer Reden auch in aller Regel nicht über ihre Probleme. Ich denke dein Mann wird es einfach in sich hinein fressen.
        Gemeinsame Trauer könnte euch auch helfen wieder zu einander zu finden.

        Hat denn deine man auch professionelle Hilfe um seine Trauer zu verarbeiten?

        Hast du jemand mit dem du reden kannst?

        Ich wünsche euch viel Kraft und das ihr wieder zu einander findet.

        blaue-rose

        (6) 03.11.12 - 16:22

        Hallo.Ich danke euch sehr für eure Antworten und die Links.
        Unser Kind ist als Baby gestorben.Mehr kann und möchte ich jetzt hier nicht schreiben.Wir haben aber viele Jahre versucht schwanger zu werden und es ging dann nur mit IVF.Und dann der große Verlust#heul.
        Leider greift mein Mann manchmal zu Alkohol und trinkt dann zu viel,sodaß er dann früh verschläft oder garnicht aus dem Bett kommt.
        Ich hoffe,daß wir das schaffen und einander wieder finden...

        Danke

        • (7) 03.11.12 - 16:27

          Liebe verzweifelte Frau,

          versuche ihn zu einer Gesprächstherapie zu bewegen.
          Vielleicht kannst du ihn ja mal mit zu einer deiner Gespräche mitnehmen (in Absprache)?

          Es gibt ganz viele traurige Momente im Leben - aber ich bin sicher, ihr könnt einen Weg für euch finden.

          Eine ganz liebe virtuelle Umarmung sende ich Dir.

          Alles Liebe
          Herbstwetter

          (8) 04.11.12 - 21:37

          Hallo verzweifeltefrau,

          uns ist leider das gleiche passiert (auch nach langer Kinderwunschphase/IVF). Wir sind beide in eine depressive Phase gefallen. Aber uns wurde dringend empfohlen, uns Hilfe zu holen. Wir sind über ein Jahr zu einer Trauergruppe beim Verein "Verwaiste Eltern" gegangen. Das Reden, gemeinsame Weinen mit anderen Betroffen hat uns sehr geholfen. Und so verrückt es klingt: Wir haben in dieser schlimmen Zeit nirgendwo lachen können, außer dort.

          Parallel haben meine Frau und ich Einzel-Gesprächstherapien gemacht (ich erst später, weil ich es erst nicht für nötig hielt - es hat mich dann irgendwann doch alles eingeholt.)

          Ihr solltet unbedingt einen Weg finden zu reden. Sonst entwickelt Ihr Euch auseinander - leider nicht so selten nach so einem Schicksalsschlag.

          Wollt Ihr es weiter mit IVF versuchen? Wir haben es getan und haben heute Kinder.

          Wenn Du magst, schick mir eine PN, dann können wir uns kurz austauschen.

          Euch alles Gute

          Garda12

      Ich kann dir nur von uns berichten dass es lange gedauert hat bis wieder so etwas wie Allag eingekehrt ist!

      Ich wäre beinahe am Verlust unseres Kindes zerbrochen und hatte gehofft mein Mann fängt mich auf, dabei habe ich übersehen dass er nicht besser damit zurecht kommt wie ich, sondern einfach nur anders! Ich war letzten Enes beim Psychologen und beim Heilpratiker um damit fertig zu werden, mein Mann hat es mit sich ausgemacht!

      Männer gehen damit völlig anders um! Meiner Meinung nach ist der Schlüssel reden, reden, reden! Ohne geht es nicht! Und natürlich Verständnis für den anderen aufbringen! Das gilt für deinen Mann, aber natürlich auch für Dich! Würde dein Mann mit zum Psychologen gehen?

      Hast du deinem Mann das auch schon so gesagt? "Ich möchte mienen Mann nicht verlieren.ich sehne mich so nach "uns".Aber ich finde keinen Faden,wo ich anknüpfen kann."

      LG

      Wukie

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