neuer Partner trinkt viel Alkohol

    • (1) 14.02.13 - 08:34

      Hallo,

      ich wende mich an Euch, weil ich nicht weiss, was ich machen soll.
      Ich habe einen Mann kennengelernt vor einiger Zeit und wir haben jetzt seit kurzem eine Beziehung. Eine Fernbeziehung, da er 450 km von mir entfernt wohnt. Wir haben jetzt zusammen Urlaub gemacht ein paar Tage und sind dort endgültig zusammen gekommen. In unserer Anfangsphase vor ein paar Wochen bekam ich schon mit, das er sehr viel Alkohol trinkt, selbst aber meint, er wolle es einschränken,weil er unter Alkohol manchmal Dinge macht, die er am nächsten Tag nicht mehr weiss. (aber angeblich noch nie mit Frauen)
      Vor 3 Wochen fuhr er auch mit seiner Firma auf eine Betriebsfahrt in eine andere Stadt und blieben auch in einem Hotel über Nacht. ich sagte noch: trink nicht so viel, es ist deine Arbeit und er antwortete, das er nicht vor hat viel zu trinken. Ende vom Lied: Auf der Firmenfeier liess er sich provozieren, es gab Streit, Chefin kündigte ihn!

      Nun hat er in unserem Urlaub einen nebenjob angenommen, der 4 Stunden geht, diesen Nebenhob macht er 1 mal in 3 Monaten.
      Er müsste dafür auch wieder in ein Hotel, in eine andere Stadt.

      Nun sagte ich als wir zusammen kamen folgendes:

      ich möchte nun Taten sehen, denn ich mache mir Gedanken. Ich habe in diesem Moment kein Vertrauen wenn er wieder in ein Hotel fährt und sich eventuell betrinken könnte.
      Ich möchte gern, dass er eine Lösung findet.
      Er sagte, das ich ihm vertrauen soll, ich bin ihm unheimlich wichtig und er möchte mich nicht verlieren! Und er wird dort kein Alkohol trinken.

      Am liebsten würde ich wollen, das er diesen Nebenjob absagt und erst einmal sich in den Griff bekommt. Aber das kann ich nicht von ihm verlangen oder?

      Er rief mich gestern an und während unserem Telefonat merkte ich, das er wieder nach und nach angetrunken wird und sprach ihn darauf an.
      Er sagte, er hätte keinen Tropfen Alkohol getrunken!

      Und genau das ist der Punkt: er lügt mich an, weil er mich nicht verlieren möchte.

      Was mache ich nun? Um mich zu schützen, emotional verletzt zu werden, soll ich den Anfang unserer beziehung nun lieber beenden? Oder soll ich ihn fahren lassen in diese andere Stadt, wo ich mir ewig Gedanken machen werde? Ich werde mir Gedanken ohne Ende machen!
      Kann man von einem Mann soetwas verlangen, das er solange er mich wegen dem Alkohol belügt und dieses Problem hat, mir entgegen kommt und erst einmal auf solche Angebote verzichtet?

      Oder soll ich es lieber lassen mit ihm?

      Die Sache ist, er ist ansonsten ein feiner Kerl, wir verstehen uns leider unheimlich gut und haben eine unglaubliche Nähe. Ich fühle mich wohl in seiner Nähe, aber mich verletzt es, wenn er mich anfängt jetzt zu belügen, das er nichts getrunken habe. Vorher hattte er mir das immer erzählt.

      • Zusatz: er hat mich gefragt, ob ich zu ihm komme, in die stadt wo er jetzt den auftrag hat und eine nacht hotel bezahlt bekommt, weil das nämlich bei mir um die ecke liegt.
        nur was soll ich tun? wenn ich hin fahre, komm ich mir vor, als würde ich doch alles mitmachen und nicht zu dem stehen, was ich sage oder die alkohol lüge akzeptieren ...

        er trinkt nicht am tage, sondern fast jeden abend mehrere Bier. Diese auch wirken!

        • Ich würde fahren und es ansprechen und Ihm sagen das du so nicht leben kannst, mit der Lügerei noch der Trinkerei. Und da es frisch ist lieber jetzt den Absprung finden.

      (4) 14.02.13 - 08:50

      Ganz ehrlich, ich würde es lassen.

      Du investierst jetzt schon so viel Energie in Probleme, hast kein wirkliches Vertrauen und das obwohl die Beziehung erst begonnen hat.

      Mir wäre das zuviel.

      • (5) 14.02.13 - 08:55

        das schlimme ist, das er der erste Mann seit langem ist, wo ich gefühle entwickelt habe.
        Es passt ansonsten alles bei uns und er hat ohne mein reden gesagt, er wolle das trinken einschränken! er trinkt abends immer und ist in seinem Umfeld, sehr anerkannt. er gibt nebenbei noch Kurse, auch da ist er sehr anerkannt, weil er ansonsten ein wirklich vielseitiger Mensch ist.

    Ich würde die Beziehung beenden!
    Wenn er dich jetzt schon anlügt, was glaubst du wohl, wie´s weitergeht?!

    Das ist eine schwierige Frage…

    Mein ExMann war/ist Alkoholiker und ich bin diesbezüglich etwas geschädigt, darum tendiere ich eher zu Männern, die ihr Alkoholkonsum „im Griff“ haben.

    Allerdings arbeite ich in einer Branche, wo es üblich und sogar angesehen ist, „mal einen saufen zu gehen“ und in der es viele Events gibt, die feuchtfröhlich enden – gewollt. „Wining and dining“ nennen wir es. Ich mache es mal mit, mal klinke ich mich aus…als Frau kann und will man irgendwann nicht mit den Männern mithalten.

    Meine Chefs allerdings machen diese Sausen mit und genießen privat auch einen guten Wein oder mehrere – ihre Frauen akzeptieren es oder sind selbst flott dabei.

    Die Einstellung zum Alkoholkonsum ist ausschlaggebend.

    Findest du dass dein neuer Partner zu viel trinkt, weil du gelesen oder gehört hast, dass 2-3 Bier am Abend schon zu viel sind oder ist es dir selbst unangenehm, dass er oft angetrunken, verändert ist??

    Er selber sagt, er trinkt zuviel und macht unter Alkoholeinfluss Dinge, an die er sich später nicht mehr erinnert? Er hat auf einer "Firmenveranstaltung" so viel gesoffen, dass es zoff gab und er gekündigt wurde?

    Da wäre mir das Lügen grad noch egal, mit einem Partner der sich so verhält wäre ich nicht zusammen. Und dann noch die Entfernung von 450 km dazu... nein danke.

    Ich würde den Anfang beenden, ja. von meinem Partner möchte ich einfach, dass er sich erwachsen verhält, und dass ist definitiv weder erwachsen noch verantwortungsvoll.

    Und falls er krank ist, alkoholkrank, ist das zwar für ihn persönlich übel, aber eine neue Beziehung würde ich so auch nicht eingehen wollen. Da wäre ich mir selber einfach am nächsten.

    Lichtchen

    (10) 14.02.13 - 09:37

    mein gutgemeinter tip. LAUF so schnell du kannst. Mit diesem mann wirst du NIE glücklich werden können. man kann mit einem alkoholiker nicht glücklich werden.

    das einzige was du tun kannst ist ihm die pistole auf die brust zu setzen dass er sich professionelle hilfe holen muss aber das muss ER selber wollen und auch die einsicht haben.

    das sehe ich nicht.

    ich war mal mit einem alkoholiker zusammen und habe es auch immer schön geredet. ich dachte es wird besser und er trinkt weniger (immerhin versprach er dies immer wieder), ich nahm ihn in schutz und spielte sein vieles trinken runter.

    ich schämte mich für ihn, er ekelte mich an mit seiner bierfahne und ich verlor komplett den respekt vor dem idioten denn wenn er was getrunken hatte war er strunzdumm, wusste nicht was er tat, wie er sich benahm und erzählte dünnschiss. ein Kleinkind war um welten intelligenter.
    Ohne Alkohol war er ein feiner Kerl mit dem man reden konnte, der arbeiten ging und der sich um einen sorgte.

    fakt ist, er ist heute nach fast 10 jahren immer noch alkoholiker!

    (11) 14.02.13 - 09:49

    So leid es mir tut, kurz und knackig:

    tu Dir einen Gefallen und geh!

    Alles Gute,

    liki, die selber jahrelang mit einem Alkoholiker verheiratet war.

    (12) 14.02.13 - 10:01

    Nimm die Beine in die Hand und lauf.
    Nichts davon steht in deinem Text, dass er bereit ist, einen Entzug zu machen.
    Lieber lügt er bis sich die Balken biegen.
    Du gehtst kaputt daran.
    Lass die Finger von ihm.

    (13) 14.02.13 - 10:31

    Hallo.

    Ich bin auch eine "gebrandtmarkte". Also mein Tipp wäre. Sage ihm, dass du Zeit brauchst, um dir über einiges klar zu werden. Sag ihm, dass du die Sache mit dem Alkohol nicht vertreten kannst. Er möchte es in den Griff bekommen.

    <<Nun sagte ich als wir zusammen kamen folgendes:

    ich möchte nun Taten sehen, denn ich mache mir Gedanken.>>>

    Aber nicht damit:

    <<Er sagte, das ich ihm vertrauen soll, ich bin ihm unheimlich wichtig und er möchte mich nicht verlieren! Und er wird dort kein Alkohol trinken.>>>

    Das kann er dir mit Sicherheit nicht versprechen. Denn dann lügt er wirklich.

    Sprich mit ihm und sag ihm, dass er diese Sache erst mal klären soll.

    Klingt hart, aber das schützt dich. Du hast schon genug Energie investiert.

    Viel Glück.

    LG

    NICHTS WIE WEG, solange Du noch ohne Schaden davonkommst.

    Tut mir leid, ich war nicht nur mit einem Säufer in erster Ehe verheiratet - ich bekomme es auch seit 38 Jahren in meinem Job mit, was Männer nicht alles versprechen, wenn sie eine Frau "haben" wollen......(ich bin "beim Bund") GANZ GANZ wenige Männer schaffen es, vom Alk wegzukommen, aber die sitzen dann meist schon ganz tief in der Scheiße und in Schulden usw. Ihre Familien reißen sie mit rein.

    Er lügt Dich doch schon an ! Welche Beweise brauchst Du noch ? Job schon weg wegen Alk und er hat diesen Schuß vor den Bug auch nicht als Anlaß genommen, das Saufen zu lassen. Dir kann er am Telefon viel erzählen, Du siehst und riechst ihn ja nicht.
    NOCH kannst Du das Ganze beenden, ohne unendlich zu leiden.
    Ich habe leider keinen anderen Rat, als diese Beziehung zu beenden.
    Es gibt Männer genug, die nicht saufen !
    LG Moni

    Sorry für meine drastische Ausdrucksweise, aber für mich sind Säufer keine armen bedauernswerten Kranken, die Mitleid verdienen.....

    • Ich hab auch den Absprung geschafft.
      Es war die Hölle!!!

      "Sorry für meine drastische Ausdrucksweise, aber für mich sind Säufer keine armen bedauernswerten Kranken, die Mitleid verdienen..... " #pro

      Bedauerlicherweise kann ich das nicht entschuldigen.

      Tut mir ja leid, daß Deine Erfahrungen in dieser Sache so unschön waren. Indem Du hier alle Ankoholiker über einen Kamm scheerst disqualifizierst Du Dich allerdings als Gesprächspartnerin in dieser Sache. Da Du Dich scheinbar jahrelang nah an der Thematik zu befinden scheinst, ist es umso bedauerlicher, daß Du scheinbar recht wenig über diese Krankeit (denn das ist sie anerkanntermaßen) zu wissen scheinst.

      Genausogut wie Du alkohlkranke Menschen als "Säufer" bezeichnest, könntest Du depressive als durchgeknallte Irre betiteln. Vor Verallgemeinerungen sollte man sich m. E. hüten - auch wenn eigene negative Erlebnisse vorliegen.

      GzG
      irmi

      • Sorry ich habe JAHRELANG nicht nur Prügel von einem Säufer bezogen und seine Schulden bezahlen müssen, sondern viele Jahre später nochmal volle vier Jahre die komplette Sachbearbeiterinnen-Arbeit einer Säuferin zu meiner Arbeit mitmachen müssen, weil man die Dame ja nicht einfach entlassen konnte.
        Sie kam sternhagelvoll mit dem gelben Schein ins Büro, braungebrannt, im Sommerkleid, knallte ihn mir auf den Tisch "haaach tut mir leid, dass ihr sooo schwitzen müsst, ich geh nun baden" und weg war sie.
        Ich hätte sie umbringen können, und zwar auf der Stelle. Mein Chef hielt mich gerade noch davon ab, und das ist kein Witz - da hört für mich alles auf.
        Und solche Stories habe ich in 43 Berufsjahren noch mehr erlebt. Wieviele Schicksale ich betreuen musste, als Säufer ihre Familien ins Unglück stürzten, Kinder und Frau halb totschlugen (Frauen-Notruftelefon !!!), das kann ich schon garnicht mehr zählen. Leider weiß ich viel zuviel darüber, wie da die meisten ticken.

        Es ist mir vollkommen egal, was da irgendwer über mich denkt - ich habe mich noch nie negativ über einen psychisch Kranken hier geäußert - und sonst auch nicht, weil ich davon zuwenig beurteilen kann.
        Aber Säufer, nein Danke - absolut kein Mitleid und ich werde immer jeder Frau raten, flüchte, solange Du noch kannst !
        Gruß Moni

        • "Säufer" gibt es in verschiedene Ausführung...wie allem Menschen.

          Es gibt die, die versuchen, Probleme zu ertränken oder Schmerzen zu betäuben. Oder die, die in Gesellschaft saufen, um zu feiern, es nicht im Griff haben, die aber aufhören können wenn es wirklich notwendig ist. Zwar nicht einfach, aber mit Zusammenreissen und Kampf gegen sich selbt möglich. Zu dieser Kategorien gehöre ich.

          Dann gibt es die, die Alkohol brauchen, um zu funktionieren - ich habe irgendwo gelesen, dass "echten" Alkoholikern ein Enzym oder ein Hormon im Gehirn fehlt, das es durch die Verstoffwechselung von Alkohol kompensieren kann.

          Klar gibt es auch die, die meinen eine "Krankheit" haben zu müssen und da kommt das "Saufen" sehr gelegen, aber das sind die Wenigsten.

          Für die "echten", tief in der Spirale nach unten sitzenden Menschen, die entweder körperlich nicht anders können oder seelisch keine Kraft haben empfinde ich tiefstes Mitgefühl. Für die, die sich selbst bemitleiden und sich hinter einer "Krankheit" verstecken, überhaupt keine.

          Aber das ist verdammt schwer auseinander zu halten.

          Darum finde ich deine Verallgemeinerung und Abwertung ziemlich befremdlich.

(20) 14.02.13 - 12:07

Es gibt noch andere feine Kerle, wenn er blackouts hat, ist es schon echt dramatisch.
Ich würde keinen Kampf bei einer seit 15 Jahren bestehenden Ehe verstehen, aber da Ihr Euch noch nicht lange kennt und sowieso eine Fernbeziehung führt, lass es lieber. Damit wirst Du nicht glücklich.

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