Wieviel verlangt ihr eurem Mann als Vater ab?

    • (1) 19.03.13 - 21:29
      Lieber ohne Namen

      Liebe urbianerinnen und urbianer,

      Ich brauche einfach mal eure Meinungen, um für mich klar zu stellen, ob ich unfair denke oder ob ich mit meinen Gedanken nicht ganz so auf dem Holzweg bin.

      Mein Mann und ich haben eine kleine, süße 17 Monate alte Tochter. Er ist berufsbedingt meistens in der Woche nicht Zuhause bis auf wenige Ausnahmen. Ich bin in elternzeit und er kommt also für unseren Lebensunterhalt auf.

      Dadurch dass die kleine den meisten Teil der Woche mit mir zusammen ist, bin ich natürlich ihre hauptbezugsperson. Bei Papa auf dem Arm ist sie meist nur kurz bevor sie dann wieder nach Mama verlangt.

      Was mich nun konkret stört ist folgendes: auch wenn mein Mann Zuhause ist, bleibt der größte Teil der Aufgaben an mir hängen. Die ersten drei Monate musste unsere Maus ein spreizhöschen tragen. Natürlich ging das anlegen des Gestells beim wickeln nicht immer ganz ohne weinen ab, auch wenn sie wirklich ganz tapfer war. Mein Mann sagte, er bringe es nicht übers Herz der kleinen das Höschen anzulegen. Sobald das aber vorüber sei, würde er dann auch mal das wickeln übernehmen. Fakt ist, dass er auch heute vielleicht alle drei bis vier Wochen wickelt.

      Morgens anziehen mag er auch nicht gern, das ist ja soviel Fummelei. Außerdem ist er mit dem zusammenstellen des Outfits angeblich meist schon überfordert, er wisse ja nicht was gut zusammen aussieht. Also echt, so schwer ist das ja wohl nicht, ein Kind anzuziehen.

      Auch das baden übernimmt er nur unter Protest. Als Baby hat er sie gar nicht gebadet. Er hat das jetzt vielleicht zweimal gemacht, seit sie auf der Welt ist.

      Ich gehe auch mit ihr zum babyschwimmen, seit sie drei Monate alt ist. Dort war er bis jetzt noch nie mit, obwohl meistens immer beide Elternteile mit dabei sind. Wenn die anderen Mamas und Papas mir da nicht manchmal helfen würden, indem sie dann z. B.auf meine Maus aufpassen, während ich mich umziehe, dann wäre es schwierig. Er ist ja nicht immer Zuhause, aber wenn er dann mal die Gelegenheit hätte, weil er Urlaub oder früh Feierabend hat, dann würde ich es eigentlich schon erwarten, dass er mal Interesse zeigt, mitzukommen. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass ich es nicht verstehe, dass er nicht neugierig ist, wie die kleine sich so im Wasser macht und zu sehen, wieviel Spaß sie ja auch daran hat. Er meinte dann, dass das nichts für ihn wäre. Er hat da keinen Bock drauf. Ich kann mir doch auch nicht immer aussuchen, ob ich gerade Lust habe oder nicht, mich um die kleine zu kümmern und ich mach das doch auch gern, damit es ihr gut geht und sie glücklich ist.

      Er liebt unser Kind, das ist keine frage und er liest ihr auch vor und nimmt sie auf die Schulter, wenn wir unterwegs sind und so weiter. Er ist auch immer großzügig und hält auch in schwierigen Zeiten zu mir. Aber als Vater würde ich mir manchmal einfach mehr von ihm wünschen.

      Wieviel Einsatz verlangt ihr von euren Männern, die in der Woche viel arbeiten, um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen?

      Ich möchte halt einfach, dass die kleine zu ihrem Vater auch eine innige Beziehung hat und denke, dass das durch Aktivitäten wie dem babyschwimmen halt gestärkt würde....

      Manchmal fühle ich mich wie eine Alleinerziehende ...

      Sorry für den langen Text. Ich freue Mich auf eure Meinungen.

      Lg und einen schönen Abend.

      • Hallo,

        mein Mann ist zwar eigentlich daheim, aber auch viel unterwegs, da wir Landwirtschaft haben. Bald geht die Saison wieder los und dann sehen die Kids ihren Papa auch weniger.
        Mein Mann hat Jonathan noch nie gebadet, wickelt ihn selten, wenn er ihn anzieht, lege ich ihm die Sachen hin, war auch nicht beim Babyschwimmen dabei..... Er hat glaub ich 1x die Flasche nachts gegeben, aber

        Ich brauche ihn dazu nicht. Nachts bin ich dann sowieso wach und es dauert mir zu lange.

        Papas können mit den Zwergen meist erst mehr anfangen, wenn sie "robuster" sind. Ich habe 3 Jungs und die Großen finden nun Papa immer cooler, Mama ist zum trösten da, zum Hausaufgaben machen usw.... Papa spielt mit ihnen Traktor, sie reden über Star Wars...typische Jungssachen eben.

        Mich persönlich stört diese Aufteilung nicht. Er muss viele Dinge draußen arbeiten, ich mache dafür "mein Ding". Hab aber auch noch die 2 Großen...

        Einen Abend die Woche gehe ich mittlerweile zum Sport. Ich mache gezielt auch etwas für mich und Papa bringt die Jungs ins Bett. Samstag Abend schaut Papa meist mit den Großen fern, dann liegen sie auf der Couch alle 3 und mir wird ganz warm ums Herz :-)

        LG Jenny

        • (3) 19.03.13 - 22:10
          Lieber ohne Namen

          Hallo Vb.,

          Ja den Eindruck, dass Papas mit den Kindern mehr anfangen können, wenn sie größer sind, habe ich auch. Irgendwie hatte mein Mann immer Sorge, er macht was am Baby kaputt. :-p hab ihm dann auch gesagt, dass die kleine ja nicht aus Glas ist....und wenn man bedenkt, wie oft die dann später hinfallen und sich das Köpfchen stoßen usw. Danke für deine Antwort.

          Lg

      Hallo,

      ich denke Du hast ihm einfach von Anfang an zuviel abgenommen. Er hat sich daran gewöhnt und traut sich jetzt vieles nicht zu oder versteckt sich hinter fadenscheinigen Ausreden,
      Sowas kannte ich von meinem Mann nicht.
      Ich habe vielleicht auch die "Hauptarbeit" übernommen aber er hat alles was anfile gemacht und tut es auch heute noch.

      Liebe Grüße

      • (5) 19.03.13 - 22:16

        Hallo zaubertroll,

        Danke für deine Antwort.

        Vielleicht hast du recht und ich hätte ihn von Anfang an einfach mehr In die Pflicht nehmen müssen, aber wenn dann ein so müder und von der Arbeit fertiger Mann Zuhause sitzt, will ich ihn halt nicht auch noch damit nerven.

        Lg

        • Also ich an deiner Stelle würd mich dann halt auch mal einfach müde und kaputt aufs Sofa setzen und einfach einschlafen vielleicht?! Was macht er dann wenn du sooooooo müde bist, dass du vor lauter Fertigkeit einfach vergessen hast, das Kind bettfertig zu machen und es ins Bett zu bringen?! :-p

        • Na, wie kann ein junger Vater genervt von seinem eigenen kleinen Baby sein? Müde okay.....genervt ist man als Elternteil natürlich auch oft aber gerade in der ersten Zeit da ist man doch noch voller Glück von dem kleinen Wunder.
          Und natürlich kann man verstehen wenn der Mann vom Job müde ist aber er ist kein Single sondern auch Ehemann und Vater und kann Dinge wie wickeln, füttern usw. genauso übernehmen. Das ist für MICH selbstverständlich und ich würde das auch so erwarten.

          Liebe Grüße

    Hallo,

    das morgendliche Anziehen und Frühstück machen,übernehme ich.Wenn mein Mann von der Arbeit kommt,beschäftigt er sich erstmal ca.15 min mit seiner Tochter.Da wird dann getobt und erzählt.Dann essen wir gemeinsam und mein Mann macht unsere Tochter (fast 3) bettfertig,dh. Zähneputzen,wickeln,ins Bett bringen.Anziehsachen,lege ich immer raus,falls mein Mann unsere Tochter mal am Wochenende anzieht,denn das,was er aussucht,sieht schrecklich aus :-p

    ca.alle 4 Wochen gehen mein Mann und unsere Tochter gemeinsam baden,sonst mache ich das allein.

    Bei uns gab es aber nie Probleme,er hat einfach das übernommen,was er sich zugetraut hat,oder woran er selber Spass hatte.Babyschwimmen,wäre mein Mann aber auch nie hingegangen ;-)

    Erklär ihm doch deine Bedenken,was die Bindung angeht und frag ihn doch einfach,ohne Vorwurf,was er gerne übernehmen möchte?

    Hallo #winke,

    obwohl ich nicht denke, dass es dir wirklich was bringt, denn jeder Mensch ist unterschiedlich, trage ich halt auch mal meinen Senf dazu bei :-p.

    Also: Unsere Familiensituation ist folgende:

    Mein Mann ist schwerschaffender (!!!) BEamter #schwitz #schein, der jeden Tag nach ca. 12 Std. höchstanstrengenden Beamtenmikados ("Wer sich zuerst bewegt, verliert!") nach Hause kommt - sorry Schatz #schein. Naja, wie auch immer, er muss die Höchstzahl an Stunden leisten, die er darf.

    Ich: Naja, bin zuhause, hüte unsere beiden Kids: 2,5 jahre und 4 Monate #schwitz, kümmere mich um 140 qm Haus und 900 qm Garten.

    Wenn er abends heimkommt, ist das meist immer so zwischen sechs und sieben, dann wird zu Abend gegessen, danach bringt er den Großen und ich das Baby ins Bett (Baby hat Mama-Phase, lässt sich nur von mir beruhigen). Nachts stehe ich auf, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Mein Mann bietet mir dafür öfter am WE an, mal auszuschlafen, wobei ich allerdings ins untere Stockwerk ziehen muss, da ich sonst früher als er, meist beim ersten Quäkser, aufwache und dann würde es nix bringen.

    Am WE stehen wir gemeinsam auf, wickeln die Kinder, ziehen sie an, machen Frühstück, am Sonntag abend wird gebadet, wir machen wirklich so ziemlich alles gemeinsam. Sollte ich einmal am Sofa einschlafen abends, sind sogar schon die Nachtfläschchen fertig vorbereitet, damit wir gleich ins Bett können #verliebt.

    Wir machen nahezu alles gemeinsam, denn es sind schließlich unsere gemeinsamen Kinder, für die wir uns gemeinsam entschieden haben. Hätte er aktiv an der Geburt mithelfen können, hätte mein Mann auch dies noch gemacht. Das ist für ihn selbstverständlich. In der heutigen Zeit sehe ich das aber auch so.

    EInmal die Woche geh ich mit dem Großen ins Eltern-Kind-Turnen, wo aber meist meine Mutter mitkommt um auf Mini aufzupassen. Ich verlange nicht dass er da mitgeht, weil es a) für mich eine Gelegenheit ist, was alleine mit dem Großen zu machen und b) mein Mann zu der Zeit eh noch arbeitet.

    LG
    Kerstin mit ihren 3 bezaubernden Männern #verliebt

    P.S: Ich muss noch hinzufügen, dass in den Ferien der große Sohn meines Mannes zu Besuch kommt (8 Jahre). Ich bin auch schon da mal weggewesen und er schafft es alleine mit den 3 Kindern genauso wie ich auch. Es kommt immer auf den Menschen an. Evtl. kann dein Mann einfach noch nicht wirklich was mit der Motte anfangen und ist sich deshalb unsicher. Aussagen wie "Ich habe darauf keinen Bock" gibt es allerdings bei uns nicht!

    mein.mann war berudsbedingt die ersten.monate mit mir ind unserem.sohn.zu hause und hat alles gemacht, was ich auch gemacht habe. wickeln, anziehen, baden, spazieren.gehen, bespaßen, nachts wach sein wenn luca schrie, flasche geben.usw. seit anfang des jahres arbeitet mein mann wider und ist meistens gegen 17 uhr zu hause. manchmal auch später. er achtet dennoch darauf luca mindestens einmal zu wickeln und zeit mit ihm zu verbringen. am.wochenende spielt er viel.mit ihm oder wir unternehmen.zusammen.etwas. wir wechseln uns am we auch mit dm ausschlafen ab.

    er hat genauso verantwortung für sein.kind wie ich, denn er ist genauso elternteil.und hat sich auch so zu verhalten. er wolte genauso fern.papa sein wie ich mama deshalb ist er in der gleichen.pflicht wie ich.

    Ich denke dein Mann ist vielleicht einfach nicht so eine 'baby-person' und fühlt sich etwas unwohl damit. Mein Mann hat eigentlich alles gemacht auch während der Babyzeit, wickeln, baden usw, aber da er schon Kinder von der ersten Ehe hat war es für ihn nichts neues.

    Ich denke du solltest deinen Mann vielleicht etwas mehr mit der Kleinen alleine lassen, damit die beiden sich näher kommen können. Vielleicht traut er sich einfach auch nicht soviel wenn du dabei bist weil er denkt er macht etwas falsch.

    Dass er nicht ins Babyschwimmen will finde ich nicht so tragisch. Ich war mit unseren Kindern insgesammt, 4.5 Jahre im Mutter-Kind-Turnen, und obwohl mein Mann ein involvierter Vater ist, war er da nie dabei, oder wäre niemals mal mit den Kindern gegangen wenn er frei hatte. Ist einfach absolut nicht sein Ding.
    Er machte dafür andere Sachen mit ihnen zum gemeinsam Spass zu haben.

    Ich denke lass ihn am besten öfters alleine mit der Kleinen, dann wird das schon.

    (12) 19.03.13 - 22:30

    Hallo ihr alle,

    Danke für eure Antworten, sie zeigen mir, dass meine Gedanken zumindest nicht ganz in die falsche Richtung gehen. Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass mein Mann nichts mit der kleinen macht, er liebt sie abgöttisch. Aber wie schon beschrieben, sind meine Erwartungen in einigen Punkten eben andere.

    Unsere Maus war und ist ein absolutes Wunschkind. Wir haben geplant und sie kam quasi auf Bestellung.....#verliebt unsere süße.

    Vielleicht muss ich auf bestimmte Dinge einfach mehr pochen, sodass sie ihm mit der zeit ebenso in Fleisch und Blut übergehen wie mir.

    Lg und bis morgen....

    (13) 19.03.13 - 22:30

    Alles.

    Hallo meine Liebe,

    ich fürchte, ich verlange meinem Mann sehr viel ab als Vater. Meine Kinder haben Mutter und Vater als erste Bezugspersonen, dann die Großeltern, dann unsere engsten Freunde (das entwickelt sich erst so langsam, sie sind gerade erst zwei Jahre alt.) Wenn mir oder uns etwas passiert, möchte ich nicht, dass sie irgendwann komplett bei Null anfangen müssen.

    Wir arbeiten beide viel in der Woche, mal der eine, mal der andere. (Und über dieses Lebensmodell von zwei arbeitenden Eltern will ich hier nicht diskutieren. Ich denke, dass jede Frau das Modell leben sollte, was ihr am meisten liegt und was am meisten Sinn macht.)

    Ich entschuldige bei meinem Mann Erschöpfung aufgrund einer harten Arbeitswoche. Ich entschuldige das Bedürfnis nach Erholung nach solchen Phasen, nach Ausgleich um sich selbst wieder zu regenerieren. ich verlange dies für mich gleichermaßen.

    Ich entschuldige nicht Ausflüchte aus Bequemlichkeit. Ich entschuldige niemals Desinteresse. Der Vater der Kinder = der VATER DER KINDER! Das ist in meinen Augen die wichtigste Rolle im Leben der Kinder NEBEN der Mutter, nicht nachrangig angeordnet oder sonstwie.

    Mein Mann und ich haben Zwillinge im Alter von gerade zwei Jahren. Das ist meistens wundervoll, aber manchmal (vor allem sonntags gegen halb sechs Uhr morgens) ist es auch extrem anstrengend. Ohne eine vernünftige Aufteilung funktioniert das nicht. Sonntags gibt es Wechselschichten. Ein Sonntag ist mein Mann morgens dran mit gut gelauntem halb-nächtlichem Buch-Angucken, den nächsten Sonntag ich. Das ist der Deal, das ist nur in seltenen Ausnahmefällen verhandelbar.

    Unter der Woche mache ich mehr mit den Kindern, weil ich dafür verantwortlich bin, sie aus der Kita abzuholen, sie zu bespaßen, bis mein Mann kurz vor dem Schlafengehen nach Hause kommt. Andererseits übernimmt er oft Aktivitäten am Wochenende, wie Spazierengehen, etc., damit Mama mal gepflegt für 45 min. in der Wanne versinken kann. Und zwar nicht, um mir einen Gefallen zu tun, sondern um sich die Zeit mit seinen Jungs zu gönnen, die er unter der Woche nicht hat.

    Ich habe von Anfang an von meinem Mann verlangt, dass er einen ebenso großen Teil an Verantwortung für die reine "Pflege und Aufzucht" unserer Kinder übernimmt wie ich. Wie sich das in Stunden ausdrückt, ist dabei komplett zweitrangig. Es geht um das Gefühl, das die Kinder entwickeln. Da sind Mama und Papa, und die sind für ihr Wohlbefinden gleich wichtig.

    Dein Mann verpasst viel, wenn er sich jetzt aus Bequemlichkeit (und sorry, aber so klingt es für mich) drückt. Du bist nicht fordernd genug, er ist nicht interessiert genug. Vielleicht gibt sich das, wenn Deine Tochter etwas älter wird und er vielleicht mehr mit ihr "anfangen" kann. Aber so oder so solltest Du weniger "nicht verstehen, dass er nicht neugierig ist". Du solltest vielmehr klare Anweisungen geben, was Du Dir explizit von ihm wünschst, nämlich, dass er eine Beziehung zu seiner Tochter aufbaut.

    Wenn ich eine Tochter hätte, wäre das mein Song für meine Ansprüche an meinen Partner als Vater:
    http://www.youtube.com/watch?v=SXjA1bnNsyc

    Ich hab zwei Jungs... Aber ich habe mir einen Mann gesucht, der von seiner liebevollen und für seine Frau/Familie engagierten Art her meinem für mich wundervollen Vater sehr ähnlich ist. Hat also geklappt.

    Verlange immer das Beste von Deinem Partner in seiner Rolle als Vater. Es ist für Deine Tochter.

    LG
    sakawa

    Also vorweg muss ich sagen, dass mein Mann nur am Wochenende da ist.

    Das erste mal, dass er unserer Tochter die Windel gewechselt hat, war letztes Jahr als ich schwanger wurde und es mir so schlecht war, dass ich es ohne mich zwischenzeitlich zu übergeben nicht machen konnte. Da war die Kleine fast 2.

    Schwimmen war er mit ihr noch nie. Das habe ich auch immer allein gemacht und keine Mutter hat auf sie aufgepasst.

    Anziehen musste er auch erst lernen. Die kleine ist dann manchmal rumgelaufen wie ein Clown.

    Wenn er am We da ist, spielt er mit ihr, kuschelt mit ihr, tobt mit ihr. Ich kann von meinem Mann sagen, dass er alles nach bestem Gewissen macht. Manchmal muss man dann halt sagen, mach es doch mal so oder so. Aber im großen und ganzen bin ich mit dem was er macht zufrieden.

    Die zwei sind ein Herz und eine Seele. Und das auch ganz ohne Babyschwimmen.

    Mein Mann macht genauso viel mit den Kids wie ich auch. Klar, als ich noch gestillt habe, konnte er mir das nicht abnehmen, aber ansonsten ist morgens anziehen, abends ins Bett bringen, Fruehstueck und Abendessen machen, spielen, vorlesen, mal in den Park oder ins Museum gehen und alles andere auch genauso sein Job wie meiner.

    Im Normalfall uebernehme ich das zur KiTa bringen und wieder abholen, weil's bei mir auf dem Weg liegt, und er normalerweise zur Arbeit radelt, aber wenn ich aufgrund eines Geschaeftstermin frueher weg muss oder spaeter wieder komm, uebernimmt er das natuerlich auch.

    Krankentage, die bei mir auf nicht verschiebbare Termine fallen uebernimmt er (er muss dafuer frei nehmen), ansonsten mach ich das (kann im Notfall von daheim arbeiten).

    Auch als ich noch daheim auf maternity leave war, hat er natuerlich sich auch mit den Kindern beschaeftigt, sie ins Bett gebracht, gebadet, ist mit ihnen rausgegangen so wie jetzt auch. Damals blieb mehr Haushalt an mir haengen, aber das war ja nur fair, weil ich ja nicht gearbeitet habe.

    Hallo,

    ich bin seit Anfang an allein Erziehend und sehe es evtl. deswegen etwas anders als meine Vorschreiberinnen.

    Dein Mann ist unter der Woche so gut wie nicht da, somit kann er ja da schon mal das Wickeln etc. nicht übernehmen.

    Dein Mann arbeitet viel, ist nicht regelmäßig und oft daheim und da kann ich es verstehen, dass wenn er mal daheim ist, sich nicht gleich auf die nächsten "Arbeiten" stürzen will sondern auch mal sein zu Hause einfach genießen will und abschalten will.

    Du bist durchgehend daheim, hast auch bei einem so kleinen Kind (wenn es schläft) Pause oder auch wenn dein Kind sich alleine beschäftigt, kannst du mal bisschen abschalten.

    Er hat sie zweimal gebadet: Wenn er täglich um 16.00 Uhr von der Arbeit daheim wäre, dann fände ich zweimal wenig, da er aber so gut wie unter der Woche nicht da ist, finde ich es nicht unbedingt wenig.

    Schwimmen: Ich finde es ok wenn er keinen Bock drauf hat.Man muss ja nicht auf alles Lust haben. Ich war beim Babyschwimmen, das war grundsätzlich mit nur einem Elternteil und Vormittags. Da war nie ein Vater dabei. Auch gehen ja viele Babys gar nicht zum Babyschwimmen und denen geht es allen gut :-)

    Da du daheim bist, sehe ich die Grundversorgung vom Kind bei dir, während sich dein Mann ums Finanzielle kümmert.

    Dadurch das ich seit der Schwangerschaft vom KV getrennt bin, hat mein Ex unsere Tochter auch fast nie gewickelt, hat sie nie gebadet etc. Trotzdem haben die zwei eine super Bindung. Daher würde ich es nicht auf einzelen Punkte (Wickeln, Babyschwimmen etc.) festlegen wie gut die Bindung zum Papa ist, sondern vielmehr wie ein Vater allgemein aufs Kind eingeht.

    Lieber ein Vater der nicht wickelt, als ein Vater der regelmäßig lieblos wickelt.

    LG janamausi

    • (18) 20.03.13 - 08:03

      Danke - sehe ich genauso.Aber wahrscheinlich auch nur deshalb, weil ich in den ersten Lebensjahren ebenfalls ALLEINERZIEHEND war, und es deshalb fast als Luxus sehe, dass mir inzwischen Handgriffe im Haushalt/mit den Kindern "abgenommen" werden.

      Das können "verpartnerte" Eltern überhaupt nicht beurteilen, wie das ist, wenn man alles alleine stemmen muss (incl. die finanzielle Lage).

      Gruss
      agostea

      Guter Beitrag, den kann ich auch unterschreiben !!

      Ich war 2 Jahre lang alleinerziehend, eigentlich während meiner ersten Ehe schon, da mein Ex als Chirurg und Notarzt kaum Zuhause war...sogar die Wochenenden war ich größtenteils alleine.

      Da hab ich "gelernt" einfach alles selbst zu managen, und war erstaunt, das es sogar funktioniert ;-)

      Heute mit zwei Kindern mache in das meiste auch selber: Kinder versorgen, Schule, Krippe, Haus, Garten, Einkaufen, das übrliche eben.

      Klar hätte ich gerne daß mein Mann manchmal mehr anpackt, aber im Wesentlichen ist er immer für mich da, wenns brennt. Und ich kann auch mal mit ner Freundin abends weg, oder zum Friseur usw...da passt er immer auf die Bälgers auf.

      Borstie

Hallo,

ich "verlange" meinem Mann gar nichts, er kümmert sich von sich aus gerne um seine Kinder.

Wir haben drei Kinder, 7 und 5 Jahre sowie 4 Monate. Er geht Vollzeit als Lehrer arbeiten, mit viel Nachmittagsunterricht, und hat entsprechend auch zuhause noch einiges an Vorbereitungen, Korrekturen etc. zu tun. Dennoch kümmert er sich in fast jeder freien Minute um die Kinder und ist auch in Lage (bis auf das Stillen) alle Aufgaben zu übernehmen.

Wenn ich arbeite (3 Stunden am Nachmittag) geht er mit allen Kindern (inkl. Nachbarskind) zum Schwimmkurs. Ist für ihn ebensowenig ein Problem wie für mich.
Abends bringt er die Jungs ins Bett, während ich mich um das Baby kümmere.

Bei anderen Eltern habe ich manchmal beobachtet, dass die Mütter ihre Männer permanent kritisieren, wenn sie mit den Kindern anders umgehen. Dann kann ich auch verstehen, warum die Männer irgendwann keine Lust mehr haben, wenn sie offenbar gar nichts richtig machen können.

Mein Mann handhabt viele Dinge völlig anders als ich, für die Kinder ist das sicherlich eine Bereicherung!

Fahr doch mal mit einer Freundin übers Wochenende weg, deinem Mann und deiner Tochter wird gemeinsame Zeit ohne dich sicherlich mal guttun (und dir doch bestimmt auch).

LG
Kyrilla

hallo.

ich hab meinen partner von anfang an in "die pflicht" genommen. wobei wir beide es nicht als pflicht, sondern eher als recht und normal betrachten. mir/uns war es immer wichtig, dass unsere kinder nicht nur "mama" als bezugsperson haben. auch oma und opa wurden soweit einbezogen, wie es aufgrund 600km entfernung möglich war.

mein partner ist der beste vater, den man sich vorstellen kann. er ist morgens halb 7 mit dem kinderwagen raus, wenn ich ne schlaflose nacht hatte, weil unser sohn ein schreikind war.

er war/ist mit unseren kindern beim babyschwimmen, vater-kind-turnen, schwimmkurs, fußballtraining + fußballspiele.

er ist am wochenende auf dem spielplatz, damit ich mittagsschlaf machen kann.

als unsere kinder noch klein waren, ist er nachts genauso raus wie ich. für ihn war es auch kein thema, mit unseren kindern allein zu haus zu sein, damit ich zur rückbildung gehen konnte.

nur zum verständnis ... er war auch unsicher zu beginn. er hat mir mal gesagt: "er/sie ist noch so klein. damit kann man ja gar nichts anfangen." und er hat viele dinge auch ganz anders gehändelt als ich ... aber das ist völlig normal und auch richtig so. vater und mutter müssen nicht alles gleich machen. warum müssen sachen zusammenpassen?! ich hab so manches mal gelächelt, als mein partner unsere kinder angezogen hat. ich hab ihn nur noch mehr geliebt dafür! väter müssen auch ihre chance bekommen, sich dem baby/kind anzunähern. allein. ohne "aufsicht" der mutter.

achso ... mein partner ist übrigens außertariflich angestellt und muss entsprechende arbeitszeiten leisten. aber ... seine familie geht jederzeit vor, das hat er auch bei seinen kollegen so kommuniziert. wir haben allerdings auch einen sehr familienfreundlichen arbeitgeber! er bleibt auch mit kind krank-tagen zu haus ... ganz von sich aus.

ohman, wie ich diesen mann liebe.

sorry ... wahrscheinlich hilft dir das jetzt nicht wirklich weiter.

der vater muss wollen und die mutter muss loslassen können.

lg a.

Hallo,

ich habe mir jetzt nicht die ganzen Antworten durchgelesen, ich schilder nur mal, wie es bei uns so ist. Wir haben zwei Töchter (2,5 Jahre und 7,5 Monate). Ich bin in EZ mein Mann arbeitet VZ. Er geht um 7.00h aus dem Haus und kommt zwischen 17 und 18h wieder.

Was mein Mann auch nicht gerne mag ist smit zu Kursen gehen (wenn er denn Urlaub hat o.ä.). Zum Väter-Delfi (bzw. Pekip) musste er mit, zwangsweise ;-). Im Urlaub wird er wohl auch mal mit zum Musikgarten und zum Kinderturnen kommen, weil die Große sich das so wünscht. Aber wenn er zuhause wäre, würde er auch solche Kurse nicht machen.
Wickeln tut er selbstverständlich. Beim anziehen hat er ähnliche Schwierigkeiten mit der Auswahl der Kleidungsstücke, das haben wir gelöst, indem ich ihm immer etwas hingelegt habe. Die Große sucht sich das inzwischen sogar schon selbst aus. Bei der Kleinen ist er aber dankbar, wenn ich das Anziehen mache. Es ist ja tatsächlich etwas "friemelig" und dann heult sie oft, wenn es ihr nicht schnell genug geht. Aber unter der Woche ist anziehen eh meine Sache (meist schlafen wir ja, bis er schon weg ist).
Wenn er nach Hause kommt und einen Kaffee getrunken hat, spielt er ne Runde mit der Großen und beschäftigt nebenbei die Kleine, damit ich in Ruhe kochen kann. Nach dem Essen macht er die Große bettfertig und wir bringen (momentan) beide gemeinsam ins Bett. Seit einer Woche schläft die Kleine aber prima ein, sodass wir uns in Zukunft mit dem ins Bett bringen abwechseln werden.

Ich bin sehr dankbar, dass ich als Ehemann so einen wunderbaren Papa erwischt habe, eigentlich gibt es wirklich nichts, was ich mir in dieser Beziehung anderes wünschen würde. Sonntags nachmittags nimmt er auch mal beide, damit ich zu meinem Pferd kann und im Sommer plane ich mit zwei Freundinnen ein ganzes Wochenende wegzufahren - ohne Kinder :-)

So, das hilft dir auch nicht viel weiter, oder? Vielleicht könnt ihr Kompromisse finden? Zu Kursen muss er nicht mit, anziehen muss er und du legst ihm die Sachen raus? Wickeln selbstverständlich auch. Was passiert denn, wenn du ihn einfach mal allein lässt? Z.B. für ne Stunde in der Wanne verschwinden, spazieren gehen o.ä.? Dann sieht die Motte auch nicht immer dich, sondern wird auch gezwungen, sich mit dem Papa zu arrangieren. Meine Große war auch ein extremes Mama-Kind. In der Schwangerschaft mit Nummer 2 hat sich das langsam geändert, weil ich vieles nicht mehr konnte. Inzwischen ist sie fast ein Papa-Kind, fragt morgens schon, wann Papa wiederkommt.
Wie ist es denn, wenn er mal was mit der Kleinen macht? Schaffst du es dann, ihn nicht zu korrigieren? Ich bin am Anfang immer gezielt rausgegangen, wenn er gewickelt hat, ich hätte sonst meinen Mund doch nicht halten können ("Mach das doch lieber so", "Sie mag es aber lieber, wenn man...").

Viele Grüße und alles Gte
xyz

Den Text hätte ich vor 8 Jahren schreiben können.
Wort für Wort.

Und ich hab das wirklich so empfunden und gesehen, das mein Mann sich nicht genug intressierte, und einfach "zu wenig Papa" war...

Heute weiß ich, das ICH meinen Teil dazu beigetragen habe das es so war, weil ich ihm eben 1. nicht zugetraut hab, es so gut zu machen wie ich, deswegen hab ich 2. alles alleine gemacht und damit 3. mit(!) untergraben das die beiden eine gute Beziehung aufbauen konnten.
Es ging gar nicht ohne mich.
Du musst raus und Vater und Kind alleine lassen. Die kommen schon klar.
Du musst loslassen lernen und er muss lernen Vater zu sein. Das muss er auch dürfen und die Kleine muss fühlen dass sie GERN beim Papa sein darf.

Setzt dich mal in nem ruhigen Moment hin und hör gaaanz tief rein in Dich und frag Dich mal, ob Du das nicht genießst das Du so unersetzbar bist und so gebraucht wirst von Deiner "Maus".... das fühlt sie nämlich. Ich glaub das grad kleine Mädchen sehr dazu neigen ihren Bezugspersonen "alles recht" zu machen, auch wenn sie es noch nicht merken...

Alles Liebe,
Cora

Ich muss sagen, dein Mann macht das ganz geschickt. "Ich kann das nicht" und "das machst du besser" verwende ich auch bei Dingen, die ich nicht gerne mache. ;-)

Bei uns ist das so das ich Voll, in Gleitzeit arbeite und mein Mann in zwei Schichten die wöchentlich wechseln.

Wenn er Frühschicht hat, mache ich die Kinder morgens fertig und bringe sie in Kiga und Krippe. Wenn er dann aus hat, holt er sie ab, kümmert sich um das Abendessen und räumt die Wohnung auf.

Wenn er Spätschicht hat, gehe ich schon um sechs in die Arbeit und er bringt die Kinder in Kiga und Krippe. Danach legt er sich wieder hin, bis er in die Arbeit muss. Ich kann dann früher gehen und kümmere mich um das Abendprogramm.

Am Wochenende wechseln wir uns mit dem Ausschlafen ab.

Ich mache am Samstag dann den Großputz (weil ich da eine bestimmte Vorstellung habe, der er einfach nicht gerecht werden kann#cool) und er kümmert sich um die Kinder. Das Kochen übernehme ich komplett. Dafür geht er einkaufen.

Für alle anderen Terminen wie Arztbesuche oder Kigagespräche usw. bin ich zuständig, da ich immer alles aus erster Hand erfahren will und mir meine Arbeitszeit einteilen kann. #schein

Bei Veranstaltungen in den jeweiligen Einrichtungen der Kinder, sind wir meistens beide dabei.

Uns ist beiden sehr wichtig, das die Kids etwas von Mutter und Vater haben.

Wir haben auch Tage, an denen jedes Kind, den Tag nur mit einem Elternteil verbringt. Z.b. fahre ich bald mit meinem Sohn alleine über das Wochenende in dei Schweiz zu meiner Freundin, deren Sohn ein guter Freund von meinem ist.

Meine Tochter bleibt dann das ganze Wochenende mit Papa alleine.

Mein Mann hat Gleitzeit und kann anfangen wann er möchte. Da er aber noch was von seinem Sohn haben will klingelt der Wecker um 4.45 damit er spätestens um kurz nach 6 bei der Arbeit ist. Obwohl er jeden Tag ne Stunde Überstunden macht ist er meißt um 16.30 daheim. Dann seh ich ihn, wenn ich Glück hab, 15 Minuten bevor meine beiden Männer nach oben ins Kinderzimmer verschwinden. Die beiden bauen dann Eisenbahn, Murmelbahn, spielen Playmobil, turnen oder hüpfen auf dem Trampolin. Oft gehen die beiden dann um 18 Uhr zusammen mit dem Laufrad mit den Hunden raus. Nach Sandmännchen und Abendessen gehen die beiden hoch und mein Mann macht ihn dann Bettfertig. Ich leg mich dann mit ins Bett zum kuscheln, mein Mann liest "uns" vor und geht dann wärend wir noch kuscheln.

Als der Kleine Baby war haben mein Mann und ich Nachts jeweils eine Flasche gemacht. Meine war nach 6 Wochen nicht mehr nötig und so hat mein Mann den kleine Nachts gefüttert. Liegt aber auch mit daran das mein Mann das macht, sich danach wieder hinlegt und ne Minute später pennt. Ich aber oft ne Stunde wach lieg und nicht einschlafen kann.

Er hat ihn von klein auf gebadet, jetzt baden die beiden meißt zusammen, er wickelt schon immer auch und gerade jetzt in der SS wo mir so schlecht war hat er alle Kackwindeln gemacht weil ich sonst hätte spucken müssen.

Ich habe mit meinem Mann den absoluten Glücksgriff gemacht und bin sehr froh das er der Vater meiner Kinder ist und ich mich so super auf ihn verlassen kann #verliebt

Muß dazu sagen das mein Vater auch so bei uns war und irgendwie sucht man sich wohl doch oft ein bischen das Ebenbild des eigenen Vaters und ich habe nen ganz tollen Papa!!!

LG
Inka

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