Würdet ihr solch einen Job annehmen? Alleine mit Kind

    • (1) 18.04.13 - 12:17
      Heimlichtuer

      Hallo zusammen,

      Ich lebe derzeit, noch nicht lange vom Amt.

      Vorher war ich viele Jahre in ein und dem selben Betrieb, aus wirtschaftlichen Gründen habe ich aufgehört.

      Bin Alleinerziehend, Kind in Grundschule und habe hier nur ein klitzekleines soziales Netzwerk wo ich mich immer grad so über Wasser halten konnte, Großeltern, sowie Kindsvater sind als Unterstützung nicht dankbar. Ich muss auf Bekannte zählen, die ab und an mal einspringen.

      In meiner alten Firma habe ich überwiegend nur vormittags, bis zum Frühmachmittag gearbeitet, über 30 Stunden. Ich konnte den Arbeitsweg immer mit dem Rad zurücklegen.

      Das Jobangebot wäre jetzt soweit weg, dass ich jeden Tag mit dem Auto fahren müsste, um pünktlich zu sein, dass würde knapp 200Euro Benzin kosten bedeuten, rausbekommen würde ich als Gehalt netto 950Euro.

      Zusätzlich müsste ich ein paar mehr lange Dienste abdecken, bis 19Uhr. Da die Fahrzeit eine runde Stunde betrifft, kann ich mein Kind anschließend wirklich nur noch ins Bett stecken.

      Ich freue mich über das Jobangebot, aber ich habe doch große Bedenken, das alles so zu packen, weil ich doch eher stressanfällig bin, von meinem Kind mal ganz abgesehen. Und auch vom finanziellen Aspekt her. Vom Amt bekomme ich derzeit mehr und muß nicht jeden Tag 10Euro Benzin verfahren.

      Was würdet ihr sagen? Weitersuchen? Ist halt so ganz alleine so leicht. Ich mag aber auch nicht ewig vom Staat unterstützt werden, das fühlt sich irgendwie nicht so toll an.

      Lg und danke für Eure Meinung

      Wenn ich draufzahlen müsste...ganz ehrlich. Nö. Würde ich ablehnen.

      Gruss
      agostea

      • (5) 18.04.13 - 12:41
        Heimlichtuerei

        Hallo,

        danke Dir.

        Vor allem hätte ich nicht nur weniger Geld (komme ja jetzt schon kaum zurecht) sondern auch noch weniger Zeit.

        LG

        • Eben. Voll kontraproduktiv als AE. Vorallem ein Witz: Vom Amt bekommst du mehr, als in dem Job - das hat man so oft...da wundern sich alle, warum man dann die Angebote ablehnt.

          Bewirb dich weiter, für dich kommt schon noch das Passende #klee

    Ich würde weiter suchen. 950€ netto, davon kannst du doch nicht leben #schock
    Und gerade als Alleinerziehende ist Zeit oft auch kostbar.

    Das soll nicht heißen: mach es dir auf Kosten der Steuerzahler gemütlich, aber es sollte sich schon auch lohnen, arbeiten zu gehen.

    LG
    Nina

    Hallo,

    also ich wuerde sagen, deinen Stolz, nicht auf ewig vom Amt abhaengig sein zu wollen in allen Ehren, aber nicht um jeden Preis. Wenn der Job nicht als alleinerziehende Mutter zu staemmen ist, dann wuerde ich auf den naechsten warten. Fleissig bewerben und klar stellen, dass du bereit bist hart zu arbeiten, solang es in einem Rahmen und zu Konditionen ist, die gerechtfertigt sind in deiner Situation.

    Auch wenn das Pendeln nicht waere wuerde ich als alleinerziehende nicht bis 19:00 Uhr arbeiten wollen. Weiter fahren finde ich hier nicht mal das Problem, doch die Uhrzeiten sind eher Elternunfreundlich (egal ob alleinerziehend oder nicht).

    Also, ich wuerde es nicht tun, aber mich kraeftig und initiativ weiterbewerben.

    :-)

    <<<Was würdet ihr sagen? Weitersuchen?>>>

    Definitiv! Dafür leben wir in einem Sozialstaat.

    Der Ausgleich sollte geschaffen werden. Und wenn du weder für dein Kind da sein, noch genug verdienen kannst, ist der Ausgleich nicht gegeben.

    (10) 18.04.13 - 13:42

    Hallo,

    Danke für Eure Meinungen bisher.

    Die Frage ist auch DARF ich diese Arbeit überhaupt ablehnen?

    Lg

    • (11) 18.04.13 - 14:07

      Ist Dir der Job vom Amt angeboten worden?

      Dann würde ich nicht ablehnen. Du kannst aber einiges dafür tun, daß man Dich nicht einstellt.;-)

      • (12) 18.04.13 - 14:28

        Nein, ich hätte mich auf Eigeninitiative beworben. Das Amt weiß allerdings von dem Angebot, ich muss ja immer informieren.

        Ich hatte meiner Sachbearbeiterin gegenüber allerdings schon Bedenken geäußert, dass es organistationstechnisch und geldtechnisch nicht passen könnte...

Auch wenn ich einen Job nicht nur des Geldes wegen für wichtig erachte, sondern auch für das eigene Selbstwertgefühl, und auch durchaus für Kontakte zu anderen Menschen, würde ich in dem von Dir geschilderten Fall ebenfalls zu einem "nein" tendieren.

Irgendwo muss einfach die Relation stimmen....und das ist hier nicht der Fall !

(14) 18.04.13 - 14:09

aus wirtschaftlichen Gründen habe ich aufgehört.

Diesen Passus verstehe ich nicht. Was sind das für wirtschaftliche Gründe, aus denen Du dort aufgehört hast, wenn Du jetzt sogar vom Amt abhängig bist? Wenn Du jahrelang in diesem Betrieb warst, bekommst Du dann kein ALG I?

  • Das hab ich auch nicht so recht verstanden. Vielleicht hat das Geld nicht zum Leben ausgereicht. Das wäre ja der einzige denkbare wirtschaftliche Grund. (als weiterer wirtschaftlicher Aspekt käme nur noch ein zu weiter Arbeitsweg in Betracht, aber das fällt ja laut TE auch weg) Allerdings kann ich mir dann nicht vorstellen, dass das Amt mehr bezahlt, sondern ja eher weniger. #kratz

    Ansonsten kann ich dazu nix sagen. Ich war zum Glück noch nie aufs Amt angewiesen.

Top Diskussionen anzeigen