Rebillion 40 plus

    • (1) 24.05.13 - 13:43
      Midlife Crises

      Hallo,

      habe im moment mit dem Verhalten meines Mannes zu kämpfen und weiß einfach nicht mehr wie ich damit umgehen soll.
      Er ist über 40 und kam nach einer Reha wie verwandelt zurück.
      Ich habe ihm diese Zeit wircklich gegönntund war froh das er endlich Erholung nach seiner schweren Krankheit gefunden hat.
      Soweit so gut, schon in den ersten Woche nach unserem Wiedersehn baute er mir ohne ende Druck auf:wir müssten mehr Sport machen, ich kam ihm entgegen und ab ging es ins Schwimmbad mit unserem Sohn.Doch statt einen schönen Tag im schwimmbad zu verbringen und vielleicht etwas Zeit mit uns zu verbringen wollte er die gesammte Zeit nutzen fürs Bahnen schwimmen.Wäre ja auch kein Problem gewesen aber hallo unser Sohn ist ja auch noch da....#schmoll.Dann will er ständig abnehmen, bringt aber regelmäßig süßes nachhause und macht mich dann auch wegen meines Gewichts komisch an.
      Dann legt er nun sehr viel Wert auf Worte anderer, bin ich schlecht angezogen sollte ich das ändern,meine Frisur ist fürandere nicht gut,sollte ich dies ändern,wenn einer sagt ich bin so und so,tzja dann bin ich es wohl auch so...
      stinkts bei uns (angeblich) dann wirds wohl so sein.In seinen Augen mußich anderen gefallen, habe ich einen wichtigen Termin und ich erzähle wie das Gespräch verlaufen ist und ich mich auch mal beklage sagt er hmm hättest das ja auch nicht sagen sollen.Wenn ein Gespräch mit meinen Kunden ansteht und ich seinen Rat suche meint er dann das ich auf jeden Fall das und das sagen soll und bloß nichts anderes.Läuft bei mir mal ein Tag nicht so gut dann heißt es stell dich nicht so an das machst du doch schon sooo lange.Habe ich mal streit mit ihm sagt er auch ich kenne ihn doch schon soo lange oder schon wieder der selbe Müll.Egal was er will es muß gemacht werden.den Wocheneinkauf z.B haben wir immer zusammen gemacht, doch er besteht jetzt darauf es nicht mehr am WE zu machen,da er keine Lust mehr darauf hat und es wohl als Belastung sieht.#kratzso bleibe ich jetzt immer zuhause und ich kümmere mich um die Schulichen Belange meines Sohnes,ich kümmere mich um unser Haus/halt,bei ihm bleibt alles liegen.Wo es fällt da bleibt es.Auch in Bezug auf seine Eltern die mich nicht akzeptieren sondern nur dulden! auch in diesem Bezug hat sich einiges geändert,er lässt alles zu egal wie die mit uns umspringen.Er meint die kann ich eh nicht mehr ändern...:-[
      Dann wollte ich für uns im gesammten Haus die Fenster neu gestalten mit Rollos, da kam dann von ihm:warum willst du das??(Hallo Bude gemütlich machen!!)Egal wie ich etwas gestalten möchte kommt dann von ihm : hmmm (nichts mehr), so nach dem Motto nein will ich nicht und wenn ich es nicht will dann haste geloost.Genauso geht er ab wenn es um andere Themen geht,ich bleibe dann wie ein nass gewordener Pudel einfach im Regen stehn....
      Dann das Thema ausgehen,er: ja warum nicht aber es muß immer mit etwas nützlichem zu tun haben:etwas geschäftliches und wo man Leute sieht die man eh fast täglich sieht.Ich fühlemich einfach von ihm nicht mehr verstanden :-( eher sogar im Stich gelassen, in vielen Dingen wo ich seinem Schutz auch sicher war ,geht vieles nun ungefiltert gleich auf mich zu.Er war sozusagen mein Fels in der Brandung#verliebt doch ich fühle das er das nicht mehr machen möchte.Alles scheint ihm zuviel er rebilliert mit nichts tun oder ich muß hart dafür kämpfen.Absprachen vergisst er:-(Gemeinsamme Planung ebenfalls:-( Ich fühle mich echt sch... sorry etwas verwirrend und lang

      • (2) 24.05.13 - 14:23

        Sorry, hört sich für mich an, als hätte er ne andere, wäre günstig gewesen in der Reha

        (3) 24.05.13 - 14:30

        Ich weiß ja nicht welche schwere Erkrankung Dein Mann hatte,aber bei Krebs ist es so das regelmäßer Sport und gesunde Ernährung das Rezidivrisiko um 40 %senkt.

        Dazu kommt das man Stress vermeiden sollte und sich somit automatisch von Menschen zurückzieht die einem nicht guttun. Ja, das kann u.U. momentan auch die eigene Familie sein. Je nach dem wie schwer / lebensberohlich die Erkrankung war, setzt jetzt, nach der körperlichen Heilunng erst der psychische Verarbeitungsprozess ein.

        Auch geht das bisherige Leben nicht wie gewohnt weiter, der Mensch verändert sich mit solch einschneidenden Erlebnissen. Das bisherige Leben kommt auf den Prüfstand, vieles verändert sich, man wird kritischer und auch egoistischer. Ich sehe das durchaus positiv. Es ist nicht die Aufgabe Deine Mannes, deine Kämpfe auszufechten! Auch hat er Recht, seine Eltern ändert er nicht! Und ob und wie ihr Euer Haus gestaltet, da müßt ihr eben Kompromisse finden - die meisten Männer haben es nicht so mit Deko!

        Naja, und das er , so frisch aus der Reha übermotiviert und missionarisch ist, das nervt, aber das wirst Du ihm ja wohl mal gesagt bekommen.

        Ansonsten denke ich das dein Mann eine Therapie braucht, um das Erlebte zu verarbeiten und Du die Gelegenheit nutzen solltest Dich zu emanzipieren.

        Ich habe Krebs überlebt. Ich dachte zuerst ich drücke in meinem Leben die Pause - Taste bis OP und Chemo hinter mir liegen und dann gehts weiter im Film. Die Realität sieht anders aus: Auch ich treibe täglich Sport, ernähre mich total gesund und habe mich von einigen Menschen aus meinem engsten Umfeld ( bester Freundin ) trennen müssen, weil ich erkannt habe das mir dier Mensch nicht mehr gutgetan hat.

        Andererseits bin ich viel Lebensbejaender und Optmistischer als ich es je vorher war

        Gruselig...als wäre er ausgetauscht worden...oder hirngewaschen #zitter

        Hast du schon mit ihm darüber gesprochen??

        • Warum gruselig? Ab und zu verändert man seinen Lebensstil.
          Im Fall der TE könnte!!!! das heissen: der Mann will raus aus der Komfortzone, dem bequemen Cocooning, mehr für sich machen und gesünder und aktiver leben, eingefahrene Verhaltensmuster ( auch der Frau ) ändern u.s.w.
          Das kann beängstigend auf den Partner wirken, aber auch Chancen aufzeigen aus dem Trott heraus zu kommen .
          Vielleicht hat er sich auch in der Reha verliebt.

          L.G.

          • Gruselig finde ich, dass er mit ihr nicht darüber spricht...180 Grad Wendung und keine Spur von dem Mann, den er mal war....ich hääte das Gefühl, meinen Partner verloren zu haben...das würde mir schon Angst machen.

      Hallo,

      ich habe das schon mehrfach in meinem Bekanntenkreis erlebt, dass Leute nach einer schweren Krankheit und Reha ihr Leben von grundauf geändert haben. Muss ja nichts Schlechtes sein. Gesünder leben, mehr an sich selbst denken, unnötigen Stress vermeiden, die Gegenwart genießen - das sind durchaus sinnvolle Vorhaben, die aus dem Verarbeiten einer schweren Krankheit resultieren können und die man vielleicht auch in der Reha lernt.

      Dass dein Mann dich damit überrumpelt und an dir herumkrittelt, ist natürlich nicht die feine Art. Das solltest du ihm m.E. auch klar sagen. Und dann hilft nur noch: Reden, reden, reden. Setzt euch an einen Tisch und überlegt, was er will und was du willst und wo ihr beide Kompromisse schließen oder euch gegenseitig mehr Freiheiten gewähren könnt. Dabei musst wohl auch du dich damit abfinden, dass nicht alles bleiben wird wie früher. Aber das kann auch eine Chance sein, für euch beide.

      LG Meggie

      Ich fühlemich einfach von ihm nicht mehr verstanden eher sogar im Stich gelassen, in vielen Dingen wo ich seinem Schutz auch sicher war ,geht vieles nun ungefiltert gleich auf mich zu.Er war sozusagen mein Fels in der Brandung doch ich fühle das er das nicht mehr machen möchte.Alles scheint ihm zuviel er rebilliert mit nichts tun oder ich muß hart dafür kämpfen
      ******

      Ich weiß ja nicht wie bedrohlich die Erkrankung war, aber ich finde, du verlangst ein bisschen viel. Was du oben beschreibst klingt egoistisch. Er hat die Krankheit überstanden und soll gefälligst wieder so funktionieren wie vorher. DEIN Fels in der Brandung sein etc.

      Die Veränderungen kommen für dich etwas plötzlich und werden dir rigide präsentiert. Aber verstehen kann ich ihn schon. Ein gehöriger Schuss vor den Bug lässt viele Menschen Umdenken und die Vergangenheit überdenken. Das ist doch gut so. In der Reha wird er vielleicht auch Gespräche geführt haben und man hat ihm eine Änderung seiner Lebensweise ans Herz gelegt und er ist dementsprechend noch voller Elan. Du willst ihn aber gleich ausbremsen und in alten Bahnen bleiben. Vielleicht hat er auch eine Frau kennen gelernt, die ihn inspiriert hat. Und deshalb wünscht er sich auch für dich einen neuen "Anstrich". So grundsätzlich negativ würde ich es nicht sehen.

      Ernährt euch gemeinsam gesund. Die Süßigkeiten teilt ihr untereinander auf oder er verzichtet demnächst auf den Großeinkauf. Was spricht dagegen, dass der Wocheneinkauf schon vor Samstag stattfindet? Könnt ihr dann nicht gemeinsam gehen? Oder hast du generell mehr Zeit dazu? Dann habt ihr wenigstens zwei volle Tage Qualitytime am WE ohne lästigen Einkauf. Die Idee finde ich nicht schlecht von ihm.

      Alles andere ist Kinderkram.. Kann es sein, dass er früher immer ja und Amen gesagt hat? Und plötzlich wird er in deinen Augen aufmüpfig und hinterfragt die Sinnhaftigkeit neuer Rollos an den Fenstern?

      Ihr müsst euch wieder neu zusammenraufen und einspielen. So lange ihr im Dialog bleibt und du dich mit der veränderten Gangart anfreunden kannst, wird das schon......

      öhm reha, ja? soll ich dir was sagen? der hat da eine kennen gelernt, die sein kopfkino gewaltig noch ma in schwung gebracht hat. und nu meint er, er will aus seiner frau genau das machen, was er da gesehen hat. damit kann man sich natuerlich dann prima vor kollegen zeigen. am schlimmsten finde ich, dass er dir das gefühl gibt, dass es peinlich ist, mit dir gesehen zu werden (klamotten und so). ihr habt ein gemeinsames leben und gemeinsame jahre/vergangenheit. klar kommt irgendwann der punkt, wo man noch mal tabula rasa macht. ich geh selbst gen 40 udn weiss, wovon ich da rede ;-). aber bei aller eitelkeit, eines sollte man vermeiden: verletzendes verhalten gegenüber dem menschen, mit dem man sein leben bisher geteilt hat. ich würde ihn vor die wahl stellen: entweder er kommt von seinem egotrip runter (gegen gemeinsamen sport finde ich nichts einzuwenden, wenn es etwas ist, was beiden spaß macht) oder du bist definitv nicht das, was er derzeit braucht und damit hätte er dich dann eben auch nicht verdient. setz ihm die pistole auf die brust und frag ihn, was da eigentlich passiert ist.

      • Mal langsam, gemeinsamme Jahre / Kind gut und schön......

        Aber keiner weiß, ob sich die TE nicht hat villeicht auch gehen lassen. ( der Mann hat ja wohl das ein oder andere Pfund zuviel auf den Rippen )

        Da ist villeicht gar keine andere Frau im Spiel, aber der Göttergatte hat gesehen, das es Frauen mit Ende 30 gibt , die sich Pflegen, nett kleiden und die Haare schön haben.

        Und es ist jetzt nicht sooooo verwerflich, sich zu wünschen , das die eigene Frau ein bischen mehr aus sich herausholt....?

        Hätte hier eine Frau geschrieben , mein Mann hat nur noch einen Pispotthaarschnitt und Jogginghosen an und turnt mich eher ab als an, würdet Du ja auch nicht auf ein gemeinsames Leben verweisen?

        Sicher gibt es in einer Partnerschaft wichtigere Werte als Äußerlichkeiten, das ist aber kein Freibrief sich gehenzulassen, nur weil man mal irgendwann einen Trauschein unterschrieben hat.

        @TE Nimm das jetzt nicht persönlich, ich kenne Dich nicht. Aber wenn dein Mann findet, das es Optimierungsbedarf gibt, würde ich jetzt nicht mit gekrängter Eitelkeit reagieren, sondern villeicht mithilfe einer wirklich guten und vor allem ehrlichen Freundin reflektieren ob er da nicht doch mit der ein oder anderen Anregung Recht haben könnte.

        Pina

        • nichts anderes hab ich doch gesagt: er hat (eine) frau(en) gesehen und das hat ihm gefallen und nun möchte er das zu hause haben.

          was ich dennoch nicht schön finde, ist die art und weise. dieses "deine klamotten" und so weiter.

          gehen lassen sollte sich keiner, da hast du recht.

          aber dieses "er war in der reha und seit dem..." da schellen bei mir sämtliche alarmglocken. ich finde, die sind auch nicht zu überhören.

          und gemeinsamen sport, hab ich doch geschrieben, das ich das toll finde. mein mann und ich laufen auch. getrennt, weil wir einen enormen grössenunterschied haben und da probleme mit der geschwindigkeit auftreten ;-). wir wissen aber beide, warum wir es tun und dass es gut ist, etwas für sich (und damit für den anderen ) zu tun. da geb ichdir uneingeschränkt recht.

          So sehe ich das auch.

      Mir scheint, das Dein Kopfkino gewaltig mit Dir durchgeht :-)

(14) 24.05.13 - 21:11

Ähnliches erlebe ich gerade im Bekanntenkreis... Mann gleiches Alter, kommt nach der Kur völlig ausgewechselt und verändert wieder. Sieht nur noch sich und seine Bedürfnisse und das in jeder Hinsicht.

Wenn gespräche nicht nützen, muss frau sich wahrscheinlich selbst einmal überlegen, ob sie so weiterleben will, oder nicht.

In dem von mir geschilderten Fall ist nicht damit zu rechnen, dass der Mann irgend etwas an seinem Verhalten ändern wird.

Ich finde Deine Überschrift unpassend (nicht nur von der Rechtschreibung her). Was Dein Mann möchte, sind doch eher Veränderungen im positiven Sinne, wie Sport treiben, gesunde Ernährung, Achten auf euer Gewicht, nicht mehr am Wochenende einkaufen, da er es gerne als Freizeit genießen möchte, das Anregen einer guten Frisur.

Wenn man schwer krank war und dann gesundet, ist es natürlich, dass man sich Gedanken zum Rest des Lebens macht und möglichst viel daraus machen will man hat vor Augen, dass das Leben sehr kurz sein könnte und schon im nächsten Augenlick vorbei.

Er hat vielleicht auch seine Grenzen erkannt (das mit seinen Eltern) und gesehen, dass er zunächst einmal Stress vermeiden muss.

Du scheinst alle Veränderungen abzulehnen und Dich dadurch verunsichert zu fühlen (Fels in der Brandung). Du nennst Dich "Midlife Crisis" und schreibst von Rebellion 40+. Das zeigt ein wenig, dass Du die Belange Deines Mannes nicht ernst nimmst und als Midlife Crisis abtust. Was mir ungerecht scheint.

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