Alleiniges Sorgerecht?

    • (1) 24.06.13 - 01:42
      Für die beste Freundin

      Ich würde gerne anoym für meine beste Freundin etwas Fragen:

      Sie ist 30, er 35, ihr Stiefsohn 15. Verheiratet seit 4 Jahren, Vater alleinerziehend mit dem 15 Jährigen.

      Dieser macht seiner Stiefmutter das Leben zur Hölle, so massiv das sie bereits nach einem halben Jahr auszog in eine Nachbarwohnung (2 Strassen weiter) von ihm und sie wollten die Scheidung einreichen da der Vater zu seinem Sohn hielt obwohl er wusste das er seine Stiefmutter aufs bestialischste tyrannisiert, beleidigt ect.

      Meine Freundin war vor einigen Jahren schwanger (lange vor der Beziehung zu ihrem Mann) und verlor das Kind in der 20. Woche als ihr betrunkender agressiver Nachbar sie die Treppe herunter schmiss. Seitdem erlitt sie bereits mehrfach Fehlgeburten, Ursache mir unbekannt.

      Zurück zur Situation, wie wurde erneut schwanger, diesmal von ihrem Mann aber sie liegt seit der 8. SSW mit ununterbrochenen Blutungen und Wehen im Krankenhaus, seit 26 Wochen liegt sie nun dort mit Wehenhemmern ect.
      Die Plazenta begann sich teilwese zu lösen durch den Stress, die Wehen wurden extrem heftig, die Blutungen werden bei dem Stress immer wieder mehr, kurzum sie ist gilt als extreme Risikoschwangere und der Ausgang der SS ist noch immer ungewiss. Sie lässt sich nach dieser Horrorschwangerschaft gleichzeitig sterilisieren, eine normale Geburt würde weder sie noch das ungeborene durchstehen daher wird bei ihr in 3-4 Wochen ein Ks durchgeführt

      Nun das Problem, der Vater hält weiterhin zu seinem 15 Jährigen Sohn und sie möchte unter diesen Vorraussetzungen keinesfalls zurück, auch mit dem Kindergrund, dass das Jugendamt ihr das Kind wegnehmen würde da sie unter dem massiven Psychischen Terror extrem leidet und das Jugendamt sagt wenn sie wieder mit in die Wohnung zieht nehmen sie ihr das Kind weg, der 15 Jährige war schließlich zuerst da.

      Wobei ich auch nicht verstehe wieso der Vater den **** nicht einfach vor die Tür schmeisst oder ins Heim steckt wo er man nachdenken kann was er da anrichtet. Er könnte es ja auch begründen das der 15 jährige auf keinerlei Ansagen hört, seine Stiefmutter beleidgt und massiv fertig macht und daher es nicht zumutbar wäre das er auch nur einen Tag länger in der Wohung bleiben darf, zumal der Vater so nicht mit seiner neuen Frau und Kind zusammen leben DARF.

      Nun rief sie mich an und fragte ob sie auch alleiniges Sorgerecht bekommen kann, eben weil der Vater nur dem Jungen die Stange hält und sein Verhalten mit "Teeniegehabe" runterspielt.

      ich verneinte dies auf Laienwissen, das er durch die Ehe schonmal grundsätzlich auch Sorgerecht hätte und sie ohne Zustimmung des KV nichtmals wegziehen dürfte um woanders neu zu beginnen.

      Der KV tut ihr ja schließlich nichts, kein Richter der Welt würde ihr das Alleinige geben nur weil der Stiefsohn ein kranker *** ist der sich als nicht in die Ruhe gibt.

      Am einfachstes wäre es für alle den Jungen achtkantig rauszuwerfen da er weder was drauf lernt noch einsichtig ist und so das "Problem an der Wurzel zu beseitigen"

      Denn sie hat ihm nie was getan, der ist seit dem Tag des Kennenlernens so ein Arschloch zu ihr ohne jeglichen Grund.

      Aber damit ist der Vater leider nicht einverstanden und für ein betreutes Wohnen wäre der Junge laut Aussagen des Jugendamtes zu jung.

      Daher die Frage, gibt es eine Möglichkeit das sie das alleinige Sorgerecht bekommt um das Kind zu schützen indem sie es nicht beim Umgangsrecht unbeaufsichtigt in die Wohung des KV geben muss wo das Kind diesem Psychojungen ausgesetzt ist? Wer weiss was der dem Kind antut!

      Sie würde dann auch wegziehen zu ihren Eltern zurück, das mit alleinigem Sorgerecht wesentlich einfacher ging und vor allem um eine Art "druckmittel" zu haben "entweder wir oder dein Sohn"

      Sie kann ja auch schlecht verheiratet 3 Jahre alleine Wohnen mit dem Kind bis sie den Stiefsohn endlich los ist.

      Und nein, es ist keine Untertreibung der Junge ist wirklich ein unberechenbares unmenschliches Wesen dem an dieser Stelle null Mitleid gebührt.

      Liebe Grüße

      Die Freundin der Freundin (34. SSW)

      • Für das alleinige Sorgerecht gibt es keinen Grund. Für mich persönlich würde mein Kind auch immer an erster Stelle stehen, vielleicht versteht das deine Freundin, wenn sie ihres in den Armen hält.

        Hat der Sohn psychische Probleme? Vielleicht sollte er wirklich in eine Klinik oder so, das kann man ohne eine Beschreibung schlecht beurteilen.

        Das mit der Sterilisation habe ich allerdings nicht verstanden, jede Schwangerschaft ist anders, vielleicht heiratet sie ja nochmal und es klappt alles super. Hoffentlich machen es die Ärzte in ihrem Alter nicht.

        • (3) 24.06.13 - 12:13
          Für die beste Freundin

          Doch, die Ärzte machen diese auf jeden Fall, da bisher jede ihrer Schwangerschaften in einer Fehl/totgeburt endeten und auch diese seit der 8SSw am seidenen Faden.

          Und um ihr diesen psychischen Druck zu nehmen bekommt sie die Sterilisation.

          Finde ich in ihrem Fall aber auch mehr als angebracht.

          Das der Junge wichtig ist weiss sie ja, aber es kann nicht sein das der Vater dies herunterspielt und wegsieht und der Junge di Stiefmutter aus dem Haus ekelt und noch immer alle ANsagen ignoriert.

          Ich finde in dem Fall geht es nicht mehr um "an erster Stelle" stehen sondern die unzumutbarkeit das er auch nur eine minute länger in dem Haushalt wohnen darf

      (4) 24.06.13 - 06:25

      >Daher die Frage, gibt es eine Möglichkeit das sie das alleinige Sorgerecht bekommt <

      deine Freundin sollte einen Anwalt für Familienrecht aufsuchen, oder aber wenn Sie sich vor diesem Schritt scheut, Pro Familia.

      >dass das Jugendamt ihr das Kind wegnehmen würde da sie unter dem massiven Psychischen Terror extrem leidet und das Jugendamt sagt wenn sie wieder mit in die Wohnung zieht nehmen sie ihr das Kind weg, der 15 Jährige war schließlich zuerst da.<

      #kratz das kann ich nicht glauben...absurd, wenn jeder Mutter das Kind weggenommen werden würde, weil Sie sich trennt und eine eigene Wohnung nimmt.
      Gerade wenn dort massiver psychischer Druck herrscht, sollte doch die "Heilung" der Mutter im Vordergrund stehen und somit auch das Wohlergehen des Kindes.

      • (5) 24.06.13 - 12:17
        Für die beste Freundin

        Nein, genau andersrum. Bleibt sie mit dem KV zusammen und zieht wieder in die Wohung von ihm und seinem Sohn, DANN bekommt sie es weggeholt.

        Wenn sie weiterhin alleine wohnen bleibt, so wie sie es jetzt macht, DANN darf sie es behalten.

        Oder wenn der Vater den Jungen rausschmeisst und alleine mit Baby und Frau wohnt, dann darf sie es auch behalten.

        Kurzum gesagt, jugendamt sagt Baby und Junge auf garkeinen Fall zusammen.

        Und da sollte der Kv endlich mal Pioritäten setzen

        • Aber wenn sie nicht zu dem Mann zurück wollte nachdem sie aus dem KH käme dann nehmen sie ihr das Kind doch auch nicht weg ( wobei ich die ganze Geschichte eh seltsam finde weil hier das Amt deutlich seine Grenzen überschreitet).?? Allerdings wieso will sie zu dem Mann und dem Psychopathenjungen zurück? Ganz gescheit kann der Mann aber ebenfalls nicht sein wenn er seinem Sohn keinen EInhalt gebietet in dem Wissen der Junge terrorisiert seine Frau auch noch mit Absicht. Von dem Kerl hätte ich mir gar nicht erst ein Kind machen lassen!

          Ela

      Ich würde zur Pro Familia mal hingehen und denen dieses Situation mal schildern, es gibt Familienhilfen die Ihn sicherllich beistehen.

      Wenn deine Freundin es nicht mehr aushält, dann bleibt nur eine Trennung, es wäre das beste für sie, damit sie mal zur Ruhe kommt, und vor allem für das Ungeborene.
      Wenn die Mutter sich nicht wohlfühlt, überträgt sich das ja automatisch auf das Kind.

      Kann sie denn nicht erstmal bei dir wohnen? nach dem Krankenhausaufenthalt?
      Damit sie nicht alleine da steht, oder wenn sie sich alleine in ihrer Wohnung wohlfühlt ,ist es ja auch vollkommen in Ordnung.
      Soweit ich weiss, wird sie das alleinige Sorgerecht nicht bekommen, solange keine massiven Gründe vorlliegen gegen den Vater, wie Misshandlungen, oder Drogenabhängigkeit usw.

      • (8) 24.06.13 - 16:00
        Für die beste Freundin

        Sie wohnt bereits seit über 3 Jahren in einer eigenen Wohung, eben aufgrund des extremen Verhaltens ihres Stiefsohns.
        Mit ihrem Mann hat sie garkeine Probleme, sie sind beziehungstechnisch glücklich der einzigste "störfaktor" ist der Sohn der sich auch keine Ansage machen lässt von seinem vater die Stiefmutter mit Respekt zu behandeln.

        Und aufgrund dieser Situation sagt das JA das sie nicht in die Wohung ziehen darf zu dem Kv, aufgrund des Sohnes eben sonst ist das Kind weg.

        Aber nur weil ein 15 Jähriger sich so assozial verhält kann es doch nicht sein das ein Ehepaar 2 getrennte Wohnungen braucht nur weil der 15 jährige sich nicht in die Ruhe gibt.

        Der KV fragte ja schon an ob der Sohn nicht in ein betreutes Wohnen dürfe, aber laut JA wäre er zu jung dafür.

        So bleibt denen nur die Option "hoffen das er mit 18 freiwillig auszieht aufgrund einer Lehre"

        Die Frage ist daher eher darf der KV seinen Sohn aufgrund seines Verhaltens einfach achtkantig rauswerfen da keinerlei Besserung in Sicht ist und der Junge durch sein mehr als assizialen Verhaltens das Familienleben so massiv stört das ein weiteres Zusammenwohnen mit dem Kv nicht mehr zumutbar ist?

        Ich meine es kann doch nicht sein das das JA dem Terror-teeni Recht gibt und der Kv deswegen auf Frau und Kind verzichten muss die er abgöttisch liebt.

        Die Beziehung der beiden ist nicht das Problem, einzig und allein der Sohn.

        Echt traurig sowas sie tut mir so leid#heul

        • Hi,

          das klingt nun alles sehr einseitig und teilweise widersprüchlich...zum Beispiel, dass einerseits bis auf den "Horror-Teenie" beziehungstechnisch alles perfekt ist und sie trotzdem das alleinige Sorgerecht will. Oder die Aussage vom Jugendamt - es gibt einen Rechtsanspruch auf Hilfe zur Erziehung, die der Vater in Anspruch nehmen könnte - wenn er es nun wirklich wollte. Oder sieht dieser das Problem (zu Recht) nicht nur bei dem Jungen, und ist die Liebe vielleicht doch nicht zu "abgöttisch"? Alles ist bei der Mutter wohl nicht im Reinen. #gruebel
          LG

          • (10) 24.06.13 - 20:58
            Für die beste Freundin

            Sie will das alleine Sorgerecht aus einem ganz einfachen Grund:

            Sie möchte wegziehen und so das er ihr nichtSteine in den Weg legen kann durch seinen Sorgerechtsanteil.

            Von da aus möchte sie ihm die Pistole auf die Brust setzten "entweder ziehst du zu mir in die Wohung wo ICH im Mietvertrag stehe und schmeisst den scheisser raus oder ich komme nicht mehr"

            Ich kann sie absolut verstehen das sie dadurch ein Druckmittel haben möchte da sie wirklich fix und fertig ist.

            Wie würdest du dich fühlen wenn man dir in der 20. ssw ein Kind aus dem Leib tritt, du danach etliche FG erleidst und 26 wochen tag und nacht um das leben des kindes bangst und das JA dir einen so heftigen tritt ins gesicht verpasst ?

            Der Vater spielt das runter mit "teeniegehabe:-["

            Und leider ist nur der Junge der Störfaktor, seit dem tag des kennenlernens der beiden bekriegt er die stiefmutter so massiv.

            Sie war seitdem nichtmehr in der wohung von ihm, sie treffen sich nurnoch bei ihr.

            Ich hoffe aber an erster Stelle mal das ihr Kind erstmal lebend geboren wird, den das steht noch immer in den Sternen die hängeln sich von tag zu tag, bereit um jederzeit eingreifen zu müssen und einen Not-KS durchzuführen.

            Und selbst jetzt jetzt lässt der Jung sie nicht in Ruhe.

            Ich hätte den schon längst in ein Heim verfrachtet oder den in der Wüste ausgesetzt:-[:-[

            • Wie frau sich beim Verlust eines ungeborenen Kindes fühlt weiß ich aus eigener Erfahrung nicht.
              "Pistole auf die Brust setzen" wäre für mich auch keine Option eine Beziehung aufrechtzuerhalten. Ich zweifel eben einfach daran, dass der Vater das genauso sieht - dass alles perfekt wäre und nur der Junge der Störfaktor ist. Ich meine eben, dass da bei deiner Freundin mehr der Wunsch Vater des Gedankens ist. Dass mein Lebenspartner nicht offensiver nach einer für alle (!!!) guten Lösung sucht, würde mich sehr traurig stimmen und ich würde wohl meine Konsequenzen ziehen. Aber mit Zwang und Druck und so einer Aggression gegen ein 15jähriges Kind (!) kann ich nicht viel anfangen.
              Gruß

Klingt, als würde der Junge dringend Hilfe benötigen.

Er tut mir richtig Leid.

Freja,
Mutter eines 17jährigen, der aus purer Verzweiflung mit 15 ebenfalls durchgedreht ist.

  • (13) 24.06.13 - 22:40
    Für die beste Freundin

    Ich finde auch das der Junge hilfe benötigt, denn so ein krankes Verhalten gehört dringend in Therapie.

    Daher wäre eine gute Lösung ja das Betreute wohnen, so könnte er seiner Stiefmutter nichts mehr antun, dem Kind nicht, der Vater wäre damit nicht überfordert und der Junge ist ausser haus und kann im Betreuten Wohnen gegen sein äusserst aggressives Verhalten therapiert werden und ggf in eine passende Einrichtung gebracht werden sollte es eine tieferliegende Ursache haben.

    Aber man kann sich den nicht vorstellen wenn man es nicht selbst schon life erlebt hat, da steckt pure Absicht dahinter :-(

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