Offene Beziehung - wie vorschlagen?

    • (1) 14.02.14 - 13:12
      Relation Ship

      Hallo,

      kurz und kanpp, ich habe Angst, dass sich bei mir (24) das Gefühl etwas zu verpassen öfter mal einschleicht und außerdem gibt es einfach zu viele interessante Männer und zu viele Dinge, die ausprobiert werden möchten, um sich ganz auf einen Mann zu versteifen.

      Meine Beziehung möchte ich aber nicht aufgeben und ich hatte bisher auch noch keine Affaire o.ä.

      Wer lebt eine offene Beziehung und kann berichten? Wie spricht man es am besten an, dass man sich freuen würde, wenn der Partner mal über ein solches Modell nachdenkt?

      Bitte keine blöden Kommentare von Fans des ultrakonservativen Lebensstils und der klassischen Rollenverteilung.

      Ich möchte im Leben gerne aus den Vollen schöpfen und benötige keine moralische Beratung.

      Lieber Gruß

      Ich habe zwar keine Erfahrung damit...

      Aber du kennst deinen Partner am besten.

      Kannst du dir vorstellen, dass er sich darauf einlässt?

      Gruß

    • Ich kenn mich da jetzt nicht aus, aber wäre ein Besuch im Swingerclub vielleicht ein guter Einstieg?

      (6) 14.02.14 - 13:41

      Hallo
      Am Besten sprichst du deine Bedürfnisse offen an
      - was dir in der Beziehung fehlt
      - was er ändern kann
      - warum andere Männer so interessant sind
      und wartest auf eine Reaktion.
      Falls er mehr an sich und eurer Beziehung arbeiten möchte ist er vielleicht noch nicht bereit für deinen Vorschlag und ich würde damit noch warten.

      Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass das Konzept einer offenen Beziehungsführung (auch einseitig) aufgeht. Es gibt u.U. einige Regeln die ihr festlegt...

      Der Vorschlag eines Swingerclubs als Einstieg finde ich unpassend für das was du möchtest...

    • Ich finde so etwas ganz furchtbar, aber meine Eltern haben das so praktiziert. Sie sind bis heute, mit über 75 Jahren, noch glücklich zusammen.

      Wie Du das Thema am besten ansprichst, kann eigentlich nur jemand sagen, der Deinen Mann/Freund kennt. Sei Dir aber bewusst, dass das zwar der Anfang von etwas Neuem sein kann, aber auch der Anfang vom Ende Eurer Beziehung, je nachdem, wie er sich damit fühlt.

      Das Wording bei der Ansprache ist sicher der schwierigste Teil. Zu leicht könnte es als Einstieg in den Ausstieg verstanden werden.

      Überhaupt bei Themen mit heiklem oder delikatem Inhalt kann der falsche Opener einen weiteren Dialog zum Thema erheblich erschweren wenn nicht sogar unmöglich machen.

      Du kennst Deinen Partner am besten. Und sein Reaktionsspektrum bei brisanteren Themen.

      Eventuell macht es Sinn, ihn erst mal ergebnisoffen zu fragen, ob er sich selbst schon einmal zu dem Thema Gedanken gemacht hat. Um darüber das Thema überhaupt schon mal benannt zu haben.

      Im Übrigen möchte ich Dich bitten, Deine Haltung gegenüber Menschen, die eine monogame einer promiskuitiven Partnerschaft vorziehen, zu überdenken und selbige nicht als ultrakonservativ zu bezeichnen. Du forderst Toleranz bez. Deiner Denkmodelle, dann gib eine solche auch zurück.

      Monogamie ist genauso wenig oder mehr konservativ wie Vielweiberei.( oder -männerei)

      • (9) 14.02.14 - 14:35

        Hallo,

        danke für deine Antwort. Genau darüber habe ich mir auch Gedanken gemacht - wie steige ich in das Gespräch ein, ohne gleich abzuschrecken und die Türen für eine erst einmal wertfreie Diskussion zu öffnen.

        <<Im Übrigen möchte ich Dich bitten, Deine Haltung gegenüber Menschen, die eine monogame einer promiskuitiven Partnerschaft vorziehen, zu überdenken und selbige nicht als ultrakonservativ zu bezeichnen. >>

        <<Monogamie ist genauso wenig oder mehr konservativ wie Vielweiberei.( oder -männerei) >>

        In unseren Breitengrade ist Monogamie Teil des konservativen Mutter- Vater- Kinder Lebensmodells.

        Wenn ich jemanden vor den Kopf gestoßen habe, dann tut mir das Leid, ich wollte lediglich vor Antworten a la 'Du Schlampe, wenn dir einer nicht reicht, dann mach Schluss und lass die anderen Männer den ehrbaren Frauen etc.'

        lg

        • Zumindestens mir bist Du nicht zu nahe getreten. Ich lebe in einer sehr angenehmen monogamen Zweierbeziehung, in der ich nichts misse. Allerdings bin ich auch bedeutend älter als Du und mein Hunger nach neuem und unbekannten ist schon vor vielen Jahren gestillt worden.

          Allerdings hast Du den Begriff des "ultrakonservativem" gewählt. Und es hatte einen verächtlichen Unterton. Ganz abgesehen davon, dass es nicht passte.

          Deine Furcht vor Beschimpfungen kann ich verstehen. Allerdings ist dies auch ein Thema an dem sich Gemüter erhitzen können. Das solltest Du wissen wenn Du es schon in einem öffentlichen Forum zur Debatte stellst.

          Ich wünsche Dir Glück bei Deiner Findung nach dem, was für Dich gut und richtig ist.

      Eine schöne Antwort.

      Nur zum letzten Satz. Das liest sich vielleicht nett. Jedoch eindeutig: Veto! Monogamie ist konservativ. Aber konservativ muss ja nicht schlecht sein.

      • Da muss ich Dich leider gegenkorrigieren. Der Wunsch nach alternativen Formen des Sexuallebens inkl. "offenen Beziehungen" ist älter als Monogamie als gesellschaftlichem Standard. Und weil offene Beziehungen zu unterschiedlichen Epochen immer mal wieder stark thematisiert wurden, sich aber aus bekannten Gründen nie wirklich in der Fläche etabliert haben, gehören sie auch zu einem Teil menschlicher Utopie: Nämlich in komplett hedonistischer Weise sich selbst alle Wünsche erfüllen zu können und trotzdem sind alle Beteiligten dauerhaft zufrieden.

        Konservativ ist ohnehin unpassend. Dieser Begriff umfasst Wertevorstellung. Und Menschen in Vielfachbeziehungen leben ja nicht ohne Werte. Allerdings ist es noch kein Wert an sich, mit nur einem oder mit mehreren Personen gleichzeitig eine Liebes-oder Sexbeziehung zu führen. Das ist wohl mehr Ausdruck eines unterschiedlichen Verlangens als ein Ausdruck von Wertvorstellungen.

        • (13) 14.02.14 - 22:11

          Könnten sie das bitte mal in deutsch schreiben, Herr Doktor!

          Bin nach 10-ten Klasse abgegangen. Danach nur noch Frau und Mutter.

          Hallo,

          ich habe mich am Wörtchen konservativ gestört. Nicht daran, welches Form des Zusammenlebens älter ist.

          Würde man eine Umfrage starten und fragen: Was ist konservativ:
          - eine Monogame Beziehung oder
          - eine polygame Beziehung würden 99 % der Menschen "monogam" ankreuzen. Da ändere ich meine Meinung nicht so leicht.

          Die polygame Beziehung ist sicherlich recht unterschiedlcih ausgelebt worden. Interessant finde ich dabei nicht die Vielweiberei oder die Vielmännerei sondern die komplette Durchmischung. Gab es jemals schon eine harmonisch funktionierende Gruppe? Genauso utopisch wie der Kommunismus letztlich.

          • Möglich wird es sein. Hier und da. Dauerhaft funktionierend vor allem bei Paaren, die schon sehr lange zusammen sind und wo die Basis eine sehr tiefe und respektvolle Freundschaft ist.

            Wenn es nur um Sex ginge außerhalb der Kernpartnerschaft und man dies auch weiß, wäre es wahrscheinlich für viele einfacher. Da aber Gefühle eine Rolle spielen, die eben verwirren und irritieren, wird das für viele Menschen wohl ein schwieriges Unterfangen.

            Mir wären mehrere Frauen auch schlicht zu anstrengend.:-)

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