Wut auf Selbstständigkeit von Partner macht Liebe kaputt

    • (1) 28.02.14 - 22:03
      granatapfel55

      Halllo,

      ich habe schon immer ein Problem mit der Selbstständigketi meines Partners - er war schon selbstständig als ich ihn kennenlernte, na ja, ich hab´mich halt in ihn verliebt obwohl ich es eigentlich allein wegen der Selbstständigkeit nicht wollte.
      Ich habe auch nie einen Hehl daraus gemacht, daß ich seine Selbstständigkeit furchtbar finde und kein Verständnis dafür hätte, daß ich ihn verlassen hätte mit ziemlicher Sicherheit wäre er diesen Schritt gegangen wenn wir schon zusammen gewesen wären. Einfach weil er sich damit in meinen Augen gegen eine gemeinsame Zukunft und damit gegen mich entschieden hätte, weil er mir damit was "angetan" hätte was nicht sein hätte müssen, was ich nicht mit "ich liebe Dich" in Einklang bringen könnte. Mein Partner sagt mir jeden tag daß er mich liebt und ich hab ihm schon gesagt daß ich das gar nicht mehr hören möchte. ich kann es auch nicht mehr erwidern. Ich leide einfach unter den Begleiterscheinungen der Selbstständigkeit (unsicheres/geringes Einkommen, wenig Planungsmöglichkeit, kein Urlaub, wenig Zeit, alles bleibt an mir hängen, ich soll ihn unterstützen/entlasten, Verständnis haben (für Unzuverlässigkeit, kein geschenk zu Weihnachten, Überlastung, Vergesslichkeit), Rücksicht nehmen, zurückstecken, Wünsche hintenanstellen, zuhören, interessiert sein, am besten noch stolz sein...) und wenn ich das äußere ist er natürlich gekränkt, da er erwartet daß ich hinter ihm stehe. So fresse ich meinen - wie es mir vorkommt ständig wachsenden Groll - in mich hinein und "explodiere" nur gelegentlich - ih bin ein recht behrrschter mensch und gehe ihm dann aus dem Weg wenn ich merke daß ich zu netten smal talk nicht aufgelegt bin.

      Ich weiß, er ist nicht schuld daran daß sein Traum für mich ein Albtraum ist, aber daß er mir das zumutet und zwar jeden tag und dann noch grinsend vor mir stehen und mir sagen kann "ich liebe Dich"..ne, damit komm ich irgendwie nicht klar.

      Ich weiß, eigentlich müsste ich mich von ihm trennen, ich mache daß nicht wegen gemeinsamen Kind und weil ich ihm auch nicht wehtun möchte. Ich habe ihm schon gesagt, ich würde ihm auch gerne wieder "ich liebe Dich " sagen können, aber ich werde es nicht sagen solange ich es nicht wirklich fühle, und ich fühle das momentan nicht vor lauter Zorn.

      Danke fürs Lesen.

      • Hallo,

        " Ich leide einfach unter den Begleiterscheinungen der Selbstständigkeit (unsicheres/geringes Einkommen, wenig Planungsmöglichkeit, kein Urlaub, wenig Zeit, alles bleibt an mir hängen, ich soll ihn unterstützen/entlasten, Verständnis haben (für Unzuverlässigkeit, kein geschenk zu Weihnachten, Überlastung, Vergesslichkeit), Rücksicht nehmen, zurückstecken, Wünsche hintenanstellen, zuhören, interessiert sein, am besten noch stolz sein.."

        Das alles hat doch nicht s mit seiner Selbstständigkeit zu tun sondern damit das er offenbar ein ignoranter, unorganisierter Chaot ist. Das wäre er sicher auch wen er irgendwo angestellt wäre.

        LG dore

        Er hat dir das nicht zugemutet.

        Er hatte seine Selbstständigkeit VOR dir, du bist wissendes Auges diese Beziehung eingegangen. OBWOHL du wusstest, dass du es hassen würdest. Du hast ein Kind mit ihm bekommen, OBWOHL du da wahrscheinlich schon das erste Mal Zorn verspürt hast.

        Ich finde, du bist deinem Partner gegenüber ungerecht.

        Es ist verständlich, dass du mehr von ihm wünscht und ich würde mir überlegen, was davon wirklich mit seiner Arbeit zusammenhängt und was er vielleicht als Entschuldigung benutzt, wenn er es nicht im Griff hat - denn Vergesslichkeit, Unzuverlässigkeit u.ä. gehören ja nicht nur ins Gebiet der Selbstständigen.

        Aber seine Arbeit... dass du ihm die Schuld dafür gibst, obwohl es dein Problem ist, völlig unreflektiert. Es geht nur um dich, deine Auffassung, deine Meinung... allerdings war es auch DEINE Entscheidung.

        Wie gesagt, versucht zu ergründen, was er verbessern kann bzw. wo ihr euch treffen könnt, gerade wenn es nicht mit seiner Arbeit zusammenhängt. Ansonsten gibt es die Möglichkeiten von Gesprächstherapie (eher für dich...) oder Trennung.

        • (4) 28.02.14 - 22:29

          Also mit "unreflektiert" hat das nicht zu tun...da gibt es einmal meinen verstand, der mir das sagt was Du sagst und zum anderen mein gefühl das nun mal so ist wie es ist. Wegen seiner Arbeit muß ich auf vielles verzichten, ständig zurückstecken, Verständnis haben...und er hat es sich so ausgesucht..er geniesst seinen traum der Slebsständigkeit und ihn stört nicht weiter daß ich darunter leide (oder er will es nicht sehen daß es so ist).
          Sicher ist das mein Problem, etwas anderes behaupte ich ja auch gar nicht.

          • Er hat sich diese Selbständigkeit ausgesucht und du hast dir diesen Partner ausgesucht. Du hast dich auch dafür entschieden, trotz seiner Selbständigkeit ein Kind von ihm zu bekommen.

            Willst du wirklich, dass er seinen "Traum" aufgibt und unzufrieden mit dir weiter lebt?
            Warum hast du dir keinen Beamten gesucht. Da wärst du abgesichert, er käme pünktlich nach Hause, du könntest jedes Jahr in den Urlaub fahren ect.
            Du hast dich aber für einen Selbständigen entschieden.

            Für alle Beteiligten wäre es das Beste, wenn du dich trennen würdest und dir einen Mann suchst, mit dessen Berufstätigkeit du zufrieden bist.

            Ich bin sicher ein empathischer Mensch, aber dich kann ich nicht verstehen.

          • (11) 01.03.14 - 12:25

            Natürlich wäre ich leiber mit einem Beamten zusammen. ich habe aber nie einen gefunden in den ich mich verliebt hätte.

            Seinen Traum hatte er ja jetzt einige Jahre...besser ein Schrecken mit Ende als ein Ende ohne Schrecken finde ich..aufhören kann er momentan nicht (würde zu weit führen das hier zu erklären), aber ja ich habe ihm gesagt daß er das auf jedne Fall sobald als möglich anstreben muß. Wer sagt denn daß er dann unzufireden ist? Meinst Du er ist jetzt immer glücklich und zufrieden - viel Streß, unregelmäßiges Einkommen, Unsicherheit, Druck - warum meinst Du braucht er mich so? Er wollte auch eine Familie mit mir, ´das habe ich ihm nicht aufgedrängt. da verlange ich auch etwas Rücksicht auf meine Wünsche und Bedürfnisse.
            Ansonsten kann er sich genauso von mir trennen wie ich das könnte.

            • Dein Partner ist noch jung. Wenn man selbstständig ist, geht man durch Höhen und Tiefen. Zum Anfang sind es meistens Tiefen. Viele, die jetzt gut dastehen, haben so angefangen wie dein Partner. Er wird verschuldet sein, was dich bestimmt nervös macht. Du bist nicht verheiratet und solange du nicht mit unterschreibst, ist das Finanzielle sein Problem.

              Ich denke, du hast dich sehend auf den falschen Mann eingelassen, in der Hoffnung, dass er/es sich ändert.

              Trenn dich und such dir einen Mann, der dir mehr Sicherheit bietet.

        Natürlich bist du unreflektiert, du siehst nur dich selber. Man ist Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert - das ist nur die Meinung von entweder lebensunerfahrenen, jungen Menschen oder solchen, die an ihren Gefühlen gefallen finden und egoistischen Nutzen daraus ziehen, wie du.

        Und ich glaube dir auch nicht, dass du ihn liebst... bzw. für mich hört sich das nicht nach Liebe an.

        Wahrscheinlich siehst du die Selbstständigkeit auch als eine Art Konkurrenz an. Sie war vor dir da, er hat sie sich ausgesucht und verbringt viel Zeit mit dir - du hast dich TROTZDEM für ihn entschieden und jetzt muss er sein Leben ändern, weil du dir zwar schön ausgemalt hast, dass er seinen Beruf deinen Ansprüchen entsprechend gestaltet.

        Wie gesagt, du hast zwei Möglichkeiten:
        Ihr sucht euch Hilfe, vor allem für dich und welche Kompromisse für BEIDE möglich sind, z.B. in Form einer Gesprächstherapie.

        Oder du gehst.

        • (14) 01.03.14 - 16:45

          Nicht dir, ich meinte ihr.

          Nachtrag: So weitermachen kannst du kaum... er wird seinen Beruf nicht ohne weiteres ändern können und du bist völlig in deinen negativen Gefühlen eingegraben.

(15) 28.02.14 - 23:20

Bist du mit meinem Mann verheiratet?

Es ist bei uns genau gleich nur das mein Mann tatsächlich erst nach der Heirat selbstständig wurde. Anfangs habe ich ihn unterstützt obwohl keine zwei Wochen später unser Sohn geboren wurde.

Ich kann nicht mehr!

Ich denke ernsthaft an Trennung obwohl ich ihn noch sehr mag und ihn auch nicht verletzten will aber ich seh keine Zukunft mehr für uns.

Ich habe es noch nicht ausgesprochen und ich weiß auch nicht wie das finanziell Klappen soll aber irgend wie wird es gehen.

(16) 01.03.14 - 00:50

Hallo

was hat denn das mit Selbstständigkeit zu tun.
Wärst du mit einem Schichtarbeiter, oder einem Mann mit drei Nebenjobs glücklicher ?
Es gibt viele fest angestellte Vielarbeiter.
Wahrscheinlich ärgert dich seine Erfolglosigkeit.
Nicht jeder bekommt die Selbstständigkeit gebacken und normalerweise sieht man das auch irgendwann ein.Nach etwa zwei Jahren sollte es je nach Branche laufen.
Ich bin zum zweiten Mal mit einem Selbstständigen verheiratet und kann wirklich nicht klagen.Auch die Kinder hatten/ haben geregelte Zeiten und Mahlzeiten mit dem Vater, auch mal tagsüber.Wir fahren auch regelmäßig in den Urlaub und machen eher mehr Kurzreisen als der Durchschnitt.Natürlich arbeitet mein Mann täglich mehr als der Durchschnittsarbeitnehmer, sogar viel mehr.
Wichtig ist eine vernünftige work-life-balance ( Sport und soziale Kontakte z.B. ) und natürlich auch der finanzielle Erfolg.
Ich bin aber wahrscheinlich der Typ ,der mitzieht und auch nicht täglich ab 18.00 abends bespaßt werden muß.

Ich könnte jetzt noch so einige Vorteile aufzählen, lass es aber.
Bei dir ist der Leidensdruck offenbar groß,du kannst ihn deshalb nicht lieben.#kratz

L.G.

  • (17) 01.03.14 - 07:55

    Ein mann mit drei Nebenjobs ist auch nicht gerade der Normalfall (ich kenne/kannte bisher keinen)...und wenn er so viele Jobs hat wird er sich das nicht wirklich ausgesucht haben weils ihm so Spaß macht..wenn er es aus lauter Spaß und Dollerei macht, macht er das vielleicht bis er eine Familie gründet...Schichtarbeiter haben genauso frei wie andere Angestellte nur hal zu unterschiedlichen Zeiten - das hat Vor- und Nachteile.
    Mein Freund hat eine wirklich gute Ausbildung, er hat auch viele Aufträge, so gesehen also Erfolg. Er verdient gut, nur muß er das auch, allein um Kredit/Krankenversicherung zu bezahlen.

    Es kommt doch darauf an wie/mit was man sich Selbstständig macht, was für Investitionen nötig sind..Du scheinst da einfach mit denen verheiratet gewesen/zu sein die sich das "richtige" ausgesucht haben..
    Urlaub geht schon vom finanziellen nicht (der fest angestellte Vielarbeiter hat bezahlten Urlaub). Gut, Sport würde meiner auch als Angestelleter nicht machen, ich brauch auch keinen Sport zum Glücklichsein..soziale Kontakte gleichen wirklich nicht alles aus.
    ich muß auch nicht bespaßt werden, wirklich nicht. ich denke Du kannst das einfach nicht beurteilen, weil bei Euch einfach eine ganz andere Situation herrscht. Vorteile der Selbstständigkeit kann ich i unserem fall zumindest nicht sehen, außer daß mein Freund sich nicht mit einem Chef rumschlagen muß (dafür aber genug mit zahlungsunwilligen Kunden, Mitarbeiter der Punkt 5 das Werkzeug fallen lässt, "Notfällen" wodurch man gezwungen ist Besuche/Unternehmungen abzubrechen, Finanzamt...).

Hat er Dir jemals gesagt oder sogar versprochen, die Selbständigkeit aufzugeben?

"ich habe schon immer ein Problem mit der Selbstständigketi meines Partners - er war schon selbstständig als ich ihn kennenlernte, na ja, ich hab´mich halt in ihn verliebt obwohl ich es eigentlich allein wegen der Selbstständigkeit nicht wollte."

Du hast dich damals entschieden. Nun erwartest du, dass er alles aufgibt für dich. Und bist zornig, weil er es nicht tut.

Es klingt so, als sei seine Selbständigkeit sein Leben, und du auch. Entweder trägst du das mit oder du gehst. Etwas anderes kommt mir als Alternative nicht in den Sinn.

L G

White, muss jetzt weg.#schwitz

Euer Problem sollte in einer Paartherapie gelöst werden. Wenn er keine Zeit hat, fange allein damit an.

Ich würde meine Frau nie so unter Druck setzen, wie du es mit deinem Freund machst. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich sie wirklich liebe.

Ich hätte einen guten Tip für dich um deine Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen:Geh Arbeiten!!!!

Ja gut. Was soll man da gross an Ratschlägen mitgeben?

Du hast es ja im ersten Satz schon selber gesagt.
Du hast Dich da auf was eingelassen, von dem Dir von Anfang an klar war, dass Du das eigentlich nicht willst.
Du bist sogar sooooo konsequent dabei gewesen, dass ihr gemeinsam ein Kind hat, obwohl man ja (scheinbar) keine Zukunft planen kann... hmm... Naja. ein bisschen unschlüssig bin ich da schon. Es gibt Branchen, die sind irre zeitintensiv, egal, ob angestellt oder selbstständig. Gerade jetzt wieder mach ich was fertig für ein Meeting am Montag, obwohle gerade gestern meine Familie hier für ihren 2 Wochen-Besuch in England angekommen ist... Klar könnte mien Frau jetzt auch kotzen. Sie beschwert sich auch, aber versteht eben auch, dass mein Job genau das eben auch mit sich bringt. so what?

Ganz ehrlich? Reiss Dich mal am Riemen. Du wolltest es nicht anders, und ganz offenbar hat Dein Kerl da auch genügend Qualitäten, sonst hättest Du das seinerzeit ja nicht auf Dich genommen.

Übrigens stolz ist meine frau auch auf meine Arbeit, bzw meine Leistung, obwohl ich "nur" angestellt bin... ein bisschen weniger "Ich, Ich, Ich", dann klappt das auch. Nicht das ER noch irgendwann feststelt, dass er auf die Nörgelei keinen Bock mehr hat...

Hallo!

Für mich liest sich das so, als wärt Ihr *beide* diese Beziehung eingegangen ohne die mindeste Bereitschaft aufeinander zuzugehen.
Du empfindest seine Selbständigkeit als Zumutung, obwohl Du vorher wusstest, dass es sein Traum ist (was immer er da tut) - damit wirst Du jetzt umgehen müssen. Dazu fällt mir auch nicht viel mehr ein als meinen Vorschreibern.

Aber er scheint ja nun auch nicht das mindeste dazu beizutragen, diese Vorbehalte zu zerstreuen! Gut - geringes Einkommen, wenig Planungssicherheit, wenig Urlaub, das ist einfach so, daran kann er nicht viel drehen.
Wenig Aufmerksamkeit, Unzuverlässigkeit etc müssen sicher nicht sein. Da könnte man sich denn doch ab und an mal am Riemen reißen, die Arbeit Arbeit sein lassen und sich der Familie widmen. Das scheint ja auch nicht der Fall zu sein.

Da stellt sich nun die Frage nach der Henne und dem Ei - war er zuerst rücksichtslos, stand die Arbeit immer bei ihm an erster Stelle oder hast Du von Anfang an nur Vorwürfe gemacht - ich weiß es nicht und letztlich ist es auch egal.

Fakt ist, Ihr scheint Euch da beide nichts zu schenken. Es fällt schwer, etwas zu raten, aber um Euer Kind tut es mir ehrlich leid.

Viele Grüße und die richtige Entscheidung wünsche ich Dir.

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