Kann mir selber nicht verzeihen...

    • (1) 24.03.14 - 00:05
      magnichtmehr

      ...dass ich so unglaublich blöd war.

      Hallo ihr,

      ich muss mich einfach mal auskotzen, vielleicht versteht mich ja jemand oder hat einen Rat.

      Eineinhalb Jahre habe ich mich hinhalten, verarschen, belügen und demütigen lassen, aus belanglosen Sätzen etwas interpretiert und immer gehofft, dass es ein happy end gibt. Ich war so verliebt und war bereit, zu warten. Eineinhalb Jahre hin und her zwischen romantischen Abenden und Funkstille, Pärchensein und Ignoranz, "ich will dich nicht verlieren" und "ich möchte keine Beziehung". Es gab immer Anzeichen dafür, dass er mich liebt - auch andere haben das gesehen - aber im Endeffekt haben "die Gefühle nicht gereicht".

      Eigentlich eine klassische Geschichte, haben wohl viele schon erlebt. Aber ich komme damit nicht klar. Ich habe damals zu einer Freundin gesagt: "irgendwann werde ich entweder sehr stolz auf mich sein, dass ich durchgehalten habe...oder ich werde mich selber verfluchen, weil ich so dumm war" und leider ist das zweite eingetreten. Die Trennung (wenn man es denn so nennen kann) ist jetzt 9Monate her und außer drei, vier zufälligen Begegnungen ohne Gespräch gab es keinen Kontakt mehr. Natürlich bin ich sauer und enttäuscht, aber wirklich etwas vorwerfen kann ich ihm nichts...aber mir und zwar, dass ich so dumm und naiv und blöd und dämlich war...dass ich so viel gegeben habe für nichts und so viel gelitten habe für wieder nichts. Ich war einfach dumm - und das kann ich mir nicht verzeihen.

      Eigentlich bin ich kein dummer Mensch, ich bin gebildet und auch emotional intelligent. Aber da habe ich alle Vernunft ignoriert. Ich bin eine von den Frauen, die immer wieder "ich verstehe gar nicht, wieso du Single bist" zu hören bekommt. Und ich komme auch gut alleine klar, ich brauche keinen Partner. Aber diese Geschichte kann ich irgendwie nicht abhaken, weil ich mir selber nicht verzeihen kann. Mit Freunden und Familie möchte ich über das Thema gar nicht mehr sprechen, es ändert ja nichts. Ich möchte mir meine Blödheit verzeihen, aber ich schaffe es nicht...wie komme ich da wieder raus?!

      Danke fürs Lesen, vielleicht hat ja jemand einen Rat...ich mag nicht mehr.

      • (2) 24.03.14 - 01:19

        "ich mag nicht mehr."
        Was magst du nicht mehr?

        Hallo!

        Warum machst du dir nach 9 Monaten noch so viele Gedanken um diese ``Beziehung``?
        Empfindest du noch etwas für deinen Ex?

        Sieh' es doch lieber als Erfahrung und lasse diesen Lebensabschnitt endlich hinter dir, statt immer noch mit dir zu hadern.

        Falls du damit alleine nicht klar kommst, such' dir Hilfe in Form eines Therapeuten o.ä.

        LG, k.

        Loslassen ist oft schwer. Wenn du das Vergangene nicht "einfach so" hinter dir lassen kannst, hol dir dazu Hilfe (in Klammern, weil das echt schwer ist, oft).

        Es ist nun 9 Monate her, dass diese ungesunder Beziehung vorbei ist. Wenn du dich immer noch so über dich ärgerst, denk drüber nach, dir einen Therapeuten zu holen. Der kann dich klarer sehen lassen, dir die richtigen Fragen stellen, dir deine Knöpfe zeigen, die du drücken musst, um tatsächlich nach vorn zu schauen.

        L G und alles Gute

        White

      • 47 und Ecke Walsrode ist der nicht zufällig? Ist halt eine Masche, um einen möglichst willigen Harem halten zu können. Bisschen Süßholz und ansonsten keine Bindung, wenigstens eine! ehrliche Aussage. Der Typ benötigt eine Therapie, hat wahrscheinlich auch ein ungelöstes Mutterproblem.

        • Und was genau hilft ihr jetzt, dass du das Verhalten des Mannes als Masche abhakst?
          Es geht der TE doch gar nicht mehr um den Mann, sondern darum, wie sie nun weitermachen kann.
          #gruebel

        • Um Dinge loslassen zu können, muss man sie ersteinmal verstehen. Der TE z.B. nützt deine Frage nichts. Oder wo war hier der Denkansatz versteckt?

          • "Der TE z.B. nützt deine Frage nichts. Oder wo war hier der Denkansatz versteckt?"

            Ich habe die TE nichts gefragt, sondern dich. #aha

            Der TE habe ich geraten, sich therapeutische Hilfe zu holen, um das Loslassen in diesem Fall zu erlernen.

            Dass der Kerl ein Arsch ist, hat sie selbst bereits vor Monaten gemerkt, wenn ich sie richtig verstanden habe.

            Aber egal.

            • Wozu Therapeut? Und bis sie da einen Termin bekommt, hat sie den Namen von dem Kerl vergessen. Manches muss man einfach mal aushalten können, oder sich sagen, ja dann soll der Typ eben weiter ambivalent leben. Wenn es ihm Spaß macht, Frauen so zu verarschen, dann muss er sich nicht wundern, wenn ihm irgendwann mal eine sein Leben zur Hölle macht. Denn verletzte Menschen sind gefährlich.

              • Meine Güte. Sie sagt deutlich, es ist vorbei, sie WEISS, dass er ein Arsch ist.
                Was sie NICHT weiss, ist, wie sie jetzt aufhören kann, sich über sich selbst zu ärgern. Ein Therapeut muss nicht unerreichbar sein. Ich habe auch schon angerufen und für nächste Woche einen Termin bekommen.

                Und Sätze wie "verletzte Menschen sind gefährlich", von dir - hrmpf.

                Damit beende ich meine Diskussion mit dir.

    (13) 24.03.14 - 08:52

    Ach du,
    meine Mama sagt immer: Wer seinen Verstand nie verloren hat, der hat auch keinen.
    Und ich ergänze an dieser Stelle: Wer sein Herz nie verloren hat, der hat auch keines.

    Was ich damit sagen will: Versuche es doch mal als eine positive Eigenschaft zu sehen, dass du so liebesfähig bist und das du mit einem solchen Optimismus durch die Welt gehen kannst und dass du auch unter widrigen Umständen an ein Happyend glauben und um eine Beziehung kämpfen kannst. Du bist ein toller Mensch! Und du hast gar nichts falsch gemacht, sondern warst verliebt!!!

    Dass die ganze Kiste vor die Wand gefahren ist, ist doch nicht deine Schuld, sondern die deines Ex-Partners. Er scheint doch derjenige zu sein, der bindungsunfähig. Vielleicht kannst du ihm ja eines Tages verzeihen und deinen Frieden mit ihm machen. Ich denke immer, dass niemand freiwillig zu nem Arschloch geworden ist....

    Aber zunächst einmal: Mach deinen Frieden mit dir. Es gibt nichts, was du dir vorwerfen musst. Also: Aufstehen, Krone richten, weitermachen.

    Noch ne kleine Liedempfehlung für Abende, an dem man keinen Ausgang aus dem Gedankenkarusell findet: Tempeau: Vorbei.

    (14) 24.03.14 - 09:20

    Hallo,
    du bist aus der Geschichte wirklich erst Raus, wenn du dir verziehen hast. Was dir passiert ist, hat nichts mit Naivität, Dummheit oder so zu tun. Es waren einfach Gefühle, sowas passiert. Das ist nichts schlimmes.
    So jetzt bist du zumindest soweit, das er "real" nichts mehr in deinem Leben verloren hat...ist doch super. Das ihr keinen "realen" Kontakt mehr habt...noch besser. Du bist doch schon echt weit gekommen, den Rest schaffst du auch noch. Es gibt Geschichten, die haben "Nachwehen". Ist doch nicht schlimm, sonst würde es ja bedeuten wir hätten keine Gefühle.
    Man setzt so oft im Leben auf das falsche Pferd (egal in welchem Bereich), Fehler gehören halt dazu. Menschen irren sich. Was aber völlig verkehrt ist, die Schuld bei sich selber zu suchen. Bei so etwas geht es nicht um Schuld.

    Ich weiß, für die meisten hat darüber Reden eine große Bedeutung. Ich sehe das anders. Manchmal redet man über die Dinge zuviel und dreht sich dadurch noch mehr im Kreis. Es bringt doch nichts ständig Gespräche darüber zu führen was hätte, wäre, könnte, sollte. Was wirklich gut tut, wenn die Gefühle und das Gedankenchaos im Kopf mit einem durchgehen, ausrasten....den ganzen Frust rausschreien, Holzhacken ist auch ne super Methode. Einfach dem Körper ein Ventil geben. Klingt im ersten Moment etwas gaga, aber es hilft wirklich. Du wirst merken, das dieses Chaos im Kopf immer weniger wird. Aber alles braucht seine Zeit. Und je mehr du dir jetzt einredest, das du jetzt drüberwegkommen "mußt" desto weniger wird es klappen. Fang an dem Dämon "Ex" mitten ins Gesicht zu grinsen und denk dir, dich werde ich schon noch los....das schaff ich auch noch.
    Hör auf immer zu sehen was du nicht hast oder verkehrt gemacht hast, sondern fang an zu erkennen wie weit du doch schon gekommen bist.
    LG

    (15) 24.03.14 - 11:50

    Hi,
    frag dich bitte mal, was genau fu aus dieser Beziehung gelernt hast. Wo dich diese Beziehung hat stärker werden lassen als du vor ihr warst?

    Antworte bitte nicht (klassisch) mit dem, was dich an dieser Beziehung "in den Wahnsinn" getrieben und du so oder so ähnlich nicht noch einmal erleben möchtest.
    Manchmal "helfen" solche Beziehungen, um selber zu wachsen, stärker aus der Beziehung zu gehen, sich und seine Fähigkeiten besser kennen gelernt zu haben. Manchmal helfen sie auch, um von einer (sehr) egoistisch/arroganten Denkweise / Einstellung runter zu kommen (mur ein Beispiel) und dann mit diesen Erkenntnissen in eine neue, stärkende Beziehung zu gelange.
    Also, frage dich bitte nicht, was du NIE WIEDER hsben möchtest, sondern was du aus dieser Zeit an Geschenken für dich, für deine Zukunft und Entwicklung mitnehmen konntest ubf kannst.
    Emotional dsran festzuhalten und fich zu geißeln.... bringt ha nix, oder doch?
    VG
    Ficus

    (16) 24.03.14 - 14:48

    Ich kann dir sehr gut nachfühlen wie es dir geht. Mir ist es bis heute ein Rätsel, wieso die Männer, die einen am Meisten Tränen und Schweiß kosten, die meiste Liebe ernten. Und mir ist auch ein Rätsel, wieso ich nach mehr als 10 Jahren auch heute noch alles für genau diesen Mann tun würde.

    Auch ich übe einen sozialen Beruf mit Hochschulabschluss aus. Und trotzdem konnte ich mich damals jahrelang nicht aus dieser "on-off-Beziehung" lösen.

    Ich wünsche dir viel Kraft. Versuch dir immer wieder klar zu machen, was er da mit dir und deinem Leben macht!

    Ich habe den Absprung damals geschafft, als mir klar wrde, dass ich mit diesem mann nie Kinder würde haben können, nicht, wenn es so weiter ginge. Und sollte es doch so weit kommen, dass dann meine kinder in einer ganz bitteren Lage wären. Das war dann der ausschlaggebende Punkt, der mir die nötige Kraft gegeben hat, weil Kinder alles für mich sind!

    LG

    (17) 24.03.14 - 19:48

    mir ist das auch schon passiert und ich hab sehr lange gebraucht mir zu verzeihen.
    und immer wieder hab ich mal kleine rückschläge.

    meine geschichte ist jetzt ein paar jahre her und er war die liebe meines lebens.
    ich hab alles für diesen mann aufgegeben und getan....und er hat mich so verar....t

    ich musste verstehen lernen, das ich meine grenzen nicht gut gekannt habe, sie für ihn immer wieder ausgeweitet habe. warum das so ist (bitte hab mich lieb, sieh wie toll ich bin ich bin die richtige für dich, ich rette dich usw= ein muster aus meiner kindheit)

    heute weiß ich, und lebe so, das eine gesunde frau (bitte nicht persönlich nehmen) sowas mit sich nicht machen lässt und schon bei den ersten anzeichen geht. gefühlsmäßig sich mit so einem mann nicht verzettelt.

    reine theorie - denn gegen seine falschen muster wird man immer oder sehr lange kämpfen müssen. da ist das herz, dein "ich" und da ist die seele - und die sind sich nicht immer einig.

    was war es - was dich so sehr an ihn festhalten ließ? wenn du - wie du sagst, eigentlich eine tolle frau bist - warum er?

    wenn du antworten findest wird es leichter. UND! zu akzeptieren das man ein mensch ist der fehler macht, bringt auch ne menge. jetzt gilt es sie nie wieder zu tun.

    so eine geschichte kann einen anderen menschen aus einem machen, aber dieser ist reicher. das zu erkennen braucht zeit. bei mir fast 3 jahre!

    alles gute für dich.

    (18) 26.03.14 - 14:59

    Ich war ganze 5 Jahre so blöd. Anfangs war ich so verliebt und hatte Angst vorm Alleinsein, dass ich habe mit mir machen lassen wozu er gerade Lust hatte. Oder eben keine Lust hatte. Ich war ein Möbelstück, in seinen Augen manchmal überhaupt nichts wert. Er hat mir ins Gesicht gesagt, dass man sich immer "verbessern" muss; sprich: Wenn was besseres kommt, wird er mich verlassen. In meiner Gegenwart hat er mit seinen Kumpels von anderen Frauen geschwärmt, wenn er keine Lust mehr auf mich hatte, hat er mich heimgefahren und wenn er "müde" war und ganz schnell heim musste, hab ich ihn nachts in der Disco getroffen, wo ich dann schlussendlich mit Freundinnen hingegangen bin. Wenn ich ihm dann eine Szene gemacht habe, hat er nur gelangweilt mit den Schultern gezuckt und gemeint, er hatte eben, nachdem er mich daheim abgeliefert hat, seine Meinung geändert. Seine Familie konnte mich nicht ausstehen, hat mir nachspioniert und ihm am Wochenende Rapport gemeldet, wo ich wann zugegen war (er war beruflich viel unterwegs).

    Erst nach ca. 2 Jahren hörte er mit dieser Gehässigkeit auf und begann mich als seine Freundin auf Augenhöhe zu sehen. Ja, ich hab das 2 Jahre ertragen! Seine Familie hat es hingegen nicht sein lassen und mich weiterhin als ungeliebte Schwiegertochter gesehen, hat mich auf ihrem Hof ackern lassen wie ein Tier. Ich hatte immer die Hoffnung, dass es aufhört, dass es besser wird. Dann wurde mir ein Praktikum im Ausland angeboten, wo ich nur Unverständnis von deren Seite geerntet habe und er drohte mir, mich zu verlassen, sollte ich es wagen, das anzunehmen. Also habe ich aus das sausen lassen!

    Nach 5 (!) Jahren hatte ich endlich so viel Selbstwertgefühl im Leib, dass ich meine Freundin bat, mit mir meine Sachen aus der Bude rauszuschaffen, damit ich endlich leben kann! Meine Schwiegermutter und er redeten kein Wort mehr mit mir, heulten. Fühlten sich von mir hintergegangen und verletzt. Dabei hätten sie doch froh sein können, dass ich da endlich weg bin! Aber wahrscheinlich bedauerten sie nur, dass ein wichtiges Arbeitspferd weg fiel und ich das marode Haus mit meinem Ex nicht irgendwann übernehmen würde!

    5 Jahre habe ich weder Urlaub machen dürfen mit meinem Ex, wir sind nicht EIN MAL an den See gefahren oder haben uns was schönes gekauft. Es war eine fünfjährige Selbstgeißelung.

    Rückblickend bin ich auch auf mich sauer! Immer noch! Und dabei ist das schon 12 Jahre her. Es war verschenkte Lebenszeit, ich war jung, voller Elan, hatte ein verlockendes Jobangebot. Das habe ich für ihn weggeworfen. Doch was nützt es, hier noch schwermütig drüber nachzudenken?

    Ich gebe Dir einen Tipp: Sieh es als Lebenserfahrung. Jeder macht Fehler. Aber wir lernen daraus. Geh mit geradem Rücken durchs Leben und lass das zurück.

    Heute bin ich verheiratet, mit dem zweiten Kind schwanger. Ich durfte mit meinem jetzigen Mann Australien bereisen, Mexiko, Bali, Thailand etc. Wir haben ein haus gekauft, ich habe einen tollen Job und einen Chef, der meine Tätigkeit sehr zu schätzen weiß.

    Es geht immer weiter. Immer!

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