Unglücklich, aber keine Trennung möglich

    • (1) 10.05.14 - 16:26
      Dochnicht

      Ich wollte einfach mal hören ob es noch jemanden gibt dem es so geht. Dass man unglücklich mit dem Partner ist aber sich nicht trennen kann. Wie motiviert ihr euch durchzuhalten? Es macht mich grad fertig.

      Also das würde mich auch interessieren?!?
      wenn ich unglücklich bin trenne ich mich.
      was macht das für einen Sinn mit dem mann zusammen zu bleiben wenn er mich nicht glücklich macht?

    (6) 10.05.14 - 16:59

    Hallo!

    Ich weiß, was Du meinst.
    Mir geht es ähnlich. Ich bin kreuzunglücklich in meiner Partnerschaft und würde lieber heute als morgen gehen.
    Aber mir bleibt nur: bleiben oder Hartz IV.
    Wohne auf dem Land mit zwei noch kleinen Kindern. Keinerlei Unterstützung in den Ferien, bei Krankheit, Terminen, Streik... Bin wohl auch zu lange raus. :-(
    Ich traue es mir einfach nicht zu die Berufstätigkeit unter diesen Voraussetzungen zu schaffen.
    Die Kinder sind glücklich. Sie haben ihren Papa lieb und so können sie ein recht schönes Leben führen. Wir haben kein Haus aber Unternehmungen, Instrument lernen, ein paar kleine Extras und Wünsche usw sind drin.

    Das ist auch meine Motivation. Die Kinder.

    Aber sobald ich eine Chance sehe zu arbeiten und auch nur halbwegs den Lebensunterhalt für uns zu sichern, bin ich weg!!!
    Das könnte aber noch einige Jahre dauern... :-( Sowas wie Ferienbetreuung usw gibt es hier nicht. Wie ich die zig Wochen Schulferien + die 30 Kiga-Schleßtage + Elternsprechtage, Fortbildungen, Streiks usw abfedern soll, weiß ich nicht. Und dann kommen noch diese zig Krankheitstage. Erst letzte Woche war die Kleine wieder komplett zu Hause wegen Magen-Darm. Zwei Wochen davor hatte der Große nen Fieberinfekt und war 3 Tage + WE zu Hause... Und sowas kommt ja wirklich noch ständig. Die Kleine ist grad mal drei... Der Große grad in der ersten Klasse...

    Ich hasse die Ehe. Ich könnte kotzen, wenn ich mal wieder Sex haben muss. Ich liebe meinen Mann nicht mehr und ich blühe förmlich auf, sobald ich mit den Kindern alleine bin.
    Aber ich habe so ziemlich alle Fehler gemacht, die man machen kann. Zwei Kinder, anstatt nur eins, zu Haus geblieben, weil keine Betreuung hier auf dem Land usw.
    Jetzt hab ich den Salat. Trennung heißt ALG II. Davor habe ich unglaubliche Angst.

    Tja, selbst Schuld, ist mir schon klar. Hab mein Leben damit selbst verbockt. Vielleicht habe ich ja in einigen Jahren die Chance zu gehen...

    Alles Gute für Dich und lass Dich nicht fertig machen. Ich weiß, wie schnell man sich in eine Situation hinein manövriert hat, aus der man nicht "so einfach" wieder raus kommt.
    Vor allem, wenn eben noch Kinder dran hängen...

    LG

    • glaubst du wirklich, dass kinder gluecklich aufwachsen, wenn eines der elternteile totungluecklich ist (aber verheiratet)???

      ist es das, was du deinen kindern lehren willst - bloss nicht auf ALG2 absteigen, lieber sich selbst "vergewaltigen"?
      tut mir leid, da solltest du nochmal tief in dich gehen und drueber nachdenken. geld ist nicht alles im leben. und in dem alter deiner kinder faellt denen der finanzielle Aspekt noch gar nicht auf. und auch bei einer Trennung der Eltern, bleiben mutter und Vater weiterhin mutter und Vater. die Betreuung wird dann eben gesplittet. es kommt dabei nur auf die Vernunft der erwachsenen an.

      Hoffentlich überstehst du diese kreuzunglücklichen Jahre und bleibst seelisch und körperlich gesund.Wahrscheinlich ist dein Leidensdruck derzeit noch nicht groß genug.

      L.G.

      Ganz ehrlich, mit einem Mann zu schlafen wenn ich das nicht will und nur aus finanziellen Gründen fände ich 100 Mal entwürdigender als Hartz 4 zu bekommen!

      Ihr verschenkt wunderschöne Jahre, denn es gibt nichts schöneres als zusammen mit einem Partner, den man sehr liebt die Kinder aufwachsen zu sehen. Das kommt nie wieder zurück,für immer vorbei.

      Und du denkst tatsächlich, dass sich die Situation in den nächsten Jahren verbessern wird? Je länger du aus dem Berufsleben raus bist, desto geringer ist die Chance, wieder irgendwo Fuss zu fassen...offen gestanden glaube ich auch nicht, dass man sich nach x deprimierenden Jahren dann doch noch aufrafft....halt dich nicht an der Illusion fest, dass es irgendwann einmal besser wird.

      Ich kann überhaupt nicht verstehen, wieso man wegen Geld und der ein oder anderen Angenehmlichkeit sein Lebensglück verkaufen kann....wirklich schwach. Auch deinen Kindern gegenüber, denn das du unglücklich bist, merken sie mit Sicherheit.

      Wünsch dir trotzdem viel Glück, und hoffe du musst nicht einmal auf dem Sterbebett bereuen, dein Leben nicht gelebt zu haben.

      Hallo!

      Weiß dein Mann, dass du so denkst? Wohl eher nicht, nehme ich an.

      Du willst jetzt wirklich noch einige Jahre ``durchhalten`` und ihn dann vor vollendete Tatsachen stellen?!?

      Fair fände ich, wenn du ihm sagst, dass du ihn nicht mehr liebst und beim bloßen Gedanken an Sex mit ihm kotzen könntest...
      Denn dann könnte ER entscheiden, ob er diese Ehe noch weiter führen möchte oder sich besser eine Frau sucht, die ihn auch liebt.

      Gruß, k.

      (11) 11.05.14 - 14:40

      Ganz ehrlich?

      ich dachte das alles auch. Und dann habe ich mich trotzdem getrennt. Und nach einigen schweren Jahren sind wir (meine Kinder und ich) wieder auf die Füße gekommen. GUT auf die Füße gekommen.

      Mittlerweile habe ich einen guten, sicheren Job, bin seit Jahren in 2. Ehe wieder glücklich verheiratet und kann nicht glauben, dass ich damals dachte, ich müsse ausharren, weil es keine Alternativen gibt.

      Du hast nur dieses eine Leben - das wurde Dir geschenkt. Trete es nicht in die Tonne.

      Alles Gute und viel Kraft.

      liki

      Naja, wer nur aus meteriellen Gründen bei seinem Partner bleibt, ist nicht besser als jede andere Hure.

      Du bist ein mieses Rollenvorbild für Deine Kinder!

      Du bereitst ihnen eine furchtbare Kindheit, weil sie in diesem lieblosen Elternhaus aufwachsen müssen, durch Dein Rollenverhalten beeinflusst Du die spätere Partnerwahl Deiner Kinder negativ und Du verlierst auf lange Sicht ihre Achtung.

      Aber bestimmt ist das alles vieeel besser als temporär von ALG II zu leben

      Agathe

Ich kann sowas ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Entweder bin ich so derart unglücklich, dass ich mich (auch mit aller Konsequenz) trenne oder aber ich bin anscheinend nicht unglücklich genug und dann arrangiere ich mich mit meinem Partner.

Natürlich ist ein Leben als Alleinerziehende mit finanziellen Nöten nicht gerade angenehm und man hat wahrscheinlich auch erstmal Angst, für alles allein verantwortlich zu sein und sein Leben ganz allein meistern zu müssen, aber das wäre mir immer noch tausendmal lieber, als kreuzunglücklich in meiner Partnerschaft zu sein!
Und finanziell würde ich mich NIE, NIE, NIE so abhängig von einem Mann machen, dass ich es mir finanziell nicht leisten könnte, zur Not auch irgendwie allein (mit meinen Kindern) klarzukommen.

Grundsätzlich denke ich: ich habe nur EIN Leben, nur dieses eine. Es gibt keine zweite Chance! Und ich will nicht Jahrelang unglücklich sein, sondern ich versuche, mir entweder mit meinem Partner oder eben alleine ein Leben so schön wie möglich zu machen. Ich will nicht mit 70 Jahren da stehen und zutiefst bereuen, dass ich alles falsch gemacht habe im Leben!

(16) 10.05.14 - 19:01

Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe

(17) 10.05.14 - 19:05

Hallo,

ich denke, deine persönlich Motivation wird sein, dass du doch aussteigen kannst. Eine Perspektive ist lebensnotwendig.

Momentan drückt es dich noch nicht so stark, dass du etwas neues beginnst. Ein (Neu)Beginn ist wohl immer schwer. Anscheinend hast und das Tal noch nicht erreicht.

Fang an nachzudenken und schau, wo du in 10 Jahren sein möchtest.

LG

(18) 10.05.14 - 19:49
Dubistnichtalleine

Hi,

Mir geht's auch so.

Ich hoffe die Jahre gehen schnell vorbei. Für dich, für mich und für alle anderen in unserer Situation.

Alles Gute!

  • Ich verstehe das jetzt nicht.

    wieviele Jahre meinst du denn? Bis du tod bist?

    Nein, ehrlich ich kann das nicht nachvollziehen. Wenn man so unglükclich ist, muss man doch handeln. Das heisst ja nicht, dass man sich jetzt zwangsläufig scheiden lassen muss, aber mit dem Partner reden und nach einer Lösung suchen wäre doch eine Möglichkeit.

    So habe ich den Eindruck, ihr vermittelt euren Männer, dass ihr glücklich mit ihnen seid. Das geht gar nicht. Das muss einem doch irgendwie bewusst sein, dass das falsch ist.

Die Jahre gehen nicht schnell vorbei. Zunehmend werden die seelischen und körperlichen Kräfte schwinden, genau wie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.#aha

Oder aber man wird nur frustriert, böse und verbittert vom Aushalten.

#schock#schock#schock#schock
Die Jahre sollen schnell vorbei gehen?

Ist DAS Dein Anspruch an Dein Leben? Mehr erwartest Du nicht, es soll einfach schnell vorbei gehen? Bist Du Dir selbst nicht mehr wert?

Wieso stürzt Du Dich dann nicht gleich von der Brücke? #zitter

Ich habe viel geschluckt und gedacht, ich sei undankbar. Ich habe gedacht, es wird besser, ich habe gedacht, ich stelle mich an.
Und es musste er st ein bestimmtes Level an "Unerträglichkeit" erreichen, bis es mir egal war, wie ungewiss die Zukunft war.
Was man mit dem Abwarten an wertvollen Jahren verliert, die man befreit, vielleicht ja finanziell arm aber doch halbwegs glücklich verbringen kann, das wird einem möglicherweise erst zu spät klar.

Meine Oma hat immer gesagt, wenn Opa gesoffen hat und sie verprügelt, wenn sie sich angemotzt haben und mit dem Rücken zueinander dasassen: "Einen Krüppel verlässt man nicht" (ihm fehlte eine Bein). Das hat sie durchgezogen. Ihr Leben lang, bis er starb. Ihre letzten Jahre verbrachte sie mit Depressionen, Alkohol und Verwahrlosung.
Ernsthaft, ICH habe vor, auch noch schöne Zeiten zu erleben, denn ich habe, du übrigens auch, nur EIN Leben.

Klar ist es schwer, wenn das Geld fehlt. Aber dann such schon jetzt nach einem Weg, wie du finanziell über die Runden kommen kannst. Ausbildung, Arbeit, Einkommen. Finanzielle Unabhängigkeit, das ist in meinen Augen das Ah und Oh, wenn es um die Trennung geht.

Viel Kraft für dich!

L G

White

(24) 10.05.14 - 20:50

das ist genau was ich nie verstehen werde.... warum macht man sich als frau in glücklichen zeiten derart abhängig das man dann wenns nicht mehr bombe läuft nicht gehen "kann"...

  • Ich denke das kann unterschiedliche gründe haben.

    Bei mir sieht es so aus.

    Ich arbeite 80% von meinem Gehalt könnte ich sicherlich leben. Ging ja vorher auch. Aber mit Kind?

    Mehr als schwierig. Klar würde man unterhalt bekommen aber je nachdem wieviel, reicht das dann? Die 80% kann ich auch nur arbeiten weil mein Mann und ich uns die Betreuung außerhalb der tamu 50/50 aufteilen.

    Als ich geplant schwanger wurde ging mir auch genau diese Frage durch den Kopf. Kann ich mich selber in solch eine finanzielle Abhängigkeit begeben? Es gibt bei uns keinen Grund aber auch heute noch wird mir bei dem Gedanken ganz mulmig.

    Also wirklich Antworten kann ich dir darauf nicht. Die einzige Erklärung die ich habe ist das ein Kind zu haben einfach zu wertvoll ist um darauf zu verzichten.

    Lg

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