Ertragen oder Trennen?

    • (1) 05.08.14 - 19:27

      Hallo!

      Vorweg: Entschuldigt, bitte wenn ich wirr schreibe, aber ich bin gerade in einer sehr schlechten Verfassung und weiß nicht, was ich tun soll.
      Wir sind 15 Jahr verheiratet, haben 2 Kinder im Alter von 10 u. 6 Jahren, die uns beide sehr lieben.
      Seit langer Zeit (sicher 2 Jahren) streiten wir unentwegt, mich stört, dass mein Mann sich sehr respektlos mir gegenüber verhält. z.B. verdreht er ständig die Augen, oder er äfft mich nach, wenn ich was sage, z.B. wenn er über Nacht vergessen hat die Kellertür zuzusperren o.ä. das muß ich doch sagen. er ist seit einigen Monaten sehr gereizt und überlastet, arbeiten tut er 38 h im Büro, wenn er heim kommt geht er sofot in den Garten oder Motorrad fahren... wenn ich ihn um was bitte, schaut er mir kaum in die augen, tut es widerwillig und gehet dann auch gleich wieder raus (weg von mir).

      richtige gespräche wie früher sind so gut wie gar nicht mehr möglich. er meint, es regt ihn auf das viele "blabla" aber mir fehlt das so sehr, ich will mit ihm (nicht mit einer freundin ) auch wieder reden wir früher) daraufhin meint er, das er das nicht möchte. Er liebt mich (angeblich) will aber einfach nur seine ruhe. soeben sagte er mir, ich solle ihn einfach mal lassen, mehr ruhe lassen.
      aber ehrlich für mich gehört REDEN und zusammensein zu einer Familie dazu. Wenn wir z.B. einen Ausflug im Auto machen, reden wir das nötigste, wenn ich zuviel sage wird er genervt.
      Ich möchte aber auch mal über andere Sachen z.B. Politik oder was um uns rum passiert plaudern, mal ausgiebig, er nicht. Nur das nötigste.
      Der nächste Punkt ist das er mittlerweile Kettenraucher ist, und er will nichts daran ändern. total unvernünftig. nach jedem Essen sofort raus und rauchen. Will er nicht ändern,. macht er nicht. aus.
      Früher hat er mal was mit mir gemacht z.B. Kino oder er hat mir Blumen mitgebracht oder wir haben spontan was unternommen zu zweit, heute nur noch als Familie, mit mir weg mag er gar nicht mehr auch merke ich, dass er sich sehr isoliert hat, außer einen Freund mag er sich mit niemanden mehr abgeben.
      wenn ich ihm sage dass er sich einigelt und nur noch raucht, mich schlecht behandelt und genervt ist, ist ihm egal, er will das so.
      So heute hab ich geheult und gesagt dass ich so nich tmehr weitermachen möchte. Ich finde er schikaniert mich hier total. Äfft mich nach oder es kommt "heul halt" udn dann: Ich lieb dich doch das weißt du aber ich hab keine Kraft und keine Lust mehr zu tun. Eheberatung geht er nicht mit, auf keinen Fall. Wenn ich sage er hat ein Problem und ich leide darunter: nein, er hat kein Problem. ...

      Ich soll ihn einfach in Ruhe lasse. Aber was ist den das für eine Ehe? wenn wir nur das Nötigste reden, er nur noch raucht, er ist nebenbei bemerkt sehr fleißig, wenn er sich ständig nach draußen verkrümelt, arbeitet was in der Werkstatt, Garage oder Garten, aber mehr wirll er nicht.
      Ich hab gesagt, er soll gehen. ich kann das nicht mehr.

      Er hat nur gemeint, er liebt mich und will nicht gehen, aber mehr nicht und wenn ich das will geht er (ändern wird er sich nicht und erkennt auch nicht, dass er oder wir ein Problem haben udn würde sich nie helfen lassen, da hätte er viel zu viel Angst)
      jetzt fühl ich mich schon wieder schlecht, der Gewohnheit halber und der Kinder wegen. Wir siind schon so lang zusammen. Früher (als die Kidner auch noch kleine waren) war es so schön aber er hat sich so entfernt, ist so weit weg von mir, mag nicht mit mir reden und wird abfällig wenn ich deswegen meckere (und nein, ich mach das schon lang mit und meckere nicht ständig) . Er läßt es aber laufen, ich habe das Gefühl lieber geht er anstand was machen zu müssen. Wobei er gesagt hat, er will nicht gehen, er liebe mich ja angeblich aber er läßt sich nicht verbiegen (rauchen, genervter Ton etc)
      fühl mich grade schlecht, er kommt morgen sicher wieder. iwie fehlt er mir (paradoxerweise obwohl er nie mehr bei mir ist, wir schlafen auch übrigens seit ca. 2 Jahren in getrennten schlafzimmern, ist ihm aber egal)

      den Kindern möchte ich eine Trennung nicht antun und einen Umzug. O je nein. Er liebt ja seine Kinder und angebl. auch mich.
      aber ich fühl mich so billig und wie lebendig vergraben. aber andereseits was kommt danach? auch verliebtheit und dann böses aufwachen hab ich ja sowas von keine Lust und ich bin nicht der typ, der nach draußen geht und menschen kennenlernt.
      Was sagt ihr dazu?

      Nochmals sorry für das durcheinander, bin aber gerade total fertig...

      • (2) 05.08.14 - 20:06

        "dass er sich einigelt und nur noch raucht, mich schlecht behandelt und genervt ist, ist ihm egal, er will das so"

        Und was willst Du? Deinen Kindern eine Trennung nicht zumuten. Aber Du mutest Ihnen miserable Vorbilder zu.

        Es gibt IMMER zwei. Einen, der ausführt. Und einen, der es mit sich machen läßt.

        Viel Glück bei Deiner Entscheidung...

        Hallo,

        Du hängst wirklich an euer Ehe, das spricht aus deinem Text. ABER es ist wirklich keine schöne Ehe die du da beschreibst. Sicher gibt es schlimmere, aber das sollte kein Maßstab sein.

        Ich persl möchte so eine Ehe nicht führen. Eine Partnerschaft. Im Moment seid ihr keine Partner die sich lieben, verstehen und verlässlich sind.

        Am Anfang deines Textes hätte ich eventuell eine andere Frau vermutet, aber wie du schreibst igelt er sich von allen ab.

        Was macht ihn so antriebslos? Ist er glücklich im Beruf? Fehlt ihm da vielleicht eine Veränderung?

        Viel Glück, dass ihr einen gemeinsamen Weg findet. Verliere dich dabei nicht selbst.

        MfG

        In welcher Form wäre denn ein weiteres Zusammenleben für Dich erträglich? Also, ich versuche mir das ernsthaft vorzustellen und auf Deine Frage "Ertragen oder Trennen" eine Antwort zu finden, die eben nicht "Trennen" lautet.
        Und ich meine das "Ertragen" tatsächlich unter den aktuellen Gegebenheiten, dass er Dich aktiv ablehnt, sich abgrenzt und flieht.

      • Hi,

        und wenn Du Dir eine #bla#bla#bla Ruhepause gönnst?
        Nicht jeder Mensch mag es auf Dauer, immer zugetextet zu werden.

        Mein Mann redet den ganzen Tag und ehrlich - ich habs verstanden, das ich ihn nicht zu Hause ein Ohr ablabere.

        Sicher, wenn Du zu Hause bei den Kids bist, willst Du mal mit einem Erwachsenen reden ansonsten versuche Deinen Redefluss in der Arbeit zu stillen.
        Man muss doch auch mal die Ruhe nebeneinander genießen, sich ohne Worte verstehen und auch eine Fahrt ohne #bla überstehen.

        Vielleicht ist das der Grund, das er eher das Haus verläßt, um seine Ruhe zu haben?
        Und es gibt Tage, wo der 7 min Talk mit dem Partner völlig ausreichend ist#schwitz

        Sicherlich ist sein äffen....falsch und das würde mich genauso stören. Und je mehr Du ihm das rauchen verbietest, um so mehr wird er es machen.

        ICH fange im Bett#bla an....er schläft ständig dabei ein#rofl, nein, ich bin ihm nicht böse;-)

        Lisa

        Vielleicht hab ich gerade einen falschen Eindruck. Aber kann es sein dass du ziemlich viel an deinem Mann rumnörgelst?

        Wieso musst du was sagen, wenn er mal wieder vergessen hat die Kellertür abzuschließen. Er macht das sicher nicht mit Absicht oder um dich zu ärgern. Er ist vermutlich einfach ein etwas zerstreuter Mensch. Meine Frau ist auch so. Sie lässt überall das Licht brennen, vergisst den Herd auszuschalten, das Bügeleisen auszustecken usw. Aber ich weiß, dass das keine Absicht ist und dass es nichts bringt sie 1000 Mal deswegen zu kritisieren. Sie denkt beim nächsten Mal trotzdem nicht daran.#gruebel

        Wir haben einen Herd der hat so einen Sensor, der sich selbst ausschaltet, wenn nichts auf dem Kochfeld steht. Da wo das Bügeleisen eingesteckt wird, ist eine Zeitschaltuhr und ansonsten haben wir überall Energiesparlampen.;-)

        Gut, dass mit dem Rauchen ist schon nervig. Aber ich glaube das ist auch irgendwie eine Trotzreaktion von ihm. Er ist einfach davon genervt, dass du ständig was auszusetzen hast.

        Aber wie gesagt, vielleicht habe ich auch nur einen falschen Eindruck.#gruebel

      • Und wenn du mal eine Zeitlang versuchst, wortwörtlich Ruhe in die Situation zu bringen? Freundlich reagierst aber ihn ansonsten in einfach mal lässt?

        Ich liebe meine Kinder sehr, aber es gibt diese Abende, an denen ich mir einfach nur wünsche, dass beim Abendbrot einfach mal fünf Minuten Stille herrscht, weil ich vom Tag so erschossen bin.

        Gib ihm die Zeit und die Ruhe, die er offensichtlich braucht und guck mal, ob es hilft.

        LG thyme

        >>>Ich lieb dich doch<<<

        Ist nicht schwierig, das ab zu mal so dahinzusagen.

        Dein Mann deswegen aber nicht davon ausgehen, dass du alles hinnimmst und erträgst.

        >>>aber ich hab keine Kraft und keine Lust mehr zu tun.<<<

        Wenn das so ist, sollte er herausfinden, woran das liegt, das ist das Mindeste.

        Er kann nicht erwarten, dass du SEINE Suppe auslöffelst.

        (9) 05.08.14 - 23:33

        Du beschreibst zu 90% meine Ehe. Sogar die äußeren Fakten stimmen fast überein: Ich bin 40, wir sind 15 Jahre verheiratet und haben 3 Kinder. Der einzige riesengroße Unterschied: Mein Mann ist absoluter Nichtraucher. :-)

        Der Rest ist fast aufs Haar genauso wie bei uns: Am quälendsten ist für mich ebenfalls diese Wortlosigkeit zwischen uns. Es gibt fast kein einziges normales Gespräch zwischen uns. Nur absolut oberbelanglose Sache, wie "Bringst du mir bitte Kartoffeln vom Supermarkt mit!" können gesagt werden, ohne dass es irgendwie zum Streit kommt. Auch mein Mann steht beruflich völlig unter Druck, noch stärker, seit er vor 2 Jahren den Bereich gewechselt hat. Es ist so schlimm. Er ist ungeduldig, ungehalten, genervt - egal um was es geht. Ich gehöre eigentlich auch zu den "guten" Ehefrauen:-), da ich ihn extrem selten für irgendetwas kritisiere. Hängt natürlich auch damit zusammen, dass er keine Kritik verträgt. Andersrum jedoch - mein lieber Herrengesangsverein - ist er im Austeilen erste Sahne. Je nach Lust und Laune kommt dann in der Streitsituation: Wie sieht es hier aus, wie sieht es dort aus, was hast du heute gekocht? wieder nichts Gesundes? warst heute mit Freundinnen wieder Kaffee trinken? blablablabla Das wird dann noch garniert mit Respektlosigkeiten "Du blöde Kuh. Du bist so blöd!" - ich weiß nicht, wie oft ich DAS schon gehört habe. Ich hätte für jeden Ausdruck ein Euro nehmen sollen, dann hätte ich im Fall der Scheidung wenigstens ausgesorgt...
        Und da hilft es auch nicht ihn zum 10000mal daran zu erinnern, dass ich hier alles komplett alleine stemme und er mir gerne helfen darf, wenn es seinen Ansprüchen nicht genügt. Das ist dann das Stichwort für den nächsten Streit: Er schuftet von Mo-Fr und kann sich am Wochenende auch mal ausruhen! Ja, das darf er auch! Kein Problem! Dann soll er aber bitte den Mund über den Zustand unseres Hauses halten. Ich mache es so, wie ich es kann, und wie es mir die Zeit neben 2 schulpflichtigen Kindern + Vorschulkind und eigener Berufstätigkeit erlaubt. Er hat einfach 0,0 Wertschätzung gegenüber meiner "Arbeit", die ich leiste. Von meiner psychischen Belastung gar nicht zu sprechen: Mein Großer hat große Schulprobleme - Termine im SPZ, meine Mittlere hat eine starke Zahnfehlstellung - Termine beim Kieferorthopäden/ Logopäden, mein Jüngster hat eine Sprachverzögerung - weitere Termine beim Logopäden. Ständig müssen Entscheidungen getroffen werden, Gespräche mit Ärzten, Lehrern. Ich selber muss schauen, wie ich all das hinbekome. Wenn ich mit ihm reden möchte, werden die Probleme verniedlicht, ich würde immer alles so aufbauschen, zerre die Kinder sinnlos von Pontius zu Pilatus...

        Mich macht es oft so tieftraurig, dass wir komplett verloren haben. Ich war die große Liebe meines Mannes. Ich dachte so eine Liebe reicht für 2 Leben. Es tut so unendlich weh zu sehen, dass wir uns gegenseitig nicht nur nicht unterstützen, nein - anstatt, dass wir uns Kraft geben, nehmen wir das bisschen, was wir noch haben. Mein Mann ist schon lange nicht mehr mein bester Freund :-(. Erst letzte Woche unternahm ich wieder mal einen Versuch ein ganz normales Gespäch zu starten. Er hat Urlaub, daher fand ich, dass es eine gute Gelegenheit ist. Ich will mir ein Netbook kaufen und erzählte ihm, dass ich in Laden xy war und was es inzwischen doch für tolle Produkte auf dem Markt gäbe. Mitten im Satz fährt er mich an, ich soll ihn doch jetzt mit diesem "Scheiß" in Ruhe lassen. Ich sähe doch, dass er gerade Kaffee kocht! Ich bin nun wirklich nicht nah am Wasser gebaut, aber das gab mir echt den Rest. Kommentar: "Meine Güte, was habe ich JETZT schon wieder schlimmes gesagt?" Nicht einmal die kleinste Alltagskonversation ist mehr möglich. Wenn ich jetzt aber hingehe und mir das Gerät kaufe, wird er wieder sauer sein. "Mich fragt hier niemand etwas, du machst ja eh, was du willst". Es ist zum Haareraufen.

        Ehrlicherweise muss ich sagen, dass wir noch nie wirklich super harmoniert haben. ER ist ungeduldig und sieht das Glas immer halb leer. Es haben sich bei uns in der Ehe immer Hochphasen und Tiefphasen abgewechselt. So regelmäßig wie bei einer Sinuskurve. Aus diesem Tief im Moment kommen wir aber gar nicht mehr heraus...
        Und was ich dann am allerschlimmsten finde: Irgendwann kommt Tag x und dann kommt mein Mann zu mir, umarmt mich kurz und sagt, dass jetzt doch alles wieder zwischen uns in Ordnung sein soll! Dann ist das Thema für ihn gegessen. Dass er mich davor wochenlang ignoriert, mich weder umamt noch sonstwie berührt hat, mich komplett alleine gelassen hat...all das soll ich dann vergessen. Und weißt du was: Die letzten Jahre habe ich das auch immer so gemacht! Immer die Resettaste gedrückt, immer "Alles auf Anfang", immer die Hoffnung gehabt, dass es jetzt mal dauerhaft schön zwischen uns ist. Seit 15 Jahre. Inzwischen bin ich hoffnungslos und lasse zum ersten Mal den Gedanken zu, ob das alles wirklich noch Sinn macht.

        Was für ein Roman.

        Du siehst, du bist nich allein, auch wenn es ein schwacher Trost ist.
        Ich wünsche dir alles Gute. #klee

        • (10) 06.08.14 - 00:31

          So viel verschwendete Energie und Lebenszeit :-(

          • (11) 06.08.14 - 01:17

            Du, das denke ich mir auch regelmäßig.

            Auf der anderen Seite glaube ich, ja, ich bin überzeugt davon, dass ich diesen Fehler der falschen Partnerwahl einfach nicht mehr gut machen kann. Klar kann ich mich trennen, ich fürchte jedoch, dass ich dann zwar ein Problem löse, dafür jedoch 100 weitere schaffe. Mein Mann ist nicht der Typ für eine einvernehmliche Trennung. Ich will kein Gerangel um die Kinder, ich will keinen Rosenkrieg. Da würde ich wirklich psychisch abdrehen... wenn da noch die Kinder zwischen die Fronten geraten wüden - nein, never ever! Auch wenn das wenig glaubwürdig ist: Ich kann trotz meines Mannes die meisten Tage des Jahres richtig glücklich sein! Ich habe gelernt mich gut abzugrenzen. ("Nicht mein Problem, wenn du bist, wie du bist") Das muss man auch in so einem Fall, ansonsten dreht man ab, wird krank und depressiv! Was mich auch psychisch entlastet ist die Tatsache, dass ich mich theoretisch gut trennen könnte, da ich finanziell gut für mich sorgen kann. Wenn mein Leidensdruck also doch zu groß werden sollte, dann ist Trennung durchaus eine Option für mich. Das ist so mein ganz persönliches Licht am Ende des Tunnels.

            Trotzdem ist die Situation natürlich auch belastend und frustrierend und manchmal - im stillen Kämmerlein - bin ich auch verbittert. Aber hey, Tschakka, Trübsalblasen ist nicht meins. MEIN Glas ist immer halb voll!

            Grüße

            • (12) 06.08.14 - 01:22

              Schön, wie du es schaffst, dir in die Tasche zu lügen.
              Irgendwann wirst du bitter bereuen, dein Leben so verschwendet zu haben, deine Kinder in so einer Atmosphäre aufwachsen gelassen zu haben. Nur - dann ist es zu spät.
              Deine Kinder werden dir deine Entschlusslosigkeit nicht danken. Und erzähl jetzt nicht, dass deine Kinder nichts merken, weil sie eine meist glückliche Mutter haben.

              • (13) 06.08.14 - 01:49

                "Schön, wie du es schaffst, dir in die Tasche zu lügen."

                Ja, das bewundere ich bisweilen auch an mir. Ich würde es nicht als "lügen" bezeichnen, sondern als Betrachten der Wahrheit von einem anderen Blickwinkel. Okay, im Schönreden bin ich wohl auch Weltklasse...:-D

                Und was die Kinder angeht: Keine Ahnung, welche Kinder mehr leiden: Diejenigen, die mitbekommen, dass die Eltern keine Bilderbuchehe führen oder diejenigen, die eine ekelhalfte Trennung erleben müssen. Da bin ich überfragt. Meine würden mehr an letzterem leiden. Vor allem der Große liebt seinen Vater über alles. Und mein Mann ist ein wunderbarer Vater, er kümmert sich, unternimmt viel mit den Kinder. Er ist kein Unmensch, hat auch gute und weiche Seiten. Und was die Atmosphäre angeht, die ist bei uns tatsächlich nicht besser/ schlechter als bei Müllers oder Maiers. Zudem sind die Kinder in einer großen Familie eingebunden, mit Onkel, Tanten, Kusins, Großeltern. Ich denke da gibt es auch viel Ausgelassenheit und Harmonie in ihrem Alltag. Wir lachen viel zusammen, auch zusammen mit dem Papa. DAs sind für mich zwei völlig unterschiedliche Ebenen: Eltern- und Paarbeziehung.

                Grüße

                • (14) 06.08.14 - 09:32

                  Hallo

                  dann kann man auch dir nur wünschen, dass du gesund bleibst und das sich bei deinen Kindern durch ihre Eltern nicht ebensolche Beziehungsmuster entwickeln.
                  Hoffentlich hast du keinen Sohn, die Gefahr schon bald zwei kleine Arschlöcher um dich zu haben, sehe ich doch erheblich erhöht.
                  Meine Kinder haben übrigens eine ekelhafte Trennung überstanden.Auch wenn es sehr schwierige Jahre gab, sind sie heute sehr froh über die Trennung.
                  Von mir gar nicht zu reden.Deine Trennung der Eltern -und Paarbeziehung halte ich für Wunschdenken.

                  L.G.

                  • (15) 06.08.14 - 09:37

                    >>>Deine Trennung der Eltern -und Paarbeziehung halte ich für Wunschdenken.<<<

                    Sehe ich auch so.

                    Wenn man eine Beziehung schon als quälend empfindet, gibt es überhaupt nichts mehr schönzureden.

                    • (16) 06.08.14 - 09:44

                      <<<Je nach Lust und Laune kommt dann in der Streitsituation: Wie sieht es hier aus, wie sieht es dort aus, was hast du heute gekocht? wieder nichts Gesundes? warst heute mit Freundinnen wieder Kaffee trinken? blablablabla Das wird dann noch garniert mit Respektlosigkeiten "Du blöde Kuh. Du bist so blöd!" - ich weiß nicht, wie oft ich DAS schon gehört habe. Ich hätte für jeden Ausdruck ein Euro nehmen sollen, dann hätte ich im Fall der Scheidung wenigstens ausgesorgt...<<<

                      Natürlich bekommen die Kinder das nicht mit, auch das wochenlange Ignorieren.

                      • (17) 06.08.14 - 09:56

                        >>>Natürlich bekommen die Kinder das nicht mit, auch das wochenlange Ignorieren.<<<

                        Sicher nicht, sie haben alle sehr viel Spaß miteinander...

            (18) 06.08.14 - 10:30

            So. Nun wachsen deine Kinder in einem vergifteten Klima auf und glauben, es sein normal, wenn der Vater die Mutter als dumme Kuh bezeichnet und die Mutter das still lächelnd akzeptiert. Er ist ja ein so toller Vater. Und trennen wäre ja so schwierig.

            Gratulation. In ein paar Jahren sind deine Kinder genauso drauf.

      (19) 06.08.14 - 09:12
      Bei uns ganz ähnlich

      Ich erkenne mich so gut in euren Beiträgen wieder.

      Auch bei uns herrscht seit fast zwei Jahren nur noch Streit und Respektlosigkeit. Ich muss dazu sagen das wir auch erst seit drei Jahren zusammen sind,und unsere Tochter jetzt 12 Monate alt ist.

      Sie war damals nicht geplant aber für mich stand immer fest, dass ich sie behalten werde.

      Mein Freund und ich sind nur am streiten, an ein normales Reden ist gar nicht mehr zu denken. Bei jedem Wort das ich sage fühlt er sich genervt, fragen darf man ihn sowieso nichts.

      Ständig höre ich Wörter wie "bist du blöd", "bist du behindert" und so weiter. Ein Niveau ist nicht mehr vorhanden.

      Wir sind keine kleinen Kinder mehr, er ist 37 und ich 30, beide Akademiker.

      Ich habe s so satt. Alleine seine Anwesenheit ertrage ich nicht mehr,jedes Mal wenn er auf Geschäftsreise ist, bin ich so froh.

      Am Telefon, wir haben uns einfach nichts zu erzählen was nicht sowieso automatisch im Streit enden würde. Wir reden nur noch über unsere Tochter.

      Er liebt die Kleine wie verrückt, aber machen will er nichts. Baden, Windeln etc nur nach Aufforderung und dann kommt auch sofort seine Frage "und was machst du in der Zeit", vor lauter Angst er könnte zuviel tun.

      Im Haushalt rührt er keinen Finger, nichts wirklich gar nichts.

      Seit der Geburt unserer Tochter schläft er im Wohnzimmer auf der Couch, was er auch nicht ändern wird, ihm störts nicht. Er will schlafen und die kleine in der Nacht nicht hören.

      Wir passen wirklich null zusammen, das war von Anfang an schon so. Er hat einfach so eine komische Einstellung zu vielen Dingen.
      Er kann auch nie zugeben wenn er unrecht hatte, er beharrt immer auf seinem Recht, selbst wenn es ganz eindeutig ist das er falsch liegt.

      Geliebt habe ich ihn nie, selbst am Anfang haben die Schmetterlinge gefehlt, für mich war es am Anfang eine Reine Vernunftsbeziehung nicht mehr und nicht weniger.

      Er sagt zwar immer er liebt mich, aber seine Taten und Wort sprechen eine andere Sprache.

      Er sagt ja auch selber, er will nichts "machen" in der Beziehung.

      Schon des öfteren habe ich versucht mit ihm zu sprechen, aber er hört ja gar nicht zu, er nimmer mich nicht ernst.

      Ich habe ihm gesagt das ich so nicht Leben will und kann, da ich mehr und mehr unglücklich bin.

      Interessiert ihn alles gar nicht, von ihm kommt immer nur "passt doch alles". :-[

      Sein desinteresse und seine ignoranz machen mich so wütend.

      • Vernunftbeziehung, nie geliebt, Kind im Babyalter-

        warum tut man sich das an ?

        (21) 06.08.14 - 10:42

        Warum ist man dann nicht intelligent genug, wenn man einen guten Schulabschluß hat auch zu gehen?
        Solche Frauen wie Dich werde ich nicht verstehen. Geht es nur um ein sicheres Zuhause und alles andere ist egal?

        Hallo,

        darf man fragen, warum du noch bei ihm bist?

        Willst du das die nächsten ...zig Jahre ertragen. Wenn er jetzt schon so ist, wird es sicher nicht besser - nur noch schlimmer!

        Inwieweit kannst du es verantworten, dein Kind in so einer schrecklichen Situation aufwachsen zu lassen. Und jetzt bitte nicht das Argument, du willst dem Kind nicht den Vater nehmen. Eltern bleibt ihr euer Leben lang, ihr müsst halt nur den Weg des vernünftigen Umgangs mit dem Kind finden.

        Du schreibst, ihr seid beide Akademiker. Du könntest also ohne Probleme wirtschaftlich selbständig sein und ggf. dich und dein Kind alleine ernähren.

        Hört sich wirklich alles traurig an, irgendwie wie aus einem anderen Jahrhundert. Als die Frau noch auf Gedeih und Verderb an ihren Mann gebunden war, weil ihr gar nichts anderes übrig blieb und Frauchen alles zu ertragen hatte.

        Steh auf und gehe in ein neues Leben. So etwas hat niemand verdient.
        Nimm dir nicht selbst die Chance, jemals wieder ein glückliches Leben u. U. mit einem passenden netten Partner an deiner Seite zu führen.

        Alles Gute

        Nici

Hallo,

meiner Meinung nach bist Du ebenso respektlos.

LASS Deinen Mann doch einfach mal in Ruhe - gib ihm die Alleinzeit, die er gerade braucht.

Es wird ja nicht ewig so gehen. Und dann schau, was passiert.

sbl

Ein totes Pferd kann man nicht reiten!

Ich würde gehen.

Gruß

Manavgat

Ich finde, man kann da immer schwer einen konkreten Rat geben. Egal, wie viel du auch schreibst, es wird immer nur ein Ausschnitt der Gesamtsituation sein. Und man müsste euch auch beide als Menschen kennen, um da Genaueres sagen zu können.

Daher möchte ich nur ganz allgemein sagen, dass eine Trennung nicht immer etwas ist, dass man Kindern "zumutet". Sie können durchaus auch davon profitieren. Ich habe mich von meinem damaligen Mann getrennt, als meine Töchter 7 und 3 Jahre alt waren und habe es nie bereut. Es tat ihnen gut, dass Ruhe eingekehrt ist, dass es keinen lautstarken Streit mehr gab, dass es mir besser ging und ich daher besser auf sie eingehen konnte. Ich war 13 Jahre alleinerziehend und berufstätig und habe da vorher Angst davor gehabt, aber das ging alles irgendwie. Es war unglaublich befreiend, als ich meinen Wunsch, mich zu trennen, endlich ausgesprochen habe.

Trotzdem kann das natürlich bei dir ganz anders sein. Du musst für dich den richtigen Weg finden. Natürlich soll es möglichst auch der richtige Weg für die Kinder sein, aber der ist eben nicht immer, um jeden Preis zusammen zu bleiben.

Vielleicht wäre es ja möglich, dass ihr euch räumlich trennt, also dass dein Mann auszieht, ohne dass ihr gleich die Scheidung einleitet. Gebt euch mindestes ein halbes bis ganzes Jahr um zu gucken, wie es läuft, zu schauen, ob ihr euch wieder annähern könnt oder ob eure Wege auseinander gehen.

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