Wir sind wohl relativ arm. Seite: 2

      • Es tut mir leid, aber es widert mich zusehends an, wie gedankenlos Leute inzwischen mit dem Begriff ARM umgehen!

        In deiner Aufstellung tauchen so nebulöse Posten wie "Nebenkosten" - Strom ist doch schon erwähnt? - und "zwei Raten" auf. Des weiteren erschließt sich nicht, wie man bei 950 € Fixkosten und 2200 € plus Kindergeld plötzlich nur noch 500 € übrig haben kann.

        Es hängt mir zum Hals raus, dass es immer mehr Leute gibt, die sich in dem Moment für arm halten, wenn sie NICHT gedankenlos Geld ausgeben können.

        ...was immer du damit meinst, mal unterwegs essen, Bäckerbesuche...!

        Gott, es geht wirklich nur noch darum, irgendwelchen Krempel zu kaufen bzw. kaufen zu KÖNNEN, irgendwelche Versicherungen abzuschließen, neue Möbel, Klamotten... und wenn das nicht geht, meine innere Leere durch Geld-ausgeben zu füllen, dann bin ich wohl arm, ich Arme, Arme!#augen

        Ich kenne einige Menschen, die unverschuldet auf Hartz IV Niveau leben müssen. DIE sind arm, die sind wirklich arm...aber ihr...habt einfach nur Ansprüche und heult, wenn die sich so nicht erfüllen lassen.

        Arm...ist wirklich was anderes.

        • Seh ich genauso.
          Ich habe auch nicht besonders viel Geld,und dreh bei manch einem Krempel lieber einmal mehr den Cent um als nachher mich zu wundern wo mein Geld geblieben ist.
          Ich wohne in Berlin und man bekommt nicht mal das Babymilchpulver verkauft,wenn 1 Cent fehlt.Von daher pass ich da lieber auf ,dass ich wenigsten Essen auf dem Tisch anstatt Blümchen auf dem Balkon habe.(Sorry fürs ausufern...)

      (28) 14.09.14 - 22:06

      .... in unserem Sozialstaat dürfen sich die wenigsten als arm bezeichnen.

      Les einfach mal die Nachrichten. Wie viele Menschen sind auf der Flucht, haben nichts außer ihr Leben.

      Solange man ein Dach über dem Kopf hat, essen auf dem Teller und gesund in die Welt schauen darf, ist man reich!!

      Wir haben zusammen 3400€ und ich arbeite nur 50% da Junior noch klein ist.
      Ich erwischen mich oft das ich auch denke, einmal shoppen ohne auf den € zu achten.
      Aber das istLuxus und den kann ich mir momentan nicht leisten.

      Dafür bin ich , meine Familie gesund, und wir sind glücklich mit dem was wir haben.
      Und wenn ich die Nachrichten lese oder die Krankengeschichte meiner Patienten weiß ich wieder wie reich ich doch eigentlich bin.

      In diesem Sinne.....

      (29) 14.09.14 - 22:47

      Wir schleppen uns leider auch von Monat zu Monat.Manchmal ist das sogar so schlimm das wir eine Rechnung bis zum nächsten Monat schieben und eine andere vom vorrangegangen Monat zahlen.

    • Willkommen in der Realität Deutschlands...
      Deutschland ist ein Billiglohnland geworden. So sehr, dads selbst die Polen nicht mehr zum Arbeiten herkommen. So ziemlich überall sonst in Europa kann man besser arbeiten und verdienen...

      (31) 15.09.14 - 00:18

      Das Ergebis war, dass wir Fixkosten von derzeit rund 950 Euro haben. Internet, Handys, Nebenkosten, Strom, zwei Raten, Autoversicherungen, andere Versicherungen.

      Der erste Knackpunkt wenn ihr im Verhältnis zum Einkommen relativ hohe Fixkosten habt dann sind diese schlichtweg schlecht kalkuliert (Abbuchungen ungünstig gelgt , Raten zu hoch , Anbieter vergleichen etc. )

      Für alles, was so nebenbei halt anfällt. Natürlich gibt es Monate, wo mehr verdient wird, wo die quartalsmäßigen Abbuchungen nicht kommen, wo einfach nix Unvorhergesehnes ist. Aber man muss ja jetzt mal von den Monaten ausgehen, wo man das Meiste zu bezahlen hat.

      der nächste Knackpunkt vorausschauendes planen und einkaufen .

      Sich als relativ arm zu bezeichnen und gleichzeitig jeder ein Handy zu besitzen, mal ( wenn es dann wirklich mal ist ) zum Bäcker #kratz

    • Ihr seid nicht reich, aber ihr kommt über die Runden.

      Was euch arm macht, ist dieser viele kleine Luxus nebenher: Gebäck oder belegte Brötchen vom Bäcker, Essen gehen, Pizza-Service statt selber kochen, Coffee to go statt Kaffeemaschine (und da dann auch noch teure Pads statt Filterkaffee), Mineralwasser, Limo und Saft statt Leitungswasser, mehrere Handyverträge, Ratenkredite, Kino, Freizeitbad, Vergnügungspark, große Geschenke zu Geburtstagen und Weihnachten.

      Ja, es kommt mal vor, dass alles auf einmal kommt (Autoreparatur, Waschmaschine kaputt, saftige Tierarztrechnung und das alles innerhalb weniger Monate), so dass alle Reserven aufgebraucht sind oder man sogar einen kleinen Kredit braucht. Aber wenn man diese vielen kleinen Luxussachen sich für einige Monate wirklich konsequent verkneift, dann hat man das schnell wieder ausgeglichen.

      Und mit früher kann man nur schwer vergleichen. Ein Festnetztelefon fürs ganze Haus, und Telefonate auf das allernötigste beschränkt. Ein TV fürs ganze Haus. Ein Auto ohne jeden Luxus, sogar elektrische Fensterheber waren selten. Eine Woche Urlaub auf dem Bauernhof oder Camping statt Flugreise. Und als Kinder haben wir zum Geburtstag oft nur Klamotten bekommen, die wir sowieso dringend gebraucht haben. Wobei die zwar nicht vom Basar waren, aber von den älteren Geschwistern oder Freunden "geerbt" war so einiges dabei.

      Hallo,

      typisch, diese vorwurfsvollen anderen Antworten. :-(

      Ich habe deine Frage jetzt so verstanden, das es dir eher um den Vergleich früher/heute ging. Und nicht um Gejammer, wie schlecht es euch geht. ;-)

      Ich frage mich das manchmal auch, aber man muss beim Gehalt tatsächlich die Inflation mit einrechnen.

      Lebensmittel sind in Deutschland übrigens im Vergleich wahnsinnig billig.

      Ansonsten denke ich auch, dass das geänderte Freizeitverhalten eine Rolle spielt und z. B. Kinder heute "teurer" sind, weil man viel mehr für sie nutzt.

      Also meine Mutter war nicht beim Pekip, bei der Krabbelgruppe, bei der musikalischen Früherziehung, beim Kleinkindturnen,...

      Aber ich habe auch den Eindruck, dass dieses typische "Hausbauen" früher offenbar leichter ging, ob das wirklich stimmt und wenn ja, warum, keine Ahnung. Heute fangen die Leute auch oft später an zu arbeiten. Ausbildungen dauern länger (zumindest bis zur Einführung kürzerer Studiengänge, das hat es wieder etwas geändert).

      LG

      • (34) 18.09.14 - 14:40

        Hallo

        das "typische Hausbauen" ging früher leichter, weil viel mehr "schwarz" gemacht wurde oder in der Familie viele Handwerker waren: Maurer, die sich von Samstags morgens um 7 bis in die halbe Nacht auf die Baustelle stellten und dort malocht haben. Fliesenleger, die am Wochenende mal eben das gesamte Erdgeschoss gefliest haben, etc. ,p.p.

        Da gabs noch richtige Hilfe, nachbarschaftlich und auch familiär: hilfst Du mir so helf ich Dir!

        Zudem wie Du sagst, wurden die Kleinkinder daheim beschäftigt statt zu sämtlichen angesprochen Kursen kutschiert zu werden, natürlich oft mit dem Zweitwagen. Sowas geht einfach ins Geld.

        Kleidung war auch eher bescheiden bemessen - es wurden statt 10 Pullis nur 4 in den Schrank gelegt, 2 Hosen und eine für "gut" reichten.

        Heute ist vieles mehr Schein als Sein, wenn es nicht das neueste Handy (ich habe übrigens gar keins!), der neueste Fernseher, Computer ist, oh weh, dann schämt man sich oft schon.

        Ich versuche den ganzen Zirkus nicht mitzumachen, lebe in meinem Tempo, genieße Urlaube in der Ferienwohnung. Das Kochen dort genieße ich mit meinem Mann (ganz ohne Hetze, weil ja daheim pünktlich das Essen auf dem Tisch stehen müsste).
        Ich brauche keinen 11 stündige Flugreise um mich nach Urlaub zu fühlen, Nordsee, Ostsee reichen mir. Will ich anderen Urlaub fahre ich in die näheren Nachbarländer (dort sind die Löhne meistens niedriger, Lebensmittel aber viel teurer).

        Meine französische Freundin ist alleinerziehend und arbeitet als Europasekretärin in einer Werft. Sie hat ein Eigenheim (das misst 75 qm!), gönnt sich 2 mal im Jahr Urlaub mit den Kindern und gutes Essen. ABER: sie hat ganz wenig Klamotten, die 3 Jungs (17, 14 und 7 Jahre alt) haben für alltags 2 Hosen, eine für gut, ein paar T shirts und Sweatshirts, zwei Paar Schuhe, Unterwäsche , ne Sommer und ne Winterjacke und das wars!

        Ich denke, die Kunst ist auch oft, einfach mal die richtigen Prioritäten zu setzen und auch wieder lernen, zurückzustecken.

        Ich muss nicht sämtliche Freizeitparks in Deutschland kennen, ich muss nicht einmal im Monat essen gehen, ich muss nicht jede Woche 5 Zeitschriften kaufen,ich kann mir meine Brötchen für die Arbeit selbst belegen und brauch keine fertig gekauften... wenn man das alles zusammenzählt, bleibt doch ein großer Batzen vom Lohn unangetastet, den man auf die Seite legen kann.

        LG

        • (35) 18.09.14 - 15:14

          Danke für deine Antwort. :-)

          (36) 18.09.14 - 15:18

          P.S. Das mit dem Zwietwagen denke ich auf oft. besonders wenn die Kleinkinder angeblich früh in die Krippe müssen, weil es finanziell (angeblich) nicht anders geht. Bei den oft wenigen Stunden, die gearbeitet werden, frage ich mich manchmal auch, ob das Zweitauto und Benzin für die Fahrerei zu KITA und zur Arbeit sich wirklich rechnet. Altersvorsorge, Rentenbeiträge, im Beruf auf dem Laufenden bleiben... jetzt außer acht gelassen.

          LG

          Aber mit 75 qm zu viert ist ganz schön eng.

          Mit der wenigen Kleidung muß sie auch jeden Tag waschen, die Woche hat ja mindestens 5 Schultage #kratz

          Ich geb Dir Recht, die Ansprüche sind sowas von gestiegen.

          LG

    "Das Ergebis war, dass wir Fixkosten von derzeit rund 950 Euro haben. Internet, Handys, Nebenkosten, Strom, zwei Raten, Autoversicherungen, andere Versicherungen."

    Den Betrag eurer Fixkosten finde ich jetzt ziemlich gering. aber...

    "Wenn ich nun einen Monat heran ziehe, in dem quartalsmäßig noch Kosten wie GEZ, vierteljährliche Versicherungen hinzu kommen und es keine Überstundenauszahlungen oder Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld usw.) gab, bleiben uns rund 500 Euro."

    ...wo laßt Ihr denn die restlichen 1.100--?

    Ich find eure Rechnung komisch. Beträge die nur vieltel- oder hlabjährig auftreten, gehören doch genau so gut mit in die Fixkosten.

    Die Rechnerei früher-heute bringt doch garnichts. Dein Schwiegervater hatte früher sicher nicht mehrere Handyverträge. Scheinbar habt Ihr auch mehr als ein Auto etc.
    Habt Ihr auch Eigentum? Miete taucht ja irgendwie nirgends auf.

    Autoreparaturen, kaputte Haushaltsgeräte und neue Möbel fallen ja nun zum Glück nicht jeden Monat an. Schulmaterial sind Kleckerbeträge. Es wird also bestimmt Monate geben, in denen ihr locker 450 von diesen 500 € weg legen könntet und da es scheinbar in anderen Monaten, wenn nichts quartalsmäßiges anliegt und evtl noch Überstunden ausgezahlt werden, deutlich mehr sein dürfte, empfinde ich es jetzt nicht als schrecklich eng.

    Wir haben (bald zu viert) weniger Einkommen als ihr, weil mein Mann noch Student ist und ich nur Teilzeit gearbeitet habe (bin jetzt im Mutterschutz für Nr.2). Demnächst leben wir sogar nur von 1000€ plus 2mal Kindergeld. "Normalerweise" haben wir Fixkosten von ca. 2000€. Da ist dann aber auch das Fitnessstudio und der Friseur drin. Solange mein Mann jetzt aber noch nicht arbeitet (und ich auch nicht), sind diese Dinge und sämtliche Versicherungen (außer Krankenkasse, Haftpflicht und Hausrat) stillgelegt bzw. noch nicht abgeschlossen. Letzteres ist nämlich auch Luxus!
    Ich verstehe, dass du gerne mehr Geld zur Verfügung hättest, aber arm seid ihr noch lange nicht. Was sind wir denn dann? Ich fühle mich jedenfalls nicht arm.

    #winke

    • (40) 15.09.14 - 11:12

      ich denke, das Alter ist da schon entscheidend, wie man sich fühlt.

      Als Studentin hatte ich 2000 DM/1000 Euro im Monat durch Nebenjobs und war "reich". das war Ende der 90er

      Heute mit 42 würde ich mich mit 1000 Euro bettelarm fühlen.

      • (41) 15.09.14 - 11:53

        Vielleicht habe ich mich ungenau ausgedrückt. Lebensmittel mit mindestens rund 400-500 Euro im Monat (Drogerie eingerechnet) sowie Tanken sind nach den Fixkosten auch noch abgerechnet. So dass am Ende, nach Abzug von Lebensmitteln und Tanken noch rund 500 Euro in "einkommensschwachen bzw. normalen" Monaten übrig blieben.

        Aber theoretisch müsste man ja davon

        - für sich selbst was sparen
        - für die Kinder was sparen
        - Zahnzusatzversicherungen bezahlen (haben wir nicht)
        - Kindergarten-/später Schulkrempel kaufen
        - Tierarztrechnungen
        - unvorhergesehene Handwerkerrechnungen
        - Möbel, falls nötig
        - Haushaltsgeräte, falls nötig
        - Autosteuer für mein Auto (bei der Auflistung war eine Rate für solche Dinge beinhaltet für die Steuer meines Mannes)
        - mal Essen gehen, unterwegs was kaufen
        - Baumarktzeug für anstehende Renoverierungen/Reparaturen im Haus
        - Geschenke (Weihnachten, Geburtstage usw.)
        - Klamotten für uns/für die Kinder
        - Autoreparaturen/Autoreifen

        Um nur mal so einige stinknormale Sachen zu nennen, die so anfallen. Wie bitte soll das gehen? Und vor allem noch weiter gehen? Mit so einem geringen Betrag ist das wohl kaum möglich.

        Schwiegervater hat gestern noch erzählt, dass er in den 70er Jahren als Büroangestellter 1000 DM netto hatte. Und hat davon ein Haus gebaut und ab bezahlt sowie mit einer vierköpftigen Familie gelebt. Also 500 Haus, 500 zum Leben. Das Einkommen stieg dann natürlch in den 80er/90er Jahren.

        Aber abgesehen von Handys hatten die auch alles: Auto, zwei Kinder, gingen Essen, fuhren sogar in Urlaub (wenn auch "nur" Pension). Da soll man heute nicht ernüchtert sein.

        Oder auch die Aussage einer Bekannten: "Früher fuhren wir von den Zinsen in Urlaub."

        Bei einem 450 Euro-Job kann man auch nicht sagen, dass man das Geld dann monatlich mehr hat. Man muss schließlich Fahrtkosten und Verschleiß am Auto abrechnen, so dass man vielleicht monatlich höchstens 200 Euro über hat, sofern man nicht die Arbeitsstelle zu Fuß aufsuchen kann, was ja eher selten ist. Zumindest, wenn man nicht gerade Glück hat oder in der Innenstadt wohnt.

        Handyverträge werden gekündigt und auch zwei vierteljährliche Versicherungen, die nicht nötig sind. Die anderen Kosten kann man nicht senken (Autoversicherung haben wir schon gewechselt, damit es günstiger ist und eine weitere Rate geht an die Schwiegereltern für diverse Dinge und dabei ist das mit 150 Euro nicht verdammt günstig berechnet). Aber ansonsten hätten wir uns so Sachen wie einen neuen Kühlschrank, Autoreifen, Autoreparaturen schlicht nicht leisten können bzw. auch den Kauf eines Autos für meinen Mann, da er das für die Arbeit nun einmal braucht. Bzw. sonst hätten wir Kredite bei der Bank aufnehmen müssen.

        Heizkosten haben wir auch schon gesenkt. Aber Haftpflicht, Rechtschutz, Hausrat, Autoversicherung ist ja Standard. Wir haben auch schon von Benziner auf Diesel umgestellt, um zu sparen bei meinem Mann. Kinderklamotten wir gesagt so gut wie nur auf Basaren oder günstig bei Lidl, Aldi usw.

        Ich selbst kaufe fast nur Klamotten bei kleiderkreisel. Mein Mann kauft sich sehr selten was. Ich gehe vielleicht zwei Mal im Jahr zum Friseur. Keine teuren Restaurants. Wenn ich "essen gehen" schreibe, meine ich vielleicht mal ein Bistro. Oder einmal im Monat ne Pizza holen/beim Chinesen was holen. Und mit beim Bäcker mal was kaufen, ist auch nix Ungewöhnliches gemeint. Vielleicht mal ne Brezel.

        Hobbys sind auch keine vorhanden, die Geld kosten. Ok. Wir haben zwei Katzen. Aber soviel kosten die nicht. Die sind Freigänger. Also kein teures Streu mehr.

        Ich bin echt ernüchtert. Woran soll man denn noch sparen?!

        Wir kaufen auch keine teuren Getränke, geschweige denn, dass wir teuren Kaffee kochen würden. Mein Mann nimmt Brote mit. Aber natürlich holt er sich ab und an eine Kleinigkeiten in der Kantine. Ich kaufe auch fast nur Eigenmarken bei Aldi. Koche nix Außergewöhnliches (also nicht jeden Tag nen Braten oder Filet oder so). Ohne zweites Auto geht es hier halt nicht. Aber mein Auto verursacht nicht so viele Kosten.

        Einfach das Gefühl haben, ständig rechnen zu müssen und zu wissen, dass doch irgendwann die Schwiegereltern wieder beisteuern müssen (bzw. in ihrem Fall ist das auch Wollen, da sie das gern machen und deshalb nicht verarmen). Aber all das, was man früher konnte: Frau daheim, Auto, Urlaub, Hausbau. Das ist gar nicht mehr drin. Jedenfalls nicht für einen Arbeiter/Angestellten.

        • (42) 15.09.14 - 13:52

          Heutzutage geht es halt einfach nicht mehr, dass Frau zu Hause bleibt während der Mann einen normal bezahlten Job hat. Und das ist aber nicht erst seit gestern so.

          Ich frage mich wirklich, warum du nicht arbeiten gehst???????????

          Es mag ja sein, dass man bei einem 450-Euro-Job noch Fahrtkosten hat, aber 200€ haben oder nicht. Man kann ja aber auch für 30 Std. oder so arbeiten gehen, da bleiben dann noch ein paar Euros mehr übrig.

          Ich find es echt witzig sich den LUXUS zu leisten, dass Frau zu Hause bleibt es aber Vorne und Hinten nicht reicht.

          Im Moment haben wir ein ähnliches Einkommen wir ihr, aber ich bin noch in Elternzeit (aber bereits ohne Elterngeld) und gehe in zwei Monaten wieder abreiten. So kaufen wir nächstes Frühjahr ein neues Auto, fliegen in den Urlaub, gehen shoppen usw.

          Man möchte doch seinen Kindern auch was bieten können und nicht immer nein sagen müssen. Und damit meine ich jetzt kein I-Phone für einen sieben-Jährigen oder ähnliches.

          Was meinst du wie lange deine Kinder noch gebrauchte/billige Klamotten von Lidl und Co anziehen. Mein Mann wurde damals in der fünften Klasse schon geärgert, weil er die Klamotten vom Bruder tragen musste. Das ist aber schon über 20 Jahre her.

          Also ich kann all deine Punkte nachvollziehen. Aber Emanzipation in Sachen "Frau geht auch arbeiten" ist eben scheinbar nicht nur Privileg, sondern auch Verpflichtung. Wenn nur einer arbeitet ist das Zuhausebleiben des anderen eben wie Dauerurlaub in teuren Markenklamotten. Und wenn beide arbeiten gehen, werden die meisten Punkte deiner Liste hinfällig. Ein Eigenheim kann man sich trotzdem nicht unbedingt leisten, aber einen angenehmen Alltag schon.#winke

      Wir sind 33 und 34. Ich bin studierte Beamtin und mein Mann bereits Dipl. Informatiker und Ende des Jahres Assistenzarzt inkl. Doktortitel. Ich denke, allein mit den Ausbildungen würden sich manche Menschen mit so wenig Einkommen arm fühlen. Ich selbst habe schon mal wesentlich mehr als 1000€ monatlich zur Verfügung gehabt. Unser Vorteil ist natürlich, dass wir nicht auf Dauer von diesem Gehalt leben müssen und wir mehr Geld hätten, wenn ich nicht in Elternzeit gehen würde. Ist es mir aber wert. :-)

      Vielleicht würde ich mich in 10 Jahren mit dem gleichen Standard auch arm fühlen. Im Moment habe ich aber alles, was mir wirklich wichtig ist und bin sehr glücklich.#verliebt
      #winke

Je nachdem, wo du lebst, kann das verdammt knapp sein! Und eventuell noch Anspruch auf ergänzendes ALG2 ergeben.

Gruß

Manavgat

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