Wie Auszug finanzieren?

    • (1) 08.12.14 - 17:05
      novemberhasser

      Hallo,

      nachdem ich hier auf meinen vorigen Beitrag ausnahmslos Tipps a la: du hast nur dieses eine Leben, nimm es in die Hand, schieb keine fadenscheinigen Gründe vor, die dich an der Trennung hindern etc. erhalten habe, erbitte ich mir konkrete Tipps bzgl. der Umsetzung, es geht um ganz praktische Fragen (ich bin deren Mann nicht ausziehen will, obwohl er sich getrennt hat...)

      - wenn ich jetzt also ausziehen will, muss ich mir eine Wohnung suchen. Wenn ich will dass die Kinder mit mir gehen oder mich regelmäßig besuchen kommen (also zum Beispiel die Hälfte der Zeit bei mir verbringen) muss die Wohnung mindestens 3 Zimmer haben. Wohnraum ist hier nicht gerade günstig, aber gut, mit meinem Gehalt käme ich so einigermaßen hin. Da wir erst vor vier Jahren in die neue, gemeinsame Ehewohnung gezogen sind die neu eingerichtet wurde hab ich nix auf der hohen Kante für die neue.

      Wie habt ihr das denn gemacht??? Ich sehe hier Maklerkosten, Kaution - da sind wir schon mal locker bei ein paar Tausendern für eine - leere - Wohnung. (Ja, es gibt auch provisionsfreie Wohnung, allerdings 2/3 Makler 1/3 ohne).

      Selbst wenn wir uns den Hausrat teilen - ich mein es gibt ja nunmal nur eine Couch und eine Waschmaschine etc. - da hab ich ja trotzdem nur eine rudimentäre Ausstattung? Und von ihm was zu erwarten - geldmäßig - ist nix.

      Klar kann man Sachen von Ebay und vom Sperrmüll holen - aber die Kaution und die Maklergebühr habe ich da noch lang nicht.

      Zum Amt kann ich auch nicht - dafür verdiene ich dann genug, ebenso Fehlanzeige mit Prozesskostenhilfe und so.

      Daher meine Frage - wer hat euch beim Auszug finanziell unterstützt? Oder habt ihr alle Geld über gehabt? Bei uns ist es so dass die Lebenshaltungskosten so hoch sind, dass eigentlich mittlere 1,5 Gehälter für einen NORMALEN Lebensstandard draufgehen - und richtiges Sparpotential außer Altersvorsorge gab es nicht wirklich.

      Deswegen wundere ich mich etwas über die Tipps a la: nimm deine Kinder und geh. Haben eure Ex-Partner das einfach hingenommen - dass die Kinder weg sind?

      Ich will auch nix vorschieben - aber ich frag mich wirklich wie das praktisch geht?

      • Hi,
        ich erinnere mich an Deinen letzten Beitrag - finde ich ja super, daß Du jetzt konkret wirst :-).
        Meine Mutter ist damals übrigens für das erste Jahr in eine WG mit anderen Berufstätigen gezogen - war super da. Da wohnten außer ihr eine Lehrerin, ein Heilpraktiker und ein Tänzer, alles so spleenige Leute, aber ich war immer gern dort zu Besuch.....riesiges Sofa in der Küche und das Übernachten war ein bißchen provisorisch, aber immer lustig :-)

        #winke

        • (3) 08.12.14 - 17:31
          novemberhasser

          Ja - hab schon 3 Wohnungen angeschaut - mal so als - Probelauf. Beim ersten Mal wollte ich den Anruf vom Makler auf dem Handy direkt wegdrücken...
          Jetzt seh ich halt eher -konkrete - Probleme.

          Eigentlich müsste ich meine Eltern anhauen - die könnten eventuell helfen, aber so kurz vor Weihnachten ist halt auch doof. Übergangsweise könnte ich auch in mein altes Kinderzimmer... Aber das ist doof - für die kids.

          Das mit der WG - hmm, ich will ja gerade verhindern dass die Kinder "nur zu Besuch" da sind. Wo hast du denn dann gewohnt? Bei deinem Vater?

          Ich hätte halt schon gerne ein "Heim" wenn ich schon das Lager räume.

          • Nee, bei Deinen Eltern einziehen ist nix - da fällst Du gleich wieder in die Tochterrolle, ob Du willst oder nicht.
            Ja, ich bin damals bei meinem Vater geblieben.

            Für die Mietkaution könntest Du mal nach einem sog. Kautionskredit schauen, gibt es von der R+V Versicherung. Ich weiß nicht, ob das was taugt, aber habe schon oft davon gelesen.
            Bleibt noch die Maklergebühr, da hätte ich keine Scheu, Deine Eltern anzuhauen. Die sind bestimmt auch froh, wenn sich Deine Situation klärt! Kann ja ein zinsloses Darlehen sein ;-)
            Für Haushaltsgeräte könntest Du mal bei der Caritas oder so anrufen, die haben oft so einen "Kontaktladen", wo man supergünstig gute Sachen bekommen kann. Muß ja auch alles nicht für die Ewigkeit sein! Meine erste Wachmachine habe ich beim Otto Versand gekauft, inkl. Transport und Anschluß ;-)......Sofa und Kleinkram von Ikea, dann bist Du schon fertig.

            Aaaaaach, mach das mal, das riecht doch alles nach Freiheit und Abenteuer #freu

            #klee

      Möbel gibt's preiswert bis umsonst in div. Kleinanzeigen, oder Sozialkauhäusern.

      Als meine Tochter vor knapp 2 Monaten auszog, brachte ein Aufruf in meinem FB Account die Hälfte der benötigten Möbel zusammen, teilweise richtig teure.

      Fast jeder hat etwas nicht benötigtes im Keller oder auf dem Speicher.

      Ich glaube die beiden haben, inclusive Flatscreen unter 2000€ ausgegeben, und sie brauchten wirklich ALLES; Handtücher , Geschirr , Töpfe , Putzlappen, Bettwäsche etc

      Und nach und kommt der Feinschliff, da ist Weihnachten ausgesprochen praktisch

      Pina

      (6) 08.12.14 - 18:17

      Was spricht denn gegen einen ,,kleinen" Kredit von der Bank? So habe ich das damals gemacht, als ich auszog und das Kind (zur Hälfte) mitnahm. Dann könntest du dich etwas einrichten. Aber so viele Sachen braucht man gar nicht, wie man immer denkt...

    • ich hab mich letztes jahr im oktober getrennt, wir sind beide aus dem gemeinsamen haus ausgezogen, unser kind lebt bei mir.

      als ich die trennung aussprach, sagte er noch "na, dann viel erfolg bei der wohnungssuche", wir leben in hamburg und jeder, den ich kenne, sucht seit mindestens einem jahr. ich brauchte dann exakt 2 wochen, um eine supertolle (provisionsfreie!) wohnung für mich und einen nachmieter für unser haus zu finden, praktischerweise konnte mein mann dann im tausch dessen wohnung übernehmen. weitere zwei wochen später bin ich umgezogen. die kaution habe ich als bankbürgschaft hinterlegt, das war völlig problemlos.

      da wir vorher rund 150 qm und eine mehr als großzügig ausgestattete küche hatten, reichte es möbelmässig fast aus für meine 85 m2 und seine 60 m2. ich hab waschmaschine und trockner mitgenommen und musste mir ein neues bett, einen fernseher und einen staubsauger kaufen, wegen meiner dachschrägen im wohnzimmer hat er dafür sämtliche regale und kommoden, die hätte ich hier eh nicht stellen können ;-)

      ich war selbst überrascht, wie reibungslos das alles lief und seitdem läuft.

      Hej,

      ich denke, daß wenn man es wirklich will, es auch irgendwie geht.
      Wenn die monatliche Miete für eine 3 Zimmer Wohnung zu stemmen ist, dann wirst

      du das auch langfristig schaffen,
      Wie schon gesagt wurde, hat eigentlich jeder unbenutzte Möbel, Waschmaschinen etc.... einfach im Bekanntenkreis mal fragen.
      Maklergebühr würd ich nie zahlen, lieber 1-2 Monate länger umsehen.
      Bei uns in der Nähe gibt es auch Händler für gebrauchte Waschmaschinen und Trockner u.ä., die geben sogar ein halbes Jahr Garantie auf die Geräte.
      Eine Einzugsparty machen, sich was schenken lassen, Weihnachten.... von einem Kredit würde ich persönlich absehen. Eine Wohnung entwickelt sich doch auch im Laufe der Zeit :)

      Wir ham noch n´E-Herd rumstehen!

      Viel Glück!

      (9) 08.12.14 - 19:31

      ich habe für meinen Auszug einen Kredit von 3000€ genommen bei der Bank. Auf der hohen Kante hatte ich keine tausend Euro.. Und ich verdiene auch nur gut 1200 netto. Also es klappt schon.. Den Kredit zahle ich mit 50€ im Monat ab. Der Gürtel wird halt extrem eng geschnallt zur Zeit aber wer will der kann.

      Ich habe noch nie eine Wohnung über Makler gemietet, das ist für mich rausgeschmissenes Geld. Versuche, eine Wohnung ohne Makler zu bekommen.

      Das Deponat kannst Du nach dem Einzug in 3 Raten zahlen.

      Möbel nimmst Du einiges mit, den Rest kaufst Du nach und nach.

      Ab Januar muss der den Makler zahlen, der ihn beauftragt, hier der Vermieter. Als Kaution kann eine Bankbürgschaft hinterlegt werden.

      Und bestehender Hausrat wird geteilt.

      Dein Mann muss aber einverstanden sein, dass die Kinder mitgehen. Sonst brauchst Du einen Anwalt, der die Klärung des Aufenthalts der Kinder betreibt.

      LG

    Ich habe vor 3 jahren so viel gespart,dass es für kaution reichte. 1200 euro waren das. Gesparte ist blöd, hatte autounfall, und habe 1500 von der versicherung bekommen. Von300 auto repariert mit kumpel, und rest blieb ;) möbel hatte ich erst nix. Von einem freund der irgendjemand ist gestorben, von da habe ich dann couch und waschmaschine und kühlschrank bekommen. 2 bekannte sind zusammengezogen, von denen habe ich schrank bekommen, usw... da helfen viele leutw, wenn du nix hast. Geht schnell rum. Küche hatte ich allerdings lange nicht, stattdessen eine mikrowelle und wasserkocher auf einem tisch, abgewaschen im bad. Das waren zeiten... fernseher hatte ich 6 monate nicht. Daran hab ich mich so gewöhnt, dass ich bis heute den gar nicht einschalte... nur für meine tochter. Kika.... :) dann hatte ich 500 euro im radio gewonnen, davon dann wohnzimmerschrank gekuft ... ich hatte also auch glück.
    Es ist machbar! Wirst dich wundern, wieviel hilfe man bekommt!

    Viel glück!

    Hallo und gut, dass es bei dir voran geht.

    Als mein Freund und ich damals zusammen zogen, hatten wir vieles doppelt.

    Einiges haben wir verschenkt oder bei Ebay verkauft.

    Mein Freund hat seinen sehr gut erhaltenen Eßtisch und 6 Stühle leider zu einem sehr niedrigen Preis verkauft € 50.

    Wenn du also herum fragst oder bei Ebay schaust, kannst du für wenig Geld oder umsonst gute Einrichtung zusammen bekommen.

    Viel Erfolg!

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