Elternzeit

    • (1) 23.03.15 - 13:22

      Hallo an alle,

      ich habe eine Frage an alle wegen Elternzeit des Partners nach der Geburt. Ich bekomme im Mai ein Baby und möchte dass mein Freund nach der Geburt auch zu Hause bleibt, damit wir uns als Familie kennenlernen und er eine Beziehung zu dem Kind entwickelt. Er sieht das leider anders. Er möchte nicht zu Hause bleiben, sagt das Baby schläft den ganzen Tag, was soll er zu Hause. Das macht mich traurig. :-( Waren eure Männer nach der Geburt zu Hause oder nicht? Wenn sie zu Hause waren, hat es sich gelohnt? Würdet ihr es beim nächsten Mal wieder so machen? Mir würden 4 Wochen reichen, er möchte das auch nicht.

      FG

      Hu hu...
      also das Thema ist bei uns momentan auch akut...
      ende juni kommt unser schatz auf die Welt..mein mann wird sich 2 monate elternzeit nehmen..allerdings nicht direkt nach der geburt..denn da hat er meiner Meinung nach recht..das baby schläft sehr viel u wirklich was davon haben tut er nicht..meiner nimmt sich deshalb 4 wochen wenn junior 6 monate alt ist u nochmal 4 wochen wenn er 1 jahr alt ist..
      kommt ja auch auf die finanzielle situation an..aber wenn da keine Probleme gibt ist das ne echt tolle sache..
      direkt nach der geburt nimmt mein mann sich allerdings ein paar tage Urlaub um mich etwas zu unterstützen. .
      lg tally

    • Ach, er kann auch später noch eine Beziehung zum Kind entwickeln. Er hat Recht: Am Anfang ist es doch total langweilig. Da schlafen die Babys doch fast durchgängig und stillen kann er auch nicht.

      Gruss
      agostea

      Männer können mit Neugeborenen meist nicht viel anfangen (liegt ja nur rum und schläft).
      In meinem Freundes-und Bekanntenkreis ist es so, dass die Papa´s meist nach 12 Monaten Elternzeit genommen haben, damit sie mehr vom Kind haben und man auch mehr machen kann.

      Und keine Sorge, auch wenn Dein Freund arbeiten geht, wird er sein Kind kennenlernen ;-) Ist in tausenden Familien weltweit so.

    • #winke

      Ich sehe das anders als manch anderer hier, wahrscheinlich weil ich ein gebranntes Kind bin.
      Vorneweg...mein Mann war bei beiden Kindern die ersten 8 Wochen daheim...und das war auch gut so, denn nicht alle Babys schlafen nur.

      Mein Großer (4) war ein Schreikind mit Schreizeiten bis zu 18 Std täglich (in den ersten 4 Monaten...dann wurde es besser bis es mit 8 Monaten aufhörte). Geschlafen hat er nie über 13 Std täglich...oft weniger. Zum Vergleich: inzwischen ist er 4 und schläft ca 10 Std nachts.
      Ich war total überfordert und war froh nicht alleine zu sein...gerade beim ersten Kind bei dem man noch so unerfahren ist. Dazu hatte ich nen Notks...mir gings nicht gut...alleine wäre es schlimm geworden.

      Meine Kleine (2) war kein Schreier...aber andauernd geschlafen hat sie auch nicht. Sie war, genau wie ihr Bruder sehr aktiv...hat sich früh gedreht (unter 3 Monaten), saß frei mit 6 Monaten usw.
      Dazu war der Große noch da...ich war froh nicht alleine zu sein.

      Im Wagen gefahren und geschlafen hat keines meiner Kinder....es wurde nur geweint...und ich musste viel tragen. Dazu die Stillerei...der Große hatte Probleme dabei...die Kleine nicht.

      Was ich sagen will...nicht jeder hat das Glück ein Anfängerbaby zu bekommen (ich kenne sehr viele die keines hatten). Auch hat nicht jeder ne leichte Geburt (meine 2te war das Gott sei dank)...es kann auch sein, dass es dir hinterher nicht gut geht. Es geht nicht nur um das Baby, sondern auch um die Mutter finde ich.

      Sag das dem werdenden Vater...vielleicht ändert er seine Meinung. Ansonsten finde ich unter diesen Voraussetzungen euren Start ins Familienleben nicht besonders ideal, wenn es da schon Streit gibt...was soll dann erst werden, wenn das Kind erst da ist und der eigentliche Stress beginnt?

      LG
      Eichkatzerl

      Mein Mann bleibt diesmal das erste halbe Jahr gemeinsam mit mir zu Hause.

      Er war schon beim ersten Kind interessiert und wollte gern zu Hause bleiben, das hat aber organisatorisch nicht ganz geklappt und er hat sich immer darüber geärgert.

      Da wir neben dem Baby noch den zweijährigen Bruder haben, wird schon genug Action für uns beide sein.

      Mein Mann fand es übrigens gar nicht langweilig mit dem Baby zu kuscheln, schmusen, schlafen und ihn spazieren zu tragen. Als wir Stillprobleme hatten, hat er ihn auch alle 3 Stunden gefüttert, während ich nach dem Stillen abpumpen musste. Eine Zeit die ich mir ohne meinen Mann völlig unüberwindbar vorstelle und nach der wir ein tolles Stillverhältnis aufbauen konnten. Ich würde sagen, auch dank meines Mannes!!
      Außerdem ist es toll jemanden zu haben, der einen verwöhnt und sich darum kümmert, dass genug Essen und Trinken auf den Tisch kommen. Die Umstellung ist schon extrem und das macht es für alle leichter.

      Hi,
      ich bin Vater von zwei Kindern, die mittlerweile fast 2 Jahre und 3,5 Jahre alt sind.

      Bei unserem "Großen" war ich nach der Geburt die ersten vier Wochen zur Unterstützung meiner Frau zu Hause, allerdings mit Urlaub. Auch wenn die Babys anfangs wirklich fast den ganzen tag schlafen, fand ich es trotzdem wichtig auch anfangs schon dabei zu sein um schnell eine enge Bindung aufzubauen und natürlich meine Frau in der Anfangszeit zu unterstützen. Die Elternzeit (2 Monate) habe ich dann nach dem ersten Geburtstag genommen. Ich hatte dann u.a. das Vergnügen die Eingewöhnung in der Kita zu begleiten.

      Bei unserer Tochter war ich ab Geburt in Elternzeit und zwar für 11 Monate. Meine Frau ist nach Ende der Mutterschutzfrist wieder arbeiten gegangen. Das Besondere an meiner zweiten Elternzeit war somit, dass ich die Entwicklung meiner Tochter im ersten Lebensjahr hautnah miterleben durfte.

      Rückblickend möchte ich keine der beiden Elternzeiten missen. Ich kann nur jedem Vater ans Herz legen diese Chance zu ergreifen und zu nutzen. Beruflich habe ich übrigens keinerlei Rückschläge dadurch erlitten, was aber evtl auch daran liegt, dass ich in einem großen Unternehmen tätig bin, das kann im mittelständischen Bereich vielleicht auch anders aussehen.

      Nun zu Euch, hat Dein Freund denn grundsätzlich kein Interesse daran Elternzeit zu nehmen oder nur nicht direkt nach der Geburt? Wie stellt er sich das vor? Will er einfach weiterarbeiten ohne jegliche Unterbrechung? Ist für Unterstüzung für Dich anderweitig gesorgt?

      • über Elternzeit zu einem späteren Zeitpunkt haben wir nicht gesprochen. Ich hätte es gerne gehabt wenn er direkt nach der Geburt da gewesen wäre. Nein, ich habe niemanden als Unterstützung und mache mir Sorgen wie es wird wenn das Baby schreit, wenn es Bauchschmerzen hat oder ich einkaufen gehen soll. Der Alltag ist bestimmt schwieriger am Anfang. Meine Mutter könnte vorbei kommen, doch wir verstehen uns nicht besonders gut.

        • Ich kann gut nachvollziehen, dass Du Dich gerade um die Anfangszeit etwas sorgst. ich nehme an wir sprechen hier von Kind Nummer 1, da weißt Du natürlich so gut wie garnicht was Dich bzw. Euch erwartet. Dass Du da gerne Unterstützung zu Hause hättest kann ich gut nachvollziehen.

          Wie steht denn Dein Freund grundsätzlich zu der Schwangerschaft bzw. Eurem gemeinsamen Kind? Freut er sich wie Du darauf oder ist er im Zwiespalt?

          Ich schlage vor, dass Du einfach noch mal das Gespräch zu ihm suchst und ihm erklärst wieso Du ausgerechnet direkt nach der Geburt seine Untestützung benötigst. Vielleicht ist ihm das garnicht so bewusst.

          • Er sagt er freut sich, merken tue ich nicht viel davon. Ich kümmere mich um alles alleine, für das Kind einkaufen, Arzttermine, er möchte sich nicht mit dem Thema beschäftigen. Deswegen hatte ich die Hoffnung wenn er alles hautnah mitbekommt dann wird sich das ändern. Aber er lässt mich jetzt alleine und will es nach der Geburt auch tun.

            • Ganz so schwarz würde ich das an Deiner Stelle noch nicht sehen. Bei uns war es auch so, dass der "Nestbautrieb" bei meiner Frau ausgeprägter war als bei mir. D.h. heisst aber nicht automatisch, dass er sich nicht auf Euer Kind freut.
              Ich nehme an, dass Du mittlerweile im Mutterschutz bist, oder? Da war es bei meiner Frau auch so, dass ihr, den ganzen Tag allein zu Haus, plötzlich sehr viele Dinge noch einfielen, die dringend zu erledigen waren und da war sie dann auch mehr die treibende Kraft.

              Drohen ihm evtl. Konsequenzen in der Firma wenn er mit Elternzeit ankommt? Es gibt ja so "nette" Chefs, die das frei herausposaunen, dass man bei Ihnen mit Elternzeit garnicht ankommen müsse, da man dann anschließend nicht wieder zu kommen braucht. Rein rechtlich nactürlich völliger Nonsens, aber die Einschüchterungsschiene funktioniert ja oft recht gut. Ich konnte mir sicher sein, dass mir nichts passiert, da wie gesagt Großunternehmen und außerdem Erfahrungen von anderen Kollegen, die auch schon Elternzeit genommen hatten.

              • Er möchte es nicht, weil er denkt er langweilt sich zu Hause. Dass wir etwas schönes zu dritt machen könnten oder er das wickeln, füttern oder spazieren gehen übernehmen kann damit ich vielleicht schlafen kann wenn ich müde bin, daran denkt er nicht. Oder sich um das Baby kümmern wenn ich putzen muss. Das sind meine Gedanken. Es soll nicht alles an mir hängen bleiben.

    Oh je, ich versteh dich gut, Ich hätte da auch gerne Unterstützung in der ersten Zeit und ich stelle mir das auch so vor, dass man dann als Familie zusammenwächst.

    Bekannte von uns haben das so gemacht. Es gab am Anfang vile Probleme, mit schlafen, stillen, ein Krankenhausaufenthalt, die Mutter hatte auch Kaiserschnitt...der Vater hat sich voll gekümmert, alles gemanaget, geholfen, gewickelt, gefüttert von Anfang an. Aber nur, weil er es so wollte. Wenn dein Manne s nicht will wirst du ihn schlecht überzeugen können.

    Das tut mir wirklcih leid für dich, so einen ignoranten Freund zu haben. Wollte er überhaupt Vater werden?

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