Sch... Alkohol

    • (1) 12.04.15 - 02:25

      Nun sitz ich wieder allein hier, er schläft seinen Rausch aus, und frag mich ob ich zu empfindlich bin oder einfach nur geschädigt von unserer Vorgschichte.
      Kurzfassung: ich hatte ein Problem mit seinem Konsum (3 Liter am Tag waren normal) und den Auswirkungen auf unser Familienleben.
      Ob er wirklich ein Alkoholproblem hatte weiss ich bis heut nicht, da er nie mit zur Beratung ist, aber auch nicht die "typischen" Anzeichen zeigte nicht zum Job usw!
      Nach etlichen Diskussionen waren wir bei Gelegentheitsrinker, wenn die Gelegenheit da war bis zum Anschlag und so auch gefahren !!!
      Dazwischen länger nichts.
      Jetzt hat er sich fürs Fussball ein Sixpack gekauft. Dieser nur bis zur 1. Halbzeit gehalten!
      Ich hab nichts gesagt will ja nicht immer meckern!
      Heute war grillen mit Nachbarn, in der Zeit in der der Nachbar eines getrunken hat, hatte mein Mann 3!
      Mich stört das nicht weil ich ihm das Bier nicht gönn sondern weil ich Angst hab das es wieder so wird wie vor einem Jahr! Mit seiner Behauptung er habe kein Problem hat er mir die Möglichkeit genommen mit ihm darüber zu reden. Wenn ich davon anfang blockt er beleidigt ab. Ich versteh ihn ja will auch nicht gern an Fehler oder weniger gutes erinnert werden aber so steh ich der Situation hilflos gegenüber und eigentlich so schöne Dinge wie Grillabende sind für mich belastend wegen der Angst!
      Habt ihr ein Tip?
      Lg emilene

      • (2) 12.04.15 - 03:00

        Hallo.

        Ihm ganz klar ein Ultimatum setzen ... entweder er ändert seine Trinkgewohnheiten oder Du bist weg ... aber nicht nur reden, sondern der Ansage wirklich die angekündigten Konsequenzen folgen lassen.

        Nur wenn er alles verliert, wacht er vielleicht auf.

        LG

        • (3) 12.04.15 - 04:26

          Das hat er doch schon. Zumindest bis jetzt. Wäre die Vorgeschichte nicht würde ich mir über die 2 Tage auch kein Kopf machen. Aber so bringt es mich halt ins grübeln!

      Wenn er damals so viel getrunken hat und du sagst "du weißt nicht ob er ein Alkoholproblem hatte" - das HATTE er nicht,das HAT er. Das geht ja nicht von alleine wieder weg. Und diese Mengen sind meiner Meinung nach nicht mehr gesund.
      Ich weiß zwar nicht wie eure Beziehung sonst so ist, aber wenn du ihn liebst und die Kraft hast, finde ich solltest du kein Ultimatum setzten - was soll das bringen? Trinker können nicht einfach aufhören - sondern ihm helfen da raus zu kommen. Das wird schwer werden, sehr schwer. Ob du die Kraft hast musst du selbst wissen.
      Ein Alkoholproblem scheint er auf jeden Fall zu haben.

      • Danke für deine Antwort! Das ist es ja er hat ja zwischenzeitlich aufgehört zu trinken und war wieder ganz der alte, lieb und nett.
        Und das es wohl gehen würde alleine hat man mir erklärt bei der Caritas. Den auch eine Therapie funktioniert mit Willensstärke. Die hat er und ich würd ihm das zutrauen!
        Aber ich kann nur vermuten auch wenn ich wieder zur Beratung gehe die sagen nur es könnte sein.

        Was die Beziehung betrifft sie hat sehr gelitten das letzte Jahr ich war am Höhepunkt seines Alkoholkonsumes so weit zu gehen aber dann hat er ja aufgehört!

        Und nun steh ich wieder da!?
        Lg von einer ratlosen der emilene

          • Diese Einsicht hat er nicht! Selbst als es so schlimm war und er morgens um 10 das Glas Wein in der Hand hatte hat das nicht gestimmt.
            Und jetzt ja erst recht nicht, wenn ich jetzt was sag dann heisst es "Ich würd nur meckern! "Ich gönne ihm nichts! " "Was er noch alles ändern soll für mich!"
            Das er so nicht war als wir uns kennen lernten stimmt nämlich auch nicht!
            Deshalb unterstellt er mir ich würde ihn ändern wollen!
            Wäre er da schon so gewesen hätte ich mich NIE auf eine Beziehung ein gelassen! !!

            • (8) 12.04.15 - 23:09

              Als ich meinen Mann mit der Schnapsflasche im Mund erwischt habe, war das auch nicht wahr. Als ich ihn davon überzeugt hatte, dass die Szene sehr wohl genau so war, war es meine Schuld, denn er konnte nicht anders, weil ich gemeckert habe.

              Die Situation werde ich nie vergessen: Er mit der Flasche im Mund sagt mir, dass er keine Schnapsflasche besitzt, und zwar so überzeugt/überzeugend, dass ich meine Wahrnehmung anzweifele!!!

              • Das kann ich nachvollziehen und sollte es doch mal so sein das es wahr wäre dann liegt es daran das nicht richtig geputzt ist. In der Küche hängt eine Spinnenweben oder Die Tochter ist so schwierig!

                Weil sich diese Probleme ja bessern mit der Flasche in der Hand!!! :O

        (10) 13.04.15 - 22:47

        ALLEIN mit dem verstand ist ein suchtproblem nicht zu lösen,
        gruss

Nicht er ,Du hast ein Problem und zwar eins,das Du sehr ernst nehmen solltest!
Wenn er sich das Gehirn wegsaufen will....seine Entscheidung! Ob Du daneben stehen und ihm dabei zusehen willst ...DEINE Entscheidung! Anscheinend nimmt er von Dir keine Hilfe an....
Jetzt liegt es an Dir was Du daraus machst.Willst Du das in Zukunft aushalten? Wenn ja ,dann wird diese berechtigte Angst DEin täglicher Begleiter.
Wenn nicht,und Du mal wieder unbeschwert feiern möchtest,und ganz ehrlich ,wenn er betrunken Auto fährt,wäre damit meine Entscheidung gefallen,dann denke jetzt an Dich.Für mich wäre das ein Trennungsgrund,natürlich mit der Hoffnung ,dass er sich besinnt ,aber auch mit der möglichen Konsequenz ,dass es für immer ist.
ich wünsche Dir alles Gute!! Iris

  • Hey Iris!
    Danke für deine Antwort! Ja ich hab das Problem mit seinem Konsum damals (weil auch die Auswirkungen echt schlimm waren) und heute weil ich Angst hab das es wieder so wird!
    Nein eigentlich will ich nicht daneben stehen und zuschauen aber ich will ihn auch nicht ständig gängeln!

    Und leider bin ich mir ja auch nicht sicher ob er wirklich ein Problem hat. Da die Beratungsstellen immer nur sagen könnte sein... !
    Und jetzt waren es ja "nur" die 2 Ausrutscher und nüchtern ist er ja normal und lieb. Er hat sich doch sonst gebessert!
    Was das fahren unter Alkohol betrifft ich hab mir vor langer Zeit geschworen das geht gar nicht und jetzt hab ich es doch zugelassen! Weil es ja nur 1-2 mal war! Ich weiss das ist 1-2 mal zu viel.

    Gott ich les selber wie sch... das klingt ich fang schon an Entschuldigungen für ihn zu suchen!
    Lg emilene

    • Schlimm das zu lesen.....
      Mein Ex war spielsüchtig...ohhh wie kenne ich diese Entschuldigungen...
      hatten alle Beratungen ,Selbsthilfegruppen durch und da hat man mir gesagt,jeder hat seine persönliche Schmerzgrenze......egal was wir dir hier erzählen...ich fürchte Deine ist noch lange nicht erreicht:-(.
      Ich hoffe nur ,dass niemand durch ihn zu Schaden kommt.....ein Unfall unter Alkoholeinfluss kann der Supergau werden und dann bist du mit im Boot,für den Rest Deines Lebens!!
      Lies dir Deinen Beitrag selbst noch einmal durch und stell Dir vor er wäre von einer Freundin.....
      Ich wünsche dir von Herzen alles Gute!! Iris#liebdrueck

      • Ist jetzt eine ehrliche Frage: ist es auch eine Entschuldigung wenn es nicht immer so ist?
        (Meine damit jetzt nur den Konsum an sich nicht das fahren da hast du recht den 1 mal reicht schon!)
        Ich hab das für michhan dem es ist ja nicht immer so fest gemacht und das ist in meinen Augen schon positiv. Den wir hatten das ja auch schon anders

        • Du leidest ganz offensichtlich darunter.....das reicht ! Wenn ein Süchtiger sich immer so verhalten würde,wäre es ja eindeutig,das Problem ist bei fast allen so wie bei Dir,bei mir damals....sie können ja so unheimlich nett und lieb sein...und eigentlich liebt man sie ja und eigentlich hat man Angst vor Veränderungen.....
          Einer FReundin von mir ging es genauso wie Dir,sie hatte den absoluten Horror vor jeder Feier,wir alle wußte jedesmal was kam und es war vielen unangenehm. Ihr Mann hat sie verlassen...für eine Frau die mit ihm mitsäuft..es ist schon fast zum Lachen....
          Meine Feundin hat die ersten Monate gelitten wie ein HUnd..ich habe mir richtig Sorgen um sie gemacht! dann hat sie jemand Neues kennengelernt,ein Nachbar der sie wohl schön länger nett fand.Sie hat sich Arbeit gesucht,ein kleines Häuschen für sich und ihre Kinder gemütlich (mit wenig Geld!) eingerichtet und sagt heute,dass beste was Ihr Ex für sie tun konnte war ,sie zu verlassen!!;-) Sie ist jetzt,nach zwei Jahren eine selbstbewuste,attraktive FRau geworden,die gerne und unbelastet feiern kann,eine FRau,vor der ich meinen HUt zieht!
          DAS wünsche ich Dir auch!!

          Liebe Grüße

    Ist Dir "Coabhängigkeit" ein Begriff? Ich empfehle Dir, Dich damit gründlich zu beschäftigen, Du wirst klarer sehen.

    kathi

Hallo,

dein Mann hat ein Suchtprobleme und er reißt irgendwann die ganze Familie mit in den Abgrund. Es nennt sich Coabhängigkeit.

Du kannst dich beraten lassen bei Condrobs oder bei Www.al-anon.de.

LG

  • Ob er ein Suchtproblem hat weiss ich ja nicht gesichert. Ich war bei der Caritas die sagten Könnte sein aber wenn er nie sein Job vernachlässigt hat (hat er nicht, nur uns! ) Und dazwischen so lange trocken war (war Mitte März noch mal zum Gespräch)
    Aber ich hab das Problem das ich nicht weiss wie viel normal ist beim feiern. Ich hätte das bis jetzt für mich so definiert wenn es passt kann es auch mal mehr sein. (Bin/war auch kein Kind von Traurigkeit) Aber bei ihm hab ich immer die Angst das es wieder kommt!
    Und ich glaub ich hab echt ein Problem mit der Co Abhängigkeit. Ich hab weiter oben versucht zu erklären warum ich das fahren unter Alkohol toleriert hab (hab es vorher aber nicht gewusst oder geahnt) dabei gibt es dafür KEINE Erklärung!

    Lg emilene

    • Mein Vater war schwerer Alkoholiker, ist auch dran gestorben, war aber beruflich sehr erfolgreich. Weiß nicht, ob man alle Kriterien erfüllen muss.

      (20) 12.04.15 - 13:37

      " Ich hab weiter oben versucht zu erklären warum ich das fahren unter Alkohol toleriert hab (hab es vorher aber nicht gewusst oder geahnt) dabei gibt es dafür KEINE Erklärung!"

      Und genau das ist ein Teil von Co-Abhängigkeit.

(21) 12.04.15 - 13:38

Bei der Vorgeschichte, du schreibst ja nicht zum ersten Mal und der Menge die er trinkt braucht man keine professionelle Diagnose. Er muss jicht erst die Arbeit vernachlässigen, es gibt viele Trinker die nicht alles verlieren und in der Gosse landen. Trinker sind sie trotzdem.

Du weißt was Sache ist und dein "ich habe ja noch keine Bestätigung" ist für dich der Schutz nicht aktiv werden zu müssen.

Hör auf damit! Sieh hin! Werde aktiv! Versteck dich nicht!

LG

  • (22) 12.04.15 - 20:42

    Ich will mich ja nicht verstecken und ich will auch nicht weg schauen. Aber nachdem er was geändert hat bin ich mir so unsicher ob es nur ein Ausrutscher war oder mehr. Ich weiss auf jeden Fall das ich dies Mal nicht mehr so lang zuschauen werde sollte es nicht nur eine einmalige Sache gewesen sein.
    Lg emilene

    • (23) 13.04.15 - 01:52

      Geändert hätte er nur was, wenn:
      - er entgiftet
      - er entwöhnt
      - er am besten ein Leben lang regelmäßig in eine Gruppe geht
      - er lernt, wo überall versteckt Alkohol drin ist

      Und vor allem:

      er NIE WIEDER auch nur einen Schluck anrührt. Solange er nach allem überhaupt wieder trinkt, ist nichts vorbei. Ein Alkoholiker kann nicht "nur ein bißchen trinken".

      So wie du ihn schilderst, hat er bis heute nicht mal sein Problem angenommen. Er ist noch im Leugnermodus. Und in dem wird er noch einige Dinge tun, die dich besänftigen sollen.

      LG

Hallo emilene,

ob ER ein Alkoholproblem hat (hat er, nach dem was Du hier immer wieder schreibst), kann Dir egal sein. Du hast ein Problem mit seinem Konsum, und das ist das Entscheidende. Du kannst sein Trinkverhalten nicht ändern, höchstens Deinen Umgang damit. Deine Möglichkeiten:

1. Bleiben, Diskussion über den Alk einstellen (von Deiner Seite ist nämlich alles gesagt) und warten, was passiert: Tödlicher Unfall, für den die Versicherung bei Alkoholeinfluss nicht zahlt - also: Euer Ruin / Leberzirrhose / Euer sozialer Abstieg / Kinder bringen keine Freunde mehr mit / Getratsche in Eurem Umfeld etc. etc.
2. Gehen, ohne schlechtes Gewissen. Sein Verhalten, sein Leben, seine Folgen.

Was ich täte, weiß ich...
Hab Mut! Es reicht, dass Du für Deine Kinder verantwortlich bist. Dein Mann muss SEINE Entscheidung treffen

LG, kathi

  • Du hast recht, eigentlich egal ob er ein Problem hat ICH habe es auf jeden Fall damit!

    Egal wie es sich weiter entwicklt ich werd nicht zuschauen was passiert. Den das hatten wir schon mal und die Leidtragende war ist unsere Tochter!

Top Diskussionen anzeigen