Suizidversuch: Wie gegenüber anderen damit umgehen/ erzählen?

    • (1) 18.04.15 - 15:44
      komme noch nicht klar

      Hallo,

      ich bitte um Euer Verständnis, dass ich in schwarz schreibe, aber ich komme mit dem Ganzen noch nicht kalr und möchte bitte unerkannt bleiben, zumal ich hier schon sehr lange aktiv bin.

      Ich habe vor einigen Tagen versucht, mir mit Tabletten das Leben zu nehmen.

      Es hat nicht geklappt. Ich weiss von der Sache selber nichts mehr, nicht mal den unmittelbaren Auslöser, wahrscheinlich ein Streigespräch in der Familie. Psychische Probleme habe ich schon länger. Und ich habe auch bereits in Kürze einen Therapieplatz in einer sehr speziellen Klinik für meine Probleme. Nur deshalb, weil die Therapie sehr kurzfristig anfangen wird und dasa uch von der entsprechendne Klinik bestätigt wurde, wurde ich wohl auch nicht ganz unmittelbar zwangsweise in irgendeine andere Klinik eingewiesen.

      Aber das alles ist es jetzt nicht, worum es mir geht. Sondern:

      Wie geht man gegenüber anderen nun damit um? Ich habe Kinder -5 und 7- (die zwar bislang wissen, dass ich im Krankehaus war, aber nicht, warum ich da war). Und es haben natürlich in der Umgebung einige Leute mitbekommen, dass bei uns irgendwas los war, da Krankenwagen und Polizei vor Ort waren.

      Ich wurde natürlich auch schon von anderen angesprochen. Ich habe aber jetzt erst einmal gesagt, dass ich nicht darüber sprechen möchte.

      Aber eigentlich weiss ich nicht, wie man am besten damit umgeht. Soll man immer nur schweigen, soll man einfach was anderes erzählen, damit Ruhe ist? oder soll man ehrlich damit umgehen? Was haltet Ihr für den besten Weg?

      Eigentlich bin ich der Meinung, dass man am besten mit der Wahrheit fährt. Aber in dieser Situation bin ich absolut unsicher. Ich habe halt insbesondere Angst, dass es für die Kinder nicht gut ist, wenn zu offen in aller Welt darüber geredet wird. Wer weiss, was andere dann mal zu den Kids sagen, "die durchgeknallte Mutter" oder was auch immer. Mitmenschen sind da teilweise ja sehr unüberlegt und gemein.

      Es würde mich freuen, wenn mir der eine oder andere seine Gedanken dazu verraten würde, wie er damit umgehen würde vor anderen.

      Viele Grüße
      #hasi

      PS: Bitte, bitte jetzt keine Grundsatzdiskussionen anfangen a la "wie kann man nur...".etc. Jemand, der nie soweit gegangen ist bzw. nie solche Probleme hatte, kann es einfach nicht nachvollziehen, warum, wieso, weshalb jemand einen solchen Schritt tut. Und das ist gerade jetzt einfach nicht Gegenstand meiner Frage hier.

      • Hallo

        das ist eine sehr schwierige Situation, ich weiß leider auch nicht wie man sich verhalten soll. Die Menschen sind neugierig, ich kann mir gut vorstellen, dass alle nachfragen. Ich kann mir vorstellen, dass die Leute nicht doof sind und wenn Polizei anrückt, man sich denken kann was los war. Entweder Selbstmord oder Gewaltdelikt. Tratsch und Klatsch wird es auf jeden Fall geben. Ich würde das Ganze mit deinem Therapeuten, Psychiater besprechen um die beste Strategie zu wählen um dich und deine Kinder zu schützen.

        Vielleicht haben ein paar Urbianer Erfahrungen mit einer solchen Situation, weil es sonst einfach zu schwierig ist Ratschläge zu geben.

        Ich hoffe, du bist wieder so weit stabil, dass keine Gefahr für einen erneuten Suizid besteht.

        Alles Gute für die Zukunft

        Hii

        Also den Kindern würde ich nicht erzählen was genau war. Nicht weil sie dich dann für "durchgeknallt" halten, sondern sie (würde ich befürchten) vielleicht riesige Angst kriegen würden, dass Mama sowas vielleicht nochmal macht und dann stirbt, nicht mehr da ist, weggeht, uns verlässt (wie auch immer sie das formulieren würden).

        Und da besteht natürlich auch die Gefahr, dass sie es hinten rum erfahren :-(

        Nur für dich selbst würde ich es nach deinem Bedürfnissen erzählen oder auch nicht. Ich selbst erzähle auch nicht allen Leuten alles - nicht weil ich die Wahrheit verbergen will sondern weil ich keinen Bock habe über sehr persönliche Dinge ständig und mit allen zu reden.

        So eine Situation hatte ich aber noch nie.

        Wegen der Kinder würde ich mir aber eine komplette "Informationssperre" überlegen.

        Und für dich: alles alles Gute. Super, dass du in Therapie gehst :-) Daumen sind gedrückt dass es dir bald besser geht :-)

        (4) 18.04.15 - 16:15

        <<<Suizidversuch: Wie gegenüber anderen damit umgehen/ erzählen?<<<

        Nun, hättest du nicht versucht dir das Leben zu nehmen, würdest du jetzt nicht in so einer Situation stecken.

        Rede dich mit Burnout heraus.

        Im Bekanntenkreis gab es eine Dame (auch 2 Kinder) die versucht hat sich selbst das Leben zu nehmen. Sie wurde ab da an gemieden wie die Pest. Niemand, wirklich Niemand hatte Verständnis für sie. Wie kann sie nur! Ihre armen Kinder. Die Kinder wurden in der Schule von einigen Mitschülern gemobbt. 2 Jahre nach dem Versuch sind sie weit weggezogen, weil sie es einfach nicht mehr ausgehalten haben.

        Ps: Ich habe Verständnis für jeden, der nicht mehr Leben will. (aus welchen Gründen auch immer) Wenn aber Kinder involviert sind, sollten sich die Personen wirklich überlegen, was eine solche Tat für einen Rattenschwanz auslöst. Die Kinder/Angehörigen sind nämlich zum Schluss diejenigen, die am meisten leiden. Und das nur, weil jemand das Leben satt hatte und nur an sich denkt.

        • (5) 18.04.15 - 17:26
          komme noch nicht klar

          Hallo,

          danke für deine Antwort.

          Hierzu "Ps: Ich habe Verständnis für jeden, der nicht mehr Leben will. (aus welchen Gründen auch immer) Wenn aber Kinder involviert sind, sollten sich die Personen wirklich überlegen, was eine solche Tat für einen Rattenschwanz auslöst. Die Kinder/Angehörigen sind nämlich zum Schluss diejenigen, die am meisten leiden. Und das nur, weil jemand das Leben satt hatte und nur an sich denkt." möchte ich allerdings noch was hinzufügen.

          Jemand, der so weit geht, einen Suizidversuch zu unternheemn, der ist nun mal krankheitsbedingt zu einem solchen, für einen gesunden Menschen sicherlich normalen Gedankengang, definitiv nicht mehr in der Lage. Die Argumente, was man alles bedenken sollte/müßte fubnktionieren einfach nicht mehr. Das ist es meines Erachtens auch, warum diese Grundstzdiskussionen darüber zu nichts führen, da der "Täter" eben zu normalen/gesundne Gedanken nicht fähig ist. Und das ist es wohl in erster Linie, was außenstehende logischer Weise eben nicht verstehen bzw. verstehen können. Es geht nicht darum, dass jemand "nur an sich denkt", der einen Suizidversuch unternimmt. Soweit kommen die Gedanken nicht, dazu ist man nämlich aufgrund der psychischen Probleme gar nicht fähig.

          LG
          #katze

          (6) 18.04.15 - 23:28

          "und nur an sich denkt"

          Saudummer Nachsatz.

      Es gibt persönliche Dinge, die keinen was angehen. Schon gar nicht die neugierigen Nachbarn. Guten Freunden und Familie kann man das anvertrauen.

      Den Kindern würde ich auch nichts sagen. Das ist für Kinder ganz ganz schrecklich! Sie sind in einem Alter in dem sie das noch nicht verarbeiten können.

      Hi!
      Ich leider selber unter psychischen Problemen. Auch wenn es zum Glück nie solche Ausmaße wie bei Dir gegeben hat, habe ich doch schon einige schlechte Erfahrungen in meiner Unwelt gemacht, Mein Rat, Erzähle es NIEMANDEM! Die Idee mit dem BurnOut finde ich gut. Das würde auch die Polizei erklären können, da jemand eben einfach irgendwie hilflos u/o ausgeflipt ist. Du kannst so das mit dem Suizid komplett weglassen und dennoch alles plausibel erklären. BurnOut ist doch gesellschaftfähig!

      LG
      klaxx

      (9) 18.04.15 - 18:23

      es geht absolut niemandem was an und schon gar nicht den (meist neugierigen) nachbarn! du möchtest darüber einfach nicht reden, falls da jemand fragt und gut.

      alles gute!

      Wenn du Nachbarn/Bekannten/... gerne die Wahrheit sagen möchtest tu das doch. Zum Beispiel so: "Ich möchte da gerade nicht drüber sprechen. Später vielleicht."
      Ich finde das völlig legitim. Und wenn die Leute dann tratschen, dann sind es eh Leute die tratschen. Egal was du antwortest.

      (11) 18.04.15 - 19:07

      Niemand, der sich tatsächlich umbringen will, macht das mit Tabletten.

      Da gibt es doch wirklich sichere Möglichkeiten...

      • (12) 18.04.15 - 19:13
        komme noch nicht klar

        Herzlichen Dank für Deinen sehr hilfreichen Kommentar auf meine Frage. #augen

        • (13) 18.04.15 - 19:20

          PS:

          Leute wie DU sind es wahrscheinlich, die Leuten, die krank sind, mit Ihrer widerlichen Art und Weise noch so echt so zum Schluß richtig einen drauf geben. #contra

          Im Namen aller Menschen, denen es psychisch schlecht geht, danke ich Dir für Deine oberflächliche, dumme Art und Weise.

          Sei stolz darauf, dass Du menschlich wohl ein echtes Ekelpaket bist!

      (14) 18.04.15 - 23:29

      Ok, es gibt eine noch saudümmere Antowort hier im Thread...

(15) 18.04.15 - 19:17

.... so ich antworte auch mal, aber unter dem Aspekt : Wie kann man nur!!!!
Und hier nun der Grund dieser Aussage!
Ich war 12 !!!! als ich meine Mutter mit einem Seil um den Hals und einem weg geschobenen Stuhl unter den Beinen gefunden habe! Ich habe den kalten Körper im Arm gehabt als ich ihr das Seil über den Kopf ziehen musste.

Im Kinderheim wurde ich oft gefragt, warum ich keine Mutter und keinen Vater mehr habe. Ich habe mich geschämt und gesagt sie hätten einen Autounfall gehabt. Erst seit ungefähr 10 Jahren (ich bin ü 40) kann ich über die Wahrheit sprechen. Die Wahrheit, das sich meine Eltern das Leben genommen haben!

So und nun zu deiner eigentlichen Frage:
Es geht niemanden etwas an warum du im Krankenhaus warst und du musst niemandem darauf antworten. Schon um deine Kinder zu schützen und deinen Kindern nicht zu verunsichern. Damit sie nicht Angst haben müssen ihre Mutter zu verlieren.

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