Trennung in der Schwanger

    • (1) 14.09.15 - 08:32
      Maichen16

      Hallo,

      ich weiß nicht wo ich anfangen soll und ob ich hier genau richtig bin. Ich bin mit meinem Partner seit 11 Jahren zusammen und wir haben einen gemeinsamen Sohn mit 4 Jahren. Nun bin ich ungeplant in der 6. Woche schwanger - die Spirale war verrutscht. Mein Partner ist total gegen diese SChwangerschaft und ich wusste von Anfang an, dass er nur 1 Kind möchte.

      Nun jetzt ist es mal passiert und ich kann keinen Abbruch vornehmen lassen - ich würde das psychisch nicht schaffen.... Nun will sich mein Partner trennen und will das ich ausziehe, da er der ganzen Situation nicht gewachsen ist.
      Unser Sohn war ein Schreibaby und wir sind wirklich am Zahnfleisch gekrochen und mein LG kann, wenn er einmal wach ist, für Stunden nicht mehr einschlafen. Also ja, es war wirklich schrecklich das 1 Jahr, wenn ich das mal so sagen darf.

      Ich bin völlig vor den Kopf gestoßen, dass er so gar nicht zu uns halten möchte - er möchte es nicht einmal probieren und sehen wie es wird. Als ich meinen Sohn am Wochenende fragte, wie er das finden würde, wenn wir in einer coolen, neuen Wohnung wohnen würden und der Papa im Haus bleibt (wir haben ein Einfamilienhaus mit Garten) meinte er nur: wäre nicht lustig.

      Mein Sohn liebt seinen Garten und das Haus, hat Freunde in der Ortschaft - es zerreist mir das Herz und ich weiß nicht was ich tun soll. Kennen meinen Partner auch gar nicht so herzlos - der 1. Schreck kann es auch nicht mehr sein - wir wissen es seit ca. 1 1/2 Wochen.... Für meinen Sohn schwanke ich jetzt doch zur Abtreibung, da ich ihn nicht unglücklich machen möchte..

      ich weiß nicht mehr weiter :-(((

      • Oh je du Arme

        Wenn du gegen deine innere Überzeugung, gegen dein Gewissen und gegen deine eigene Ethik abtreibst, dann scheitert eure Ehe so oder so UND das Kind ist tot.
        Deshalb sehe ich Abtreibung nicht als Option für dich.

        Wenn du das Kind behälst hast du zwei Optionen:
        Dein Mann kriegt sich wieder ein und du kannst ihm sein jetziges Verhalten verzeihen, ihr könnt das gemeinsam aufarbeiten und ihr habt zwei Kinder.
        Oder aber du hast zwei Kinder, also keins getötet, und bist schlimmstenfalls Alleinerziehend.

        Nur weil ein Kind ein Schreikind war heisst das übrigens noch lange nichnt, dass das zweite auch eins ist.

        Wo dein Partner wohl einen Knall hat ist die Nummer, dass DU aus dem Haus ausziehen sollst. Selbst wenn das Haus ihm allein gehören sollte heisst das noch lange nicht, dass er bleibt und du ausziehen musst. Soll er sich ruhig eine kleine Wohnung suchen...

        • (3) 14.09.15 - 08:55

          Danke für deine Antwort!

          Ich glaube nicht, dass mein Partner seine Meinung ändert und um ihn geht es mir, zumindest im Moment, auch gar nicht - er hat mich so verletzt und in mir etwas zerstört, dass ich ohnehin nicht weiß, ob ich das noch länger möchte.

          Mir hat die Aussage meines Sohnes allerdings ziemlich zugesetzt - aus puren "Egoismus", wenn man das so nennen kann, soll ich meinen Sohn unglücklich machen#heul#heul#heul Es tut mir einfach auch sehr weh, ihn gegen seinen Willen aus der gewohnten Umgebung zu reißen und auch seine Freunde sind bei uns im Ort - tja und im Haus bleiben geht glaub ich nicht - wir sind nicht verheiratet und ihm gehört das Haus alleine, also weiß ich nicht wie das rechtlich gedeckt wäre....

          • >>Mir hat die Aussage meines Sohnes allerdings ziemlich zugesetzt - aus puren "Egoismus", wenn man das so nennen kann, soll ich meinen Sohn unglücklich machen<<

            Nicht du bist egoistisch, sondern dein Partner, der dich schwängert und dich und einen Sohn damit allein lässt.

            Frag deinen Sohn nicht mehr, denn die Entscheidung, wie es weiter geht, kannst du leider nicht von ihm abhängig machen. Wenn du ihn fragst, machst du ihm nur Hoffnungen, mit denen er dann nur schwer klar kommen wird.

          • Warum hat dein Mann keine Sterilisation machen lassen, wenn ein 2. Kind absolut nicht in Frage kommt?
            Jedes andere Verhütungsmittel ist dann nämlich zu unsicher..
            Wenn er schon immer gesagt hat er will keinesfalls noch ein Kind , dann ist seine Reaktion ja zu erwarten gewesen.
            Die Entscheidung liegt bei dir.

            Du alleine bestimmst über deinen Körper .
            Dein Mann hat allerdings auch das Recht zu entscheiden wie er sich dazu stellt.
            Wenn er das Kind ablehnt wird das auch Auswirkungen auf deinen Sohn haben...denn ich kann mir nicht vorstellen dass er Kontakt zu ihm halten wird wenn er sein anderes Kind nicht sehen will....und wenn doch dann wird das für dein 2. Kind eine schlimme Verletzung sein.
            Du musst abwägen ob du das alles deinem Kindern abverlangen willst und dann stehst du ja auch noch alleine da mit den Problemen die dich aus der Ablehnung des Vaters ergeben.

            Du musst damit rechnen dass dein Sohn dir das irgendwann vorwirft: auch wenn es natürlich unfair gegenüber dir wäre.

            Aber er wird es so sehen dass du ihm den Vater genommen hast. ...das wirkt sich auch auf die Geschwister Beziehung aus...du stehst so oder so vor einem Scherbenhaufen.
            Wähle das kleinere Übel. Und deine Kinder verlieren bei der ganzen Sache eh nur.

            • (6) 14.09.15 - 09:15

              Natürlich war die Reaktion irgendwie zu erwarten. Ich dachte aber doch, da es nun eben passiert ist, er doch zu mir und dem Kind stehen wird - war vielleicht naiv mag sein.

              Und nein, er hat gemeint, er würde auch das 2. Kind sicherlich lieben und beide regelmäßig sehen wollen. Würde meinem Sohn natürlich auch nicht sagen, dass das Baby der Trennungsgrund ist.....

              Meinen Kindern soetwas abverlangen und wie steht es um mich - eine depressive Mutter ist auch nicht das gelbe vom Ei#heul

              • >>Meinen Kindern soetwas abverlangen und wie steht es um mich - eine depressive Mutter ist auch nicht das gelbe vom Ei<<

                Wenn du das Kind abtreibst und mit deinem Partner nur deswegen zusammen bleiben kannst, was glaubst du, wie es dir dann geht?

                Ich finde du solltest in Ruhe überlegen.

                Jede Entscheidung hat Konsequenzen.

                Das Kind zu bekommen und alleinerziehend zu sein hat Folgen für dich und die Kinder.
                Wie geht es finanziell für doch weiter wenn der Vater nach drei Jahren nicht mehr für dich zahlt?

                Hast du einen guten Job ?
                Ich bin ein rationaler Mensch und würde so eine Entscheidung niemals aus dem Bauch heraus treffen nur weil eine Abtreibung vielleicht schwer zu verkraften ist.
                Das als alleiniges Argument für ein weiteres Kind finde ich etwas dürftig. Kinder sind unmittelbar von allen Entscheidungen die die Eltern treffen, beeinflusst.
                Wenn du dir der Probleme die durch eine Scheidung und die Tatsache dass du alleinerziehend bist und finanziell für dich sorgen musst , bewusst bist und auch was das für die Kinder bedeuten wird, dann hast du eine Entscheidungsgrundlage.

                Du solltest versuchen, das mal gedanklich in Ruhe durchzuspielen
                Ich denke eure Beziehung ist eh zu Ende. Du musst halt sehen ob du dir ein 2. Kind wirklich zutraust oder nicht.

                • Ich bin auch ziemlich rational. Der Fall der TE is folgender: Sie wuenscht sich, das Kind behalten zu koennen. Sie kann sich nicht vorstellen, mit einer Abtreibung klarzukommen. Sie ist von der Reaktion ihres Partners so entsetzt, dass sie sich jetzt schon nicht mehr sicher ist, ob sie ihre momentane Ablehnung ihm gegenueber jemals wieder ablegen kann.

                  Rein rational wuerde ich da sagen, wenn sie jetzt abtreibt, um eine Trennung zu vermeiden (und zwar nicht, weil SIE sich ein Leben ohne ihren Partner nicht vorstellen mowchte, sondern nur, um ihrem Sohn nicht sein Zuhause zu nehmen), dann wuerde ich ziemlich viel Geld darauf verwetten, dass die Beziehung ohnehin nicht mehr besonders lange haelt. Die Chance, dass der Sohn dann in naher Zukunft trotzdem sein Zuhause verliert, halte ich fuer ziemlich hoch.

                  Ganz abgesehen von den Gefuehlen der TE vermute ich mal, dass ein Mann, der in dieser Situation so hart und kompromisslos reagiert, auch nicht so wahnsinnig feinfuehlig und geduldig mit einer Partnerin umgehen wuerde, die von Schuldgefuehlen und Depressionen geplagt ist... Sprich, die Chance, dass er die Beziehung nach einer Abtreibung trotzdem beendet, wenn sie nicht sofort wieder reibungslos "funktioniert", ist auch nicht gerade klein.

                  Versteh mich nicht falsch, ich bin nicht gegen Abtreibung und finde auch, dass manchmal eine rationale Entscheidung die bessere sein kann, aber in diesem speziellen Fall wuerden bei mir Kopf und Herz wohl uebereinstimmen.

                  • Ich habe nicht gesagt dass sie abtreiben soll.
                    Das steht mir nicht zu.
                    Ich hab lediglich dazu geraten, das Ganze rationaler zu betrachten.

                    Durch eine Abtreibung würde die Beziehung nicht gerettet werden.
                    Das meine ich auch gar nicht. ...es ist sinnlos abzutreiben nur um eine Beziehung zu retten...ich meine sie soll für sich überlegen was sie will, unabhängig vom Erzeuger.
                    Schaff ich es alleine, wo liegt meine Belastungsgrenze, traue ich mir zu zwei Kinder allein zu betreuen?

                    Und der Mann ist nicht der Arsch als den du ihn siehst.

                    Er war ehrlich und hat gesagt er schafft das nicht.

                    Dafür kann er nichts.
                    Wenn die Belastungsgrenze da ist nutzt es ihr nichts wenn er es aushält und dann nur überfordert und genervt ist und womöglich aggressiv wird.
                    Nicht jeder ist ein Familienmensch, der mit mehreren Kindern klar kommt.
                    Das wusste die TE.
                    Er war da ja sehr klar und reflektiert, sich so gut zu kennen dass er ihr immer gesagt hat, er schafft kein 2.
                    Nur weil es dann unterwegs ist, ändert sich ja nichts an den persönlichen Ressourcen.

                    Der Mann hat genauso Respekt verdient für seine Entscheidung wie sie das Kind zu behalten.
                    Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß. ...sie das Opfer...er der herzlos Egoist...er macht das ja nicht zum Spaß.

                    Ich denke der beste Weg besteht darin, dass sie ihr Kind bekommen soll, sie sich aber räumlich trennen und er sich so gut er kann um seine Kinder kümmert. ...er sagte ja er würde sein Kind auf jeden Fall liebhaben und sich kümmern.

                    Ich kann da nicht erkennen wo dieser Mann rücksichtslos oder kalt sein soll.

                    • Ich habe den Mann weder als Arsch noch als ruecksichtslos bezeichnet, aber ich finde schon, dass er hart und kompromisslos ist.

                      Aus meiner Sicht gaebe es ja durchaus die Moeglichkeit zu sagen, die erste Zeit mit dem ersten Kind war entsetzlich, das halte ich nicht nochmal durch. Gibt es Moeglichkeiten, es anders zu organisieren? Getrennte Schlafzimmer, moeglichst weit auseinander, damit er zu seinem Nachtschlaf kommt? Fruehe zusaezliche Betreuung durch Tagesmutter, Krippe etc., um Luft zu schaffen?

                      "Ich kann und will das nicht, zieh Du mit den Kindern aus und sieh zu, wo Du bleibst!" klingt fuer mich jetzt nicht einfach nach einem treusorgenden aber ueberforderten Vater. Waere es nicht logischer, Mutter und Kindern erstmal das Haus zu ueberlassen und sich selbst eine eigene Wohnung zu suchen, in die er sich bei Bedarf jederzeit zurueckziehen kann? Haette er gesagt "Wenn Du nicht abtreibst, ziehe ich aus", wuerde das ganze fuer mich schon anders klingen.

                      Natuerlich kenne ich keinen der Beteiligten persoenlich und liege vielleicht total daneben, aber ich wuerde von meinem Partner schon erwarten, dass er, wenn er nicht bereit ist, ein weiteres Kind zu erziehen, trotzdem mein Wohl und vor allem das seines ersten Kindes nicht ganz aus den Augen verliert.

            Selten so ein Müll gelesen!
            Sie soll jetzt abtreiben un nicht der buhmann zu sein?! Gehts noch?! Und dann ist alles wieder gut und vergessen meinst du?

            • Das hab ich nicht geschrieben.

              Das hast du da raus gelesen.

              Natürlich macht es keinen Sinn abzutreiben um eine Beziehung zu retten.
              Ich habe lediglich dazu geraten, auch mal rationaler an die Problematik ran zu gehen.
              Und zwar ergebnisoffen.
              Einfach zu überlegen, schaffe ich es für zwei Kinder allein zu sorgen, hab ich die Energie alleinerziehend zu sein?

              So meinte ich das...das hat nichts mit dem Partner zu tun.
              Da ist eh zu viel Porzellan zerschlagen.

        Hey, natuerlich sagt dein Kleiner, dass er das nicht will. Das ist doch klar. Aber, ein Geschwisterchen koennte ja ein tolles Geschenk sein, bzw. eine Bereicherung fuer den Kleinen! Er waere ein stolzer grosser Bruder. Zudem, ist es besser gluecklich geschiedene als ungluecklich verheiratete Eltern zu haben! Und Umziehen in dem Alter ist noch am Unproblematischsten!
        Vielleicht ist dieses Baby ein Neuanfang, fuer dich und deinen Sohn.
        VG, Anja

Du sollst schwanger und mit einem vierjährigen Kind ausziehen? Wenn dein Partner keine Kinder mehr will, warum hat er nicht verhütet?
Such dir einen Beratungstermin z.B. bei profamilia oder Caritas o.ä., damit du Menschen hast, die dir weiterhelfen.

Dein Partner muss übrigens drei Jahre lang für dich Unterhalt zahlen plus für zwei Kinder. Vielleicht hilft ihm das, einmal darüber nachzudenken, ob ihr nicht doch zu viert zusammen bleibt.
Ich wünsche es dir.

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