Nachname des Kindes nach Scheidung

    • (1) 10.01.16 - 21:24
      werty26

      Hallo, alle miteinander!

      Ich habe eine Frage.

      Nehmen wir an, Frau Schulze heiratet Herrn Meyer. Dann heißt sie Frau Meyer.

      Herr und Frau Meyer bekommen ein Kind. Nennen wir es Fritz. Fritz Meyer.

      Irgendwann lassen sich Herr und Frau Meyer scheiden, sie teilen sich das Sorgerecht, das Kind lebt bei Frau (wieder) Schulze.

      Kann Frau Schulze veranlassen, dass ihr Kind ihren Namen annimmt, also Fritz Schulze heißen kann?

      Sein wir mal ehrlich, geteiltes Sorgerecht hin oder her. Im Fall einer Scheidung ist es doch meist so, dass der Vater das Kind vielleicht alle 2 Wochenenden nimmt. Unter der Woche braucht das Kind seinen geregelten Alltag und jedes Wochenende mit dem Vater verbringen ist ja gegenüber der Mutter auch irgendwie blöd.

      In der Schule muss man sich dann dran gewöhnen, dass Fritz Meyer der Sohn von Frau Schulze ist. Total komisch. Und dafür, dass er sein Leben größtenteils bei der Mutter verbringt, diese sich also am meisten um ihn kümmert, ist es doch irgendwie ungerecht, dass er nach wie vor den Namen des Vaters trägt. Oder?

      Und, um mal noch Gefühle mit ins Spiel zu bringen:

      Nehmen wir an, der Schmerz über die Trennung sitzt noch immer tief. Und eigentlich, wenn kein Kind im Spiel wäre, würde man am liebsten einen endgültigen Strich ziehen und getrennte Wege gehen.

      Es würde Frau Schulze doch immer wieder einen Stich versetzen, dass Fritz den Nachnahmen seines Vaters trägt.

      Kann jemand verstehen, wie ich das meine?

      Und, ist es möglich, in einem solchen Fall zu veranlassen, dass Fritz den Namen Schulze bekommt, obwohl er mit dem Namen Meyer auf die Welt gekommen ist, weil seine Eltern damals beide so hießen?

      LG

      • Naja, dass ein Elternteil einen anderen Nachnamen hat ist ja per se nicht ungewöhnlich. Meine Schwester hat zum Beispiel ihren Nachnamen behalten und ihr Mann und ihre Söhne haben einen anderen Namen. Auch ist ein gleichberechtigtes Wechselmodell ist nichts was es nicht schon gibt.

        Aber es muss diese Möglichkeit geben, dass auch die Kinder den Mädchennamen der Mama annehmen können. Das haben nämlich die Kinder meiner Cousine gemacht....

      Hey ?
      Leider ist es in Deutschland sehr schwierig dass die Kinder nach der Scheidung auch den Mädchenname der Mutter annehmen.

      Ich verstehe deine Argumente voll und ganz. Ich selbst war in dieser situation.

      Trotzdem hab ich mich entschlossen wieder meinen Mädchenname anzunehmen. Ich bin mit dem ex mann seit 5,5 Jahre getrennt und seit 4 Jahren geschieden. Ich bin nicht mehr mit ihm verbunden.

      Die Kinder wollten sogar meinen Namen. Aber es geht nicht... Habe ihnen erklärt dass ihr Vater ja noch immer ihr Vater ist. Aber dass ich nicht mehr mit seinem Namen Rum laufen möchte.

      (6) 10.01.16 - 22:14

      Über den Nachnamen darf das Kind in einem gewissen Alter sogar mitentscheiden falls sich die Eltern uneins sind.

      Aber wer sagt denn, dass eine Frau den Namen des Ehemannes annehmen muss ? Oder dass es überhaupt einen gemeinsamen Nachnamen gibt ?

      • Gibt dazu keine vorgeschrieben Gesetze was Frau oder mann mit dem Nachname macht nach der hochzeit. Ist ja alles möglich.

        Sind eher gesellschaftliche Traditionen die wir da mit machen....

        Meine Kinder sind 11 und 9 und durften nicht entscheiden auch den Mädchenname von mir anzunehmen.

        >>>Aber wer sagt denn, dass eine Frau den Namen des Ehemannes annehmen muss ? Oder dass es überhaupt einen gemeinsamen Nachnamen gibt ? <<<

        Darum geht es doch gar nicht, sondern um den konkreten Fall, den die TE geschildert hat.

        Morgen.

        Ab welchem Alter ist das so. Meine Mädchen wollten damals auch meinen neuen Namen, sie durften nicht, da der Vater dagegen war/ist. Sie waren bei der Scheidung 11 und 12 und bei der neuen Hochzeit sogar ein Jahr älter. Aber sie durften diesen Namen nicht annehmen.

        LG

        • (10) 11.01.16 - 10:52

          Ab einem Alter von 5 Jahren müssen die Kinder einer Nachnamensänderung zustimmen.

          Ich erinnere mich, dass der Sohn einer Freundin (damals 8) die Entscheidung selbst treffen durfte, welchen Nachnamen er annimmt. Aber das war die Entscheidung der Eltern.

          Wenn ein Kind in einen gewissen Alter ist, in dem es die Entscheidung auch gut nachvollziehen kann würde ich mich von einem Anwalt beraten lassen, wieviel der Wille des Kindes zählt und ob die Zustimmung des Vaters eingeklagt werden kann. Gerade bei solchen Themen entscheiden die Richter regional doch sehr verschieden.

          Zu der anderen Diskussion: ich kann es einfach nicht nachvollziehen, warum Frauen sich von gesellschaftlichen Normen drücken lassen den Nachnamen des Ehemannes anzunehmen und im Nachhinein bemerken, dass ihnen dieser nicht gefällt. Ist es nicht einfach das Beste den Nachnamen zu wählen, der am Besten passt ? Oder ihn zu behalten ? Egal... Das geht in meinen Kopf einfach nicht rein :D.

    (11) 10.01.16 - 22:37

    Das ist nur möglich, wenn der Vater zustimmt. Und wenn Fritz älter als 5 Jahre alt ist, muss auch er einverstanden sein.

    Ich kann daran übrigens nichts ungerecht finden. Ungerecht kann man das nur finden, wenn man sich selbst als den wichtigeren/wertvolleren Elternteil sieht.

    Man muss sich eben vor der Eheschließung überlegen, ob man seinen Geburtsnamen aufgibt.

    LG

    • Dies Info ist leider falsch.
      Das ist nämlich gar nicht möglich. Selbst wenn alle einverstanden sind und alle es so wollen würden - es ist rein rechtlich nicht möglich!

      Die einzige Möglichkeit wäre- wenn man nachweisen könnte, dass der Nachname des Vaters dem Kind schadet und das wird (außer der Vater ist ein gesuchter Massenmörder oder sowas) kaum nachweisbar sein.

      • Hallo,

        ich habe jemandem im weiteren Umfeld, bei dem das gemacht wurde. Dann hat da wohl das Standesamt gepennt.

        Würde mich mal interessieren, ob die Änderung dann nichtig ist!

        LG

        • Dazu müsste man die genaueren Umstände kennen.

          Wäre sicher schwierig, wenn der Standesbeamte da eine Erklärung entgegengenommen hat, was er nicht durfte.
          Müsste normalerweise schon der Aufsicht aufgefallen sein.

          Manchmal sind aber auch Umstände in einer Familie, die man als Außenstehender nicht kennt.

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