Trostfrau oder einfach die neue?

    • (1) 12.06.16 - 13:48

      Hallo!
      mich interessiert, ob es hier jemanden gibt, der gute Erfahrungen als erster neuer Partner nach langjähriger Beziehung gemacht hat. Überall liest und hört man, dass solche Beziehungen nicht gut gehen können und meist nur der Ablenkung dienen.. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

      • hi,

        ich denke, das kann man ja wie bei allem, was Beuziehungen angeht, nicht pauschalisiern. Sicher, in Foren wie diesen sagt man gern pauschale Dinge wie "nie beim ersten Sex vögeln", "wer einmal betrügt, betrügt immer", "wer kurz nach dem Ende einer langjährigen Beziehung eine feste Partnerschaft eingeht, tröstet sich nur über die Vergangenheit hinweg" - joah. Die Liste lässt sich ewig fortsetzen und niemals ist sie richtig.

        Es kommt natürlich immer auf die Situation an, in der man sich befindet. Auf die Umstände, auf die eigene Verfassung, die des neuen Partners etc.
        Nicht jeder trennt sich holter di polter und muss sich dann erst einmal neu finden. Viele Beziehungen "schwächeln" jahrelang vor sich hin, um dann irgendwann endlich beendet zu werden. Dann sieht das alles doch ganz anders aus, als wäre man voller Trauer, Verzweiflung und Unsicherheit, weil die alte Beziehung abrupt und unvorbereitet endete.

        Also, es kommt auf viele Faktoren an, ob eine neue Beziehung kurz nach einer Trennung hält oder eben nicht.

        Unsere Beziehung hält jetzt seit 5 1/2 Jahren. Ein Ende ist nicht in Sicht. :-)

        L G

        White

      • Ich weiß ja was gemeint ist :-)

        Und vielen Dank für deine Antwort!

        Ich sehe es ähnlich, kann mir andererseits aber nur schwer vorstellen, dass man nach kurzer Zeit wieder bereit ist, sich auf eine neue Person einzustellen und sich so zu verlieben wir es bei dem expartner am Anfang der Fall war. Aber auch hier gilt vermutlichen, dass jeder anders ist und wie du schon sagtest, es stark auf die Vorgeschichte ankommt..

    Hallo!

    Ich war nicht mal 2 Wochen getrennt, als ich meinen heutigen Ehemann kennn gelernt habe.

    Hallo daran kannst du erkennen ob du die Trostfrau bis:

    1. er stellt dich niemandem vor
    2. Er hat zunehmend immer weniger Zeit für dich und du hast das Gefühl dass andere Dinge wichtiger sind
    3. er plant nichts von sich aus mit dir zusammen kurz und auch langfristig
    4. treffen kommen meistens auf deine Initiative hin zustande
    5. Du hast das Gefühl ihm geht es hauptsächlich um den Sex, weiter interessiert ihn nichts an dir

    • (9) 12.06.16 - 15:48

      Das passt nur, sofern er sich auch bewusst darüber ist, dass sie nur zum Trost gut ist. Gibt genug Interimspartnerschaften, bei denen nicht bewusst so empfunden wird und diese Punkte alle unzutreffend sind, bis das berühmte "Wir passen wohl doch nicht so gut zusammen" Gespräch folgt.

      Und im Übrigen trifft es auch auf mehr als genug Frauen zu, die sich aus einer bestehenden Beziehung schleichen, indem sie sich kurzfristig neu verlieben.

      • Hmm.. So ein Gespräch hatte ich ( zum Glück ) noch nie.

        Die Punkte treffen nicht zu, aber ich glaube an dem bewussten, reflektierten ist was dran.. und ich glaube da sind die wenigsten ehrlich zu sich selber.

        Was meint ihr, würde man es nach einem Jahr Beziehung merken?

        • Hallo,

          ich denke, wenn er dich nicht bewusst in die drittletzte Reihe setzt, hast du die Chance zu einer echtern Partnerin zu werden im Laufe der Jahre.

          Ich denke dass es sich nach Ablauf des ersten Jahres herausstellt in welche Richtung es geht.

          Da er ja die Beziehung nicht allein gestaltet, sondern zwei Personen beteiligt, sind kommt es auch auf beide an. Allerdings immer vorausgesetzt, dass es sich nicht um eine Übergangsgeschichte handelt nur um nicht alleine zu sein.

          Wenn Dich bestimmte Verhaltensweisen an Deinem Partner und an seinen Absichten zweifeln lassen, wirst du mit ihm darüber sprechen müssen. Bei diesen Gesprächen wird es sich auch zeigen ob er ernste Absichten hat, oder du ihm nur als "Trostfrau" dienst.

          Warum fragst Du Dich das nach einem Jahr Beziehung? Was hat sich denn verändert?

          • Die "Angst " davor es könnte so sein, hatte ich von Anfang an, eben weil es objektiv gesehen nicht der einfachste Weg ist, sich in einen frisch getrennten Mann zu verlieben. Verändert hat sich eigentlich nichts, außer dass es immer besser wird. Nur ab und zu kommt die Angst wieder hoch er könnte doch noch feststellen, dass es nicht mehr als Trost ist..

            • Wenn er viel von seiner Ex spricht, sich stark für ihr Leben interresiert, wenn sie ihn öfter um Hilfe ersucht und er dann bereit steht, dann sieht es für dich eher nicht so gut aus.

              Wenn er sich nicht für seine Ex interessiert, aber dafür für andere Frauen, dann bist du wahrscheinlich auch wiederum nur eine Übergangslösung für ihn.

              Wenn dies nicht so ist, dann sind deine Ängste unbegründet.

              Klingt irgendwie nicht so, als hätte er keine echten Gefühle für Dich. Du nennst ja keine Verdachtspunkte, die auf Anderes hindeuten. Vor Allem wenn es besser wird, dann klingt es eher nach unbegründeter Angst.

              Ich denke, Du kannst ihm vertrauen.

      (16) 12.06.16 - 16:37

      Also ich denke, wenn es so eine wie Du schreibst "Interimspartnerschaft" ist in der aber auch Nähe zugelassen wird, dann immer die Chance besteht, dass eine echte daraus wird.

      Wenn von vornherein ausgeschlossen ist, dass man sich zu nahe kommt, dann wird eine Entwicklung verhindert, aber wenn Nähe zugelassen wird, dann entstehen Bindungsfäden die ihre Wirkung haben werden.

      Da wird mann von Freunden und Verwandten nach der Partnerin gefragt, man hat gemeinsame Erlebnisse und Pläne usw. dan kann man nicht einfach so wieder aussteigen ohne dass das soziale Umfeld darauf reagiert.

      Wenn es dann nach Jahren zu einen Trennung kommt, dann eher wegen der erlebten negativen Interaktionen und nicht weil es nie die Chance gegeben hätte auf eine echte Partnerschaft, so denke ich jedenfalls.

      • (17) 12.06.16 - 16:44

        Ich spreche auch nicht von Jahren, in der enge Bindungen entstehen. Meistens sind es nur Monate, die von der ersten Verliebtheit eben nicht zur echten Liebe übergehen. Und ja, da wird natürlich alles gelebt, wie in einer normalen Beziehung. Mit Nähe, Vorstellen der Verwandten und Bekannten, gemeinsamen Erlebnissen (incl. der vorhandenen Kinder).

        Es ist aber nicht so, dass eine Interimspartnerschaft immer bewusst geplant wird, so wie Du es beschrieben hast anhand einer Checkliste erkannt werden kann und man somit Anhaltspunkte bekommt, sich davor zu schützen. Das was Du beschreibst kommt auch vor, muss aber nicht so sein.

        • (18) 12.06.16 - 16:59

          Ok dann könnte man es so sagen, dass wenn es deutlich ist, dass keine Nähe zugelassen wird, es eindeutig als Übergangslösung angesehen wird, und wenn es sich im Laufe in diese Richtung entwickelt, dann eben deshalb, weil es sich zumindest für einen der Partner herausstellt, dass die aktuelle Partnerschaft nicht das ist, was er/sie sich wünscht. Das gemeine daran ist, dass sie trotzdem weitergeführt wird, aber mit angezogener Handbremse sozusagen.

          • (19) 12.06.16 - 17:50

            Wenn jemand in einer Beziehung bewusst oder unbewusst keine Nähe zulässt, aber die Partnerschaft darauf aufgebaut wird (ich spreche jetzt nicht von einem beiderseitigen Distanzagreement), dann ist das doch generell großer Mist. Egal, ob einer der Beiden jetzt frisch aus einer Partnerschaft kommt oder schon jahrelang ohne Partnerschaft gelebt hat.

(20) 12.06.16 - 21:48

Mein bester Freund war einige Jahre mit seiner ex zusammen gewesen.
Zwischen seiner ex und seiner jetzigen Freundin (meine beste Freundin und seine "bald Frau" #huepf) war eine Frau, die...naja....echt schräg war.

Er sagte von sich aus, dass sie nix total festes wird.

Trotzdem stellte er sie uns alles vor, sie unternahm Dinge mit uns allen, unternahm viel mit ihr. Aber Gott sei dank ging sie ihm irgendwann genauso auf die Nerven, wie uns #schein
Auf ihn treffen deine Punkte nicht zu

(21) 12.06.16 - 22:35

Nicht unbedingt. Mit Mitte 20 war ich 3 Monate mit einem Mann zusammen,der frisch getrennt war. Die Trennung ging von der Frau aus. Ich denke nicht,dass er mich als Zwischenlösung eingeplant hat. Ich lernte seine Eltern kennen, seine Kinder, wir waren alle im Kurzurlaub. Die Gefühle haben sich einfach nicht weiter entwickelt, es war zu früh. Er wollte die Ehe ja nicht beenden, die Frau verliebte sich neu. Er hat erst 10 Jahre später noch mal geheiratet. Aber es hat ihm sicher über die schlimmste Zeit hinweg geholfen

(22) 13.06.16 - 10:30

Nicht pauschal, man kann auch Lückenfüller sein, wenn man Freunden/Eltern vorgestellt wird und auch wenn es wenig Sex gibt, manche brauchen auch jemand der da ist, damit sie nicht alleine sind.

(23) 12.06.16 - 22:07

Wir beide hatten vorher langjährige Beziehungen, er 6 Jahre, ich 8 Jahre (davon 4 verheiratet)....

Wir sind nun seit 12,5 Jahren zusammen.

Also bei meiner Frau wollte ich der Trostmann sein. :-) Was Ernsthaftes war eigentlich nicht geplant. Irgendwann hab ich einfach den Absprung verpasst.;-)

Hallo,
mir wurde auch nachgesagt, dass mein neuer Partner sicher nur eine schnelle Übergangs-Lösung für mich ist.

Mittlerweile sind wir 14 Jahre zusammen, 11 davon verheiratet - und immer noch glücklich. :-)
LG Carla

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