Wie kann ich das Kopfkino ausschalten?

    • (1) 14.07.16 - 09:53

      Hallo zusammen.

      Ganz kurz: Mein Mann hat mich mit einer Bekannten von uns betrogen.
      Also wir hatten 3 Jahre keinen Sex, zwei Kinder Hausbau 3 Jobwechsel und Selbständigkeit, da hatte ich keine Lust und irgendwie auch Wertschätzung zu ihm verloren.

      Diese Frau auch verheiratet, zwei Kinder hat sich in ihn verliebt und so ziemlich alles dran gesetzt ihn rum zu kriegen.

      Naja letzten Endes hat sie ihn mal betrunken nach hause gefahren und ist dann rechts ran und hat ihm einen geblasen.

      Bis ganz zum Ende wohl nicht.

      Er ist dann ausgestiegen und hat den Kontakt abgebrochen. Leider hat ihr Mann alle Mails die zwischen den zwei waren gelesen und so kam es raus.

      Wir arbeiten sehr an uns und er sagt es war immer klar dass er mich liebt.

      Wir hatten auch die letzten Wochen eine wunderschöne Zeit und ja auch wieder Sex. Die Lust ist bei mir zurück gekommen :)

      Aber wenn ich abends im Bett liege werde ich verrückt. Mein Kopfkino geht an und ich würde am liebsten ihn wecken und darüber reden. Was auch schon 1-2 mal passiert ist.

      Er kann das so nicht und auch der Therapeut sagt ich muss einen "Neuanfang" im Kopf machen.

      Aber wie schaffe ich es. Ich liebe Ihn und kann ihn ja nicht Jahre für seinen Fehltritt verantwortlich machen.

      Hat jemand Ideen für mich? Oder war auch in so einer Situation?

      • (2) 14.07.16 - 10:02
        selberschuld....

        3 Jahre keinen Sex? Und Du glaubst, dass sie ihn nur einen geblasen hat?:-p

        Anstatt dass er der Böse ist, solltest Du Dich mal an die eigene Nase fassen. Du hast Dich 3 Jahre verweigert, da kann jeder schwach werden.
        Entweder gestehst auch Du Dir Fehler ein, lernst darauf und hakst die Vergangenheit ab oder eben das war es mit Euch, wenn Du nicht verzeihen kannst, kannst Du es nicht.
        Das ist menschlich, da kannst Du noch 20 x zum Therapeuten rennen, wenn Du nicht verzeihen kannst, dann kannst Du es nicht.
        Dann zieh einen sauberen Schlußstrich und beim nächsten Mann nicht 3 Jahre Enthaltsamkeit, sonst geht der auch fremd.

          • (5) 14.07.16 - 14:58

            "Ich weiß, dass ich einen Teil dazu beigetragen habe!"

            Schadenfreude nach dem Motto: "Da hast du jetzt davon!" ist natürlich fehlt am Platze. Aber dein Posting müsste man eigentlich mal all den Leuten unter die Nase halten, die ihre Partner jahrelang sexuell am ausgestreckten Arm verhungern lassen und sagen: Wollt ihr das auch? Überlegt euch mal, in welchen Mist ihr euch mit eurem Verhalten auf Dauer reinreitet.

            Bei dir ist es dafür zu spät, aber eigentlich seid ihr noch glimpflich davon gekommen.

            • Sorry, da muss ich mich mal einklinken..

              Das kann doch wohl nicht wahr sein! Wenn die beiden 3 Jahre lang keinen Sex haben, ist es klar, dass sie sich "verweigert" hat?

              Und wenn ja, warum wohl?

              Was sugerriert dieser Post? Wenn frau sich eine Zeitlang (ja, auch eine lagen Zeit lang) nicht "zur Verfüung stellt" zum Druck ablassen für den Mann, dann ist sie selber schuld, wenn er fremd geht?
              Und das von Frauen an Frauen???

              Sex sollte sinnlich sein, sollte lustvoll sein, von beiden Seiten und nicht nur ein Ventil für den Mann!

              • Wenn die beiden drei Jahre keinen Sex haben, obwohl er wollte, sie aber nicht, dann hat sie sich - wenn du das so nennen willst - "verweigert".

                Jetzt kann man sich natürlich fragen warum und du hast recht, diese Frage kam bislang zu kurz. Da spielen sicherlich auch die beschriebenen Umstände wie Stress eine Rolle und an denen ist niemand "schuld" (auch das ein großes Wort).

                Wenn es eine Schuldfrage gibt, dann diese: Wer ist dafür verantwortlich, dass sich an diesen Umständen mit dem Ergebnis No Sex über so lange Zeit nichts ändert? Und da sage ich: Der libidoärmere Partner (das muss ja nicht immer die Frau sein) handelt wohl nicht vorsätzlich, aber doch grob fahrlässig, wenn er glaubt, dass ausgedehnte sexlose Phasen keine negativen Auswirkungen auf die Beziehung hätten und nicht den anderen Partner anfällig dafür machen, sich den Sex anderswo zu suchen.

                Natürlich sollte Sex lustvoll für beide Seiten sein und wenn er das nicht, dann haben beide Seiten eine Mitwirkungspflicht, daran etwas zu ändern. Wer das unterlässt, muss sich in der Tat nach einem gewissen Zeitraum (und drei Jahre sind seeeeeeehr lang) wundern, wenn der andere Partner nicht mehr bereit ist, weiter als Mönch bzw. Nonne zu leben.

                Inwiefern in diesem konkreten Fall in welchem Maße die TE und ihr Mann zur Misere beigetragen haben, das können nur die beiden klären.

                • >>Wenn es eine Schuldfrage gibt, dann diese: Wer ist dafür verantwortlich, dass sich an diesen Umständen mit dem Ergebnis No Sex über so lange Zeit nichts ändert? Und da sage ich: Der libidoärmere Partner (das muss ja nicht immer die Frau sein) handelt wohl nicht vorsätzlich, aber doch grob fahrlässig,<<

                  Auch hier muss der Einzelfall betrachtet werden.
                  Wenn der Partner mit der ausgeprägteren Libido sich zB. gehen lässt, zu einem Arsch mutiert, nur an sich denkt oder so, dann hätte ich als dessen Partner auch keine Lust auf Sex...und das zurecht.

                  Auch der/ die andere sollte sich Mühe geben.
                  Es ist nicht immer automatisch der, mit der wenigsten Libido "Schuld" an der sexarmen Zeit.

                  • Klar, es ist in Beziehungsdingen wohl nie nur einer..

                    Die meiste Betroffenen wären sogar froh, wenn die libidoärmeren Partner denn sagen würden, woran es denn liegt, denn dann kann man ja etwas tun: rasieten epilieren, duschen, parfümieren, trainieren, sogar ein paar Kilo abnehmen - alles kein Problem.

                    Was die libidostärkere Fraktion hier insb. aufregt ist, wenn die libidoschwächere Seite schlicht sagt, sorry keine Lust - und das ein ums andere Mal, bis die sexlose Zeit in die Jahre geht - und dann auch noch glaubt, das wäre nicht auf die Dauer beziehungsgefährdend.

                    Und das ist doch schon grob fahrlässig, oder?

                    • Dann liegt es an beiden Parteien, miteinander zu sprechen.
                      Und wenn der libidostärkere Part die Situation nicht mehr mitmachen möchte, sollte er so fair sein zu sagen, dass sich was ändern muss, oder es wird sich woanders befriedigt.

                      Klar ist es naiv zu denken, das ein Part jahrelang ohne Sex auszukommen hat. Und nein, fair ist dies auch nicht.
                      Aber bevor man dann Nägel mit Köpfen macht, sollte es ganz klar sein, woran der libidoarme Partner ist.

                      Gespräche, warum die Situation so ist, Lösungsansätze anbieten beiderseits und, wenn alles nix hilft, vorwarnen, was kommt, wenn sich nichts ändert. Und dann eben auch durchziehen, wenn es dem Libidoarmen Part egal ist.

                      Das halte ich einer Partnerschaft für selbstverständlich, egal, wie lange man schon auf Sex verzichten musste.

              (11) 15.07.16 - 09:12

              "Was sugerriert dieser Post? Wenn frau sich eine Zeitlang (ja, auch eine lagen Zeit lang) nicht "zur Verfüung stellt" zum Druck ablassen für den Mann, dann ist sie selber schuld, wenn er fremd geht?
              Und das von Frauen an Frauen???
              Sex sollte sinnlich sein, sollte lustvoll sein, von beiden Seiten und nicht nur ein Ventil für den Mann!"

              Sag mal, was sind denn das für üble sexistische Aussagen?

              Wenn der Mann Sex haben möchte, dann aus niederen, triebhaften Gründen, "zum Druckablassen". Während die Frau selbstverständlich höhere Ziele verfolgt, und auf leidenschaftliche Sinneserfahrungen aus ist.

              Ist das dein Ernst? Und was heißt überhaupt "...und das von Frauen an Frauen"? Selbstverständlich von Frauen an Frauen!

              Hier schreiben Gott sei Dank Frauen aller Couleur, nicht nur Leserinnen der Emma!

              Grüße

        (12) 14.07.16 - 15:50

        "Ich weiß, dass ich einen Teil dazu beigetragen habe!

        Ich kann es nicht ändern ... :("

        Genau dasselbe denkt auch dein Mann. Er kann auch nicht ändern, was passiert ist.

        Warum misst du mit zweierlei Maß?

Hallo,
ich habe keinen Tipp für dich, wie du mit der Situation umgehen kannst.
Ich denke, entweder schaffst du es zu verzeihen und zu vertrauen oder nicht.
Ständig darauf rumreiten und darüber reden wollen, bringt in meinen Augen auch nichts.

Allerdings möchte ich doch noch kurz einwerfen, dass bestimmt nicht "die andere Frau" nur die Schuld trägt.
Es liest sich so, als kannst du deinem Mann nur noch eine Chance geben, weil er nicht anders konnte und die "Hexe" dafür verantwortlich ist.

Wenn du in deinem Kopf klar hast, dass dein Mann einen Fehler gemacht hat, vielleicht hört dann dein Kopfkino auf.
Alles Gute

Ist die Lust zurückgekommen, nachdem du vom Fehltritt erfahren hast?

Dann ist das doch schonmal für etwas gut gewesen....

Es gibt Dinge, die kann man nicht zerreden. Da heilt die Zeit die Wunden. Ihr habt sicher offen über alles gesprochen, er hat dir Antworten gegeben mit denen du leben kannst und nun musst du in die Zukunft blicken.

Was du aktiv tun kannst: nicht mehr darüber sprechen, sobald du merkst, dass deine Gedanken wiederkommen, denkst du bewusst an etwas anderes.

Oder du denkst deine Gedanken zu Ende, wieder und wieder, bis sie dir selbst zum Hals raushängen.

Im Ende braucht es Zeit, damit das Ganze in den Hintergrund rückt.

Gruß Hezna #klee

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