Welche Gefühle füreinander sollten in langer Partnerschaft noch vorhanden sein?

    • (1) 14.09.16 - 14:38
      Gefühlschaos

      Hallo zusammen,

      mich interessiert mal, welche Gefühle in langen Partnerschaften für euch wichtig sind. Mit langen Partnerschaften meine ich 10 Jahre und länger.

      Mir ist klar, dass man nach vielen Jahren und jeder Menge Alltag durch Kinder, Berufstätigkeit usw. keine Schmetterlinge mehr im Bauch fühlt. Nur bin ich mir momentan unsicher, ob meine Gefühle nur durch den Alltag "verschüttet" sind oder ob tatsächlich keine Gefühle mehr vorhanden sind. Daher suche ich hier nach Infos, was euch wichtig ist in einer längeren Partnerschaft.

      LG

      • (2) 14.09.16 - 14:43

        Hi,

        wir sind seit 13 Jahren ein Paar.
        Es kribbelt immer noch. Jeder Kuss, jede Berührung.
        Wir sehen uns nur am Wochenende, da er seit 1,5 Jahren eine neue Stelle hat, mehrere hundert Kilometer von hier. Wir telefonieren aber täglich und sind auch über FB und whatsapp in Kontakt.

        Wir haben uns immer was zu erzählen, mit meinem Mann wird es nie langweilig.

        Wichtig sind mir Vertrauen, Treue, der gemeinsame Fokus auf unsere Kinder, spannende Gespräche.

        Viele Grüße

        (3) 14.09.16 - 14:48

        Hallo!

        Eine wirklich interessante Frage, die Du da stellst :-D

        Nach über 10+ Jahren, finde ich es immer wieder schön, wenn mein Mann mich zum lachen bringen kann. Ich glaube er macht sich oft mich zum Clown, einfach um meine Stimmung zu heben und das gelingt ihm ausgesprochen gut.

        Für mich ist das Gefühl geliebt, aber nicht gebraucht werden sehr übergreifend.

        Schmetterlinge im Bauch krabbeln ab und an auch mal rum, aber unterliegen ganz klar dem Gefühl "zu Hause sein". Und das "zu Hause sein" überwiegt für mich ganz klar!

        Ich habe letztes Mal einen schönen Spruch gefunden: "Zu Hause ist da, wo man den Bauch nicht einziehen muss" Wir fanden den Beide sehr gut und so vielsagend.

        LG

        P. S. Bei uns ist naturgemäß auch nicht alles schön und friedvoll... es gibt Momente wo ich mich sogar wundere warum so manche Ecken nach den vielen Jahren noch immer nicht rund sind;-)

        Huhu,

        wir sind seit 10 Jahren zusammen und wohnen auch schon fast solange zusammen.

        Ich freue mich immer noch wenn er von der Arbeit nach Hause kommt und wenn wir uns mal 1-2 Tage aus beruflichen Gründen nicht sehen vermisse ich ihn und dann kribbelt es auch immer noch im Bauch umso näher der Zeitpunkt kommt wenn wir uns wieder sehen.

        Wichtig ist mir das wir immer noch gemeinsame Ziel und Träume haben, trotz des Kindes auch genug Zweisamkeit verbringen und die kleinen Geschenke und Wertschätzungen im Alltag nicht verloren gehen. Klar gibt's Phasen da hat man viel Stress und genau da helfen kleine Aufmerksamkeiten gegenseitig enorm.

        Wir können über alles reden und habe immer noch sehr regelmäßig sex ;-) (auch sehr wichtig finde ich)

      • (5) 14.09.16 - 15:02

        Liebe
        Respekt
        Vertrauen
        Humor

        Ich weiß einfach, dass ich ihn liebe. Ich freue mich immer noch auf ihn.

        Mir sind Vertrauen und Respekt sehr wichtig. Wichtig ist auch, dass man Gemeinsamkeiten hat bzw. Dinge zusammen macht und auch noch daran Spaß hat. Und sei es nur gemeinsam zu kochen. Trotzdem sollte man noch eine eigenständige Person sein und nicht nur am Partner kleben.

      • War mit meinem Mann 35 Jahre verheiratet.
        Und auch nach 10, 20, 30 Jahren hat er mir gefehlt, wenn er längere Zeit nicht da war. Ich hatte zu ihm ein solch absolutes Vertrauen wie sonst zu keinem Menschen in meinem Leben - und er zu mir. Dies hätte ich niemals enttäuscht, egal, was gekommen wäre.
        Selbst wenn die "Schmetterlinge-im-Bauch-Liebe" ruhiger wird, muss noch das Gefühl da sein, der ist es und bleibt es - und kein anderer.
        Und als er krank wurde, war für mich klar, dass ich für ihn da sein werde, bis zum letzten Atemzug - und so kam es auch.
        Reicht die Beschreibung?
        LG Moni

      Morgen.

      Ich denke mal, man sollte in sich reinhören. Die Vorstellung, wenn der Partner nicht mehr da wäre, ob es egal wäre oder ob man ihn dann doch vermissen würde. Denn nicht nur die Gefühle sind wichtig auch die Umstände.

      Also bei meiner ersten Ehe war es so. Kein Vertrauen, ich konnte mich in keinster Weise mehr auf ihn verlassen (in allen Lebenslagen - Kinder, Haushalt, Termine). Wusste ich, dass er zuhause ist, wenn ich von der Arbeit komme, dann kam schon Frust auf. Ich habe mich nicht mehr gefreut, nachhause zu kommen (wegen ihm). Habe geschaut, dass ich mit den Kindern noch bis zum Abend was unternehmen konnte. Wenn wir mal miteinander geredet haben, dann war das anstrengend. Keine Zuneigung, wollte und konnte ich auch nicht mehr zulassen, da er ungepflegt war und ihm es egal war (auf deutsch, ich konnte ihn nicht mehr riechen). Mir ging es eigentlich nur noch außerhalb des Hauses gut. Das brauchte ich nicht mehr, daher trennte ich mich. Wir waren 18 Jahre liiert, davon 12 Jahre verheiratet.

      Bei meinem jetzigen Partner ist es anders. Das Nachhausekommen ist ja schon eine Freude. Die Kinder sind ruhiger und ausgeglichener und wir reden auch miteinander. Probleme werden sofort angesprochen und versucht zu lösen. Wir "arbeiten" Hand in Hand. Übernehmen mal Sachen, die der Partner nicht schafft etc. Es passt da einfach alles.

      Alles Gute.

      LG

      Ich finde schon, dass man Schmetterlinge auch nach vielen Jahren noch erwarten kann. Man muss eben raus aus dem Alltag und sich etwas Mühe geben. Durch angemessene Situationen kann man doch das Kribbeln füreinander immer noch hervor rufen.

    Wir sind seit 18 Jahren zusammen, 12 davon verheiratet, 1 Kind.
    Klar, Schmetterlinge und rosa Brille gibt es schon lange nicht mehr.
    Aber die wurden durch das Gefühl der Zusammengehörigkeit, Verlässlichkeit und tiefer Zuneigung ersetzt.
    Mein Mann ist mein bester Freund. Am feurigen Liebhaber arbeiten wir wieder ;-)

    Warum ist es denn "klar, dass man nach vielen Jahren und jeder Menge Alltag durch Kinder, Berufstätigkeit usw. keine Schmetterlinge mehr im Bauch fühlt."?

    Natürlich haben sich in einer langjährigen Partnerschaft die Gefühle etwas verändert und manchmal hängt man auch ein wenig im Alltagstrott drin und es gibt Tage, da gehen die großen Gefühle einfach zwischen all dem beruflichen und familiären Streß unter, aber dennoch sollten doch die Tage, an denen man dieses schöne Kribbeln spürt, immer wieder vorhanden sein.
    Allerdings muß eine Partnerschaft auch gepflegt werden.
    Wenn man seine Partnerschaft für selbstverständlich hält, ist es logisch, dass die Gefühle für den Partner irgendwann untergehen.
    Aber ich denke, wenn man sich immer wieder um seinen Partner bemüht und ihm kleine Aufmerksamkeiten schenkt (in welcher Form auch immer), sich ehrlich für ihn und seine Situation interessiert, an seinem Leben teilhaben möchte, sich als Paar immer wieder Freiraum schafft usw. dann hält das Verliebtheitsgefühl auch an.

    Allerdings glaube ich auch, dass man diese Gefühle, sollten sie denn "verschüttet" worden sein, mit Geduld und ernsthaftem Willen von beiden Seiten auch wieder hervor holen kann.

    LG

    (PS: bin mit meinem Mann über 16 Jahre zusammen, 2 Kinder)

    (14) 15.09.16 - 10:17

    hi,

    ich bin mit meinem mann über 15 jahre zusammen und wir haben 4 kinder (4, 7, 8 & 14j).

    tja, woran merke ich, das ich meinen mann immer noch liebe?
    das sind manchmal so kurze momente, wenn er den kindern z.b. ein gute nacht lied singt und sie dabei kuschelt. mich verstohlen anlächelt, oder die große hecke bearbeitet hat. mir komplimente macht, obwohl ich mich gerade scheiße fühle. ich froh bin, wenn er nach hause kommt, weil ich ihn vermisst habe. ich seine gegenwart genieße, auch wenn er nur neben mir sitzt. ich an unser bisheriges gemeinsames leben zurückdenke und mich auf unsere (hoffentlich) lange zukunft freue. ich mir überhaupt kein leben ohne ihn vorstellen kann.

    bei uns gibt es auch mal streiterein, unstimmigkeiten und andere meinungen, aber das gehört nunmal dazu ;-).

    lg

    Hallo,

    wir sind 16 Jahre verheiratet, leider zu zweit geblieben.

    Mein Mann ist mein bester Freund, ich kann mit ihm nahezu alle Themen bequatschen und diskutieren, wir langweilen uns nie miteinander. Obwohl wir uns nicht pausenlos zuquatschen...

    Wir haben die bis auf einige Ausnahmen fast die gleichen Interessen. Durch seine und meine Berufstätigkeit ist gemeinsame Zeit kostbar. Wenn wir dann beide einmal frei haben, verbringen wir die Zeit intensiv miteinander.

    Ich bin der Meinung, er ist das Beste, was mir passieren konnte.
    Bin heute immer noch verliebt, wenn man das nach dieser Anzahl an Jahren noch so sagen kann.#verliebt

    LG

    Nici

    Bringen Dich jetzt die bisherigen Antworten weiter? Ich befürchte nicht. Die Kommentare frustrieren doch eher nur, oder?

    Typisch Urbia. Es gibt ja hier bei solchen Fragen häufig nur Erfolgsgeschichten und positive Selbstdarstellungen. 50 % der Kommentare glaube ich jedoch nicht bzw. sind zu positiv dargestellt. Den Grauschreibern glaube ich schon gar nichts.

    Es widerspricht einfach der Realität bei eine Scheidungsquote von ca. 50 % in Deutschland.

    Es bringt auch nichts zu fragen, was anderen Menschen in einer langen Partnerschaft wichtig ist. Daher werde ich auch nicht schreiben, was mir in meiner Partnerschaft wichtig ist. Jede Partnerschaft ist nämlich individuell und hat seine eigene Geschichte. Ich würde daher mein Augenmerk darauf wenden, was Dir wichtig ist und hinterfragen, warum vielleicht die Liebe etwas verschüttet gegangen ist. Hauptsächlich ist es der Alltag und dass man den Partner etwas aus den Augen verliert. In einer neuen Partnerschaft kehrt auch irgend wann der Alltag ein. Genau an diesem Alltag sollte das Paar jedoch arbeiten. Dein Mann macht sich vielleicht die gleichen Gedanken. Habt ihr schon einmal ehrlich miteinander geredet? Das ist schon einmal der Anfang einer Veränderung.

    Es ist völlig normal, dass nach x-Jahren keine Schmetterlinge mehr fliegen. Das Prickeln hat ganz viel mit Neuem zu tun. Wie bei einem Kind, das an Weihnachten ein neues Spielzeug bekommt.

    Lass Dich also nicht von diesen „Erfolgsgeschichten“ traurig machen, sondern überlege g e m e I n s a m mit Deinem Partner, was ihr ändern könnt.

    VG
    Die Erdbeerfrau (die nach 25 Jahren Partnerschaft alle Höhen und Tiefen kennt)

    • "Es widerspricht einfach der Realität bei eine Scheidungsquote von ca. 50 % in Deutschland."

      Die werden aber hier auf die Frage auch nicht antworten.....;-)

      • Die sicherlich nicht. Aber unter denen, die (noch) nicht geschieden sind, gibt es ja auch viele Menschen, die nicht solche angeblichen Erfolgsgeschichten haben.

        Ich schreibe ja auch, dass ich alle Höhen und Tiefen kenne. Natürlich könnte ich auch von tollen Zeiten schreiben, ach ja mein toller Mann etc., aber ich kenne auch die andere Seite, wenn es nicht so läuft.

        Der TE bringt es nichts, wie meine oder Deine Beziehung uder andere Ehe laufen, sondern eher, konkrete Tipps gerade von denen, die auch die schlechten Zeiten kennen und Lösungen dafür gefunden haben.

        Ich behaupte, keine langjährige Ehe dieser Welt ist immer so toll wie sie hier von einzelnen Userinnen dargestellt wird. Hinter jedem Dach gibt es ein Ach.

    Das Hauptscheidungsalter in Deutschland liegt bei durchschnittlich 40 Jahren.
    Der erste Lack ist ab, die Kinder haben das süße Babyleinalter schon hinter sich und fangen an, zickig zu werden ;-) - die Schmetterlinge sind weg und dann kommt das große "war das schon alles für mich?" Und damit können leider soviele nicht umgehen, Männlein wie Weiblein.

    Patentrezepte gibt es leider nicht, da hast Du schon recht, da muss jeder einzelne für sich seine Lebenserwartungen mal analysieren - und mit dem Partner darüber reden.
    Aber das kann vielleicht auch mal schwierig sein ....Problembewältigung ist nicht jedermanns Sache - mal zurückstecken auch nicht (gilt immer für BEIDE).
    Gerade hier bei urbia hab ich in den fast 10 Jahren, in denen ich dabei bin, sicher Hunderte von Fällen gelesen, in denen der Freund des Mannes, ein Jugendfreund, ein Kollege oder auch nur ein facebook"Freund" auf einmal dafür gesorgt haben, dass das weibliche Hirn abgeschaltet wird und der Unterleib die Regie übernommen hat. Oft ganz egal, ob der andere verheiratet ist, und er oder man selber Kinder hat. Da kann ich mir nur an den Kopf greifen - das begreif ich einfach nicht. Bei manchen Männern kommt dieser Anfall meist so um die 50, nennt man dann wohl auch "midlife crisis" #cool
    Schwierigkeiten oder auch Verlockungen gibt es immer - lebenslang - und wegen neuer sexueller Reize eine Ehe samt Leben über den Haufen zu schmeißen - das ist für mich unverständlich, kommt aber leider laufend vor. Erlebe ich gerade in meiner erweiterten Familie auch.....#klatsch

    LG Moni

    • ***Da kann ich mir nur an den Kopf greifen - das begreif ich einfach nicht. Bei manchen Männern kommt dieser Anfall meist so um die 50, nennt man dann wohl auch "midlife crisis" #cool***

      Ich verstehe das manchmal schon. Auch leider schon mehrmals im Bekanntenrkreis erlebt. Ist einer der beiden Partner zu sicher, verliert er nicht selten die Lust und lässt den Anderen am langen Arm verhungern.

      Du nennst das vielleicht, dass der Unterleib die Regie übernimmt. Ich nenne es externe Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse, die der Partner einem nicht mehr geben will.

      Sorry, das war jetzt völlig Off Topic. #schein

      • das war jetzt völlig Off Topic

        macht nix - kommt vor ;-). Deswegen schrieb ich ja, man muss schauen, wo man steht und mit dem Partner drüber reden. Wenn der natürlich blockt - und/oder stinkefaul ist im Bett, da kann man nichts machen. Nur - wenn man garnicht drüber redet.....hellsehen kann der andere halt auch nicht.

        LG

Hallo,

ich finde nicht, dass die Userin diese "Erfolgsgeschichten" traurig machen sollten sondern im Gegenteil, sie sollten sie anspornen, an ihrer Beziehung zu arbeiten.
Weil sie anhand dieser Berichte sieht, dass es auch anders gehen kann. Sie scheint sich momentan ihrer Gefühle nicht mehr sicher, da bringt es sowieso nichts, viele Menschen zu fragen, wie sie ihre persönlichen Partnerschaftskrisen überwunden haben. Jede Beziehung ist einzigartig und für keine einzige gibt es ein Patentrezept, welches einem anderen Paar übergestülpt werden kann. Wir wissen gar nichts über sie oder ihren Mann bzw. wo genau die Probleme liegen. Die erste Adresse zur Klärung ihres Problems sollte sowieso bei ihr, ihrem Mann bzw. einer externen Partnerschaftsberatung liegen.

Im Übrigen gibt es wirklich Menschen, die sich nach so langer Zeit noch aufrichtig lieben, respektieren und sich nicht miteinander langweilen, fremdgehen, betrügen etc. bzw. viele Tiefen durchleben mussten. Nur weil es dir leider anscheinend nicht so erging, musst du nicht die Aussagen aller User hier anzweifeln, die in einer überwiegend glücklichen Partnerschaft leben.

Kommt mir ein bißchen verbittert rüber. Aber das ist meine persönliche Empfindung, die nicht zutreffen muss.

LG

Nici

  • Ich zweifele nicht a l l e User an, jedoch einige und natürlich gibt es auch (wenige) langjährige gute Partnerschaften/Ehen, die sich aufrichtig lieben. Das tue ich auch nach 25 Jahren auch (mal mehr und mal weniger), jedoch bin ich ehrlich und sage mit allen Höhen und Tiefen.

    Ich kenne jedoch genug Paare, die in der Öffentlichkeit die glücklichste Ehe demonstrieren und hinter den eigenen Wänden geht im negative Sinne die Post ab.

    Und hier bei Urbia geht mir einfach die Heuchelei einiger Userinnen gegen den Strich. #aerger

    • Hallo,

      "Ich kenne jedoch genug Paare, die in der Öffentlichkeit die glücklichste Ehe demonstrieren und hinter den eigenen Wänden geht im negative Sinne die Post ab."

      Ich kenne auch zwei Paare, wo es überhaupt nicht mehr passt. Allerdings merkt man das ganz schnell, die geben sich nicht mal mehr die Mühe, irgendetwas nach außen zu demonstrieren. Ist mir schleierhaft, warum man so lange in einer lieblosen und unbefriedigenden Partnerschaft verharrt. Die kämpfen auch nicht für ihre Beziehung, so wie es die Posterin tun möchte.

      Wahrscheinlich spielt da Bequemlichkeit eine große Rolle.

      LG

      Nici

(25) 15.09.16 - 15:59
kann dich verstehen

Ich kann dich verstehen. Ich bin 13 Jahre verheiratet und habe 3 Kinder. Unsere Ehe hat ziemlich viele Höhen und Tiefen. Immer wieder.

Manchmal - nein, eigentlich relativ oft in letzter Zeit- frage ich mich das gleiche. Liebst du noch oder ist es Gewohnheit?!? War das alles?

Ich gebe zu, ich bin nicht überglücklich wenn er von der Arbeit kommt. Ich bin auch mal gerne für mich allein. Es läuft einfach nicht wirklich rund im Moment. Aber dann gibts die Momente, wo ich froh bin, dass er da ist. Wo ich mich auf ihn verlassen kann. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob es der Alltagstrott ist, die Langeweile in der Beziehung, was mich zweifeln lässt. Wie sich das auf Dauer ändern lässt, hab ich noch nicht rausgefunden. Kurz ja, Tage, Wochen...dann ist wieder alles wie früher. Bereit mit deshalb zu trennen bin ich nicht. Nur um zu probieren, ob es wirklich das Problem ist. An einer Familie hängt einfach zu viel. Kinder, Haus...einfach alles.

Wäre ich ohne Kinder, Trauschein, Haus...keine Ahnung. Ich denke, dann hätte ich mich schon getrennt. Aber das, was wir uns gemeinsam aufgebaut haben ist es eigentlich Wert, sich erst zu trennen, wenn man sich richtig sicher ist. Ist man danach glücklicher? Ich weiß es nicht.

Und ich bin sicher - es gibt hier im Umfeld einige, denen es genauso geht.

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