Offene Beziehung

    • (1) 20.09.16 - 21:11
      Fragen über Fragen

      Hallo,
      Mein Partner und ich leben seit zwei Jahren in einer offenen Beziehung.

      Ich würde gerne wissen, ob es noch andere Paare gibt die so leben und wie Eure Erfahrungen sind.
      Wie lebt ihr genau?

      Hat sich der Alltag verändert und wie die Beziehung ?
      Wie genau lebt ihr die Offenheit in der Beziehung?

      Ich habe mehrere feste Sexpartner, da ist also eine Konstanz, One Night Stands sind selten.
      Mein Partner hat auch einige feste Sexpartner, Frauen und Männer genau wie ich.
      Es kommt durchaus vor, dass ich stärkere Gefühle entwickele, ich mich verliebe.
      Das ist dann schwierig aber handlebar, da ich ja offen für andere Partner in jeder Hinsicht bin, auch emotional gesehen.

      Die Gefühle für meinen Mann sind aber immer noch gleich, nur dass ich gemerkt habe, ich kann für mehrere Menschen starke Gefühle entwickeln.

      Unsere Kinder sehen das Ganze natürlich pubertätsbedingt kritisch und es gibt hier oft Zoff.
      Wie gehen eure Kinder damit um?

      • (2) 20.09.16 - 22:45

        Bei uns hatte die offene Bez. einen etwas anderen Grund, aber das tut ja nichts zur Sache. Ich hatte mich dann auch in jemand anderen verliebt, so wie es Dir ab und an passiert, habe meinen Partner verlassen und bin jetzt mit dem neuen verheiratet. Die offene Bez. war also nicht unbedingt die beste Idee aus Sicht meines Ex.

        • (3) 22.09.16 - 14:47

          Darf ich fragen, welchen Grund ihr für eine offene Beziehung hattet? Interessiert mich, weil man Mann für eine offene Beziehung ist, ich aber noch sehr unentschlossen bin, da ich denke, es könnte wie bei dir enden, ich verliebe mich und wir trennen uns schlussendlich.

      Ich lebe mit meinem Mann von Anfang an und seit rd. 18 Jahren in einer offenen Beziehung. Wir sind auch bereits lange verheiratet.

      Eifersucht gab es nie. Wir haben uns gesucht und gefunden. #verliebt

      Wir wissen, dass wir die Nr. 1 des Anderen sind und Leben unser Sexleben entweder gemeinsam oder jeder für sich in vollen Zügen aus.

      Mal gehen wir gemeinsam zu Sexparties, mal jeder alleine und wir haben eine Reihe von gleichgesinnten Pärchen.

      Feste Sexpartner gibt es und gab es bisher nicht.

      Unsere Kinder kennen es nicht anders von uns, wissen jedoch dass die meisten Paare eher konservativ leben. Wir lassen ihnen da alle Freiheiten, wie sie das mal für sich händeln wollen. Wir haben ihnen erläutert, dass es gerade wegen Eifersucht, fremd gehen und konservative Denkweisen viel Ärger in anderen Beziehungen gibt und unser Weg unser Glück ist. Das haben sie bisher so akzeptiert.

      "Wir lassen ihnen da alle Freiheiten, wie sie das mal für sich händeln wollen"

      Das ist aber großzügig;-).
      (Ich stelle mir gerade einen Thread vor, in Richtung "mein Mann und ich möchten so gern eine monogame Beziehung, aber meine Schwiegermutter duldet das nicht" #rofl)

      • Ich freue mich, wenn auch Dich das Thema belustigt. Wie der Satz gemeint war, kann man verstehen, wenn man den Zusammenhang liest.

        Ansonsten glaube ich, sind hier viele User aktiv, die irgend welche Verleugnungsstrategien entwickeln.

        Es gibt jedoch genug anders Lebende und Denkende, beispielsweise Homosexuelle, Menschen, die Natursekt- und Kaviarspiele lieben, Menschen, die auf dominante Dinge stehen und so gibt es auch Swinger-Clubs, Partnertauschbörsen, also auch Menschen, die offener leben etc. pp. Meine Lebenserfahrung ist, dass es nichts gibt, was es nicht gibt.

        Es muss auch niemand meine Lebenseinstellung teilen. Grundsätzlich bekomme ich jedoch eher Zuspruch für unser Leben. Z.B. "Es ist toll, wie ihr lebt. Ich würde das auch mal ausprobieren wollen, aber mein Partner würde das nicht mitmachen". Das zeigt mir, dass es Menschen gibt, die auch an mehr Offenheit denken, aber sich gar nicht trauen, darüber mit ihrem Partner zu reden, sondern gleich unterstellen, dass es der Partner nicht will.

        Viele Menschen sind in ihren "normalen" Partnerschaften gefangen und ziemlich unglücklich, aber lehnen andere Denk- und Lebensweisen ab. Schade. Ich finde man lebt nur einmal.

        Auch wenn ich gegen den Urbia-Strom schwimme, ich lebe sehr gut damit.

        CU.

        • Du, mir ist das total wurscht, wie andere Leute ihr Sexleben gestalten, Hauptsache, sie sind glücklich damit. Ich lebe meines so, wie mein Mann und ich glücklich damit sind, und ich diskutiere das nicht mit meinen Kindern.

(10) 21.09.16 - 06:35

Wir hatten Vierer, Dreier, jeder für sich Spaß mit jemand anderem... und seit über zwei Jahren leben wir brutal monogam - nach 9 Jahren offener Beziehung. Wir haben beide Fehler dabei gemacht und geniessen im Moment (und nach zwei Jahren immer noch) unsere Zweisamkeit ohne Risiko auf all die Nebenwirkungen.

So langsam kommt wieder die Lust und wir tauschen erste Fantasien aus, würden aber heute einige Dinge anders machen. Freundschaft und Sex nicht mehr vermischen, keine festen anderen Partner mehr, sondern maximal 5-Night-Stands und optimalerweise nur noch in der Konstellation 3er oder 4er.
Ich will allerdings auch nicht alles verteufeln, man kann in einer offenen Beziehung viel Spaß haben und auch einiges über sich und seinen Partner lernen, aber man zieht halt für sich Schlüsse im Lauf der Zeit und deshalb gibt es für uns in Zukunft oben genannte Regeln - und ich denke, bis das akut wird, dauert es noch.

Bei aller Offenheit und Transparenz.... -

wer mit wem wann und wo Laken zerwühlt, geht Kinder einen gepflegten Scheißdreck an. Dies würde ich nicht unbedingt "pubertätsbedingt kritisch" nennen, sondern eine mentale Überforderung der Nachkommenschaft. Möglicherweise bin ich diesbezüglich etwas konservativ, doch ist es m. E. echt fahrlässig Kinder oder Teenager einer solchen Situation auszusetzen. Ihr könnt ja machen was Ihr wollt, doch etwas Diskretion fände ich da schon angebracht.

(12) 21.09.16 - 09:28

Ich kenne keine offene Beziehung die länger als ein paar Jahre gehalten hat. Vllt war einer von beiden da nicht überzeugt...irgendwann hatte sich einer verliebt in einen seiner sexpartner und mit ihm eine monogame Beziehung begonnen....zeigt meiner Meinung nach die Gefahr einer solchen Konstellation. Wenn das beide für sich ausschließlich können...ist doch super.

Aber warum habt ihr Streit mit den Kindern? Ist euer sexleben so präsent im Familienalltag? Oder versucht ihr sie von eurer Lebensweise zu überzeugen?

<<Unsere Kinder sehen das Ganze natürlich pubertätsbedingt kritisch und es gibt hier oft Zoff. Wie gehen eure Kinder damit um? <<

Müssen Kinder mit dem Sexualleben der Eltern "umgehen"?

Ihr solltet euch fragen, wie IHR damit umgeht.

Gruss
agostea

Ich wäre ja für vieles offen.

Über eine offene Beziehung habe ich nicht nachgedacht, weil dieser Wunsch von meinem Mann bis jetzt nicht geäußert wurde. Ich selbst brauche es auch nicht.

Was sich aber sexuell zwischen mir und meinem Mann abspielt, ist privat. Und die Letzten die davon erfahren würden, wären meine Kinder.

Man kann es also auch mit der Offenheit übertreiben.

  • Gut, .... daß Kinder / Teenager sich darüber im Klaren sein sollten, daß es sich bei ihren Eltern nicht um geschlechtslose, einzig und allein zu ihrer Betreung erschaffenen Wesen handelt, sollte ihnen schon klar sein. Dies betrifft m. E. nicht allein die Sexualität, sondern vor allem andere Bereich des Lebens.

    Ich habe aufgrund der Schilderung der TE totales Kopfkino. Ich stelle mir vor, mein Intimleben mit meinen Kindern zu erörtern #schock. Meine Tochter (16) würde laut zeternd die Flucht ergreifen und mein Sohn? Kein Kommentar. Der arme Kerl würde sich fragen, was Muddi genommen hat.

    Kinder und Eltern sollten sich abgrenzen. Auch gerne im Intimbereich.

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